Weg zum Hausarzt

  • Wir stellen bei meiner Mutter seit geraumer Zeit Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten der zeitlichen Orientierung fest. Trotz daß sie sich selber auch eingeschränkt fühlt und besorgt ist, spricht sie das Thema nicht beim Hausarzt an (oder vergißt es, wenn sie da ist). Begleiten lassen zum Termin möchte sie sich aber auch nicht.
    Welche Möglichkeit hat man als Angehöriger, den Hausarzt zu informieren bzw. darauf hinzuweisen, daß evtl. ein Test auf Demenz notwendig wäre?

    • Offizieller Beitrag

    Sehr geehrte Fragenstellerin, sehr geehrter Fragensteller!


    Als besorgter Angehöriger hat man natürlich das Recht, sich an den Hausarzt des betroffenen Familienmitgliedes zu wenden, um auf den beobachteten Zustand hinzuweisen. Ob der Hausarzt diesen Hinweisen nachgeht ist noch einmal eine andere Angelegenheit. Falls keine Reaktion erfolgen sollte, haben Sie aber die Möglichkeit, sich an den zuständigen Amtsarzt (Amtsgericht des Wohnortes des oder der Betroffenen) zu wenden. Dieser ist berechtigt, bei begründetem Verdacht ggfs. eine amtsärztliche Untersuchung durchzuführen. Dies geschieht nicht selten gerade bei Betroffenen, die keinerlei Einsicht in die Entwicklung einer Demenzerkrankung und der damit verbundenen Risiken haben. In weiterer Folge muss dann über die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung entschieden werden, um langfristig eine angemessene Gesundheitsversorgung und Behandlung sicherzustellen.



    Mit freundlichen Grüßen,


    Dr. E. Kaiser

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