Bücher,in denen pflegende Familienmitglieder berichten

  • Grundsätzlich lesenswert, aber im hinteren Teil habe ich mich irgendwann nur noch aufgeregt. Ich glaube, weil die Autorin einerseits total überlastet war, andererseits aber alles unternommen hat, ihre Mutter nicht zu erlösen. Wie es so häufig und überall geschieht.


    Empfehlen würde ich ganz allgemein Bücher, die sich mit dem Sterbeprozeß befassen und vor allem mal etwas aus anderen Kulturkreisen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was für ein gestörtes Verhältnis wir "im Westen" zum Sterben und zum Tod haben.

  • Hallo Sonnenblümchen,
    am meisten habe ich von diesen Büchern profitiert:
    Demenz und Palliative Geriatrie in der Praxis: Heilsame Betreuung unheilbar demenzkranker Menschen, von Marina Kojer
    und "Über das Sterben" von Giandomenico Borrasio
    Ich lese aber grundsätzlich lieber Fakten als Erfahrungsberichte.
    Alles Gute!

  • Danke, Jutta, für die richtigen Stichworte! Mir fielen weder Titel noch Autor ein. Hier ein paar Auszüge:


    Professor Gian Domenico Borasio:
    "Fakten und Mythen zur Ernährung und Flüssigkeitsgabe am Lebensende"


    "Es wird derzeit in Krankenhäusern und Pflegheimen vieles in bester Absicht getan, was die Menschen – ungewollt – aktiv am friedlichen Sterben hindert."


    "Möglichkeiten und Grenzen der Ernährung/Flüssigkeitsgabe in der Palliativmedizin"

  • Hallo Sonnenblümchen,
    ich hatte auch überlegt, mir das Buch anzuschaffen.....aber dann hab ich die Bewertungen bei Amazon gelesen.....und denke....dass es nicht soo viel zusätzliche Erkenntnis bringt...es zu lesen ;-).......und Zeit haben wir ja eh schon nicht im Überfluß...
    viele Grüße

  • Hier hat wohl mal wieder der Text-Löschwahn einer bestimmten Person gewütet, jedenfalls sind die gesuchten Passagen verschwunden.


    An dieser Stelle wurde einst das Buch "Schöne Aussichten fürs Alter" von Dorette Deutsch empfohlen, was ich mir besorgt und gelesen habe. Darin wird u.a. auf das Dorf (Borgo) Tiedoli in den norditalienischen Bergen Bezug genommen, weil dort eine Initiative erfolgte, um das Verlassen der einsamen Bergregionen aufzuhalten, indem dort Häuser renoviert und für alte Menschen zum (Wieder-)Einzug bereitet wurden, was auch einen Nachzug von Jüngeren sowie das Schaffen von Arbeitsplätzen nach sich gezogen haben solle.
    Nun bin ich heute dort spaziert und habe mich umgesehen; ein "Dorf" ist aber gar nicht sichtbar, weil es nur weit auseinanderliegende Häuser gibt, die zumindest zum Teil leer stehen und verfallen. Die Wiederbelebungsphase datiert laut Buch scheinbar auf die frühen 2000er Jahre; ob das alles noch so funktioniert wie einst, war äußerlich nicht erkennbar.


    Kern des Projektes ist jedenfalls, daß sich jemand mit sehr, sehr viel Engagement an die Arbeit gemacht und viele, viele Widerstände überwunden hat. Die Bürokratie in Italien scheint nicht weniger problematisch und hinderlich zu sein als in Deutschland.


    Das Buch kann ich aber generell und unabhängig davon als "Pflichtlektüre" empfehlen.

  • Hallo Angehöriger,
    so sind Sie also in den italienischen Bergen gelandet :-)....Respekt, dass Sie auch in Ihrem Urlaub nach Lösungen suchen und das Dorf-Projekt besucht/gesucht haben....
    So ein einzel stehendes Haus und doch in einem größeren Zusammenhang...das wäre für mich als Einzelgängerin genau das richtige.
    Es ist schade, dass das Projekt offenbar gescheitert ist...ebenso wie auch ein sog. betreutes Wohnen in einzelen Häusern im Norden Deutschlands...und schade ist auch, dass von diesen Projekten in etlichen Büchern und Ratgebern immer noch berichtet wird, als würden sie existieren und wären eine reale Möglichkeit für das eigene Alter...ich habe mit dem Nachforschen über derartige Projekte für mich sehr viel Zeit zugebracht/vertan ....und werde mich insoweit jetzt auf meine eigenen Ideen verlassen ;-).

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