Zwei pflegebedürftige Menschen

  • Hallo,Angehöriger,sind Sie aus dem Urlaub zurück?Ich merke sehr wohl,dass Sie nicht mehr schreiben,vielleicht sind Sie ja auch beleidigt,ich wäre es auch,vergessen Sie die ganze Sache,schreiben Sie doch wieder,mir waren Ihre Antworten immer hilfreich.Weihnachten war schrecklich,Mutter musste ins Krankenhaus,hatte kaum Zeit für meinen Besuch,habe dann den Familienrat einberufen,wie Sie es empfohlen haben,hatten alle gute Ratschläge,was ich noch tun könnte.Habe von früh bis abends alles getan,war am Abend so fertig,dass ich am liebsten geheult hätte. DANN HABE ich an Sie gedacht,mir gesagt,du kannst es jetzt nicht mehr ändern,es ist jetzt eben so.Ich bin Weihnachten nur gesprungen,so ein Weihnachten wird es für mich nicht wieder geben,dass habe ich für mich beschlossen.Als ich im Krankenhaus war,die Schwestern hatten mich angerufen,weil meine Mutter behauptete,man hätte sie beklaut,riet mir die Krankenschwester auch passen sie auf sich auf.Ich weiß jetzt,ich kann nicht alles leisten.Ich muss anfangen ,mich selbst zu schützen.So haben Sie mir es geraten,Ich verbleibe mit den besten Grüßen Rosina

  • Ich empfinde auch beide als Bereicherung, sowohl Sonnenblümchen als auch Angehöriger.
    Und ich würde mich freuen, von beiden wieder etwas zu hören. Ich weiß das, die Wege, die weiter rechts oder weiter links von der Mitte liegen, öfters mal kollidieren können. Es wäre schade, wenn man deshalb nicht mehr schreiben würde.


    Rosina,


    das mit dem verkorksten Weihnachten ist nicht schön. Umso wertvoller, dass Sie zu neuen Entschlüssen gekommen sind. Es ist tatsächlich so, dass irgendwann so manches Übel nicht mehr ausgleichbar oder aufhebbar ist. Meine Grenzen kenne ich hier inzwischen gut und doch habe ich hier nicht alles selbst in der Hand und dann müssen auch mal fünf gerade sein, so auch mein Entschluss. Als leicht empfinde ich das aber noch nicht wirklich.


    Liebe Grüße an alle

  • Hallo, an alle ein gesundes neues Jahr.Ich habe mir vorgenommen, die Sorgen um meine Eltern nicht mehr so nah an mich heranzulassen,trotzdem ärgere ich mich erneut über das Verhalten meiner Mutter.Vorgeschichte.Ich hatte endlich Essen auf Rädern durchgesetzt von Mo bis Freitag.Es ging eine ganze Zeit gut,dann merkte ich,dass Mutter gar nicht mehr kochen kann,da ich aber 10 km entfernt wohne,bekam ich es nicht immer mit.Essen war versalzen,angebrannt,Fertigsuppe und Hühnerbein,Litschis würden als Champignons eingesetzt.Ich kochte Samstag und Sonntag,holte sie zu uns ,manchmal schaffte ich das Essen zu ihnen. So ging das eine ganze Zeit,dann versuchte ich Essen auf Rädern bei einer Firma ,die auch Sa und So liefert.Das war meinen Eltern nicht Recht.Sie haben sich mit dem Essenfahrer angelegt,bei der Firma angerufen ,bis ich das Essen wieder abbestellt habe. Jetzt stürzte meine Mutter und ich musste wieder für Essen auf Rädern sorgen.Aber die Firma wollte meine Eltern nicht wieder beliefern,weil sie so frech waren.Nun war guter Rat teuer,ich stand wieder da und das kurz vor Weihnachten,ich sollte 8 Personen Besuch bekommen.Ich entschloss mich ,noch einmal mit dieser Firma zu reden,aber sie hatten Aufnahmestopp,da sie die einzige war,die in unserer Gegend Sa und So beliefert.Da ich der guten Frau alles erklärte und ihr auch sagte, dass meine Mutter dement ist ,ließ sie sich doch darauf ein ,meine Eltern zu beliefern.Und jetzt kommt das Eigentliche,gestern meinte doch meine Mutter,dass das Essen nicht so gut war ,wir könnten doch den Essensdienst wieder abbestellen.Ich wollte mich nicht mehr aufregen,aber ich fasse es nicht.Jetzt weiß ich schon,was kommen wird.....Kann man denn dement sein und noch zu solchen Denkleistungen und Telefonaten fähig sein? Was soll ich tun?Was würdet Ihr tun?

  • Hallo Rosina,
    erst einmal noch "ein gut's Neues" für Dich.
    Mein Vater akzeptiert Essen auf Rädern auch nicht. Hat es mehrfach selbst wieder abbestellt (und das Abbestellen hinbekommen.)
    Da allerdings 3 x in der Woche eine Haushaltshilfe vom Pflegedienst für 1 Stunde da ist, stellt die ihm dann einfach ab und zu ein fertig gekochtes Glas Gulasch etc (vom Metzger im Ort) hin...zu den Nudeln, die er sich immer 1 x in der Woche kocht und dann davon isst.....ansonsten isst der Vater Wurst mit Brot, Kuchen und Bananen......es muß nicht immer gekochtes Essen sein.......Hauptsache, irgendetwas Essbares wird überhaupt gegessen......

  • Hallo in die Runde,


    und auch von mir einen guten Start ins Neue Jahr.


    Rosina,


    ich schließe mich hier Hanne an. Es muss nicht immer und jeden Tag ein fertig gekochtes Essen sein. Meine Schwiegermutter kocht sich manchmal etwas, meist dann, wenn sie meint, es kommt jemand zum Essen. Man kann sagen, dass sie cirka vier Mal in der Woche kocht. An anderen Tagen ist es dann eine Fertigsuppe, meist ein deftiger Eintopf mit Würstchen und dazu ein Brot. Ansonsten nascht sie halt viel zwischendurch. Und an anderen Tagen ist sind es dann mehr Butterbrote, mal mit Käse und Wurst oder Marmelade.
    Das funktioniert. Es kann auch mal sein, dass sie das Essen vergisst, aber bisher hat der Hunger sie immer dazu gebracht dann doch etwas zu Essen. Beim Trinken ist das inzwischen wesentlich schwieriger geworden. Besser wird das Ganze aber nicht, denn die Tendenz ist auch, dass ihr das zunehmend nicht mehr so wichtig ist.


    Und das Demenzkranke solche Handlungsabläufe hinbekommen, das wundert mich inzwischen nicht mehr. Denn wenn ein Bedürfnis sehr stark ist, dann springen nicht selten die alten erlernten Fähigkeiten doch noch einmal an. Das erlebe ich auch bei meiner Schwiegermutter. Ein Bedürfnis bringt auch bei jedem anderen sogenannten normalen Menschen den Verstand in Gang, ansonsten würde man gar nicht denken.


    Ich würde den Dienst für samstags und sonntags abbestellen und selbst zu händelnde Alternativen aufzeigen. Es kann ja auch ein Gericht aus der Tiefkühltruhe sein. Das muss ja nichts Schlechtes sein. Da gibt es auch einigermaßen passable Qualitäten. Ich denke mir, dass die Eltern einfach die Qualität des Essens bemängeln und das sie samstags und sonntags etwas anderes wollen. Es stimmt in der Regel leider, das die Qualität des Essens auf Rädern nicht so besonders ist.


    Liebe Grüße an alle

  • Vielen Dank an euch für das schnelle Antworten.Eure Gedanken und Vorschläge sind richtig und gut.Ich werde das Ganze durchdenken und ändern,wenn es meine Eltern noch mal ansprechen.

  • Hallo in die Runde,ich habe länger nicht geschrieben,möchte mich heute mal wieder melden.Ich habe viel eingeleitet , um meinen Eltern zu helfen.Tablettendienst kommt zweimal am Tag,Essen ist organisiert und auch eine Morgentoilette für meinen Vater.Mit meiner Mutter waren wir beim Neurologen. Sie haben mit meiner Mutter einen Test gemacht,der ergab,dass viele Störungen aus Depressionen herrühren,Die Demenz soll nur leichten Grades sein. ICH kann mir das kaum vorstellen,sollte ich mich so sehr getäuscht haben,?Nun gut,auf jeden Fall bekommt sie sehr viele Tabletten.Ihr Zustand hat sich auch etwas gebessert,was die Wahnvorstellu gen betrifft,die Angstzustönde sind nicht mehr ganz so schlimm,sie ist ruhiger.Dafür sind aber andere Symptome aufgetreten,jeden Morgen ist es meiner Mutter so schlecht,dass sie nicht in der Lage ist sich anzuziehen und Frühstück zu machen,sie macht öfter ins Bett,und schafft es einfach nicht mehr auf die Toilette.Öfter auch Durchfälle.E Essen mag sie gar nicht mehr.Sicher muss man sich an neue Medikamente erst gewöhnen,aber das kann ich mir nicht mehr mit ansehen.Und nun meine Frage ,ka nn ich einfach Medikamente absetzen? Vielleicht liest das ja Barbara,liebe Barbara,kannst du mir helfe ?Sie kennen sich doch aus.Meine Mutter bekommt vom Neurologen,Risperidon weiter Venlafaxin, und Rivastigmin als Pflaster,dazu noch vom Hausarzt Herztabletten Moxanidin,Carmen und Carvedilol.,.Also,ich habe schon versucht die Nebenwirkungen der Tabletten durchzulesen,aber wüsste jetzt auch nicht,welche man vielleicht mal weglasssen könnte. Kann man Experimente machen ? Ich glaube,es liegt an dem Pflaster. Haben Sie da Erfahrung? Die Heimanmeldung habe ich auch erst einmal eingeleitet, für den Notfall auf eine Warteliste,kann ein halbes Jahr dauern.Aber bis jetzt sind beide nicht bereit dazu.Deshalb versuche ich jetzt alles mit sehr viel Hilfe vom Pflegedienst weiter zu Hause.Die Heimkosten sind vorerst nicht finanzierbar.Müssen also weitersehen.Bin etwas ruhiger geworden, es gibt keinen Ausweg.Wäre über eine Rückmeldung sehr dankbar.Liebe Grüße Rosina

  • Hallo Rosina,
    Habe erst heute Deinen Artikel gelesen.
    War 1 Woche im Urlaub und zu Hause hat es auch ohne mich gut geklappt.!!!
    Risperidon ist ja ein Neuroleptikum gegen Halluzinationen und aggressives Verhalten bei Demenz.
    Venlafaxin ist ein gutes Antidepressivum und Rivastigmin ein Antidementivum.
    Dieses Pflaster habe ich bei meiner Mutter auch versucht und nach kurzer Zeit abgesetzt.
    Auch sie hatte Nebenwirkungen wie Übelkeit und Unwohlsein im Bauch und Durchfall.
    Ich würde so wenig wie möglich an Medikamenten geben.
    Risperidon soll ja auch nur kurzzeitig gegeben werden.
    Meine Mutter bekommt als Neuroleptikum Quetiapin am Abend,welches auch schlaffoerdernd ist.
    Spreche doch mal den behandelnden Arzt auf dieses Mittel an-würde ich auf jeden Fall dem Risperidon vorziehen.
    Ich würde kein Antidementivum wie Rivastigmin mehr geben.
    Angeblich sollen diese Mittel den dementiellen Verlauf verzögern und auch gegen psychotische Symptome helfen.
    Das Unwohlsein Deiner Mutter kann sehr gut vom Rivastigmin Pflaster sein.
    Natürlich muss man auch bei den Blutdrucksenkern schauen, ob diese sich miteinander vertragen.
    Eigentlich sollte der Arzt darauf achten,aber noch besser kann Dir der Apotheker Auskunft darüber geben.
    LG
    Barbara

  • Vielen Dank,liebe Barbara,ich dachte mir das schon,habe die Nebenwirkungen gelesen .Gut,dass Sie sich ein bisschen erholt haben.Bei mir gibt es nicht viel Neues.Ich hoffe,dass alles im Frühjahr etwas besser wird.Danke erst einmal .Grüße Rosina

  • HALLO,an alle,ich bin wieder einmal sehr verzweifelt,,weiß nicht,was ich tun soll,gestern hat mein Vater Kartoffeln gesteckt,er hat sie einfach aus dem Keller geholt,auf ein Beet geschmissen und dann eingeparkt. Alle Versuche,ihn davon abzuhalten, hat er ignoriert.Dazu muss ich sagen,dass er eigeñtlivh den ganzen Tag nur noch schläft,er ist 91 Jahre alt.Der Pflegedienst kam,hat das auch gesehen,hat ihn angesprochen,er hat nicht reagiert.Als er dann fertig war,er kann kaum noch stehen ,es tun ihm die Knochen ständig weh,hat er sich hingelegt und weiter geschlafen. Heute hat er lauter wirres Zeug erzählt,der Fernseher lief mit einer Sendung Wintersport,als ich kam ,fragte er ,ob ich auch vom Wintersport käme.E r erzählte,aber alles wirres Zeug,meine Mutter ignoriert das einfach,er erzählt heute Quatsch.Ich weiß nicht,ob ich das so laufen lassen kann.Dazu muss ich sagen,mein Vater war noch nie im Krankenhaus,würde nie freiwillig dahin gehen,er tut niemanden etwas,aber kann ich das so lassen,Tag Nacht Rhythmus ist gestört,da bekommt er Risperido.Hat jemand einen Vorschlag,was man da tun kann oder auch vielleicht tun muss?!

  • Hallo Rosina,
    es ist schrecklich, was Sie da miterleben müssen.
    Ich habe mit beiden Eltern ähnliche Dinge lange mitansehen müssen, bis jetzt (endlich!) beide in einem Heim untergebracht werden konnten.
    Der sozialpsychiatrische Dienst sagte mir jedesmal, mein Vater kann auf seinem Grundstuck tun und lassen was er möchte, erst wenn er beim Nachbarn anfangen würde etwas zu "reparieren"...könne man einschreiten....
    insofern.....ist ganz objektiv betrachtet das Kartoffelnsetzen durch Ihren Vater.....wohl für Behörden und Ärzte noch im normalen Rahmen....und Sie müssen weiter abwarten.......
    Mit Zwang zum Arzt oder Krankenhaus geht nur bei Selbst- oder Fremdgefährdung...und da sind die Hürden sehr hoch.....
    Das einzige was mir einfällt: den sozialpsychiatrischen Dienst zu einformieren, damit die sich (evtl zusammen mit einem Amtsarzt) ein Bild vor Ort bei Ihren Eltern machen......
    Liebe Grüße

  • Liebe Hanne,liebes Sonnenblümchen,vielen Dank für eure aufmunternden Worte,ich weiß,dass ihr beide auch viele Erlebnisse mit euren Eltern hattet,ich verfolge alles ,weil mich interessiert,wie andere mit diesen Situationen umgehen,es hilft auch,denn man ist nicht allein mit diesen Erlebnissen,sicherlich sind manche Sachen noch viel extremer als bei mir,zum Beispiel mit dem Kotschmieren.Oh Gott,was hast du da mitgemacht.Das Schlimme ist,man muss alles erst einmal verarbeiten,so etwas erlebt man nicht immerzu,man weiß nicht,wie man sich verhalten soll.Einschreiten hilft nicht,dann werden sie böse,einfach machen lassen,fällt er hin,bekommt man Vorwürfe,warum hast du das zugelassen. Jetzt bin ich wieder etwas ruhiger,aber die Nächte sind gelaufen.Nur gut,dass ich Rentner bin und nicht auf Arbeit muss.Vielen Dank,dass ihr mir Mut gemacht habt.Ich denke auch sehr viel an euch und auch an Andyreas,lese ständig ,bin aber sehr oft auch ratlos,nochmals Danke Rosina.

  • Ja,er hat seine Muskulatur trainiert,hat sich beschäftigt,eigentlich nichts passiert.Er braucht seine Gartenarbeit,hält auch im Februar.Muss ich es so sehen.Bis bald,Rosina

  • Heute ist wieder ein schwerer Tag für mich,ich habe immer noch die gleichen Sorgen,bin keinen Schritt weiter,die Tabletten habe ich zurückgefahren,so dass es meiner Mutter wieder besser geht was das Schlechtsein betrifft.Leider hat aber die Inkontinent zugenommen und zwar auch die Stuhlinkontinenz.Mein Vater macht die Nacht zum Tag und den Tag über schläft er zum großen Teil.Die Medikamente werden gebracht und das Essen auch,so habe ich schon viel erreicht,der Pflegedienst kommt einmal am Tag und zieht meinen Vater an,da er die Reihenfolge der Anziehsachen verwechselt.Es wird die kleine Morgentoilette vollzogen .Soweit sogut.
    Meine Mutter liegt den ganzen Tag auf der Couch und es geht ihr nicht gut,ich weiß aber nicht,was ihr fehlt.Sie will NICHT s mehr machen, nicht mal der Tisch ist abgewischt.Sie zieht sich keine Strümpfe an,geht barfuß,alles ist vollgekleckert und schmutzig.Sie weiß nicht mehr ,wie der Geschirrspüler angeht,die Wäsche muss gemacht werden,angeblich ist die Waschmaschine kaputt,aber es ist nicht so,nur verkehrt eingestellt.Gestern war angeblich die Heizung kaputt,aber nichts war jeden Tag müssen wir etwas reparieren.Aber am schlimmsten,die Inkontinent.Ich habe Windelhosen bestellt,aber beide ziehen sie nachts nicht an.So sind jedes Mal die Betten voll,ich muss sie neu beziehen,es ist zum Ausreisen.Dann haben sie einen Nachtstuhl,der wird nicht ausgeleert,sie warten, bis ich komme.Vater hat neulich die verkehrte Herdplatte angeschaltet,da war der Wasserkocher geschmort,weil dieser auf der Herdplatte stand,das ganze Haus roch angebrannt ,ich habe den Ofen mit Grillreiniger geschruppt,um alles wieder hinzubekommen.Letzte Woche war meiner Mutter ein Zahn abgebrochen,ich müsste mit ihr zum Zahnarzt,Brücke muss gemacht werden,Ich müsste zur Krankenkasse usw,usw,Jeden 2.Tag fahre ich mittlerweile zu meinen Eltern,10 km,aber es ist immer noch nicht genug.Ich glaube,sie verstellt sich,nur damit ich komme,heute habe ich Ihnen mitgeteilt ,dass sie eine Rundumbetreuung brauchen,und dass ich mich um einen Heimplatz kümmern werde.Na,da war es passiert.Riesenstreit.
    Ich bräuchte nicht mehr kommen,sie können sich jemanden nehmen und bezahlen. Der schlimmste Spruch ist aber,sie hätten ja auch immer alles gemacht und jetzt sind wir dran etwas für sie zu machen. Und was mich ärgert,die Arbeit wird nicht anerkannt,ich kaufe ein,gehe mit beiden Friseur,Fußpflege,Wäsche ,Bügel sie auch manchmal,mache Arztbesuche,Teile das Geld ein.Bezahle alle Hausrechnunge n,organisiere Pflegedienst und Essen,alles nichts.Ich kaufe Anziehsache,nähe sie kürzer.Backe Küchen,bringe ihn,alles schön.Aber dann ,du machst doch nichts. Ist das nicht die Höhe?Ich weiß heute mit meiner Wut nicht wohin,alles geht mir durch den Kopf,am liebsten würde ich nicht mehr hingehen.Mir graut vor morgen.Wie lange soll das noch so weitergehen?LIEBE BARBARA,HABE LANGE NICHTS VON DIR GEHÖRT.Auch Sonnenblümchen und natürlich auch die anderen hier im Forum,wie verhält man sich am beste ohne psychischen Schaden zu nehmen.?

  • Liebe Rosina,
    was Sie schreiben, das kommt mir bekannt vor. Das habe ich auch alles erlebt und wahrscheinlich die anderen, die sich um Demente kümmern, auch. Ich wage nicht mir vorzustellen, wie sich das mit 2 multipliziert anfühlt. Sie wissen selbst, dass Sie so nicht mehr weitermachen können, dass Ihre Geduld, Mühe, Pflichtgefühl usw. längst aufgebraucht sind. Das mit dem Heimplatz ist völlig richtig und Sie brauchen das Ihren Eltern auch nicht vorher anzukündigen. Bitte nehmen Sie sich etwas zurück. Wenn der Topf auf dem Herd anbrennt und schmort, dann gefährden Ihre Eltern sich und andere. Damit haben Sie sogar die Pflicht, etwas zu tun. Wenn Sie nicht mehr können - und danach klingen Ihre Worte - wer soll dann für Ihre Eltern da sein? Bitte suchen Sie sich Hilfe, damit Sie sich mal eine Auszeit nehmen können. Ganz liebe Grüße und viel Kraft!

  • Liebe Rosina,
    Ich denke oft an Dich und bin nach Deinem Bericht auch der Meinung, daß so etwas nicht mehr bewältigt werden kann.
    Mein Mann und ich waren 10 Tage in Ägypten und sind dort beide krank geworden. (Husten&Schnupfen ).
    Corona? ?
    Wollte mich beim Gesundheitsamt testen lassen-wurde aber abgelehnt,da Ägypten nicht zu den Krisengebieten zählt? ????
    Und schon wieder wird man alleingelassen und niemand hilft Dir.
    In dieser Zeit habe ich keinen Kontakt zu meinen Eltern gehabt -sie haben das wohl beide ganz gut alleine hinbekommen.
    Ich bin sehr verzweifelt und depressiv in Urlaub gefahren und habe mich oft mit dem Thema Suizid beschäftigt.
    Ich weiß nicht was passiert ist,aber ich finde mich langsam mit den "Wahngeschichten "meiner Mutter ab und versuche nicht mehr dagegen zu reden-denn das macht mich kaputt.
    Ich lasse Sie in Ihrer Welt und finde es manchmal ganz schön spannend, was Sie so alles erlebt und erzählt.
    Das Leben meiner Mutter war ein Leben voller Arbeit mit wenig Unterstützung meines Vaters.
    Eigentlich ein biederes langweiliges Leben ohne sich großartig etwas zu gönnen -Urlaub wäre reine Geldverschwendung.
    Endlich hat sie jetzt was zu "erzählen "und im Moment bringt mich vieles zum Schmunzeln.
    Natürlich ist der Schmerz über den fehlenden und nicht mehr vorhandenen Austausch immer da und ich muß damit klarkommen.
    Hoffentlich eskaliert die Situation bei uns nicht so wie bei Dir.
    Ich würde vielleicht alle Elektrogeräte ,wie Wasserkocher,aus der Wohnung entfernen.
    Zur Not auch die Waschmaschine aus dem Haus entfernen und zu Dir holen,bevor das Haus evtl.noch unter Wasser gesetzt wird.
    Alles Gute Barbara

  • Vielen Dank an alle,die mir geantwortet haben,ja,ich sehe ,es geht euch auch nicht besser ,Sonnenblümchen,ich denke oft an deine Worte,die du mal in einem anderen Artikel geschrieben hast,Ärmel hochkrempeln und los geht's,die Mäuse tanzen auf dem Tisch.Ich mache es auch,Tag für Tag,aber einige Dinge gehen eben schlecht,weil i h mich so ekelte.Ich habe auch ein schlechtes Gewissen,meine Eltern in ein Heim zu geben ,es bricht mir das Herz,aber ich weiß nicht,wie lange i ch es noch ohne Depressionen zu bekommen, aushalte.Und da bin ich bei dir ,liebe Barbara ,Depressionen sind schlimmer als jede andere Krankheit man sieht sie nicht,der Mensch hat keine Freude mehr am Leben,funktioniert nur noch und man verstellt sich vor den anderen,gibt dich lustig,damit es keiner merkt,aber die Wahrheit sieht anders aus.Ich hoffe für dich und deinen Mann,dass es nicht Corona ist,und wenn,dass du dies überwinden wirst.Denke oft an deine guten Ratschläge,habe nicht damit gerechnet,dass es dir selbst so schlecht geht und du solche Gedanken hast.Bitte werde wieder gesund,wir brauchen dich. Ja, ich muss mich wieder in den Griff bekommen.Ich habe mir heute früh gesagt,jeder der Eltern hat,muss das aushalten,jetzt bin ich halt dran.Hoffentlich kommt bald das Frühjahr,dass ich draußen arbeiten kann.Das lenkt ab.Liebe Jutta,auch du hast Recht..Ich werde mich erst einmal zurückziehen und wieder Kräfte sammeln.Heimüberlegungen sage ich manchmal,das wird aber noch ein langer Weg,glaube ich,ist nicht so schnell machbar.Ich drehe mich im Kreis,da sie nicht wollen.Gut,dass ihr mir geantwortet habt, es geht schon etwas leichter.Bis bald Rosina

  • Hallo,Sonnenblümchen,vielen Dank,dass du an mich denkst,bei mir gibt es keine wesentlichen Veränderungen,es ist ein ständiges Auf und Ab.Ich versuche,nicht mehr so oft zu meinen Eltern zu fahren und das ist ihnen auch aufgefallen,dann betteln sie,dass ich sie doch besuchen soll oder wenigstens anrufen.Das tut mir dann wieder so leid,dass ich auch hinfahre.Ich schaue in wirre ,ängstliche Augen und weiß , dass ich sie nicht alleine lassen kann.Dann denke ich an deine Worte,der Geist ist krank,sie wissen nicht,was sie sagen u nd tun.Neulich kam die Nachbarin in den Garten,sie hat mir dann von meiner Mutter erzählt,was sie so alles ihr berichtet hat,da habe ich mich wieder so geärgert,weil meine Mutter ihr nur Unwahrheiten erzählt.Aber die Nachbarin sieht ja,was ich alles mache.Sie sagte,deine Mutter weiß gar nicht wie gut es ihr geht.Trotzdem habe ich mich geärgert.Aber es ist immer der gleiche Mist,ich mache mich fertig und sie merken es nicht.Ich weiß,dass es für mich keinen anderen Weg gibt,ich muss abwarten.Ich hoffe nur,dass der Pflegedienst weiter kommt,sonst wird es ganz bitter.Im Moment habe ich mich ganz gut im Griff.Ich denke auch oft an dich und Barbara.Bleibt standhaft,es wird auch wieder besser.Es grüßt Rosina

  • Liebe Rosina,
    Auch ich denke oft an Dich.
    Meine Gefuehlswelt ähnelt gerade einer Achterbahnfahrt-das liegt an den starken Schwankungen der Lewykörper Demenz.
    In einem Moment relativ klar und 15 Minuten später völlig verwirrt und wahnhaft.
    Seit über 1 Woche packt Sie täglich ihre Tasche um nun endlich aus dem Leben scheiden zu koennen und sich die Todesspritze "die heiße Nadel"geben zu lassen.
    Als sie vorgestern mit meinem Vater hier oben war und nur wirres Zeug geredet hat,bin ich fast im Wohnzimmer umgekippt.
    Ich musste raus an die frische Luft.
    Ich schaue sie an und denke:Wer bist du psychotisches Wesen, was aber auch gar nichts mehr mit meiner Mutter zu tun hat.?
    Das Schlimmste ist,daß sie davon überzeugt ist,keine Demenz zu haben und giftig und frech wird,wenn man dann doch wieder versucht ihr zu erklären, was die Krankheit mit ihr macht.
    Die Demenz ist so weit fortgeschritten, daß man nicht mehr an sie herankommt.
    Sie begreift gar nichts mehr.
    Ich merke dann für mich,daß ich wieder Abstand brauche und bleibe erst mal von meinen Eltern fern.
    Heute morgen sind mein Mann und ich dann wieder vorbeigejoggt und ich sehe dann wieder,wie hilflos sie ist.
    Das bricht auch mir wieder das Herz .
    Ich hätte sie gerne in die Psychiatrie getan um sie dort nochmal neu medikamentös einstellen zu lassen.
    Aber sie weigert sich,da sie auch dort vergiftet wurde.
    Also lassen wir alles so wie es ist und werden bei Eskalation der Lage die Polizei rufen.
    Anders geht es nicht.
    Alles GUTE für Dich
    Barbara

  • Liebe Barbara,ich verstehe dich sehr gut weiß genau,wie du dich fühlst,diese Wahnvorstellungen sind das Schlimmste.Wir waren ja mit meiner Mutter beim Neurologen ,weil sie auch immer solche Wahnvorstellungen hatte,ich muss sagen,unter den neuen Medikamenten haben sich gerade diese Wahnvorstellungen reduziert,das macht es wirklich etwas leichter im Umgang.Ich habe gesagt,ich muss wegen meiner Migräne dorthin und ich nehme dich mal mit,soll noch einmal ein anderer Arzt nach dir schauen,sie hatte ja ihren Mantel und ihre Microwelle nicht mehr erkannt,das ist jetzt alles besser,auch mit dem Klauen.Aber sie steht jetzt halt fast nicht mehr auf und Inkontinenz ist ein großes Problem geworden.Jetzt haben wir reduziert,da kommen natürlich die Angstzustände zurück,meine Mutter hat auch immer behauptet,sie haben ihr Gift ins Schlafzimmer gespritzt,weil sie beim Stöbern nachts in alten Schränken ihre Diabetikerspritze gefunden hatte.Vielleicht ist der Weg zum Neurologen noch einen Versuch wert.Vielleicht?.ES ist jetzt wieder anders schwierig.Meine Mutter hat zu dieser Demenz noch schwere Depressionen.Vor allem Angst,Angst davor,dass mein Vater stirbt,er schläft fast den ganzen Tag,auch im Sitzen,der Unterkiefer klappt nach unten und es sieht aus wie der Tod,der Anblick ist schrecklich,steht er dann auf ,macht er nur Unsinn und vor allem die Nacht zum Tag,er steht immer nachts auf.Ich habe ja schon geschrieben,was er anstellt.Er weiß nichts mehr.KANN KAUM LAUFEN,MERKT NICHT,DASS ER ON DIE Hose macht,aber ins Heim geht nicht.Ich bin so froh,dass der Pflegedienst kommt und ihn anzieht und wäscht,die Tabletten gibt.Sonst ginge es gar nicht .Aber die Gesprä che über Heimunterkunft laufen ins Leere.Angemeldet habe ich sie,aber das wird noch ein langer Weg.Also,gib nicht auf,vielleicht mit Trick zum Neurologen.Ansonsten weiß ich auch nicht weiter ,geh joggen ,wenn du das noch kannst,das ist ein guter Ausgleich,jetzt bin ich 65 ,i ch habe das früher auch immer gemacht,leider kann ich das jetzt nicht mehr.Aber das hilft dir ganz bestimmt.Tschüß bis bald Rosina

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