Demente und Nicht-Demente auf einer Station, Erfahrungen

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  • Hallo Hanne,


    ich kenne mich nur ein bisschen damit aus. In der Zeit als meine Schwiegermutter in Kurzzeitpflege war, hat sie auf einer Station gewohnt, in der normale und leicht Demenzkranke zusammen betreut worden sind.


    Ob das gut geht? Das ist sehr individuell und hängt von den Bewohnern selbst ab. Meiner Schwiegermutter hat man die Demenz über Tage nicht angemerkt. Ihr Tischnachbar war froh, endlich einmal mit einer "normalen" Person sprechen zu können. Als es dann aber ums nicht mehr wollen und unbedingt nach Hause gehen wollen, von ihrer Seite aus ging, da hat auch er gemerkt, das da etwas nicht stimmt. Nicht wegen dem absolut verständlichen Wunsch, sondern wegen der immer abenteuerlich werdenden Selbstüberschätzung und dem immer aggressiver werdenden Verhalten anderen gegenüber usw. Auch er stand dann in der Schusslinie.
    Das hat ihn nicht besonders gefreut. Und er hat sich auf der gemischten Station nicht wohl gefühlt. In dieser Einrichtung gab es aber keine klare Trennung. Die meisten waren, bis auf wenige Ausnahmen, in einem Übergangsstadion.


    Das soll nicht heißen, dass es nicht funktionieren kann. Ich denke mir, es kann dann funktionieren, wenn die Demenzkranken nicht zu stark vertreten sind und man sie leicht mittragen kann. Sind aber kaum mehr normale Unterhaltungen untereinander möglich, wegen der hohen Anzahl an Demenzkranken, dann muss man einfach sagen, ja das kann schwierig und belastend werden.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig helfen.


    Liebe Grüße an Sie

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Hanne63,
    grundsätzlich halte ich getrennte ( segregative) Betreuung für die bessere Lösung für beide Gruppen.
    Im Einzelfall kann das natürlich immer mal gut gehen, wenn entsprechende Charaktere aufeinander treffen.
    Aber von Menschen, die selbst Probleme haben, Integrationsleistungen gegenüber Demenzkranken zu erwarten, ist schon viel verlangt.
    Wenn es auf der Station "Kümmerer" gibt ( Bewohner, die eine Aufgabe darin finden, sich im andere zu sorgen), hat Ihre Mutter eine gute Chance. Wenn nicht, dürfte es auf Dauer eher problematisch werden.
    Viel Glück wünscht Klaus-W Pawletko

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