Benötige Hilfe bei Beurteilung Befund

  • Liebes Team, liebe Forenmitglieder,


    ich würde so gerne meiner Mutter das Leben etwas erträglicher machen. Neben starken psychischen Störungen leidet sie unter extremen "Nerven"schmerzen, der Kopf dröhnt, sie hat stechende Schmerzen in Armen und Beinen.


    Schmerzmittel u.a. auch Tilidin und Fentanyl zeigen keine Wirkung.


    Der Hausarzt winkt ab und verweist auf Demenz, ist halt so.


    Den u.a. Befund konnte er mir nicnt erklären.
    ..........
    Es liegt betonte Erweiterung der Liquorräume vor, noch grenzwertig. Infratentoriell und entlang des Hirnstamms sowie auch supratentoriell findet man keine auffälligen Hypo- oder Hyperdensitäten. Supratentoriell liegen Zeichen einer bilateralen etwas asymmetrischen Mikroangiopathie im Marklager mit entsprechender etwas fleckiger Dystrophie vor. Raumforderungs- oder Hirndruckzeichen liegen nicht vor. im Knochenfenster findet man orientierend regelrechte Struktur der Schädelkalotte mit einer leichten Hyperostosis frontalis interna.

  • Hallo Marie,


    ich habe eine zeitlang über solche Symptome Einiges gelesen.


    So bin ich auf Berichte von Betroffenen gestoßen, die extreme Nervenschmerzen durch B-Vitamin-Mängel gehabt haben. B12, B1, B6 -Mängel, sowie auch die übrigen B-Vitamine, können das auslösen.


    Ist bei ihrer Mutter schon mal ein Vitamin- und Mineralstoffstatus erstellt worden?


    Ich habe, unter anderem, von zwei jungen Männern gelesen, die solche Symptome gehabt haben und die von Arzt zu Arzt gerannt sind, bis sie durch Zufall, die richtige Hilfe bekommen haben.


    Der eine hat einen erheblichen Magnesiummangel gehabt, der andere einen B1-Mangel, neben anderen Mängeln.


    Ich würde in dem Zusammenhang auch an Vitamin D, B12, Zink, Selen, Folsäure, Ferretin, Mangan, Magnesium, Calcium, Kalium, evt. Kupfer denken.


    Leider kostet eine Vitamin-B1-Testung über dreißig Euro. Aber es ist auch nicht gefährlich, wenn ein Arzt hier ein gutes Präparat aufschreibt. Es gibt Präparate, da liegt auch das B6, welches ebenfalls wichtig ist, in verstoffwechselter Form vor. Das erleichtert die Aufnahme, gerade, wenn der Körper sonst viel zu bewerkstelligen hat. Meist hat man auch keine Einzelmängel, sondern eine Kombination von mehreren.


    Und nein, es ist nicht immer das Alter. Meine Schwiegermutter hat vor circa zwölf Jahren mehrmals jährlich eine Blasenentzündung gehabt. Der Besuch beim Urologen, sie ist da noch alleine hingegangen, da sie noch keine offensichtliche Demenz gehabt hat, hat ergeben: Das liegt am Alter, dass sie jetzt öfters davon betroffen sein wird. Er gab Antibiotika, welches schlecht vertragen worden ist. Wir haben dann bei der nächsten Blasenentzündung einen Vitamin- und Mineralstoffstatus über unseren Hausarzt erstellen lassen. Trotz angeblich guter Ernährung, hat sie einige nicht unerhebliche Mängel gehabt, unter anderem Zink, Selen, die für die Immunabwehr wichtig sind. Aber auch Folsäure, B12, Calcium, Magnesium usw. Nach auffüllen der Mängel, sind die Blasenentzündungen ein für alle mal verschwunden und nicht mehr aufgetaucht. Auch jetzt nicht, zwölf Jahre später.


    Ich würde nicht so schnell aufgeben und sehen, was sich da noch machen lässt.


    Liebe Grüße an Sie

  • Liebe(r) Teutebuger,


    vielen Dank für die Antwort.


    B12, B 6 , Schilddrüsenwerte etc wurden auf Bitte durch den Hausarzt veranlasst.
    Darüber hinausgehende Blutests ( Hormone, Mineralstoffe und auch Kupfer ) habe ich bei einem Heilpraktiker in Auftrag gegeben, da ich es leid war bei dem Hausarzt zu Bitten und zu Betteln.
    Bis auf einen minimalen D Mangel waren alle Werte soweit OK.
    Meine Mutter ist am 14.01.2017 plötzlich zu einem Pflegefall geworden.
    Von einem Tag auf den anderen inkontinent , immobiel, Verlust der motorischen Fähigkeiten. Diagnose der Ärzte beginnende AD. Das Gedächtnis meiner Mutter ist bis heute OK, die Diagnose lautet auch heute noch beginnende AD.
    Ich würde mich ja mit der Diagnose zufrieden geben, wären da nur nicht die starken Schmerzen, die aus meiner Sicht nicht mit einer Demenz zu erklären sind.
    Da meine Mutter stark wahnhaft ist- sie ist davon überzeugt , dass sie durch eine am 14.01.2017 tatsächlich erhaltene Spritze vergiftet wurde - ist die Behandlung stark erschwert und die Ärzte winken schnell ab.
    Bei erneuter Durchsicht der ärztlichen Unterlagen ist mir o.g. Befund aufgefallen, der mich auf den Gedanken gebracht hat, es könnte sich um eine vaskuläre Demenz handeln oder vielleicht auch einen Hydrocephalus, vielleicht erklären sich dadurch die starken Kopfschmerzen.


    Nochmals vielen Dank für die Tipps.



    Gruß Marie

  • Hallo Marie,
    ich verstehe gut das Mitgefühl mit Ihrer Mutter, deren Schmerzen und den Frust mit dem Hausarzt.
    Das alles wird man doch nicht "einfach" mit Demenz entschuldigen können.. Waren Sie bereits mit Ihrer Mutter bei einem Spezialisten für Schmerztherapie? Ich weiß nicht, ob Hydrocephalus solche Schmerzen bedingen kann, wenn es dauernden Hirndruck bedeutet, möglicherweise. Bin selbst Laie, aber Schmerzpatientin und weiß daher, wie einen dies fertig machen kann.
    Ich weiß nicht, wo Sie wohnen , kann aber bzgl. verschiedener Schmerzen sehr sehr die Schmerzklinik Kiel empfehlen. Vllt schauen Sie mal auf die Homepage. Allerdings dauert es im Normalfall lange einen Termin - auch ambulant möglich - zu bekommen. In Essen ist auch eine sehr gute Praxis für Neurologie und Schmerztherapie. Doch da gibt es deutschlandweit mittlerweile Zentren für.


    Aus Erfahrung, auch mit meinem Vater mit jahrelangen brennenden Schmerzen im Bein, meist stark, weiß ich, dass z.B. niedrig dosierte Antidepressiva da sehr gut Linderung bringen können.


    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter baldige Erleichterung.


    Liebe Grüße
    Rose60

  • Liebe Marie, ich will nicht alte Dinge aufwühlen, aber welche Spritze war das denn? Wenn Ihre Mutter ab diesem Tag die Symptome hatte, wäre es dann nicht tatsächlich möglich, dass ein Zusammenhang besteht?


    Liebe Grüße
    Miracula

  • Liebe Rose60,


    unser Wohnort ist leider wenig hilfreich, im Umkreis von 100 KM gibt es nur einen Facharzt für Schmerztherapie, dort werden keine Patienten mehr aufgenommen ( 2 Jahre! Wartezeit lt. Sprechstundenhilfe) . Die Wartezeit von 11 Monaten für einen Termin bei dem einzigen Neurologen konnten wir mit einem Trick umgehen.
    Antidepressiva zeigen leider keinen Erfolg.


    Gruß Marie

  • Liebe Miracula,


    meine Mutter war damals bei einem Orthopäden wegen einer Sehnenzerrung in Behandlung und hat lt. behandl. Arzt ein leichtes Narkotikum gegen die Schmerzen erhalten.


    Gruß Marie

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