Betreuung meines Vaters in Abwesenheit?

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    "Mein Vater leidet unter Demenz, gepflegt wird er von meiner Mutter.
    Er ist in Pflegestufe 1 eingestuft.
    Bei meiner Mutter steht eine Augenoperation an.
    Das bedeutet sie muss vorraussichtlich eine paar Tage in der Klinik bleiben, das hat ihr der Augenarzt schon mitgeteilt.
    Für uns (zwei beruftätige Töchter) und meine Mutter stellt sich nun die Frage wie oder wo können wir unseren Vater betreuen lassen. Wie vermitteln wir im das verständlich?
    Wie gehen wir mit dieser Situation um, ohne das mein Vater enttäuscht, unverständlich oder ärgerlich reagiert? "



    Das Redaktionsteam des Wegweisers Demenz

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    Sie können versuchen, die häusliche Weiterversorgung durch Dritte zu organisieren, oder für die anstehenden Tage die Pflege eine Einrichtung überlassen. Für maximal 28 Tage im Jahr können Sie so Ihren Herrn Vater in Obhut geben, bis die Genesung Ihrer Frau Mutter erfolgt ist. Die pflegebedingten Aufwendungen werden dabei von der Pflegeversicherung getragen bis zu einer Obergrenze von rund 1500,00 Euro, sofern die Voraussetzungen vorliegen.
    In der Regel ist auch ein Übergang in die Dauerpflege kein Problem.
    Verhinderungs- / Kurzzeitpflege sind hierzu Ihre Stichwörter:
    http://www.wegweiser-demenz.de/leistungen.html
    oder auch hier:
    http://www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=29#c245



    Informieren Sie sich in einem Pflegeheim Ihrer Wahl ausführlich über die Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten - man wird Sie gerne beraten.
    Eventuell ist dies noch hilfreich für Sie:
    http://www.alzheimerforum.de/2/8/3/checklis.html


    Bei der Frage, wie Sie dies Ihrem Vater vermitteln sollen, stellt sich natürlich zunächst die Frage, was er noch aufnehmen und verarbeiten kann. Und ob und wie schnell er wieder vergisst, was Sie dann bereits besprochen haben.
    Ich empfehle, wenn noch Zeit genug ist, für einen möglichst sanften Übergang zu sorgen - also wenn möglich, dass Ihr Herr Vater die Einrichtung selbst wählt in dem er vielleicht verschiedene Einrichtungen erleben kann und Sie seine Reaktionen beobachten und Ihren persönlichen Eindruck von der Einrichtung in der Familie besprechen. Mal zu einer Veranstaltung, Besichtigung, zum Kaffeetrinken hinfahren und schauen, was er davon hält - und sich selbst einen Eindruck verschaffen. Dies aber natürlich nur, wenn mehrere Ortswechsel und Unternehmungen Ihren Vater nicht zusätzlich verwirren.
    Das Warum sollten Sie durchaus erklären, auch mehrmals, wenn nötig. Allerdings: durchaus möglich, dass es nunmal nicht geht, ohne das er enttäuscht oder ärgerlich reagiert.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

  • Hallo,
    ich habe gute Erfahrungen gemacht mit der Kurzzeitpflege (28 Tage werden ja von der Krankenkasse bezahlt) als mein Vati im Krankenhaus war. Meine Mutti kann absolut nicht allein in der Wohnung bleiben.

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