Wie geht es Euch? Thread IV

  • Liebe SchwarzerKater und andere Leser,

    es ist schwer bis unmöglich, dieses Thema wirklich gut schriftlich zu diskutieren und du wolltest sicher vermitteln, wie ich das verstehe.


    Ich denke auch, keiner will hier den anderen zerfleischen, die Wellen schlagen beim Thema Corona in vielen Freundeskreisen und Familien sogar hoch, das ist wirklich oft schrecklich. Daher will ich es auch gar nicht ausweiten hier.

    Viele hier schätzen die Beiträge von Teuteburger , auch ich, daher lasst uns besser nicht weitere Fässer aufmachen, schriftlich kommt auch vieles mal falsch rüber und man kann sich dann nicht so wehren.

    Um den Bogen zu "unserem" eigentlichen Thema hier zu schlagen, möchte ich folgendes sagen:

    ich bin - besonders aktuell - im absoluten Spagat zwischen meiner dementen Mutter, bei der ich im Grunde die einzige Besucherin bin, so dass ich ALLES dransetze, von Corona verschont zu bleiben, wogegen nun mal wissenschaftliche Studien die Impfung als bestmöglichen Schutz ausgemacht hat. KeinExperte hat bislang behauptet, dass man dann gar nicht erkrankt, sondern es war immer klar, dass es vor allem vor sehr schweren und vor allem tödlichen Verläufen schützen soll und auch, dass es im Laufe der Zeit Mutationen geben wird, so wie auch bei anderen Viren wie Influenza o.ä. Vor allem der bestmögliche Schutz vor Long-Covid per boostern ist durch Studien bewiesen.


    Somit bin ich auch über jede Pflegekraft froh, die sich entsprechend schützt.


    Auf der anderen Seite bin ich sehr angespannt, da meine Tochter kurz vor einer Mehrlings-Geburt steht und fürchtet, ob nun das Klinikpersonal standhält und auch um ihr demnächst zu helfen, versuche ich mich zu schützen.

    Von daher geht mir auch wirklich der Hut hoch, wenn soviel naives und vor allem wissenschaftlich nicht Haltbares in manchen Kanälen verbreitet wird, was durch ein Informationsflut für viele Menschen schwierig zu differenzieren ist. Nicht jeder kennt die seriösen Seiten, sondern lässt sich z.B. durch you-tube-Kanäle informieren, wo sich aller mögliche Blödsinn hören lässt.

    Sorry, ist nun doch mehr geworden, doch wie gesagt, gerade emotional angefressen durch sich überschlagende Ereignisse (zusätzlich noch Todesfall familiär u.v.m.)

    Und wieder einmal seeeehr froh und erleichtert, dass meine Mutter so gut versorgt ist im Pflegeheim.


    Liebe Grüße an euch alle :love:

  • Oh, was habe ich denn hier losgetreten. :)


    Mir ging es nur um echte Angstpatienten, die eben trotz aller "Vernunft" und Therapie ihre Ängste nicht besiegt bekommen. Das sind einige wenige.

    Die besagten Impfstoffe haben alle eine vorläufige Zulassung. Das heißt, dass die Hersteller immer noch weiter forschen und Daten nachliefern müssen. Das verunsichert manch einen trotzdem.


    Das Impfstoffe in die Zelle eindringen, dass ist vielleicht nicht richtig ausgedrückt. Aber die mRNA wird über Nanolipide in die Zelle geschleust, das wissen auch die Angstpatienten. Das macht das Virus auch, wenn es die Schleimhautbarriere überwinden kann.


    Aber darum geht es nicht. Es gibt Menschen, die denken "anders" und man kommt nicht jedem mit einer Therapie bei. Viele gehen seit Jahren in die gleiche Selbsthilfegruppe und sie sind "chronisch" krank. Auch Demenzkranke denken anders. Und auch ihnen kann man nicht mehr viel helfen.


    Und solche gibt es auch unter Krankenschwestern und Pflegern. Sie bekommen zwar ihren Alltag, dank ihrer Strategien geregelt, aber nicht etwas in"ihren" Augen völlig Neues.


    Aber was haben die mit den Spaziergängern und Querdenkern zu tun?


    Ich hoffe halt, dass zukünftige Impfstoffe hier eine Wende bringen, die zwar auch überwiegend mit Gentechnik arbeiten, die aber ein anderes Wirkprinzip haben.


    Ich selbst passe auf, gehe nirgendwo hin, außer zum Einkaufen oder zu meiner Mutter. Alles andere läuft über Computer in solchen Zeiten wie jetzt.

    Aber ich kenne andere Geimpfte, die ständig ihre Treffen haben, weil sonst mit ihrem Leben nicht klar kommen. Auch Treffen über zehn Personen. Solches mache ich nicht, auch wenn ich darf.

    Unvernunft gibt es auf beiden Seiten, leider.


    ich werde den Text jetzt löschen. Ich glaube, ich habe ihn nur aus einem Implus heraus geschrieben, weil mich die Spaltung in der Gesellschaft doch sehr belastet. Und das man daran nichts tun kann, das belastet mich auch. Was ich da vor einigen Wochen gehört habe, von beiden Seiten, dass will ich hier nicht erwähnen. Und in der Mitte stehen dann solche Menschen, wie chronisch kranke Menschen. Diese kenne ich dann auch.


    Schwarzer Kater hat es gut ausgedrückt, finde ich:


    Nunja, nun kann man sagen, dass es eben eine Ausnahmesituation ist, in der wir alle zurückstecken und zusammenhalten müssen. Nun, prinzipiell sind Menschen doch mehrheitlich erst mal gutwillig und sie verstehen das auch (eine Gruppe der Widerborstigen etc. gibt es natürlich immer), aber das "Problem" hier scheint mir völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein, warum auch immer.


    Ich versuche immer Lösungen und Verständnis für mehrere Seiten zu finden, denn in meinen Augen hat alles seine Gründe. Aber ich sehe inzwischen ein, dass hier nichts zu machen ist.


    Dann ist es halt schwarz und weiß und ich werde lernen müssen, dies zu akzeptieren.


    Liebe Grüße in die Runde

    3 Mal editiert, zuletzt von Teuteburger () aus folgendem Grund: Falsch ausgedrückt

  • Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die hier zusätzlich noch geschrieben haben.


    Ich sehe hier trotz der Unterschiede, das Aufeinanderzugehen. Und ehrlich gesagt, dass macht mir ein bisschen Mut. <3


    Liebe Grüße

  • Ich sehe hier trotz der Unterschiede, das Aufeinanderzugehen. Und ehrlich gesagt, dass macht mir ein bisschen Mut. <3

    Danke, das sehe ich auch und sehe auch, dass viele hier noch erhebliche zusätzliche Belastungen außer ihren demenzkranken Angehörigen haben und deshalb vielleicht auch dünnhäutiger sind, sein dürfen.

    Aber die kleine Diskussion hier fand ich durchaus friedlich. Vielleicht war es doch gut, dass Du es angestoßen hast, Teuteburger.


    Liebe Grüße ecia

  • Liebes Sonnenblümchen, :)


    da ist ja gehörig etwas schief gelaufen in unserer Kommunikation. Ich habe gerade auch dich gemeint, dass du auf andere zugehen kannst. Das habe ich aus Deinen Texten, die du anschließend geschrieben hast, herausgelesen.


    Deshalb schrieb ich ja auch:


    ich werde den Text jetzt löschen. Ich glaube, ich habe ihn nur aus einem Implus heraus geschrieben, weil mich die Spaltung in der Gesellschaft doch sehr belastet. Und das man daran nichts tun kann, das belastet mich auch. Was ich da vor einigen Wochen gehört habe, von beiden Seiten, dass will ich hier nicht erwähnen. Und in der Mitte stehen dann solche Menschen, wie chronisch kranke Menschen. Diese kenne ich dann auch.

    Ich habe den Text Aufgrund dessen geschrieben, was ich in den Kommentaren, unter den Texten der Medien gelesen habe, also nicht hier.


    In diesen Medien-Kommentaren wird das schwarz und weiß diskutiert. Ich muss hier wirklich dazulernen, dass das zur Zeit oftmals so gehandhabt wird. Ich habe hier wirklich Sachen gelesen habe, die kaum noch zu ertragen gewesen sind. Deshalb habe ich dann "mein Befinden" darüber hier niedergeschrieben. Das war aufgrund meiner zusätzlichen Belastung dann einfach nur zu viel für mich, da ich auch betroffene Angstpatienten kenne, die zu einer Grauzone gehören.


    Das du eine andere Meinung hast, das kann ich gut akzeptieren und ich schrieb das auch.


    Somit tut es mir Leid, Sonnenblümchen, dass hier ein Missverständnis entstanden ist.


    Ich hoffe, dass ich das hier klären konnte, da ich Dich sehr schätze.


    Liebe Grüße an Dich

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde, ich hoffe sehr, dass aus der Diskussionsrunde keine Verletzungen und Narben bleiben. Es zeigt sich, wie sehr die Diskussion über das Impfen in eine schwarz-weiß-Rhetorik rutschen kann und Zwischentöne und kritisches Nachdenken in den Hintergrund treten. Die Herausforderungen einer langjährigen Pandemie sind so vielschichtig und emotional aufgeladen, dass es einfach schwer ist, sich konstruktiv zu streiten. Dieses Forum ist nicht der richtige Ort dafür, selbst im persönlichen Kontakt ist es schwer genug.


    Wir wissen schon lange: Schwarzweiß-Debatten verstärken die Polarisierung, den Populismus und den Zusammenhalt in den streitenden Gruppen. Sie verhindern letztlich den wissenschaftlichen kritischen Dialog, im dem unsere Kultur gewachsen ist.

    Zwang erzeugt Reaktanz, das ist der psychologische Begriff für die Kraft des Stolzes oder der trotzigen Selbstbestimmung. Meinungen werden in der Ingroup gestärkt, wenn es um Gewinnen oder Verlieren geht.


    Hilfreicher sind vielleicht ethische Diskussionen, in denen unterschiedliche Wertvorstellungen herausgearbeitet werden. Das Thema meine Freiheit und die des anderen ... wird vielleicht noch nicht oft genug ausdiskutiert, besonders im Zusammenhang mit anderen Werten, die noch eine Rolle spielen.


    Meinungen ändern sich nun mal eher durch gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung und das Wissen um subjektive Wahrheiten, Interessen und Prioritäten.

    Meine Sorge ist, dass dies in der öffentlichen Diskussion in den Hintergrund tritt.

    Meine Frage ist, wie erreiche ich die Pflegekräfte noch, die sich schon entschieden haben, den Beruf zu verlassen? Welche plausiblen Argumente gibt es? Haben Sie Einsichtserfolge in Ihrem Umfeld gehabt?


    Wie können wir an die Verantwortung für den ("vulnerablen") Menschen mit Demenz appellieren?


    Wann müssen wir uns für die zweite Pandemiestufe öffnen, in der nur die vulnerablen Personen geschützt und in der Freiheit eingeschränkt werden?

    Wie können wir dabei die Würde, die Selbstbestimmung, die persönliche Entfaltung und die Erkenntnisse im richtigen Umgang mit Demenz bewahren?

    In diesem Zusammenhang werden vielleicht noch einmal meine "Coronatipps für Menschen mit Demenz" im Blog hilfreich und wir können uns austauschen, wie wir mit diesem Dilemma umgehen.


    Dies sind einige Gedanken, wie wir hier die Debatte abschließen oder auf eine andere Ebene bringen können.

    Ihr Martin Hamborg

  • Danke Herr Hamborg, für Ihre Zusammenfassung des schwierigen Themas.


    Ich denke auch, der Blick sollte auf die nächste Stufe der Pandemie gerichtet sein, die vor allem die vulnerablen Gruppen betreffen wird. So wie einige es bereits beschrieben haben, leiden pflegebedürftige Menschen am meisten darunter.

    Da die Pandemie in Heimen auch sehr unterschiedlich gehandhabt werden kann, wie die Forenmitglieder berichtet haben, bleiben da einige oder viele Demenzkranke weiterhin auf der Strecke, aufgrund der lange bestehenden Pflegenotsituation, aber auch wie streng oder nicht streng der weitere Pandemieverlauf gehandhabt wird, - vorausgesetzt, die meisten Menschen sind geimpft.


    Wann müssen wir uns für die zweite Pandemiestufe öffnen, in der nur die vulnerablen Personen geschützt und in der Freiheit eingeschränkt werden?

    Wie können wir dabei die Würde, die Selbstbestimmung, die persönliche Entfaltung und die Erkenntnisse im richtigen Umgang mit Demenz bewahren?


    Irgendwann wird der Zeitpunkt da sein, dass es in die Endemische Phase übergeht. Nach drei Jahren Pandemie, wird oftmals davon ausgegangen, dass es zumindest in die Richtung geht.


    Ich glaube aber auch, dass es hier wieder keinen Mittelweg geben wird und es von Heim zu Heim unterschiedlich gehandhabt wird. Wenn ich lese, was Hanne alles hat auf sich nehmen müssen, um ihre Eltern zu sehen, während man in anderen Heimen auf den Zimmern eine Begegnung haben konnte, dann ist das einfach zuviel Spielraum.


    Es ist schon soviel passiert. Im Grunde glaube ich das bereits zu viele auf der Strecke geblieben sind und dass es, wenn man Glück hat, in einigen Heimen dann besser läuft. Klare Regeln gibt es weiterhin nicht und ich befürchte da auch keine große Besserung im Moment.


    Ich habe gestern gehört, dass die Zahl der Demenzkranken stark zugenommen hat.


    Studie der WHO: Zahl der Demenzkranken steigt rasant
    Nicht nur das Gedächtnis geht verloren, häufig auch die Orientierung, die Sprache und die emotionalen Fähigkeiten. Millionen Menschen leiden an Demenz - und es…
    www.tagesschau.de


    Liebe Grüße an alle

  • Ich möchte mich auch für die versöhnlichen Worte bedanken.


    Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue wissen nur sehr wenige Leute was Demenz eigentlich wirklich bedeutet. Wahrscheinlich muss man das in der Pflege erst an forderster Front (Pflegeberuf oder pflegender Angehöriger) einmal durchgemacht haben um das Ausmaß dessen was der Gesellschaft da blüht überhaupt zu begreifen.


    Ich bin die letzten Tage recht nachdenklich. Ich habe hier im Forum ja die "Krankengeschichte" meines Vaters und der schrecklichen Erfahrung in unserem örtlichen Krankenhaus ja recht ausführlich beschrieben. Etwas das mich noch heute noch sehr traurig und auch wütend macht.
    Mittlerweile habe ich erfahren das eine Tante von mir (schwer krank, Pflegefall aber nicht Dement) leider eine recht ähnliche Erfahrung in diesem Krankenhaus machen musste.


    Gestern dann fragt mich eine Mitarbeiterin um Rat weil gerade mit ihrem Schwiegervater im gleichen Krankenhaus, das selbe passiert. Dieser ist 86 und lebt nach einer Verletzung im Sommer auf eigenen Wunsch in einem Pflegeheim (Wollte nach der Kurzzeitpflege nicht mehr zurück) . Vorher lebte er allein. Er ist wohl Zeit seines Lebens ein schwieriger Zeitgenosse aber geistig noch fit, es wurde auch nie eine Demenz oder ähnliches diagnostiziert. Im Pflegeheim hatte er wieder mehr soziale Kontake und ist förmlich aufgeblüht.

    Nach einem Sturz nach Weihnachten musste er ins Krankenhaus, besuchen dürfen ihn die Angehörigen wegen Corona Besuchsverboten nicht.

    Mittlerweile ist der Mann orientierungslos und agressiv und das Krankenhaus diagostiziert Demenz im Endstatium. Mit dieser Diagnose nimmt ihn sein altes Pflegeheim jetzt nicht mehr auf.


    Ich habe meiner Mitarbeiterin geraten sich direkt an den gerontopsychiatrischer Dienst zu wenden um sich über das weitere Vorgehen beraten zu lassen. Ich hoffe das war richtig so.


    Mich macht so etwas sehr traurig und natürlich sind da so manche Erinnerungen wieder hoch gekommen.

    Unser Krankenhaus hat wirklich einen schrecklichen Ruf, bereits vor Corona. Die Google Bewertungen (2,2 Sterne bei über 120 Bewertungen) spiegeln das auch wieder. Horrorgeschichten schaffen es regelmäßig in die Lokalzeitung. Was aber hinter den verschlossenen Türen während der Corona Besuchssperren passiert macht mich nur noch fassungslos.


    Ich gebe da aber hauptsächlich den politischen Entscheidern Schuld. Die Krankenhäuser wurden privatisiert und sollen Gewinn erziehlen. Die Personaldecke ist mehr als dünn und so ein Krankenhauskonzern (zu dem auch unser Krankenhaus gehört) entlässt dann auch noch mitten in der Pandemie hunderte Pflegehelfer weil deren Arbeit die Krankenpfleger ja auch noch machen können. Das ist einfach nur traurig.

  • Hallo Sohn,


    ich schließe mich hier an. Das kann ein Delir sein. In vertrauter Umgebung und mit entsprechender Unterstützung, kann das wieder besser werden oder sogar ganz verschwinden. Das braucht manchmal aber einige Wochen.

    Meine Schwiegermama kam nach dem Krankenhausaufenthalt in die Geriatrie. Obwohl hier auch einiges schiefgelaufen ist, wurde das Delir aber hier bereits besser.

    Die Angehörigen sollten mit dem Heim sprechen.


    Ich habe meiner Mitarbeiterin geraten sich direkt an den gerontopsychiatrischer Dienst zu wenden um sich über das weitere Vorgehen beraten zu lassen. Ich hoffe das war richtig so.

    Das hätte ich auch getan. Normalerweise müsste man hier weiterhelfen können.


    Ich hoffe auch inständig, dass keiner aus unserer Familie zur Zeit in ein Krankenhaus muss. Die Besuchsbeschränkungen sind für Demenzkranke ganz schlimm.

    Ich habe das leider auch schon erlebt. Auch vollständig Geimpfte haben oftmals keinen Zutritt oder nur für eine Stunde, was bei weitem nicht ausreicht. Man muss dann schon sehr hartnäckig sein, wenn man gar nicht zum Kranken darf und wenn das Wohl des Patienten gefährdet ist. Der Personalmangel und die Pandemie erschaffen viel Leid.


    Liebe Grüße

  • Danke für eure Bestärkung das ich hier den richtigen Rat gegeben habe. Das es sich um ein Delir handelt könnte war auch mein erster Gedanke und das hatte ich auch meiner Mitarbeiterin so gesagt.


    Auch das sie bezgl. der Aussagen aus diesem Krankenhaus bzlg. Demenz und Delir vorsichtig sein sollte. In der nächst größeren Stadt mit Uniklinikum wäre ihr Schwiegervater sicherlich besser ausgehoben.

    (Zur Erinnerung vom Neurologen der zu diesem Krankenhaus gehört erhielt ich beim Delir meines Vaters die Aussage das es ein Delir nur bei Drogensüchtigen gibt)

  • So, gestern hatten wir unsere erste Akupunktur Sitzung und ich bin nur noch baff.

    8 Nadeln wurden gesetzt für knapp 40 Minuten.


    Direkt danach beim anziehen der Socken legte mein Papa das schlechte rechte Bein über das linke Knie als wäre es das normalste der Welt.

    Das kann er wegen der kaputten Hüfte eigentlich seit 9 Monaten nicht mehr.


    Vor ein paar Monaten wären wir zu so einem Termin noch mit dem Rollstuhl gefahren! Auch am Abend war er total fit und auch geistig klar.


    Heute morgen genau das gleiche. Ich bin total begeistert und werde berichten wie es weiter läuft.

  • Hallo, Sohn,


    das freut mich sehr. Ich bin auch etwas überrascht. Das er sich die Nadeln hat setzen lassen, das finde ich schon erstaunlich.

    Ich selbst komme mit der Akupunktur nicht zurecht, habe es einmal probiert. Da hat sich auch nichts getan.


    Was du da berichtest, das lässt aber keinen Zweifel aufkommen, dass es wiederum sehr individuell ist und das es gut helfen kann.


    Ich bin jetzt gespannt wie es weitergeht. :)

  • Tja erst noch alles gut, heute dann positiver Corona Test. Mein Gedankenkarrusell geht im Moment wie verrückt vorallem weil der Booster von meinen Papa schon wieder 4 Monate her ist.

    Wir warten noch auf die PCR Ergebnisse.

  • Ich drücke die Daumen.

    Jetzt mit Omikron, denke ich auch, dass sich in den nächsten Monaten, trotz aller Vorsicht, einige anstecken werden.

    Vitamin D, Zink, Vitamin C können etwas unterstützen. Ich würde das aber mit dem Arzt besprechen.

    Ich habe schon von einigen Heimen gelesen, dass sich Geboosterte infiziert haben, überwiegend mit milden Verlaufen.

  • Die Quarantäne macht mich fertig. Wir haben zwar beide einen milden Verlauf (3 Fach Impfung) aber bei meinem Papa haut es geistig so richtig rein. Ich bin nur froh das es mir einigermaßen gut geht sonst wüsste ich nicht wie ich das aktuell bewältigen sollte.


    Ich habe hier ja bereits öfter geschrieben welche enormen Fortschritte meine Vater gemacht hat, das war alles innerhalb 12 Stunden wie weggeblasen. Kommunikation ist schwierig, keine Blasenkontrolle mehr, keine Orientierung im Haus. Gehen ist wegen der wackeligen Knie ganz schlecht. Nachts steht er mehrfach auf und findet nicht ins Bett zurück.
    Einfachste Verrichtungen gehen nicht mehr selbstständig. Da wird beim Frühstück der Saft in den Kaffee geschüttet und die Tabletten aufs Toast gelegt.


    Kurzum es ist alles durcheinander was durcheinandergeraten kann. Entsprechend gerädert bin auch ich. Die letzten zwei Tage hatte er leichtes Fieber (38,5) das ist seit heute wieder weg.


    Ich hoffe inständig das sich das alles wieder einrenkt.

  • Hallo Sohn83,

    Es tut mir leid, dass Ihre Hoffnungen zerschlagen wurden. Nun muss man sicher bedenken, dass bei alten Menschen- ob mit oder ohne Demenz - sich Infekte nach meiner Erfahrung umfassend auswirken, auch mental dann desorientierter und muskulär schwächer. Bei uns jüngeren Menschen fällt das meist nicht so sehr auf, da kann man mal schlapper und unkonzentrierter sein, aber eben nicht so krass.


    Ich wünsche Ihnen beiden alles Gute und baldige Besserung!


    Liebe Grüße

  • Das tut mir sehr leid, Sohn. Aber das hilft Dir auch nicht weiter.

    Weiß man denn, was es für eine Variante ist?

    Meist sinkt die Viruslast nach wenigen Tagen ja schon wieder beträchtlich. Werdet ihr vom Gesundheitsamt immer wieder untersucht und wird ein PCR-Test gemacht.

    Ein Bekannter von mir war recht schnell wieder Virenfrei, durfte auch das Haus verlassen, obwohl die anderen Mitglieder noch erkrankt gewesen.


    Den starken Abbau bei Demenzkranken bei Krankheit gibt es mit und ohne Viren, leider.


    Ich könnte mir vorstellen, dass evt. beides eine Rolle spielen könnte.


    Bei einer so argen Verschlechterung müsste einem normalerweise eine Hilfe zuteil werden. Aber bei der Krankheit geht im Moment nicht viel.


    Ich würde aber auch die Verschlechterung mit einem Arzt besprechen.


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    Bei uns demonstrieren sie wieder fleißig. Hier ist meist alles friedlich, trotzdem. Wenn ich aber sehe, wie das in Dresden oder anderen Ländern vonstatten geht, da kann einem nur schlecht werden.

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