Wie geht es Euch? Thread IV

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  • Hallo ihr Lieben -


    meine Mutter ist jetzt in ein anderes Heim des gleichen Anbieters verlegt worden, das andere Heim wird die nächsten 2 Jahre komplett umgebaut. Das neue Heim ist größer, aber auch moderner: große, helle Zimmer, tolle Bäder, alles hell und luftig. Ein Großteil des Personals ist mit "umgezogen", sodass dort schon vertraute Gesichter sind. Meine Mutter ist jetzt in einem Doppelzimmer mit einer Bekannten aus dem vorherigen Heim - die beiden hatten sich angefreundet. Auch mit anderen Bewohnerin kommt sie gut klar. Das freut mich wirklich. Durch den Umzug ist ihre Kleidung noch nicht mit Namensschildern versehen, so hatte mich eine Pflegerin angerufen, ob ich ihr weitere Kleidung vorbeibringen könnte. Ich war eh schon auf dem Weg, sie zu besuchen (war ja auch neugierig hinsichtlich der neuen Unterbringung). Also habe ich am Samstag und Sonntag jeweils 1 Koffer mit Kleidung und Schuhen gebracht. Und am Sonntag leider mal wieder erfahren, dass meine Mutter recht egoistisch sein kann und ausfallend wird, wenn es nicht nach ihrem Willen geht. Die Pflegerin fragte, ob ich noch Unterwäsche besorgen könnte. Meine Mutter: Meine Tochter kümmert sich darum. Und ich solle dann gleich auch nochmal BHs und Schlafanzüge einkaufen, sie hätte ja kaum was, Und so ging es weiter. Schlusssatz: Und bitte schnell besorgen, sie könne ja nicht wie der letzte Mensch rumlaufen. Sie kümmert sich nicht darum, dass sie neue Sachen bekommt, dass soll ich doch bitteschön machen. Okay, soweit, so gut. Als ich dann schauen wollte, ob sie noch etwas braucht, geht sie auf mich los, dass ich ihre Kleidung klauen will (wir haben nicht einmal die gleich Größe) und dass ich Mistvieh sofort abhauen soll. Ihre Bekannte hat das gehört und ihr ist die Kinnlade runtergeklappt. ich zog es dann vor, zu gehen und lieber 30 Minuten im Nieselregen auf den Bus zu warten. Am Samstag war sie happy, mich zu sehen. Aber im Gespräch macht sie immer weniger Sinn - ihre Mitter war da, mein Dad hat sie besucht usw. Ich bin froh, dass ich den Vertrag für die Vollzeit-Pflege unterschrieben habe und weiß, dass man sich um die kümmert.

    Diese Woche ist bei mir Papierkram angesagt: Kündigung Wohnung, usw. Und ich habe bereits damit begonnen, Möbel in ihrer Wohnung abzubauen und die restliche Kleidung auszusortieren. Es ist noch eine Menge Arbeit. Aber ich denke, wenn ich erst einmal Nachschub an Müllsäcken und Umzugskartons habe, geht es flotter. :) Ich mache auf jeden Fall Fortschritt.

  • Liebe weit weg -


    das hoffe ich auch. Irgendwie wird es schon klappen. Aber meine Mutter hat Tonnen von Kleinkram in irgendwelchen Schränken gehortet...


    Liebe Grpüße

    Tanja

  • Liebe weit weg, liebe alle -


    das Daumendrücken hat geholfen. Als ich nach Hause kam, lag der Brief von der Pflegekasse im Briefkasten: Meine Mutter ist auf Pflegestufe 3 eingestuft worden. Ein weiterer Schritt vorwärts. :)

    Liebe Grüße

    TanjaS

  • Liebe Tanja, Du hast einen Lauf: super!!!


    Ich weiß wie schwer diese plötzlichen verbalen Attacken zu ertragen sind.


    Du machst das wirklich super: energiegeladen, fürsorglich, abgrenzend ❤️


    Lg Alfi

  • Liebe Alfi -

    ja, ich habe gerade guten Gewissens die Wohnungskündigung geschrieben und bringe sie gleich per Einschreiben auf den Weg. Noch viel Arbeit vor mir, aber das wird schon.

    Die verbalen Attacken sollte ich ja eigentlich gewöhnt sein, die sind ja nicht neu. Du weißt ja, was ich meine. Aber irgendwie treffen sie einen doch.


    @weitweg: vielen Dank für die lieben Worte.

    Und heute scheint auch noch die Sonne. das macht alles ein kleines bisschen besser.

    Liebe Grüße.

    Tanja

  • Heute mal nur indirekt über Pflege, aber mir geht es heute nicht so toll und ich brauche ein Ventil.

    Ich ärger mich gerade mal wieder über meine Schwester weil ich mich da einfach auf nichts verlassen kann, warum ich der Meinung war mit dem Pflegeheimumzug würde sich das ändern und sie würde auch nur einen kleinen Teil der Verantwortung übernehmen weiß ich selbst nicht. Aber nun gut, ich werde das nicht ändern können.


    Ich hatte jetzt bereits mehrere Sitzungen in meiner Therapie.
    Die waren in vieler Hinsicht sehr aufschlußreich und haben mir neue Einblicke gewährt aber manche Sachen haben mich erstmal zutiefst verunsichert.
    Das wird wohl ein längerer Weg, innerlich schiebe ich das "irgendwann musst du dich dem allen stellen" ja bestimmt schon 25 Jahre vor mir her.


    Vielleicht fange ich gerade ganz langsam an mich selbst ein wenig besser zu verstehen. Warum ich so bin wie ich bin.

    Ein wenig ist es aber auch so wie ich befürchtet habe, es sind innerlich so viele Steine ins rollen gekommen, ich fühle mich da gerade überfordert.

    Ich beginne manches zu hinterfragen. Ich habe sehr sehr wenige wichtige Bezugspersonen in meinem Leben und jetzt muss ich feststellen das die die habe am ehesten wohl in die Kategorie "Energieräuber" fallen ohne das ich das bisher wissentlich wargenommen haben. Das zieht mir gerade alles ein wenig den Boden unter den Füßen weg.

  • Hallo Sohn83!

    Leider wird man in der Situation, in der wir uns befinden, gezwungen ueber sich und sein Leben (und seine Elter) nachzudenken. Wie du schreibst, sind viele Dinge von einem selber "verschuettet" worden (vielleicht eine Art "Selbstverteidigung des Gehirns"?) und kommen jetzt (ob mit oder ohne professionelle Hilfe) langsam aber sicher zum Vorschein, da man nach einigem Gruebeln gewisse Zusammenhänge besser erkennt/versteht.

    Manche von diesen Dingen sind schwer zu verarbeiten und manche von denen tun sogar (sehr) weh.

    Schlimm, und es kann sehr schwer sein, das zu ertragen - aber leider ist es nun mal so.

    Ich habe schon vor vielen Jahren eingesehen, dass meine Mutter ganz sicher nicht zu den "stuetzenden" Personen gehört, sondern eher zum Gegenteil.

    Trotzdem vermisse ich die Gespräche und auch den Kontakt zu ihr, den wir frueher hatten und freu mich schon ueber ein 2-Minuten-Telefongespräch in der ich wenigsten ihre Stimme höre und kurz einen gewissen Kontakt mit ihr habe.

    Auch ein seltsames Faktum - aber auch das ist einfach nur zu akzeptieren.

    Lieber Sohn - Kopf hoch, es braucht alles seine Zeit und wie schon viele, viele andere immer wieder schreiben, denk an dich und dein Leben!!!!

    Liebe Gruesse

    Weit Weg

  • Ich hatte jetzt bereits mehrere Sitzungen in meiner Therapie.
    Die waren in vieler Hinsicht sehr aufschlußreich und haben mir neue Einblicke gewährt aber manche Sachen haben mich erstmal zutiefst verunsichert.
    Das wird wohl ein längerer Weg, innerlich schiebe ich das "irgendwann musst du dich dem allen stellen" ja bestimmt schon 25 Jahre vor mir her.

    Lieber Sohn83, ich lese immer sehr aufmerksam, was du schreibst und sehe, mit wie viel liebevoller Zuwendung, Mut und auch Klugheit du deinen/euren Weg in dieser schwierigen Situation gehst ... Du bist im Verhältnis zu mir noch ziemlich jung und ich finde es beachtenswert, wie du das alles bewältigst.

    Ich habe dir ja immer geraten, dir psychologische Hilfe zu suchen, weil kaum jemand völlig auf sich gestellt diese Hürden meistern kann.


    Jetzt ist es wichtig, dass du nicht in eine Verunsicherung hineinrutscht. Daher wünsche ich dir, dass deine derzeitige Therapie dir da auch gut (!) hindurch hilft.


    Sicher ist es nicht falsch, alle bisherigen Schritte des Lebens unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen. Aber das kann einen zuerst einmal völlig niederwerfen, weil man das Gefühl bekommt, man hat viel zu viel mit sich machen lassen. Du solltest unbedingt durch deine Therapie auch gezeigt bekommen, wie gut du doch trotzdem (!) deinen Weg bis hierher gegangen bist - das muss erst mal jemand nachmachen .... es ist nicht selbstverständlich, was du für deinen Vater tust. Darauf kannst du stolz sein oder zumindest zufrieden mit dir selbst.

    Ich wünsche dir auch, dass dir gezeigt wird, wie du dich mit einfachen Mitteln und Strategien gegen manch eine Person in deinem Umfeld gesund abgrenzen kannst. Über deren Verhalten kann man sich natürlich mal ärgern, auch mal traurig sein, aber man sollte nicht zu viele Gedanken daran verschwenden, warum andere Personen so und nicht so sind ... die Schwester wird z.B. kaum dazu zu bewegen sein, jetzt plötzlich mehr Verantwortung zu übernehmen .... Sie bleibt wie sie ist, es sei denn sie hat selbst den Wunsch, etwas an sich zu ändern.


    Ich wünsche dir wirklich, dass deine Therapie möglichst schnell deine positiven Gedanken stärkt und dich in deine gute Mitte bringt: Freue dich, dass du SO bist wie du bist!!!


    Da ich ein paar Jahre mehr zurückgelegt habe, habe ich schon viele tiefe Täler durchschritten und bin dabei leider auf viele unangenehme Menschen getroffen, die in Bezug auf mich ziemlich bösartige Ziele verfolgten (so umschreibe ich das mal vorsichtig). Geholfen hat mir wirklich nur, mich auf meine Kraft zu besinnen und mich von anderen, die mir nicht gut tun, gedanklich oder völlig wegzuwenden. Ich kann sie nicht ändern. ich kann nur lernen, mit mir selbst gut auszukommen.


    Dein Vater wird jetzt so gut versorgt, dank deiner Hilfe! Du kannst also wieder an dich selber denken. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es gar nicht leicht ist für Menschen, die sich stets verantwortlich fühlen. Manchmal wünschte ich mir auch, ich könnte das leichter nehmen. Aber es ist wie es ist und es ist gut so.


    Ganz liebe Grüße

  • Hallo sohn83,

    Ich kann gut nachvollziehen, was du schreibst. Wenn dich die Therapie so fordert, kannst du die Termine mit längerem Abstand legen? Gerade zu Anfang geht es ja viel um eigene Ressourcen und um Stärkung. Kannst du dem Therapeuten rückmelden, wie es dich fordert?

    Auf Dauer kannst du nur gewinnen, möglichst auch neue hilfreiche Menschen.

    Ich wünsche es dir!

  • Hallo weitweg, schwarzerkater und Rose60,


    für euren wahnsinnig hilfreichen Zuspruch möchte ich mich bedanken. Das hat mir unglaublich gut getan. Heute war halt so ein Tag .... Kennt ja jeder.


    Wie immer kann ich mir aus euren Posts so viel rausziehen und ich werde das auch in meiner nächsten Sitzung anbringen.


    War heute nach der Arbeit kurz bei Papa und bin mit ihm etwas in den Park, danach habe ich mich im Schwimmbad so richtig ausgepowert und meinen Frust abgebaut. Meine Therapeutin hat mir ja auch zu viel Sport geraten.


    Danke Euch von ganzem Herzen.

  • Das klingt wirklich gut mit viel Sport, so kann man Adrenalin abbauen und sich nach und nach stärker fühlen. Mir tut es auch gut, werde da leider immer wieder gesundheitlich ausgebremst.

    Nun wo dein Vater versorgt ist, hast du natürlich viel mehr Luft um dich auf dich zu besinnen, das kann zunächst weh tun, aber auf Dauer hoffentlich auch neue Türen öffnen. Habe selbst viele schwere Zeiten durchlebt, aber durch Therapien sehr an Lebensqualität gewonnen, auch immer wieder neue tolle Menschen.

    Weiter so ;)

  • Ich bin momentan so schlapp, dass ich hauptsächlich auf meinem Liegesessel lebe.

    Ab und zu springt mein kleiner 🐕 auf mich drauf und guckt ob ich noch lebe.

    Er könnte ja verhungern.

    Es geht einem soviel durch den Kopf.

    Sobald ich dann in mein Bett gehe, kann ich nicht einschlafen.

    🥴

    Wünsche allen ein gute Nacht.

  • Es geht einem soviel durch den Kopf.

    Sobald ich dann in mein Bett gehe, kann ich nicht einschlafen.

    Liebe Carolina, das ist kein Wunder ..., denn das was du in einem anderen Post schreibst, das ist "einmal "Hölle" und zurück. Das lässt keinen kalt. Aber manchmal muss man erst beinahe am Boden aufschlagen, bevor es wieder bergauf gehen kann. Wie gut, dass dein kleiner Hund auf dich aufpasst .... Tiere machen da oft einen guten "Job". (Bei mir ist es meine Katze ....)

    Es wurde Zeit, dass deine Mutter die Hilfe bekommt, die sie braucht ... nun muss sie sich nicht mehr dagegen wehren und kann gepflegt werden. Und du kannst wieder du selbst werden. Alles Liebe, es wird jetzt auf jeden Fall besser!!!!! <3

  • Es wurde Zeit, dass deine Mutter die Hilfe bekommt, die sie braucht ...

    Liebe schwarzerkater.

    Ich hoffe, dass erstmal ganz fix ein oder eine Betreuer/in eingesetzt wird, der/die für alles sorgt.

    Ich denke Mutter weiß nicht auf sie zu kommen soll.

    Gut ist, dass dieses Krankenhaus sie nicht wieder nach Hause geschickt hat, denn die Vitalfunktionen waren ja wieder OK.

    Aber sie konnte kaum noch laufen, hatte ein blutiges Ohr und kam mit dem Krankenwagen in die Notaufnahme.

    Das überzeugte dann wohl doch.

    Es wird noch viel Wasser den Bach runter fließen bis sie ankommt wo sie ankommen soll.

    Wie und ob ich mit der Betreuung zusammen arbeite, weiß ich nicht.

    Hauptsache mein Bruder grätscht nicht rein.

    Der weiß nämlich noch von nichts.

    Narzissten soll man dumm sterben lassen.

    LG

  • Meine Mutter hat die Hüft-OP alles in allem gut überstanden, keine Anzeichen von Delir. Sie wird allmählich mobilisiert und soll am Montag für ca. 3 Wochen in eine geriatrische Reha. Ich bin froh, dass sie weiterhin in Obhut ist, denn sie hat körperlich noch mehr abgebaut, zumal sie nur isst, wenn es ihr jemand anreicht. Da bin ich einer Mitpatientin sehr dankbar, die sich rührend um sie gekümmert hat. Gestern stand das Zimmer unter Quarantäne, weil offenbar eine Patientin aus der Vorwoche jetzt Corona hat. Das hätte uns gerade noch gefehlt, aber die Tests waren negativ.


    Heute musste ich dann doch etwas schlucken, dass meine Mutter meinen Namen nicht mehr wusste. Sie nannte mich wie ihre Freundin, die einen teilweise ähnlichen Namen hatte wie ich. Den Namen meines Mannes wiederum kannte sie einwandfrei. Man kann es ihr nicht übelnehmen, aber es versetzt einem doch einen kleinen Stich. Aber schon seltsam, dass sie den Namen meines Mannes besser kannte als meinen...


    Ich hoffe, dass die Reha uns auch mehr Klarheit bringt, wohin die Reise dann hingeht, ob sie ins betreute Wohnen zurück kann oder es doch auf stationäre Pflege hinausläuft.


    LG Zimt

  • Die verbalen Attacken sollte ich ja eigentlich gewöhnt sein, die sind ja nicht neu. Du weißt ja, was ich meine. Aber irgendwie treffen sie einen doch.

    Du und das sollen sie ja auch.


    Meine Therapeutin hat mit mir eine Strategie geübt, in der die erwachsene Ute das total schutzlose Kind beschützt.

    Das klappt wirklich gut.

    Und das Kind tut mir unendlich leid.


    Lg Alfi-Ute

  • Liebe Alfi, liebe alle -


    Danke für Deine lieben Worte! Ich bin diese Woche geschäftlich in London unterwegs und habe es geschafft, noch das Wochenende dranzuhängen - sozusagen Tapetenwechsel. Hat nicht so viel genutzt. leider. Am Freitag früh rief das Heim an, meine Mutter am weinen, keiner wusste so recht warum und sie dachten, dass es ihr helfen würde, wenn sie mit mir ein paar Minuten telefoniert. Tja, war wohl nichts. Sie wiederholte, wie nett sie behandelt wird im Heim (finde ich ja toll) und dass sich alle um sie kümmern. Nicht so wie ich undankbares Stück, das seit Monaten nicht zu Besuch war. Usw. Die Pflegerin war entsetzt und hat sich bei mir entschuldigt. Aber sie kann am allerwenigsten dafür, sie hat es ja nur gut gemeint. Nun ja, so wird es weitergehen. ich bin nächste Woche wieder da, weitere Kleidung rüberbringen. Ich habe ja kein Auto, deswegen geht das alles nur häppchenweise. Zumindest die Wohnung ist seit diese Woche gekündigt. Aber auch das wird noch was. Meine Eltern haben sämtliche Decken getäfelt (vor vielen Jahren schon), das war auch genehmigt, aber eher per Handschlag. Nichts schriftlich und es sieht so aus, als müsste ich das alles abmontieren. Das wird alles noch ein Spaß

    Ich wünsche euch einen schönen Sonntag

    Tanja

  • meine Mutter am weinen, keiner wusste so recht warum und sie dachten, dass es ihr helfen würde, wenn sie mit mir ein paar Minuten telefoniert. Tja, war wohl nichts. Sie wiederholte, wie nett sie behandelt wird im Heim (finde ich ja toll) und dass sich alle um sie kümmern. Nicht so wie ich undankbares Stück, das seit Monaten nicht zu Besuch war.

    Liebe Tanja, da kommen einem die Tränen!!!! Ich fühle so mit dir mit.

    Was immer alles vorher war ..., die Demenz ist und bleibt eine extrem fürchterliche Krankheit.



    Auch wenn meine Mutter nicht mehr viel äußert, nimmt das alles kein Ende ...

    Die Pflegerin (die es auch gut meint) erklärte mir, dass meine Mutter offensichtlich Probleme mit der Zahnprothese hätte (sie kann ja nicht mehr sagen, was ihr weh tut).

    Und jetzt solle ich doch mal mit ihr zu ihrem Zahnarzt gehen.

    Nun erlebe ich Albträume: Wie kriege ich meine Mutter (die kaum noch weiß, wer ich bin und was ich von ihr will) demnächst zum Zahnarzt. Ich selbst fahre kein Auto. Und wie schaffe ich es, dass sie dort kooperiert ....


    Es ist eben so, dass man die Verantwortung für die dementen Mütter/Väter gefühlt gar nicht mehr los wird. Dabei bin ich ja selber körperlich nicht mehr gut drauf und bräuchte schon selbst ab und zu mal Hilfe.


    Mein Mann sagt mir dann immer, ich solle mir das Jammern sparen, weil ich es ja einfach sowieso machen muss/ es der Lauf des Lebens ist. Und ich fürchte, er hat recht.


    Also, liebe Tanja, viel Mut und Kraft weiterhin ... wünschen wir uns mal gegenseitig. Vielleicht hilft es?

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