Wie geht es Euch? Thread IV

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde, ach es war wieder berührend, die gegenseitige Hilfe und Unterstützung in dieser Woche zu lesen.


    Besonders gefreut hat mich Ihre neue Gelassenheit, Barbara66 mit der Erkenntnis „der Wahnsinn löst sich von selbst“, denn je mehr die Vergesslichkeit bei der Lewy-Body-Demenz zunimmt, desto weniger Macht hat der Wahn.


    Das was Rose schreibt erlebe ich in der Praxis auch oft im O-Ton: „alle Seiten versichern, dass sie meistens eine gute Stimmung hat“ und dann werden mit einem Besuch oder einem Telefonat wieder alte Muster aktiviert. Manchmal dauert es auch lange, bis sich der Mensch mit Demenz wieder eingepegelt hat und sich auf die Begegnungen und Angebote im Haus einstellen kann. Weniger ist dann mehr, auch wenn es schwerfällt.


    Besorgt hat mich der Gedanke, dass sich einige von Ihnen 2-3 Tage nach einem Besuch bei den Eltern quälen. Wäre ich jetzt in einer therapeutischen Gruppe, würde ich nicht nur nach Gelassenheits- oder Achtsamkeitsübungen suchen, sondern auch üben, wie es Ihnen gelingen kann, die realen Sorge von der quälenden Grübelei zu unterscheiden. Wir könnten dann nach passenden „Gedankenstopps“ suchen und natürlich Rituale für das gute Gewissen etablieren.

    Mit Ihnen Ecia würde ich üben, wie Sie aus der Erkenntnis des riesigen Vertrauensbeweises in den Telefonaten in Ihrer neuen Rolle bleiben und ohne jede Rechtfertigung trösten können. Wir würden uns gemeinsam den „Mülleimer“ ansehen, den Ihre Mutter braucht, um sich abzuregen. Wir würden gemeinsam nach Ideen sammeln, welche Worte in den Telefonaten vermieden werden sollten und wie die Prinzipien Ablenkung und Validation gelingen könnten.


    Bekommen Sie eine Idee, wenn Sie sich das vorstellen?

    Ihr Martin Hamborg

  • Sonnenblümchen,


    oh Mann, dass ist auch etwas, was ich im Moment so gar nicht gebrauchen könnte. So wie ich das herauslese, ist es nicht euer eigenes Haus.


    Ich kenne zwar jetzt nicht das Ausmaß, aber von mir einfach nur gute Wünsche, dass es nicht allzu schlimm wird.


    So, wie Hanne es schreibt. - In meiner Kindheit musste ich auch Wassereimer aus dem Keller hochtragen, wegen Starkregens. Das kam selten vor . . . Als Kind mag das noch ein kleines Abenteuer sein. Als Erwachsener einfach nur . . .


    Auch in unserem Land sieht es sehr schlimm aus. Wir sind nicht betroffen, aber es gibt genug Menschen, die es hart getroffen hat. So etwas habe ich noch nie gehört, nach einem Hochwasser.


    Liebe Grüße an Dich und alle anderen

  • Mir tun auch die Menschen leid, die aus Krankenhäusern und Heimen evakuiert werden müssen.

    Das ist ein logistischer Aufwand, bei der schwachen Pflegebesetzung. Und damit ist es ja nicht getan. Der ganze Dreck in den Häusern, die Renovierungsarbeiten. Und vor allem muss man sich Gedanken für die Zukunft machen.

    Natürliche Auffangbecken, am besten auch welche für trockene Sommer usw.


    Liebe Grüße

  • Ach, Sonnenblümchen,


    was für ein unsäglicher Mist. Wir wohnen in Rheinland-Pfalz. Zum Glück wohnen wir alle etwas auf der Höhe.

    Bei meiner Schwiegermama läuft das Wasser bei stärkerem Regen aber auch die Gehwege hinab, wie bei einem Fluss. Das habe ich letztes Jahr erlebt. Dieses Jahr war ich nicht anwesend, als die Sintflut kam.

    Auch bei meiner Mutter ist bei Starkregen regelmäßig der Keller vollgelaufen. Inzwischen hat man das Mehrparteienhaus umgerüstet und es funktioniert bis jetzt.


    Man kann auch nichts Gescheites, Tröstliches sagen. Das Haus steht noch, ja und die Keller sind vollgelaufen. Das ist . . . Und dann die 10 Minuten . . . Aber dein Mann hat wahrscheinlich recht mit der Autobahn.

    Ich frage mich zudem, wer bezahlt das alles. Nicht jeder hat eine entsprechende Versicherung. Die Landes- und Bundeshilfen werden nicht ausreichen. Und wer will auf so einem Pulverfass weiterhin wohnen bleiben. Man sagt zwar, dass das auch in diesen Zeiten, eine Ausnahme bleiben wird, aber mit schwächeren Hochwassern oder mit extremer Trockenheit wird man leben lernen müssen. Ein gutes Gefühl sieht anders aus . . .


    Liebe Grüße an Dich (Umarmsmilie)

  • Das hast du gut Zusammengefasst, Hanne. :)


    Das Pulverfass kann für die Zukunft sicher ein Stück weit entschärft werden. Da werden sich jetzt wohl einige Experten Gedanken machen, wie man mit kommenden Trockenjahren und mit normaleren Hochwassern umgehen kann.

    Mit dem Pulverfass habe ich auch nicht Sonnenblümchens Haus oder das der Mutter gemeint. Vollgelaufene Keller gab es auch hier bei uns hier mehrere. Deshalb stimme ich dir mit dem Hausverkauf und dem Ruhe bewahren voll zu.


    Sonnenblümchen, da habe ich aus versehen das englische Sonnenblümchen in der Anrede verwendet. Ich hab's jetzt korrigiert. ;)


    Liebe Grüße

  • Hallo Sonnenblümchen,

    du bist eh noch etwas angeschlagen nach den Belastungen durch deine Mutter und ihren Tod, da braucht man eigentlich eine längere Zeit Ruhe und Harmonie und ich kann sehr gut verstehen, wenn dich die relative Nähe zu diesem Katastrophengebiet sehr mitnimmt. Mir geht es ja schon aus den TV-Bildern etc. ausgesprochen nahe und macht mir Angst vor der Zukunft. So weit bin ich in NRW auch nicht weg davon und kenne Betroffene. Es ist Wahnsinn, dieses Leid für so viele mit anzuschauen...


    @alle: Eben habe ich meine Mutter besucht und denke, es ist wirklich nicht das Schlechteste , wenn man von all diesen Problemen nichts mehr mitbekommt . Selbst wenn ich mal etwas davon berichte und sage, dass ich froh bin, sie dort in relativer Sicherheit zu wissen, merke ich, dass von der ursprünglichen Empathie kaum noch etwas übrig ist, vllt ist es auch falsch davon zu erzählen? Doch manchmal weiß ich auch nichts anderes mehr zu berichten und Stille hält meine Mutter nicht gut aus, dann kommen schnell als Floskeln "ICh will dann ja bald wieder nachhause"


    Bei meiner Mutter ist nun neu, dass sie nach ihrem vor ca. 15 Jahre verstorbenen Bruder fragte, wie es ihm gehe und durch eine Familienangehörige erfahren hatte, dass er tot ist. Sie war einige Tage völlig geschockt, hat geschimpft, dass wir ihr nichts gesagt hätten und sie doch mit der Beerdigung gehen wollte.... Es war alles weg und wurde ihr phasenweise bewusst dadurch. Mal ärgerlich auf uns, mal total geschockt, so dass sie nichts mehr im Heim mitmachen wollte, dann entsetzt über ihr eigenes Gedächtnis... Schrecklich, diese Demenz:(( Nun hoffe ich, dass sie es bald wieder vergisst. Immerhin hat sie nun im Großen und Ganzen akzeptiert, dass sie dortbleiben soll und darüber bin ich sehr erleichtert.

    Die Frau, die sie aus ihrer Kindheit zu kennen glaubt, sagt nun immer, sie wisse nichts davon und meine Mutter deutet es so, dass sie sich wohl als etwas Besseres fühlt :/ nunja, auch eine mögliche Erklärung.


    Liebe Grüße an euch alle und ich hoffe, dass möglichst viele von euch "auf dem Trockenen" leben...

    Rose

  • Ich schließe mich an. Sobald man anfängt Nachzudenken, was da alles dranhängt an einer solchen Katastrophe, bei der man wirklich alles verliert . . .


    Auch bei uns - Schaulustige.


    Sachspenden haben sie erst mal genug. Was es dringend braucht ist Geld. Ich denke dabei aber auch an Corona. Überall sind Baustoffe rar. Es gibt Lieferengpässe. Alles ist wesentlich teurer, als vor der Corona-Krise. So viele Steine im Weg.


    Ich hoffe sehr, dass der Damm standhält, Sonnenblümchen.


    In einer Woche gibt es bei uns wieder Regen, hoffentlich human. Wenn nicht, dann haben wir hier bald ein Auffanglager von einer Katastrophe . . .


    Ich hoffe, dass es Herrn Hamborg und allen anderen Moderatoren gut geht.

  • Rose,


    die Phase, wie du sie beschreibst, die kenne ich auch.

    In der Wohngruppe werden fremde Menschen als Bekannte/nahe Verwandte erfahren, und dass jemand schon tot sein soll, das reißt so manch einen in ein tiefes Loch.

    Ich habe, ab einem gewissen Zeitpunkt, nicht mehr dementiert, wenn Tote wieder lebendig geworden sind. Auch über die neuen Bekannten im Heim, habe ich mich immer mitgefreut. Solange es dem Demenzkranken damit gut gegangen ist, war alles in Ordnung.

    Aber ich habe selbst schon mal eine ziemlich dumme Erfahrung im Heim gemacht. Da ich immer jeden freundlich gegrüßt habe, haben mich zwei Demenzkranke, ein Ehepaar, für ihre Verwandtschaft gehalten. Und ich solle doch zu ihnen kommen. Sie wurden dann irgendwann etwas ausfallend, weil ich immer in ein anderes Zimmer gegangen bin.

    Da sie meist im Gemeinschaftsraum gesessen haben, habe ich bewusst immer in eine andere Richtung geschaut, wenn ich daran vorbeigegangen bin.


    Es freut mich, dass deine Mama das Heim akzeptiert. Aber das kann sich vielleicht auch zeitweise wieder etwas verändern.


    Liebe Grüße an Dich

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde, als ich die letzten Seiten las, wurden mir die furchtbaren Bilder aus dem Fernsehen sehr lebendig. Diese wahnsinnigen Naturgewalten und die Zerstörungswucht machen mich demütig und ich wünsche mir sehr, dass wir uns niemals daran gewöhnen und die menschliche konkrete Hilfe und die Anteilnahme aus der Ferne genauso zu einem Teil unserer Zukunft wird, wie eine hoffentlich schnelle, großzügige, planbare und unbürokratische finanzielle Hilfe vom Staat!

    Hier oben im Norden bekommen wir ja nur eine Ahnung von dem was möglich ist, meine Erinnerung an einen Starkregen kurz nach Einzug in unser Haus, wo die Toilette zum Springbrunnen wurde … aber es waren nur 20 cm und der Schutz liegt in einem simplen Rücklaufventil. Insofern kann ich nur ein ganz bisschen nachvollziehen, was Sie jetzt durchmachen, die riesigen Verluste und die sorgende Erkenntnis, dass sich so etwas in wenigen Tagen zusammenbraut und in Stunden alles zerstören kann!


    Ich möchte Ihnen viel Kraft wünschen und hoffe sehr, dass mit dem Neuaufbau ein echter Schutz möglich wird und wir endlich langfristig umsteuern, sodass die Katastrophen zumindest nicht schlimmer werden.


    Auch wenn angesichts dieser Not die Dramen mit der Demenz in den Hintergrund treten, möchte ich noch einige Gedanken zu den Themen am Anfang der Woche aufschreiben.


    Wenn Sie Hanne schreiben, dass die tagelange innere Qual nach dem Besuch im Heim durch die aufmerksame Beobachtung schlimmer Folgen der Personalnot in der Pflege verursacht wird, kann ich gut nachvollziehen, wenn Sie sagen, „weniger Achtsamkeit“ wäre besser.


    Da gehe ich mit, wenn es um die Achtsamkeit auf Außenreize geht, aber nicht wenn wir über die innere Achtsamkeit zum Schutz der eigenen Grenzen sprechen.

    Sie wissen ja was ich in meinen Beiträgen zu den schlimmen Zuständen in der Pflege antworte:


    Es gibt eine Grenze, in der die offiziellen Stellen einbezogen werden, Heimaufsicht, MDK, Seniorenvertretungen oder sogar die Staatsanwaltschaft. Dazu mache ich hier immer Mut! Wenn Gefahr für Leib und Leben besteht, muss es auch ganz schnell gehen. Oft haben wir hier schon über die Angst gesprochen, Missstände anzuzeigen, weil wir und unsere Angehörigen Repressalien befürchten. Dieses Dilemma begleitet uns solange es dieses Forum gibt. Vorher suchen wir hier nach einem gemeinsamen Vorgehen im Miteinander, z.B.

    • Oft schreibe ich hier, „die Einrichtung ist gut beraten, wenn Sie … (Ihre Beobachtungen) ernst nimmt, damit ein böses Erwachen in der nächsten Prüfung durch den MDK vermeiden kann. Hinzu kommt die Möglichkeit einer anlassbezogenen Prüfung, die auch durch einen anonymen Hinweis erfolgen kann, z.B. wenn Sie Zweifel haben, dass viele Menschen z.B. bei der Flüssigkeitsaufnahmen vernachlässigt werden.
    • Vorher werbe ich um Verständnis für die schwierige Situation der Pflege und die Sachzwänge. Ziel ist natürlich nicht damit Pflegefehler zu rechtfertigen, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ohne Angehörige und ehrenamtliche Helfer ist eine richtig gute umfassende Pflege und Betreuung kaum leistbar, wir liegen mit unserem Anteil am Bruttosozialprodukt zur Pflege genau zwischen den skandinavischen Ländern, die doppelt so viel für die Vollversorgung ausgeben und Griechenland, in der die Familie die Pflege trägt, weil nur halb so viel Finanzmittel zur Verfügung stehen. Wenn Hochglanzbroschüren skandinavische Pflegeverhältnisse suggerieren, stehen diese Erwartungen im Widerspruch zur Realität.
    • Aber ich weise immer darauf hin, dass die Pflegefachkräfte verpflichtet sind, mit den Angehörigen zusammenzuarbeiten und ich habe Hoffnung, dass dies mit der neuen generalistischen Ausbildung selbstverständlich wird.
    • Auf der anderen Seite steht das persönliche Leid der pflegenden Kinder, wie oft haben wir hier über das riesige Schuldgefühl gesprochen, dass nicht nur persönlich belastet, sondern auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erschweren kann.
    • Und dann lenke ich gern die Aufmerksamkeit auf das wir Profis und Angehörige lernen können. Rose, Sie haben ein wunderbares Beispiel von der Nachbarin ihrer Mutter gegeben, „davon wisse sie nichts…“ ist für ihre Mutter offensichtlich ein ablenkend tröstender Satz. Wir können daraus z.B. den Satz lernen: „das habe ich noch gar nicht gewusst, was Du alles durchmachst“ … und uns verkneifen, dass wir für jedes schlimme Gefühl eine Lösung finden müssen … Auch und gerade bei demenzkranken Eltern ist das Hören mit dem Appellohr gefährlich!!

    Soweit einige Gedanken zu diesem Thema. Zu Ihnen, Schwarzerkater schreibe ich gleich noch eine eigene Antwort.


    Alles Gute in die Runde und viel Kraft für die inneren und äußeren Katastrophen!! Ihr Martin Hamborg

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Schwarzerkater, in Ihren Zeilen klingt viel Verzweiflung und Bitterkeit über das Sterben in Zeitlupe und das unbeschreibliche Leid, bei dem Bilder eines glücklichen Menschen mit Demenz wie Hohn wirken. Deshalb willkommen gerade hier in unserer Gruppe, die Hanne so treffend beschreibt.


    Wenn es keine schnellen Lösungen und keinen einfachen guten Rat gibt, sondern es erstmal nur darum geht, es gemeinsam auszuhalten … weil es ganz, ganz lange ganz furchtbar und perspektivlos scheint ... So schlimm, dass nur noch Sarkasmus und Galgenhumor das Überleben sichert … dann sind Sie hier richtig.


    Ich kann das gut verstehen, weil ich auch in unserem betreuten Wohnen bis zum Lebensende Menschen mit schwersten Herausforderungen jahre(zehnte)lang begleite und Mitarbeitende und Angehörige unterstütze.


    Dabei übe ich mich in der Kunst des Spagates. Auf der einen Seite halte ich die schwersten austherapierten Verläufe aus und setze trotzdem auf Leidensminderung und Verbesserung nach dem Hoffnungsprinzip, auch und gerade wenn „schon alles ausprobiert“ wurde


    Wenn wir aus dem Blickwinkel des Dramas und der menschlichen Katastrophe auf den Menschen mit einer chronisch progedienten, degenerativen neurologischen Krankheit schauen, bleiben nur wenig Handlungsmöglichkeiten.


    Irgendwann habe ich erkannt, dass meine Kraftquelle für ein lösungsorientiertes Vorgehen in einem grundsätzlich positiven Krankheitsverständnis liegt. In meinem Buch habe ich dieses in einem langen Kapitel hergeleitet.

    Mir haben Menschen mit Demenz diese andere Blickrichtung eröffnet. Wenn ich das Verhalten zu verstehen suche und ihm irgendwann sogar einen Sinn geben kann, eröffnen sich nicht nur innerer Abstand, eine ungeahnte Situationskomik und das neue Kennenlernen eines so vertrauten Menschen, sondern auch neue Handlungsperspektiven.


    Die unermüdliche Suche nach Fusseln würden wir dann nach den Prinzipien der Validation wertschätzen, z.B. „Du bist aber wieder sehr fleißig…“ Oder zu Ihrer Frage, wann ist dieser Mensch mit Demenz Ihre Mutter oder deren Doppelgängerin? Wir könnten wir uns austauschen, wie Sie am besten mit dem ein oder anderen Bewusstseinszustand umgehen und sammeln, was sich bewährt hat und worauf wir lieber verzichten sollten … Wir würden fragen, wann das Vergessen ein Selbstschutz ist und wann eine Qual.


    Seit Ostern 2020 können Sie in unserer offenen und trotzdem so vertrauten Gruppe aus manchen extremen Herausforderungen unerwartete neue und auch „weise“ Gedanken und viele gute Tipps finden, gerade weil es oft so aussichtslos schien. In diesem Sinne würde ich mir wünschen, dass Sie einige besondere Herausforderungen hier zur Diskussion stellen, auch mit den Lösungsversuchen, die noch nicht so erfolgreich waren.

    Ich freue mich auf Ihre so schön prägnant formulierten Beiträge, Ihr Martin Hamborg

  • sonnenblümchen,


    wie ich eben im Fernsehen gesehen habe, ist der Damm gerettet worden. Was unter anderem einem Mann zu verdanken ist, der sein Leben riskiert hat, um unter dem Damm mit dem Bagger zu arbeiten.

    Er hat einen Auslauf geschaffen, immer in dem Glauben, dass er beschützt wird und ihm nichts passiert.

    Es war ein Privatmann, 67 Jahre alt.

    Er wollte das schaffen, egal was komme und er hat es geschafft.

    Es tut so gut so etwas mal zu hören, dass auch mal was gut gegangen ist.


    Liebe Grüße an alle

  • Hallo, ihr beiden


    ich denke auch, dass das mental nicht jeder gekonnt hätte, was der Mann getan hat.


    Auch ich habe Herrn Laschet gesehen. Auch wenn ich ihn mir nicht als Kanzler vorstellen kann, so kann ich mir denken, dass er eine ganz bestimmte Persönlichkeitsstruktur hat, die gar nicht so selten vorkommt. Er kann, wie viele andere auch, in einem Untergangsszenario stehen und sich dabei nicht schlecht fühlen, da er selbst nicht direkt betroffen ist. Er kann dabei auch Heiteres erörtern, was nichts mit der Hochwasserlage zu tun hat. Die anderen, um ihn herum, waren auch ganz heiter gewesen.

    So etwas ist unbedacht. Ich habe auch im Arbeitsleben erlebt, wie ein paar Kollegen wie die Elefanten im Porzellanladen auf gewisse Situationen reagiert haben. Auf der einen Seite gute und hilfreiche Mitarbeiter, aber von Empathie manchmal keine Spur.

    So ist bei uns auf der Arbeit, einmal ein älterer Herr, gegen eine Glasscheibe gelaufen. Das hat dem richtig weh getan. Ich war sofort besorgt und habe gefragt, wie es ihm geht, während mein Kollege neben mir laut schallend gelacht hat. Den habe ich absolut nicht verstanden. Solches kam öfters vor. Der Kollege war aber ansonsten kein schlechter.

    Ich denke, solche Menschen haben tatsächlich eine gewisse Unbeholfenheit und bringen unpassende Verhaltensweisen hin und wieder hervor. Als Politiker ist das aber alles andere als passend. Aber ich bin hier, was die Menschen angeht, auch desillusioniert. Ich habe schon so vieles erfahren und gelesen. Was manche Menschen so bringen können, dass ist einfach nur erstaunlich.


    Umso schöner fand ich die Geste als Frau Merkel, Frau Dreyers Hand genommen hat, als sie durch die Trümmer gelaufen sind.


    Es ist alles so surreal. Die einen müssen ganz normal ihrem Alltag folgen, die anderen sind wie ausgebombt. Ich frage mich auch, was mit deren Arbeit ist. Und überhaupt . . .


    Und das Schlimme ist, man sucht in Trier für eine Demenz-WG eine neue Bleibe. Wie und wo soll das gehen? Das könnte ein reicher Trierer Geschäftsmann vielleicht stemmen oder wenn jemand ein größeres Haus zur Verfügung hat. Ich will gar nicht wissen, wie es denjenigen geht, sowohl den Pflegern als auch den Betroffenen.


    Liebe Grüße

  • Einmal ein kurzes Hallo in die Runde,


    sorry, dass ich mich hier gerade so raushalte. Ich lese mit und leide mit, da es ja bei vielen von euch gerade "zusätzliche" "Baustellen" gibt.


    Die Baustelle Vater ist bei mir relativ unverändert, weshalb ich da auch nicht mehr geschrieben habe. Bei mir ist gerade beruflich "landunter", da zwei Vollzeitkräfte ausgefallen sind und ich mit 30 Wochenstunden die Arbeit von geplant 110 Wochenstunden erledige. Daher gerade nur wenig online. Lese aber wie gesagt mit und bin in Gedanken bei euch!


    Wenn beruflich Entspannung eintritt und ich nicht nur zum Schlafen zuhause bin (aktuell pendele ich zwischen Job, Eltern und für die Nacht dann meiner eigenen Wohnung), bin ich auch hier wieder aktiver 8)

  • Hallo in die Runde,


    ich habe mir gestern ein Pflegeheim in der Nähe meiner Mutter angesehen.


    Als ich in den Eingangsbereich gekommen bin, habe ich mich erst mal etwas erschrocken, wegen lautem Vogelgezwitscher. Mein erster Gedanke war, Meditations-CD mit Vogelgezwitscher. Aber es war eine große Voliere, die da stand, neben dem Eingang. Auf der anderen Seite dann Kaninchen.


    Ich bin ja nicht für eine solche Tierhaltung, aber ich habe mir sagen lassen, dass einige ältere Menschen gerne davorsitzen und gerne hinschauen.

    Es macht auch viel Arbeit, die Käfige sauberzuhalten. Es sah aber ordentlich aus.


    Ich bin vom Heimleiter persönlich in Empfang genommen worden und er hat sich eine ganze Stunde Zeit genommen. Vorab habe ich im Internet geschaut, wie viele Stellen hier ausgeschrieben gewesen sind. Das kann ich jedem empfehlen. Je mehr unbesetzte Stellen, desto gestresster wird das Personal sein.

    Hier war nur eine Stelle ausgeschrieben und es lagen, als ich ins Heimleiterzimmer kam, mehrere Bewerbungsmappen bereits auf dem Schreibtisch.

    Ein sehr gutes Zeichen wie ich fand.

    Ich fragte im Laufe des Gespräches auch nach der Besetzung. - Vollbesetzung, nach den Vorgaben. - Man hätte gerne noch viel mehr Personal. - Aber das bezahlt keiner. Jedenfalls sind für jeweils 29 Personen, morgens vier Pflegekräfte im Einsatz und abends zur Bettgezeit, drei. Ansonsten Nachmittags zwei Pflegekräfte, plus Betreuung von morgens bis abends. Wäscherei und Küche sind im Haus, was auch ein wichtiges Kriterium ist.


    Also das fand ich schon mal gut.


    Das Haus ist geschmackvoll eingerichtet. Der Heimleiter kennt jeden per Namen. Es herrscht eine allgemein freundliche Stimmung. Hier gibt es Wohneinheiten mit jeweils 14 Bewohnern, mit jeweils eigener Küche, Aufenthaltsraum und Balkon.


    Die Zimmer sind auch geschmackvoll eingerichtet, meist Einzelzimmer, aber sie sind klein, bis sehr klein. 14,5 Quadratmeter inklusive Bad. Da passt kaum ein Pflegerollstuhl rein. Andere haben 18 Quadratmeter.


    Auch dir Flure fand ich etwas beengend, denn wenn hier zwei mit Pflegerollstuhl aneinander vorbeimüssen, da wird es einfach eng. Im Heim bei meiner Schwiegermutter war das sehr großzügig gehalten gewesen.


    Die Küche muss gut sein, weil auch andere ältere Personen aus der Umgebung zum Essen kommen. Die Cafeteria ist geschmackvoll eingerichtet und sie ist abtrennbar für Geburtstage ect.


    Mir wurden alle Fragen höflich und mit viel Engagement beantwortet. Der Heimleiter denkt zum Wohle seiner Schützlinge, das kam deutlich rüber. Aber er sagt auch, es kann nicht perfekt sein, weil er noch mehr Pflegekräfte gerne hätte und es geht auch mal was schief, aber man bemüht sich sehr, um die Bewohner.


    Hier haben einige muslimische Frauen gearbeitet. Alles gut. Aber ich kenne Demenzkranke, die, wenn sie bei der Pflege nicht alles verstehen oder wenn sie eine schlechte Phase haben, die das Kopftuch runterreißen würden. Das wäre für beide Seiten nicht schön, denke ich.

    Aber vielleicht kann man sich hier auch einteilen.


    Im Heim ist eine Frau von den Flutopfern gestrandet. Sie hat jetzt ein Zimmer hier, sogar eines der größeren. Sie hat schon wieder mit Appetit gegessen.

    Das hat mich gefreut.


    Ich habe mir noch ein weiteres Heim, diesmal in meiner Nähe rausgesucht. Hier ist der Personalstand auch gut. Einzelzimmer haben hier aber 28 Quadratmeter. Das Haus ist aber vor ca. zwanzig Jahren gebaut worden.


    Schlimm, fand ich zu lesen, dass ein Heim in der Nähe meiner Mutter, das gute Rezessionen gehabt hat, so viel Personal sucht. Es sind fünf Stellen zu besetzen. Und ich kann mir denken warum. Sie hatten im Frühjahr viele Coronafälle, mussten Doppelschichten fahren. Es muss wohl die Hölle gewesen sein, so dass doch einige gekündigt haben. Das ist auch das Heim, wo ich keinen Termin bekommen habe, weil die Zahlen wieder steigen.


    Was die Flutkatastrophe angeht. Es ist wie ein Krieg, der vor der eigenen Haustüre stattgefunden hat. Eine Bekannte von mir sagt, dass es kleinere Dörfer gibt, die man mit nichts erreichen konnte bis jetzt. Langsam wird es aber. Sie hat Hilfe organisiert und Hilfsmittel in ihrer Garage gehortet. Sie ist mit einem Bollerwagen mit Essen und Trinken durch den Schlamm und durch unwegsames Gelände gefahren. - Menschen, die in Schlafanzügen auf sie zugekommen sind, - die für die Getränke dankbar gewesen sind, - die sie umarmt haben und doch immer das Gefühl - es reicht nirgendwo aus.

    Nach einer Woche war sie körperlich und psychisch so fertig, dass sie eine Pause hat einlegen müssen.

    Ich selbst kann nur mit Sachgegenständen und einer Geldspende helfen, weil ich selbst noch so platt bin, auch wegen meiner Umfeldes. Ich wünschte mir oft es wäre bei mir mal anders. Wie gerne würde ich auch richtig hier anpacken.


    Und was das Wetter angeht. Es gibt immer wieder Gewitter am Wochenende und danach. Mehr Sorgen macht mir aber, dass in zwei Wochen hier mehr Regen angesagt ist und dass es auch ein gutes Stück kühler werden soll. Ich hoffe, das ändert sich noch etwas. Es darf ja mal regnen, das ist auch wichtig, aber immer diese Extreme.


    Ich denke die Polkappen und deren Wechsel, spielt hier auch mit rein, neben dem selbstgemachten Klimawandel.


    Klar, man muss es anpacken. Es überleben nur diejenigen besser, die vom einen zum anderen Tag leben und die lernen Mängel auszuhalten. Das war schon immer so gewesen.

    Wir haben jetzt ein Krankenhaus weniger, wir haben einige Altenheime weniger. Und wir haben weniger Arztpraxen. Und wir haben viele traumatisierte Menschen.


    --------


    Jetzt etwas off Topic einerseits, andererseits passt es gut zu dem allgemeinen Wandel in der Welt, in der Wirtschaft, in der Pflege usw.


    Ich habe leider vor zwei Tagen spät abends im Fernsehen gesehen, wie man in Deutschland die Großlandwirtschaft betreibt und wie man Kleinbauern kaputt macht, die es nicht schaffen, vor Ort selbst etwas zu vermarkten. Wie man hier über den Export die Milch billig verkaufen will, an die unsere Bauern preislich gebunden sind, das ist unmenschlich, das ist gegen die Tiere, die inzwischen aussehen wie aus einem Horrorfilm. Was ich hier gesehen habe, das geht gegen alles, woran ich jemals als Kind geglaubt habe. Es ist eine weltweite Katastrophe, wie man die Bauern in Afrika und Südostasien mit unserer Fleisch- und Milchwirtschaft kaputt macht und wie man sich heuchlerisch über Flüchtlinge beschwert, die keine Perspektive im eigene Land mehr sehen. Es hakt an allen Ecken und Enden. Das ist ja nur ein Teil, der weltweiten Misswirtschaft. Menschen verlieren ihre Empathie, wenn sie in der Landwirtschaft und in der Pflege und überhaupt, wie am Fließband arbeiten müssen.

    Ich erlebe das live und in Farbe hier bei einem Bauern, wenn man mal kleinere Fehler gemacht hat und wenn ein Hof, der früher mal an eine Milchkette angeschlossen gewesen ist, langsam untergeht. Was ich hier an Tierleid gesehen habe und an Dreck und an einem Überlebenskampf . . . Es gibt immer mehr Bauern, die aufgeben und auch einige, die sich umbringen.


    Trotz alldem haben wir auch noch einige Positivbeispiele hier.

    Die sehe ich auch Deutschlandweit und auch die hat die Fernseh-Dokumentation gut dargestellt. Sie müssen aber auch von der Bevölkerung und vom Staat mitgetragen werden. Und dann ist die Frage, wie? Jeder Staat kann nicht nur wirtschaftlich arbeiten. Es gehören gute ganzheitlich denkende Wissenschaftler, Philosophen wie Richard David Precht ect. mit an den Tisch. Die Betonung liegt auf gut und ganzheitlich denkend, denn auch Wissenschaftler und Philosophen können so einseitig unterwegs sein, dass einem nur schlecht werden kann.


    Ich sehe immer beide Seiten und ich versuche mich entsprechend zu verhalten, wenn es machbar ist. Aufgeben tue ich auch nie, aber ich will auch eine bessere Welt, wenn möglich.


    Liebe Grüße in die Runde

    Einmal editiert, zuletzt von Teuteburger () aus folgendem Grund: Die lieben Fehlerteufel

  • Hanne,


    ich glaube, es liegt am vielen Schutt, am Abfall, am Schlamm. Erst jetzt wird einiges wieder zugänglicher, auch in den Nachbarorten. Es kam gestern, glaube ich, in oder nach den Nachrichten, ein Bericht darüber, dass es einfach nicht anders machbar gewesen ist.

    Die Grundversorgung, scheint wohl jetzt zu funktionieren.


    Liebe Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde, ich wünsche mir sehr, dass wir die aktuellen Folgen der Klimakatastrophe gut bewältigen und unsere Menschlichkeit behalten!

    Wenn Menschen mit Demenz aus den Katastrophengebieten einen sicheren Heimplatz bekommen, erwarte ich weniger Umstellungsprobleme als normal, auch weil die Gedanken, "jetzt sind Sie sicher, Sie haben Glück im Unglück ... unabhängig davon wirken, ob jemand die aktuelle Notlage noch erinnert.


    Es freut mich, dass Sie, Schwarzerkater wieder zu Ihrer empathisch, differenzierten Haltung gefunden haben. Ein Gedanke kam mir noch: Ihre Mutter hat nur Sie und Ihren Mann. Aber Sie können die kleine Welt erweitern, indem Sie Hilfe annehmen: Oft ist es für die Eingewöhnung fremder Hilfe besser, wenn Sie sagen ... "Ich brauche die Hilfe, damit wir alle besser zurecht kommen". Das erforderliche Vertrauen Ihrer Mutter wird wachsen, wenn Sie eine Zeitlang die Versorgung gemeinsam durchführen.


    Ihr Erfahrungsbericht, Teuteburger, zum möglichen neuen Heim klingt sehr überzeugend! Was geht Ihre Mutter damit um?


    Schön, dass Sie sich zwischendurch wieder melden, Inkognita, ich hoffe sehr, dass dieser Ausnahmezustand bald ein Ende hat und Sie Ihre gute Stimmung behalten, die in dem Smilie deutlich wird.

    Alles Gute in die Runde, Ihr Martin Hamborg

  • Hallo zusammen,

    momentan treibt mich die Frage um, ob ich meiner Mutter öfter kleine Ausflüge anbieten sollte... Welche Erfahrungen habt ihr dazu? Es ist ja so, dass meine Mutter heimatfern in meinem Nachbarort untergebracht ist und sich dort nun auch endlich ziemlich wohlzufühlen scheint, jedenfalls lacht sie wieder viel mehr, nicht mehr diese ständige Gereiztheit mir gegenüber. Ich wohne in einer sehr schönen Umgebung und eine Zeitlang konnte man ja coronabedingt nicht soviel machen.

    Nun beschwert sich meine Mutter gelegentlich, dass sie ja nirgendwo hinkommt. Wenn ich sie besuche und vorschlage, einen Spaziergang zu machen , sagt sie meist "Ich sitze gerade so gut" oder "Ich bin aber auch soo müde heute". Selbst laufen kann sie nicht mehr weit, bestenfalls könnte ich sie im Rollstuhl schieben, doch das mag sie auch nicht, das ist ja was für "alte Leute" - sie ist 90.... Dann wieder erzählt sie, dass Frau XY so schwärmt, wo sie überall hin Ausflüge macht. Einen eigenen Rollstuhl hat meine Mutte rnoch nicht, wir könnten also einen leihen und für mich ist es anstrengend, sie mit Übergewicht über einiges Kopfsteinpflaster zu schieben.

    Wie macht ihr das?

    Liebe Grüße

  • Liebe Hanne,

    Ja, deine Erfahrungen so zu lesen, hilft mir schon. Ich überlege auch immer noch oft, was ich meiner Mutter noch bieten könnte/ sollte. Wenn wir letzten Sommer mal mit ihr eine kleine Ausfahrt mit Unterstützung eines Rollstuhles gemacht haben, kam vorwiegend die Reaktion, dass es in ihrem Heimatort aber auch schön sei - zuvor hat sie mir Jahrzehnte erzählt, sie wolle dort weg, würde dort niemals warm werden...Nun habe ich oft den Eindruck, dass sie vom Ort ihrer Kindheit spricht, wenn von zuhause die Rede ist, das scheint immer mehr zu verschwimmen. Letztes Mal fragte sie mich auch mehrmals nach meinem sowie ihrem Alter.


    Und wenn wir mal eine kurze Autofahrt durch schöne Landschaft gemacht haben, schaute sie kaum hin. Das ist so schade...

    Ab August kommt wahrscheinlich nochmal eine ehrenamtliche Besucherin dazu, die meine Mutter (vor corona) sehr mochte. Daher möchte ich nicht zusätzlich jemand engagieren.

    Es fällt mir sehr schwer die Gedanken loszulassen, ich habe meine Mutter von Kind an soviele Zeiten unglücklich erlebt, gemessen daran wirkt sie nun sogar viel zufriedener und vielleicht ist es sogar gut, dass sie vom Ort des Unglücks nun weiter entfernt ist.

    Letzte Woche hat sie zum ersten Mal nach fast 2 Jahren zu einer Mitbewohnerin in meinem Beisein gesagt " ach, ich glaube, ich bleibe nun doch hier wohnen" - puh, da fiel mir ein Stein vom Herzen.

    Seid alle herzlich gegrüßt und danke für eure Verbundenheit :love:

    Rose60

  • Rose,


    ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass mehr der Gedanke an eine bestimmte Umgebung zählt, als das tatsächliche Tun, zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt. Vor Ort mit dem Rollstuhl ein wenig fahren, hat dem Demenzkranken manchmal gut getan, ein andermal wollte man dann eher wieder heim. Frische Luft hat meine Schwiegermama aber oftmals gut getan, wenn es nicht zu kühl draußen gewesen ist.


    Was du sonst so schreibst, dass liest sich richtig gut. Das macht auch mir Mut, wenn es mal so weit sein sollte.


    Liebe Grüße an Dich

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