Wie geht es Euch? Thread IV

  • Hallo Sonnenblümchen,


    danke für Deine Anteilnahme an der unleidigen Situation. :)


    Leider wird sie nie mehr laufen können. Sie hat überhaupt kein Verständnis für Übungen oder ähnliches. Deshalb hat man sie ja auch rasch aus der Geriatrie wieder entlassen müssen.

    Über meiner Mama wohnt eine ältere Dame, im gleichen Alter wie meine Schwiegermama. Sie ist auch in ihrer Wohnung gestürzt. Und auch sie hat einen Oberschenkelhalsbruch gehabt. Sie hat im gleichen Krankenhaus gelegen wie meine Schwiegermama und kam dann in der Geriatrie. Anschließend war sie zur Reha in einem Heim, in dem dann Corona ausgebrochen ist. Sie durfte keinerlei Besuche empfangen. Hat aber oft mit ihrem Sohn telefoniert ect. Sie kann jetzt wieder laufen, zwar mit Rollator, aber es geht. Sie ist aber auch eine eigenständigere Persönlichkeit als meine Schwiegermama und sie kann auch gut alleine sein. Zudem ist sie technisch etwas interessiert und sie hat keine Demenz. Das ist ein Unterschied. Ich finde es für meine Schwiegermama schlimm, dass sie nicht mehr laufen kann. Das war ihr immer das Wichtigste gewesen.

    Ich hoffe, das alle anderen mehr Erfolg mit der Impfung haben. Ich frage mich halt, ob sie bei der zweiten Impfung, dann doch noch geimpft werden kann. Und dann die Frage, ob man sie dann nachimpfen kann?

    Ich glaube, es hätte auch keinen Unterschied gemacht, wenn ich dagewesen wäre. Sie hat genauso viel Vertrauen in die Seniorenbetreuerin wie in mich. Wenn mein Mann dagewesen wäre, das hätte vielleicht was gebracht. Er hätte ihr auch die Spritze geben können, wenn das erlaubt gewesen wäre. Halt im Beisein des Arztes, wegen der schwierigen Situation. Aber ich kenne mich damit nicht aus.


    Liebe Grüße Sonnenblümchen und an alle anderen

  • Guten Abend liebe Teuteburger,

    das tut mir leid, dass das mit dem Impfen jetzt doch nicht geklappt hat. Da hätte die Ärztin ihren "Aderlaß" ja wirklich auf den nächsten Tag legen können!

    Es kommt doch immer wieder vor, dass dann in einem Heim ein Bewohner dann doch nicht geimpft werden kann, z.b. wegen Erkältung oder ähnlichem und dann ein anderer Termin kommt. Ich habe so ein Informationsschreiben jetzt vom Heim bekommen, wo solche noch nicht Geimpften jetzt beim 2. Impftermin, der in Kürze ansteht, dann das 1. Mal geimpft werden....also ich denke, da brauchst Du Dir keine so großen Sorgen zu machen.


    Wegen der Inkontinenzartikel..die gehen ja auch ins Geld, wenn Du die immer selbst kaufst...an sich müßte das Heim dafür aufkommen, ist in den Leistungen eines Heimes in der Regel doch mit umfaßt.


    Das Bewohner laut rufen, habe ich schon selbst miterlebt....auch wenn gar kein Grund vorhanden ist....evtl nur das Gefühl von alleinsein oder wirrsein.....die Mutter eines Bekannten hat ein paar Jahre lang nur noch immerzu laut "Hallo" gerufen und sich sonst gar nicht mehr geäußert....ich glaube aber schon, dass die Bewohner, die laut rufen, sich nicht gut fühlen....ich würde es nachts für vertretbar halten, ihnen was zum Schlafen zu geben....


    Bei meinen Eltern steht jetzt demnächst der 2. Impftermin an. Ich bin gespannt, ob alles klappt und ob sie auch mitmachen.


    Liebe Grüße

  • Danke, fürs Hoffnung machen, Hanne.

    Wenn ein zweiter Termin möglich wird, dann wird mein Mann schauen, ob er dann anwesend sein kann. Leider war der Termin gestern recht schwammig definiert gewesen und er hatte, wegen seinem Beruf, keine Zeit sich solange frei zu machen. Dann hoffen wir, auf das nächste Mal, dass es dann klappt.

    Ich halte es bei ihr auch für vertretbar, dass sie das Melperon bekommt, welches man ihr auch geben darf. Aber sie verweigert das oftmals. Halt so wie zu Hause auch. Zu Hause hat man die Tabletten ect., dann bei ihr stehen lassen und sie nach und nach etwas abgelenkt und oftmals, aber nicht immer, hat sie sie dann freiwillig doch noch geholt. Dafür hat man im Heim und bei dieser hoch komplizierten Impfung leider keine Zeit.

    Ich hoffe inzwischen auf einen normalen, klassischen Totimpfstoff, wenn möglich ohne Aluminiumverstärker. Den kann jeder Hausarzt dann geben.


    Ich drücke die Daumen, für deine beiden Lieben.


    Liebe Grüße

  • Hallo Hanne,


    das ist wirklich kurzfristig und für andere, so wie du sagst, nicht so gut zu händeln, die die technischen Möglichkeiten nicht haben.

    Verstehen kann ich dieses Vorgehen aber nicht. Hätte man das nicht mit dem ersten Schreiben alles abdecken können?

    Die Seniorenbetreuerin meiner Schwiegermama wurde gestern auch gefragt, ob wir denn unser Einverständnis gegeben hätten. Wir haben das schriftlich alles Wochen vorher bereits getan. ???


    Aber immerhin, nach dieser Aktion ist es für Dich schon mal vorbei und hoffentlich wird dann einiges besser für dich, was die Besuche ect. angeht.


    @Alle


    Heute war ein ausgesprochen guter Tag, bis auf wenige Abstriche. Man hat offensichtlich jemand neues eingestellt. Ich habe ein längeres Gespräch mit einer Pflegerin gehabt und einiges über meine Schwiegermama erfahren, was ich noch nicht gewusst habe.


    Und wirklich positiv fand ich den Umstand, dass sie mit dem Rollstuhl alleine unterwegs gewesen ist. Sie konnte den plötzlich selbst bedienen!!!


    Sie war munter, gesprächig, hat Kaffee getrunken und Kuchen aus der Hand gegessen. Das Zimmer war aufgeräumt, Geruch auch gut und man hat sie richtig gehend in den Rollstuhl gebettet. Tags zuvor hat sie in einem Pflegerollstuhl von einer verstorbenen Mitbewohnerin gesessen. Der ist gegen Mittag aber abgeholt worden. Leider braucht der neu bestellte Pflegerollstuhl noch über zwei Monate bis er da ist. Das wird aber mit ihrem Rücken nicht gehen, da sie ja inzwischen gerne im Aufenthaltsraum ist, zumindest meistens. Wir werden schauen, dass wir einen gebrauchten mieten oder sogar kaufen können, den man nachher wieder weitergeben kann.

    Gegen Spätnachmittag ist die Stimmung wieder gekippt, aber wir, mein Mann und ich, konnten dann gehen, nachdem sie kurz eingenickt ist. Dem Pfleger haben wir Bescheid gesagt. Wir verabschieden uns nicht mehr. Das stiftet nur Verwirrung und sie ist dann nur schwer zu beruhigen.

    Ich schöpfe, was sie angeht, also wieder ein wenig Hoffnung, dass es mit dem Einleben doch noch funktionieren kann.


    Zur verpassten Impfung: Leider funktioniert das im Heim nicht, dass sie nochmal voll geimpft werden kann. Sie kann zwar einen einzelne Impfung bekommen, aber davon rät man ja eher ab. Dann warten wir halt ab, welche Impfungen es noch geben wird.


    Liebe Grüße in die Runde

  • Hallo Teuteburger,

    ich hatte auch vor etlichen Wochen bereits einmal das Einverständnis mit der Impfung schriftlich erklärt. Kurz vor dem 1. Impftermin kam dann die Info vom Heim, dass erneutes Unterschreiben und Ausfüllen anderer Formulare (vom RKI) erforderlich ist und daher alles von vorne......und für den 2. Impftermin gibt es jetzt wieder neue Unterlagen...das ist ganz offensichtlich von den Planern der Impfkampagne so gewollt und hat weniger mit dem Heim zu tun. Vielleicht meinte die Seniorenbetreuerin bei Euch die aktuellen neuen Formulare? Aber ich würde nochmal nachfragen bei er Verwaltung sicherheitshalber oder erst wenn ein anderer Impfstoff vorhanden ist...dann würde ich vorher extra nochmals fragen ob alles vorhanden ist, nicht dass es dann daran scheitert.


    So wie Du es schilderst, kann das mit dem Einleben Deiner Schwiegermutter doch noch funktionieren. Ich verabschiede mich übrigens auch nicht jedesmal von den Eltern....entscheide da je nach Situation...


    liebe Grüße

  • Hallo,

    ich habe durch den Hinweis von Teuteburger einmal darüber nachgedacht, ob durch die Impfung meiner Eltern, die Besuche dort für mich (und die Eltern!) einfacher würden.....

    Ich glaube nicht, dass Besuche in absehbarer Zukunft einfacher werden ....weil: es ist ja immer noch nicht geklärt, ob die Geimpften die Viren an andere weitergeben können......selbst noch erkranken können (dann aber viel leichterer Verlauf).....und dann sind ja nicht alle Bewohner (und Pflegekräfte) geimpft....und nicht zuletzt: auch die Besucher sind nicht geimpft und könnten sich selbst anstecken.....


    Ich habe insoweit also weder Hoffnungen noch Illusionen.


    Aber es wird nicht deutlich darüber berichtet und ich fürchte, dann gibt es großen Unmut.


    Liebe Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde,

    schön, dass es mit dem Impfen weitergeht und das Ruckeln in der Startphase einigermaßen erträglich ist. Die mir bekannten Formulare sind relativ schnell ausgefüllt und ich sehe keine Alternativen, auch weil sich Impfgegner in Stellung, es würden alte Menschen gegen den Willen oder als Versuchskaninchen geimpft. Wenn ich die Diskussionen über fehlende Impfdosen und politisches Versagen höre, denke ich: Die gleichen Leute werden sich lautstark in 5 Monaten darüber beschweren, dass plötzlich viel zu viel Dosen bestellt wurden …


    Das neuen Formular vom RKI kenne ich noch nicht, werde aber ggf. an das RKI schreiben, wenn mit den Formulierungen fachliche Anforderungen im Umgang mit Menschen mit Demenz nicht beachtet oder verhindert werden.


    Der Diskussion über den Personalmangel kann ich nur zustimmen, Teuteburger hat die paradoxen gesellschaftlichen Botschaften und „Daumenschrauben“ gut beschrieben. Etliche Pflegekräfte ärgern sich über eine empfundene Verlogenheiten auch zu dem Thema – ich nenne es gern Vollkaskoerwartung bei Teilkaskofinanzierung. Wie oft habe ich schon darauf hingewiesen, dass eine einfache Zahl dies deutlich macht: Die skandinavischen Länder geben doppelt so viel für Pflege aus wie Deutschland, wir liegen als reichstes Land im EU-Durchschnitt. Südliche Länder geben die Hälfte vom Durchschnitt aus und es besteht die ganz klare Erwartung, dass sich die Familien um die Pflege kümmert – auch im Heim. Mit dieser Finanzierung geht eine gute Versorgung nur, wenn das Heim zum Magneten wird, in dem Angehörige, Ehrenamt und Zivilgesellschaft gern ihren Beitrag leisten – in einem Zentrum des Sozialraums – meine Vision.


    Aber – und da greife ich das auf, was Sonnenblümchen schmerzhaft und bis zur Verzweiflung erlebt: Jedes Verständnis zu den ärgerlichen Rahmenbedingungen, dem Fachkräftemangel, Zeitarbeit, Belastungen durch Corona usw. rechtfertigen in keiner Weise schlechte Pflege, chaotische Strukturen und Organisationsversagen. Da sind unangemeldete und anlassbezogene Prüfungen einfach notwendig und umso mehr, je stärker die Logik der Börse und kurzfristige Gewinnerwartungen das prioritäre Geschäftsziel sind. Wenn die Zustände nicht erkannt werden, wird sich in manchen Institutionen nichts ändern, eine gute Pflege wird ganz von den wenigen guten Kräften abhängen.



    Sonnenblümchen, in meinen Schulungen spreche ich dies an und stelle es gern in die folgenden Zusammenhänge:


    Menschen machen Fehler, nur so konnten wir so viel lernen und erreichen. Eine 100%tige Fehlerfreiheit ist demotivierender und unmenschlicher Unsinn aber leider (auch in den MDK-Prüfungen und Rund-um-glücklich-Erwartungen) vorhanden. Aber Lernziel ist es, Fehler zu vermeiden und genau das passiert in Ihren Einrichtungen, Sonnenblümchen und Teuteburger zu wenig. Je mehr also ein systematischer Fehler in der Organisation zu echten Pflegefehlern und Problemen führt, umso mehr müssen wir handeln und nicht verzweifeln. Immer wieder werde ich darauf hinweisen, wie es gedacht ist, ich wiederhole mich:


    Die Einrichtungen sind verpflichtet zum Beschwerdemanagement und zur Qualitätsentwicklung und das wird geprüft, auch wenn die Prüfungen derzeit ausgesetzt sind.


    Jede Einrichtung hat Probleme mit der Wäsche (gehabt). In den Abläufen sind viel zu viele Fehlerquellen, aber es ist möglich, die Fehler zu minimieren und daraus zu lernen. Dies gilt auch für viele pflegerische Fehlerquellen. Auch ich bin daran fast verzweifelt und habe einen großen Teil meiner Kraft in Instrumente zur Entwicklung gesteckt, Einrichtungen mit IQM Demenz unterstützt und nun alles in einem Buch mit vielen Praxistipps zusammengefasst. Es ist die pure Utopie und einige werden sich ärgern, weil die Realität oft so viel anders ist. Aber viele der Einrichtungen haben es mir bewiesen, dass es geht und die Arbeit in der Pflege begeistern kann!


    In diesem Zusammenhang habe ich auch auf das Sturzparadoxon hingewiesen: Wir Menschen lernen den aufrechten Gang durch das Fallen – nur im Alter ist das verboten und jeder Sturz wird rechtlich bewertet. Das geteilte Bettgitter ist derzeit der fachliche Standard und keine Fixierung, weil so der Vorteil der Schutzfunktion und der Mobilisierungshilfe mit der potenziellen Freiheit verbunden wird, das Bett zu verlassen – so die Theorie für 95%.


    Sonnenblümchen, dass Sie auch noch mit bürokratischen Hürden kämpfen müssen, ist mehr als ärgerlich. Eine notariell beglaubigte Vollmacht ist eigentlich nicht nötig – leider gibt es noch zu viel Unwissenheit und zu viele auch öffentliche „Dienstleister“, die einige Kunden lieber vom Hals haben möchten, weil sie auch ohne Kunden ihr Geld bekommen (?!) So wie sie schreiben, kämpfen Sie derzeit verzweifelt auf allen Fronten, laufen immer mehr auf, finden niemanden der sich wirklich kümmert und werden zu allem Überfluss vielleicht sogar noch als „Helikopter-Angehörige“ wahrgenommen. Ein fataler Teufelskreis.


    Abschließend noch einige Gedanken:


    Hanne63, das Ihr Vater umziehen muss ist schade aber leider wirklich nötig. Gesellschaftlich wollen wir so wenig wie möglich geschlossene Heime oder Stationen und da ist es einfach erforderlich, dass all die umziehen, die das Angebot nicht brauchen und für die Menschen Platz machen, die es (übergangsweise) dringend nötig haben. Ich hoffe sehr, dass Ihr Vater bald das nächste Einzelzimmer in einer anderen Station bekommen kann: so schnell wie möglich und nicht erst, wenn sich die Konflikte wieder gewalttätig eskalieren.


    „drin liegen lassen“ und eine Inkontinenz nicht versorgen wird von Pflegekräften in meinem Schulungsprogramm „Gewaltvermeidung durch Professionalität“ immer als Gewalt in der Pflege eingeschätzt. Ich arbeite da mit meiner „Hitliste der Gewalt“ – in Gruppendiskussionen wird eingeschätzt, wie sich Mitarbeiter verhalten, wenn sie so etwas im Team beobachten. Leider gibt es nur wenige Schulen, die dieses wirkungsvolle Instrument nutzen. Vielleicht wird es durch die neue Pflegeausbildung langfristig besser!


    Schön, Lulu, wie sie den „Nonsens“ beschreiben, mit Psychopharmaka „hoch einzusteigen um dann zu reduzieren“ – dies gilt in der Gerontopsychiatrie als Kunstfehler und ich kann mir nur wenige Ausnahmen vorstellen, in denen dies als „Heilversuch“ gerechtfertigt sein könnte.


    Handmassagen und „basalstimulierende“ Massagen sind eine sehr wirkungsvolle pflegerische Intervention und für Angehörige zusätzlich noch ein echter Liebesdienst. Wenn so ein Pflegefehler auffällt, ist das sicher ein guter Nebeneffekt, aber bitte nutzen Sie diese kraftvolle Maßnahme auch unabhängig davon!


    Ihnen alle eine schöne Woche, Ihr Martin Hamborg

  • @Ach, Sonnblümchen,


    das ist einfach nur schlimm. Nicht nur wegen Corona selbst, sondern auch, weil du deine Mama als nicht so gut versorgt erlebt hast, wenn du nicht nach dem Rechten schaust.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie es dir damit gehen muss. Ich würde mir da auch viele Gedanken machen.

    Ich würde bei Gelegenheit mit jemandem vom Heim sprechen und sagen, dass der Mama oft kalt ist und das man ihr immer eine lange Hose und einen langärmeligen Pullover anziehen soll.

    Man kann nur hoffen, dass das Heim Hilfe von außerhalb annehmen wird. Das haben manche Heime mit Erfolg gemacht, um Pflegeengpässe zu vermeiden und um eine gute Versorgung, auch mit Corona hinzubekommen.


    Sei gedrückt und liebe Grüße an Dich :|

  • Liebe Sonnenblümchen,

    das ist wirklich schlimm....ja sogar doppelt schlimm...weil Du sowieso schon Ängste hast.

    Dem Rat von Teuteburger wegen Telefonat mit Heim wegen warmer Kleidung schließe ich mich an....ich würde vielleicht 1-2 Tage abwarten, bis sich die Aufregung im Heim etwas gelegt hat.

    Ganz liebe Grüße

  • Danke, Hanne,


    für die Idee mit dem Muff. Das werde ich auch machen.


    @Herr Hamborg


    auch aus Ihrem Text konnte ich einiges Hilfreiches für mich herauslesen.

    Auch was Sie über Gewalt und Inkontinenz "liegen lassen" schreiben, ist für mich richtig. Aber es scheitert in dem Falle wohl tatsächlich am schwach besetzten Personal nachts. Aber ich werde da dranbleiben.


    Ein Pflegeoverall, weckt bei mir gemischte Gefühle. Meine Schwiegermama hat die Eigenschaft, sich manchmal in Unausweichliches zu Fügen. Das heißt, sie könnte damit leben oder aber sie fühlt sich entmündigt, hilflos ect. Wie gesagt, erst muss die Inkontinenzgeschichte verbessert werden. Sie rupft tagsüber so gut wie gar nicht mehr. Die weiteren Fixierhöschen haben wohl Wirkung gezeigt. Ich habe jetzt auch die weichere Einlage gefunden. Diese soll dann probiert werden. Wenn dann nachts mehr Ruhe ist und auch hier eine Gewöhnung ohne Pflegeoverall stattfindet, dann wäre das für mich die bessere Lösung.


    Liebe Grüße an alle

  • Hallo in die Runde:

    sonnenblümchen und Teuteburger

    wegen dem Muff: er sollte auch innen aus Lammfell sein, nicht nur außen. Und ich habe im Heim darum extra gebeten, dass Mutter den Muff auch in den Innenräumen bekommen soll, also nicht nur bei evtl. Spazierfahrten im Rollstuhl im Innengarten...und das funktioniert jetzt auch so...aber evtl denken manche dann, der Muff soll nur im Außenbereich gegeben werden, deshalb er Hinweis....ich habe den Muff mit Kordel zum Umhängen im Online-Handel bekommen....gab ihn in grau, schwarz und beige...der Graue gefiel mir am besten.


    @Sonnnenblümchen

    ich hatte heute Nacht auch einen Albtraum bzgl. Pflege und Heim......in dem Traum wurde ich nämlich "abkommandiert" bei der Pflege selbst persönlich zu helfen etc.....und ich konnte es körperlich nicht schaffen......ich bin noch ganz gerädert.


    @Herr Hamborg

    Ihr Beitrag hat mir auch vieles klarer gemacht.


    Bei der Vision Pflege unter Mitwirkung der Angehörigen.....sollte bitte nicht vergessen werden, dass es viele Heimbewohner gibt, die gar keine Angehörigen haben...auch ich selbst werde später so jemand sein.....und es werden vermutlich immer mehr werden. Oder sie haben Angehörige, die selbst nicht in der Lage sind, zu helfen in welcher Form auch immer.


    Die Formulare zur Impfung sind leicht auszufüllen, sofern man sie rechtzeitig in Papierform hat und genügend Zeit zum Zurückgeben bzw. Versand mit Post ist. Bei mir war die Realität so, dass ich für 2 Personen jeweils 5 Seiten (Email-Anhang) erst einmal am PC ausdrucken mußte....dann lesen und ausfüllen....dann einzeln alles einscannen......dann die einzelnen Seiten als Email-Anhang wieder zurücksenden.....der Zeitaufwand war über eine Stunde und ich bezweifele, ob das über 80jährige so hinbekommen könnten. Ich habe auch nur eine Schmalspur PC-Drucker-Ausrüstung zu Hause ( inkl. langsames Internet) und keine solche, wie sie etwa in Büros etc vorhanden ist. Bei den Anforderungen sollte mehr auf solche Dinge geachtet werden.


    Viele Grüße an Alle

  • Hallo an Alle,

    es gibt auch einmal gute Nachrichten: die 2. Impfung meiner Eltern hat geklappt und sie haben sie auch gut vertragen. Jetzt kann ich in diesem Punkt schon einmal beruhigt sein. Ich habe mich richtig gefreut, als ich das hörte.

    Liebe Grüße

  • Das freut mich sehr für Dich, Hanne. :thumbup::)


    Ich bin leider wieder nicht so froh. Heute war die Seniorenbetreuerin bei ihr, während ich zu Hause gearbeitet habe.


    Ihre Beine und ihre rechte Seite sind mit Wasser gefüllt. Sie hat Schmerzen, trotz starker Entwässerungstablette. Die Beine wurden letzte Woche jeden Tag gewickelt. Jetzt zwei Tage nicht. Sie hat Hühnerei große Wasserblasen an den Beinen, die sehr weh tun bei Berührung. Sie hat auch schwarze Stellen an den Beinen. ??? Meine Seniorenbetreuerin meinte, das sei abgestorbenes Fleisch/Haut?

    Sie war wieder eingenässt. Meine Seniorenbetreuerin hat geholfen sie frisch zu machen.

    Meine Schwiegermama weiß sehr wohl, dass sie so nicht leben will. Hat sie auch gesagt. Sie hat heute beten wollen. Das ist etwas ganz Neues gewesen. Nachts muss es weiterhin schlimm sein.

    Erfreulich ist gewesen, dass der neue Pflegerollstuhl bereits da ist. Aber leider noch nicht auf ihrem Zimmer. Ab Mittwoch bekommt sie wieder Lymphdrainage.


    Ich habe jetzt einige Hosen, Pullover für sie bestellt, sowie Schals und den Muff *wink* Hanne.


    Mich macht ihr Zustand traurig, meine Seniorenbetreuerin auch. Beide haben heute geweint.


    Mehr will ich dazu auch nicht sagen. Meine Seniorenbetreuerin und ich, wir kennen sie jetzt seit Jahren. Manchmal glaube ich an eine Wende. Aber jetzt bin ich wieder recht gedämpft unterwegs.


    Liebe Grüße an alle

    Einmal editiert, zuletzt von Teuteburger ()

  • Liebe Teuteburger,

    das klingt traurig, was Du beschreibst. Die schwarzen Stellen, könnte das (beginnender) Dekubitus sein? Ein Hausarzt/ärztin kommt doch sicher mal dort vorbei um sich das anzusehen?


    Ich habe einmal bei meiner Mutter auf dem Nachttisch im Heim ein sog. Lagerungsprotokoll gesehen,als ich noch ins Zimmer durfte....da stand drin, dass sie 2 x in der Nacht umgelagert wurde, mit Uhrzeit und wer was und wie gemacht hat...als Prophylaxe gegen Dekubitus.....gibt es das evtl überall oder nur in Heimen, wo besonders darauf geachtet wird?


    Ich ertappe mich auch manchmal bei dem Gedanken, der Zustand oder die Verfassung meiner Eltern könnte wieder besser werden...die traurige Wahrheit bei Demenz ist aber doch....das es ständig bergab gehen wird....das ist sehr schwer auszuhalten....auch weil es über viele Jahre geht.


    Ich drück Dich mal


    liebe Grüße

  • Liebes Sonnenblümchen, liebe Hanne


    danke für Eure Anteilnahme und Eure Hilfestellungen. Es hilft mir ein bisschen besser beim Ertragen.


    Als ich mir ihr Bein heute angeschaut habe, meinte sie, dass die Beine weh tun und ich solle nichts machen.

    Entsprechend bin ich bei dem einen Bein geblieben. Insgesamt waren sie nicht so geschwollen, wie gestern schätze ich. Die Entwässerungstablette hat wohl heute etwas besser gewirkt. Die gestern noch fast schwarzen Stellen, waren für mich heute violettrot. Ich halte das für Hämatome. Mehr hat sie heute nicht mit mir gesprochen, wie die drei Sätze über ihr Bein, weil sie nur geschlafen hat.


    Leider ist der Pflegerollstuhl doch noch nicht da. Entsprechend schief hing sie im Rollstuhl. Ich habe sofort mit dem Heim und der Pflegekasse gesprochen. Er ist sofort genehmigt worden und kann sobald als möglich geliefert werden. Ich hoffe sehr, dass das spätestens übermorgen möglich sein wird.


    Leider war heute keiner auf der Station mit dem ich über ihr Bein hätte sprechen können. Ich hoffe, dass morgen wieder eine Fachkraft auf der Station ist. Eine Wundbetreuung gibt es und diese wird von demjenigen gut durchgeführt. Ich bin immer froh, wenn derjenige da ist. Und hier stimme ich Herrn Hamborg zu. Wenn derjenige da ist, dann wird besser gehandelt. Vielleicht hat er Nachtdienst. Ich hoffe es für sie.


    Ich werde morgen mit ihrer Ärztin sprechen.


    Hanne, wenn das mit deinem Vater auf dem Zimmer doch noch gut geht, das wäre natürlich eine feine Sache. Sagt er etwas zu dir, wenn er mit etwas nicht zu Recht kommt?


    sonnenblümchen, halte durch in Sachen Bürokratie. :thumbup: Dann drücke ich dir die Daumen, dass deine Mama ohne Probleme geimpft werden kann.


    Es stimmt leider, man hofft immer, dass es irgendwie doch noch besser wird oder zumindest, dass derjenige nicht leiden muss. Deshalb fand ich ihren ruhigen Schlaf heute wirklich nicht schlecht für sie. Sie stank diesmal auch nicht nach Urin. Sie hätte sich mit Sicherheit auch nicht frisch machen lassen. Sie wollte einfach nur schlafen. Und hier frage ich mich wieder, wie dass dann heute abend wird, wenn man sie ins Bett legen will.


    Liebe Grüße <3

  • Huhu, ich bin noch da. Da ich beruflich im Moment sehr angespannt bin, komme ich aber nicht so oft zum Schreiben. Meine Schwiegermutter sehe ich im Moment coronabedingt überhaupt nicht. Mein Mann geht sie einmal wöchentlich besuchen.

    Bei ihr ist ja das Problem, dass sie wie viele Demenzkranke, eine Tag-Nacht-Umkehr hat und nachts durch das Heim geistert. Auf der Station meiner verstorbenen Mutter, die das selber nicht hatte, gab es ein paar Bewohner, die auch nachtaktiv waren. Da war man recht gut darauf eingestellt. In der Wohnküche standen immer ein paar Snacks bereit und die Nachtschwester hat dann das Radio oder den Fernseher angemacht.

    Im Heim meiner Schwiemu gilt aber wohl die Devise "nachts wird geschlafen". Und so stopft man sie mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln voll. Wenn sie dann trotzdem aufsteht, stürzt sie oft. Ich habe ja schon davon berichtet. Das ist nun heute Nacht auch wieder passiert, habe ich gerade von meinem Mann erfahren. Im Moment ist sie noch im Krankenhaus, wir hoffen mal, dass nichts Schlimmes passiert ist.

    Ich hoffe, dass mein Mann endlich mal mit dem Arzt Kontakt aufnimmt, der ja schließlich den ganzen Psychopharmaka-Cocktail verordnet. Aber er will keinen Ärger machen :/ . Kann natürlich auch sein, dass Schwiemu auch ohne Pillen stürzt, da sie wacklig auf den Beinen ist, aber Stock und Rollator meidet wie die Pest. Als sie noch zuhause lebte, ist sie auch oft gestürzt und da bekam sie keine Psychopharmaka. Aber ich denke, die Pillen tun ihr nicht gut.

  • Hallo an Alle,

    ich habe nicht mehr geschrieben, weil ich den Eindruck hatte,daß mich vieles hier noch unruhiger und ängstlicher gemacht hat.(was das Fortschreiten der Krankheit betrifft).

    Es geht mir gar nicht gut.

    In mir wechseln sich Gefühle wie Wut,Verzweiflung, Angst,Mitleid und Trauer ab.

    Leide nun auch an Hypertonie (Bluthochdruck )und muss ein Medikament einnehmen.

    Der Schmerz in mir ist manchmal nicht auszuhalten.

    Der Wahn meiner Mutter ängstigt sie immer mehr und sie möchte aus ihrem Haus ausziehen,weil sie dort von "denen"gequält und verfolgt wird.

    Ich weiß nicht mehr,wie ich damit umgehen soll -bekomme sie auch nicht beruhigt.

    Eben ruft sie mich an ,weint und fühlt sich wieder bedrängt.

    Leider versuche ich dann immer noch zu sagen,daß da nichts und niemand ist,der ihr was Böses will.

    Dann sagt sie zu mir:Hör auf mich zu "verarschen "(sorry)und knallt den Hörer auf.

    @Hanne-Deine Worte,daß Du manchmal glaubst,die Krankheit würde wieder besser,kenne ich nur zu gut.

    Nach einem richtig guten Tag mit ihr könnte ich die ganze Welt umarmen und Luftsprünge machen.

    Und dann wächst irgendwie die Hoffnung-aber nur so lange,bis man am nächsten Tag wieder einen vor den Latz bekommt.

    Das ist das Anstrengende der Lewykörper Demenz, daß sich der Zustand innerhalb 2 Std. 5mal ändern kann.

    Eine enorme Belastung für die Angehörigen.

    Wenn ich Eure Beiträge lese,hören die Probleme auch nicht auf,wenn der Betroffene im Heim ist.

    Also weiter Aufregung, Sorge,Ärger-bedingt durch Corona noch viel mehr.

    Bei uns ist Corona bis jetzt kein Problem.

    Meine Mutter ist sowieso nur zu Hause und mein Vater fährt ab und zu zum einkaufen,was ihm aber auch immer schwerer fällt-das übernehme ich nun auch.

    LG an alle

    Barbara66

  • Hallo ihr Lieben,

    Dann melde ich mich auch nochmal. Es tut mir sehr leid, dass einige wie Teuteburger und sonnenblümchen noch so zu kämpfen haben. Da kann ich momentan (zum Glück) nicht so mitreden. Bei meiner Mutter hat sich nach gut 1 jahr alles recht gut eingegroovt. Die Demenz nimmt zu, besonders der GedächtnisVerlust und sie kann teils noch reflektieren, dass sie Traum und Realität nicht mehr recht unterscheiden kann. Das tut mir dann sehr leid, wenn es so bewusst ist. Immer wieder sucht sie Dinge und hält sich für beklaut, entweder ich oder Pfleger helfen ihr meist, Dinge wiederzufinden.

    Meine Mutter kann bislang noch rumlaufen und ist mit 2 Bewohnern befreundet und sie besuchen sich. Sie stürzt nun deutlich seltener als in der Zeit zuhause, der regelmäßige Tagesablauf und mehr trinken scheinen ihr gutzutun.

    Wenn ich Beschwerden vortrage, habe ich das Gefühl man kümmert sich. Also so kann es auch laufen. Vllt hilft es ja anderen Lesern.

    Wie es allerdings aussieht, wenn sie noch deutlich pflegebedürftiger ist, nicht mehr selbstständig essen kann und nicht zur Toilette, weiß ich nicht. Davor graut mir ein bisschen...

    Die Impfung lief auch super und die Besucher müssen bei Eintreten ins Haus einen Schnelltest machen. Infektionen gab es bislang nicht.

    Schade finde ich nur total, dass die Singe-Runden und Feiern sowie Gottesdienste wie vor corona nicht mehr stattfinden, dafür hat meine Mutter aber vor Weihnachten einen Stern mitgebastelt, ein Wunder, und sie ist immer noch so mega stolz darauf wie ein Kind :) Also aktuell haben wir "unseren" Weg gefunden und ich denke nicht mehr permanent daran wie die ersten Monate.

    Bei meinen letzten Besuchen hat sie mal nicht mehr die Forderung "nachhause" vorgebracht, sprach vom Frühjahr, wenn sie zurückwill....ich diskutiere nicht mehr und ich hoffe sehr, dass ihr Verehrer noch ein bisschen durchhält mit Ende 90, das finde ich so mega rührend, da sie eine so schlimme lange Ehe hatte und nun so ein netter Mann sie toll findet.


    Barbara: das klingt wirklich sehr belastend, was du von deiner Mutter schreibst, für alle Beteiligten. Hilft da wirklich kein Medikament? Ich schicke dir gute Gedanken <3


    Seid alle ganz herzlich gegrüßt

    Rose60

  • Hallo,an alle ich lese oft noch im Forum und verfolge das Schicksal von allen.Manches macht mich sehr betroffen.Teuteburger und Sonnenblümchen haben sehr zu kämpfen,das tut mir sehr leid.Sonnenblümchen,ich würde mich wahrscheinlich doch nach einem anderen Heim umschauen,es ist ja unmöglich,was du da schreibst.Das kann man doch nicht so lassen ,du kannst dich auch nicht mit dem Pflegepersonal behängen,bringt nur neue Probleme. Wir haben Corona überstanden,versuchen uns wieder fit zu bekommen.Das Heim meiner Mutter ist seit Dezember zu.Verständigung über Telefon funktioniert selten,da meine Mutter sehr abgebaut hat.Sie hat zwar Corona überstanden,aber die Psyche hat sehr gelitten.Sie hat geistig total abgebaut.Jetzt wird es im Heim langsam besser .Es gab einige Tote,auch bei uns im Ort.Einige,die ich auch gut kenne.Bin froh,dass mein Mann und ich sowie meine Mutter es gut überstanden haben.Die Pflegerinnen im Heim geben alles.Sind sehr nett,helfen meiner Mutter,trösten sie,sprechen mit ihr,weil sie auch gemerkt haben,dass die Isolation ihr sehr geschadet hat.Sie will nicht alleine sein.Es ist eine bittere Zeit gewesen.Sie ist sehr wirre,hoffe,dass es wieder besser wird.Aber die Schwestern haben ermöglicht,dass ich sie über Laptop sprechen konnte.Also,es geht auch anders.Ich merke,sie kümmern sich.Hoffen nun auf die Impfung und dass alles wieder gut wird.Es grüßt euch alle Rosina.

  • Hallo in die Runde,


    schön von Euch zu hören, Barbara, Rosina, Lulu und Rose.


    Barbara ist auch noch am kämpfen, eine Achterbahnfahrt.

    Lulu berichtet von den nicht schlafen könnenden Demenzkranken und dem Ruhigstellen der Patienten.

    Und Rose macht uns etwas Hoffnung, dass es auch besser laufen kann, was mich sehr freut.

    Und Rosina schreibt, dass man zwar Corona überstanden hat, dass aber die Isolation ihren Beitrag zur Verschlechterung der Demenz leistet.


    Seid alle mal gedrückt. <3


    Ich selbst werde im Moment privat noch gebeutelt. Etwas, wo ich vor Jahren, ein regelrechtes Traumata erlebt habe, hat mich jetzt leider eingeholt.


    Ansonsten war ich gestern mit ihr im Krankenhaus wegen der Blutblasen.

    Irgendwann durfte ich auch zu ihr. Sie hat einen schweren Kaliummangel gehabt, hat Infusionen bekommen und eine Wundversorgung. Sie hat diesmal alles ohne Beruhigungsmittel über sich ergehen lassen. Bevor sie ins Krankenhaus gekommen ist, mussten wir sie aber wieder frisch machen. Anfangs hat sie dann geschlagen und gekratzt, mich auch und sie hat mich Luder genannt. :) Aber die Pflegekräfte waren sehr bemüht, haben ihr alles genau erklärt, was sie machen und warum und sie hat dann tatsächlich mitgearbeitet. Das fand ich gut zu beobachten. Ich habe dann inzwischen ihre Reisetasche für den Fall der Fälle gepackt.


    Im Krankenhaus durfte ich irgendwann zu ihr. Sie war im Gegensatz zu mittags munter, gesprächig und war froh, dass ich da war. Auch die Ärztin war überrascht, wie gut sie jetzt mitarbeitet. Aber es zog sich natürlich über Stunden in der Notaufnahme hin. Immerhin hat man sie gut gebettet. - Dekubitusmatratze - Warme Decken ect.


    Wir konnten dann spät abends um 22,00 Uhr wieder zurückfahren. Im Heim war man nicht begeistert. Ich bin dann noch geblieben, habe ihr Abendessen gemacht. Und wieder habe ich mal festgestellt wie großzügig man mit mit meinen gekauften Sachen umgeht. Da nichts mehr auf der Station war, außer Brot und Butter, habe ich mich an die Hartwurst erinnert, die sich vor zwei Tagen für sie gekauft habe. Diese hätte noch im Kühlschrank liegen müssen. Davon war nichts mehr da. Sie wird diese nicht alleine gegessen haben da bin ich mir sicher. Gut, das ich noch Leberwurstbrot vom Krankenhaus mitbekommen habe. Tee habe ich dann selbst gekocht im Zimmer. Sie hat richtig gut gegessen und getrunken. Sie ist dann friedlich eingeschlafen.


    Alles in allem war es durchwachsen, aber sie hat sich, für ihre Begriffe, diesmal tapfer geschlagen. Es waren auch Tiefs da und sie wollte sich auch wieder sämtliche Schläuche ziehen, aber ich habe sie jedes mal wieder beruhigen können. Hilfreich war sicher auch, dass man sie bequem gebettet hat ect. Stundenlang auf einer harten Pritsche liegen ist eine Unzumutbarkeit. Haben wir in den vorherigen Notaufnahmen aber alles schon erleben müssen.


    Ich nehme an, dass der osmotische Druck in den Zellen bei ihr nicht mehr richtig funktioniert, wegen einiger Mängel, die sie hat und wegen den Entwässerungstabletten. Das vermutet auch der Arzt. Wir werden jetzt vermehrt versuchen, - leider hat es bisher nicht geklappt, sie mit der Hochkaloriennahrung zu füttern. Ich hoffe, sie erkennt jetzt den ernst der Lage.


    Ich war gestern erst spät zu Hause. Leider sind meine privaten Probleme zur Zeit erdrückend.


    Liebe Grüße an alle

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!