• Hallo,

    mein Vater ist an vaskulärer Demenz erkrankt. Er soll nun nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt in eine Reha-Klinik überwiesen werden, um wieder mehr mobilisiert zu werden, bevor er nach Hause kommt.

    Gibt es hier Erfahrungswerte zum Thema Reha für Demenz-Erkrankte?

    Vielen Dank im Voraus.

  • Hallo,

    Einrichtungen des Gesundheitswesens (Akutkrankenhäuser, Reha-Kliniken) sind nicht immer gut auf das Krankheitsbild Demenz vorbereitet. Sie sollen sich ja auch pimär um die Wiederherstellung der physischen Gesundheit kümmern. Sie sollten mit der Pflegedienstleitung und dem Sozialdienst (wenn es einen gibt) im Vorfeld sprechen und gemeinsam beraten, worauf sich die Reha-Klinik einstellen muss. Wenn Sie in der Nähe wohnen und zudem noch Zeit haben, sollten Sie auch erörtern, wie oft Besuche von Ihnen erwünscht und/oder hilfreich sein können. In manchen Reha-Kliniken kann man sogar vereinbaren, mit dem Patienten das Zimmer zu teilen.

    Was Sie in jedem Fall machen sollten, ist ein "Merkzettel" mit den Besonderheiten Ihres Vaters, auf dem Sie notieren, worauf (z.B.) Ihr Vater allergisch reagiert, welche Nahrung er mag und welche nicht, was ihn beruhigt und aufregt etc.

    Wir hat Ihr Vater denn auf den Aufenthalt im Akut-Krankenhaus reagiert? Gab es dort spezifische Probleme oder war Ihr Vater "pflegeleicht". Das könnte Ihnen Hinweise geben, wie sich der Reha-Aufenthalt entwickeln könnte.

    Alles Gute dafür wünscht

    Klaus Pawletko

  • Hallo,

    ich kann Ihnen keine persönliche Erfahrung geben.


    Der Ratgeber der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gibt allerdings einen ersten Überblick über besonders beachtenswertes bei Menschen mit Demenz und Teilnahme an einer Reha-Maßnahme.


    https://www.deutsche-alzheimer…eets/infoblatt23_reha.pdf


    Die Unterbringung außerhalb der gewohnten Umgebung kann z.B. bei Menschen mit Demenz zu Desorientiertheit führen oder diese verstärken.


    Aus diesem Grund ist es ratsam die Person mit Demenz im Hinlick auf solche und änliche Aspekte "abzuklopfen" und ggf. eine Begleitperson zur Seite stellen.


    Generell gibt es leider nicht viele Reha-Angebote speziell für Menschen mit Demenz.

    Liebe Grüße

    Machame

    Einmal editiert, zuletzt von machame ()

  • Hallo zusammen,

    in meiner Wohngegend werden alte Menschen als Reha eher in einer Geratrie/geriatrische Station im normalen Krankenhaus untergebracht und mobilisiert. Ich kenne einigen, denen dies sehr gut getan hat, weiß aber nicht, wie es bei fortgeschrittener Demenz ist.

    LG Rose

  • Vielen Dank für Ihre Nachrichten.


    Mein Vater ist momentan noch in einem Akut-Krankenhaus. Leider haben wir wegen Corona Besuchsverbot. Die behandelnde Stationsärztin haben wir aber regelmäßig am Telefon. Sie sagte gestern, er sei geschwächt und eine Reha würde ihn mobilisieren. Die Pflegekraft sagte noch heute, er sei steif und unbeweglich. Wir sind wirklich aufgeschmissen und wissen nicht so recht, was das Richtige ist. Morgen geht es schon in die Rehaklinik für meinen Vater. Es handele sich dabei um eine geriatrische Klinik. Dort werden wir morgen nach einem Sozialdienst fragen bzw nach der Pflegedienstleitung.

    Alles gerade sehr schwierig, da nur per Telefon und wir können uns nur halbwegs ein Bild von meinem Vater machen. :/

  • Bevor meine Mutter gestorben ist, war sie auch in einer Reha-Klinik, da es schon ein paar Jahre her ist, kann ich mich nicht wo wirklich gut erinnern. Ich weiß aber nur, dass verschiedene Bereiche geschult werden, damit der Betroffene sein Alltagsleben einigermaßen bewältigen kann. Meine Schwester war damals häufiger vor Ort, ich war zu der Zeit leider beruflich im Ausland

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