Dringende OP - aber wie?

  • Hallo,

    Mein Vater ist dement und leidet zusätzlich an hohem Augendruck. Er bekommt mehrfach täglich Tropfen und damit war der Augendruck bisher zu kontrollieren, letztes Jahr meinte der Augenarzt jedoch schon, dass man eine Augen-Operation bräuchte.


    Bei den ersten zwei Versuchen haben wir es meinem Vater Wochen und Tage vorher erklärt, was zu machen ist, und dass es ein kleiner Eingriff ist. Wir haben ihn beide Male bis in die Klinik bekommen, am einen Tag sogar bis in den OP – dann hat er Angst und Panik gekriegt und ist laut protestierend gegangen.


    Diese Woche war wieder Untersuchung beim Augenarzt und er hat nochmal klipp und klar gesagt, dass die OP jetzt sein muss, sonst wird er blind. Die Frage ist jetzt, wie wir ihn zu dieser Operation kriegen.


    Erklären und auf Einsicht hoffen wird nicht gehen. Das haben wir die ersten beiden Male erfolglos probiert.


    Deshalb ist meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, ihn medikamentös so zu beruhigen, zum Beispiel mit Tranxilium (einem Benzo), dass er einfach mitkommt und alles mit sich machen lässt. So hat es auch beim Corona-Impfen geklappt.


    Sieht jemand noch eine andere Möglichkeit?

  • Hallo der Schwabe,


    ich stimme dir zu, was das Ruhigstellen angeht. Anders war auch bei meiner Schwiegermama ab einem bestimmten Stadium der Demenz nichts mehr zu machen.

    Da würde ich auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn es um das Augenlicht geht.

    Ich habe es mit ihr, zum Beispiel, auch mal bis zum Zahnarzt geschafft. Dann ist sie kurz eingeschlafen. Und danach war nichts mehr wie es war. Proteste, nein auf keinen Fall.

    Ich musste dann unverrichteter Dinge wieder gehen. Gut, bei den Zähnen und mit einer Narkose, bei dem schmalen Kiefer, wäre mir auch lieber sie ist wach. Aber alle anderen Sachen im Krankenhaus, gingen immer nur unter entsprechenden Beruhigungsmitteln.


    Liebe Grüße an Dich

  • Hallo DerSchwabe, in der ethischen Abwägung möchte ich Sie auch bestärken, vorrausgesetzt, Sie haben die notwendigen Vollmachten. Notfalls können Sie diese mitnehmen, damit der Arzt ggf. nachsteuern kann. Sie haben Angst als zentrales Motiv erkannt, sie selbst sind bestimmt schützend dabei und das Beruhigungsmittel ist lediglich ein weiterer Unterstützer. Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen. Ihr Martin Hamborg

  • Hallo der Schwabe, wenn es um das Augenlicht geht, dann ist es völlig in Ordnung Beruhigungsmittel zu verwenden. Der Nutzen ist viel größer als der Schaden!

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