In Erinnerung an die Verstorbenen !

  • Guten Morgen zusammen,

    seit mehren Tagen denke ich, dass ich dieses ,,neue Thema" eröffnen möchte ! Hört es hier hin :/ ?

    Eigentlich nicht, aber mein Bauchgefühl sagt ja :) !

    Wir haben über die Monate soviel miteinander geteilt ! Manche Mitglieder haben mir durch die nicht einfache Zeit mehr geholfen und stehen mir näher als die ,,tüdelige Verwandtschaft"!

    Ich möchte hier einfach an meine Mama erinnern,die im März 2021 gestorben ist.

    Danke für Eure Hilfe ! Ich fände es schön, wenn auch ihr Eure ,,Lieben" erwähnen würdet...wenn es Eurer Ding ist. <3

    LG

  • Hallo Sonnenblümchen,


    eine tolle Idee und ich bin natürlich mit dabei. Meine Mama, die ich sehr geliebt habe ist ja nun schon ein gutes halbes Jahr von mir gegangen. Es gibt und es wird auch weiterhin Momente geben an denen ich viel an sie denken muss.

    Nach der schweren Zeit der Trauer hat der Schmerz etwas nachgelassen und ich fühle mich in der Lage Veränderungen vorzunehmen. Ich werde also Ende April in eine kleinere Wohnung umziehen und ich habe schon einige Sachen durch einen Entrümpler entfernen lassen. Nach meinem Umzug erfolgt dann der zweite Teil. Mich bedrückt immer der Gedanke, dass ein Mensch einfach nach und nach verschwindet. Ich versuche ihr Andenken zu wahren und fahre regelmäßig alle 2 Wochen zum Grab und lege frische Blumen drauf.

    Ich gehe davon aus, dass sie (und mein Vater, der bereits 2005 verstorben ist) ein wichtiger Teil in meinem Leben bleiben werden.

    Vielleicht verstärkt der Umstand, dass ich sie fast während der gesamten Demenzzeit betreut habe diesen Umstand sogar.

  • Eine schöne Idee, Sonnenblümchen. :)


    Meine liebe Schwiegermama hat in der Karwoche diese Welt verlassen.


    Ich möchte aber noch etwas dazu schreiben. Ich glaube, Rose hat einmal gefragt, ob ich vielleicht irgendein Zeichen mit ihr vereinbart habe. Etwas ähnliches habe ich getan. Meine Schwester hat, so merkwürdig das für viele klingen mag, eine Ahnung, wann jemand stirbt und was eventuell kurz danach so sein könnte.

    Schon mehrmals hat sie gewusst, wann jemand gestorben ist, obwohl es ihr bis dahin niemand persönlich mitgeteilt hat.

    Und so war es auch dieses mal gewesen. Sie hat in der Nacht, als meine Schwiegermama gestorben ist, von ihr geträumt, dass sie sozusagen drüben ist. Sie hat geträumt, das meine Schwiegermama wieder jung und selbstbewusst ist und dass sie sich so fit fühlt, wie schon lange nicht mehr. Und sie hat geträumt, dass diese sich sofort auf die Reise begeben wollte, um mehr zu entdecken, denn das sei immer ihr größter Wunsch gewesen, die Welt zu bereisen, was ihr aber nie vergönnt gewesen ist. Das stimmt, das hat meine Schwiegermama oft erwähnt in ihrem jetzigen Leben. Und jetzt macht sie das drüben. Nach dieser, wenn man so will, Gedankenübertragung war meine Schwiegermama verschwunden.

    Ich habe meiner Schwester letzte Woche gesagt, das meine Schwiegermama wahrscheinlich im Sterben liegt und das es vielleicht noch Tage oder sogar eine Woche, zwei dauern könnte.


    Aber exakt am Todestag hat meine Schwester das geträumt und es mir am nächsten Morgen wie selbstverständlich mitgeteilt, dass meine Schwiegermama gestorben ist. Sie hat sich interessanterweise noch nie geirrt, wenn ihr jemand nahe gestanden ist oder sie sich in denjenigen einfühlen konnte. Bei meinem Vater hat sie das auch gewusst, noch bevor wir sie angerufen haben.

    Ich habe bei so etwas keine Vorahnung, außer die äußeren Symptome sprechen dafür. :)


    Ob man an so etwas glauben will oder nicht, für meinen Mann war das ein unglaublich starker Trost, der ihm eine große Last von den Schultern genommen hat. Und auch für mich, war das sehr tröstlich.


    Liebe Grüße an alle

  • Hallo an Euch,

    ich finde Eure Idee sehr gut.

    Ich selber würde mich allerdings im Falle des Falles vermutlich nicht beteiligen, weil ich dann einfach Abstand brauche und mit dem Thema insgesamt abschließen möchte...

    aber wer weiß....vielleicht entscheide ich mich dann wieder anders :-)


    liebe Grüße

  • Hallo an alle,


    eine sehr gute Idee, denn auch nach dem Tod meiner Mutter fühle ich mich mit den Mitgliedern in diesem Forum verbunden.

    Es wäre schön, wenn die Administratoren so eine Art "Kaffeerunde" einrichten könnten, denn es gibt doch immer wieder Dinge in, um und nach der Erkrankung Demenz, über die man sich gerne mit Betroffenen austauschen möchte.

    Meine Mutter ist am 31. Januar verstorben, an manchen Tagen tut es noch sehr weh. Es gibt aber auch Tage an denen ich mich erleichtert fühle und mit etwas Zuversicht in die Zukunft schaue - wäre da bloß nicht dieses blöde Covid.

    Was mich leider immer wieder zurück wirft, sind die administrativen Dinge. Die Arztpraxis, die noch die Versicherungskarte nachfordert, Krankenhauskosten etc.etc.

    Meine Mutter wurde in einem niederländischen Krematorium eingeäschert, das gibt mir die Zeit zu überlegen wo und wann meine Mutter ihre letzte Ruhestätte finden soll.


    Liebe Grüße


    Merle

  • Hallo Merle, auch ich möchte es unterstützen. Ein neuer Chat steht auch symbolisch für einen Neuanfang und mit dem Tod ist ganz sicher nicht alles vorbei. Sie alle waren durch die lange intensive Pflege am Rande des Erträglichen ganz tief mit Ihrem Angehörigen verbunden. Andydreas hat dies auf den Punkt gebracht und es komme ganz bestimmt tiefe Momente, Träume oder Erfahrungen, die vielleicht nur in einer Runde wie dieser hier geteilt werden können. Aber bestimmt werden Sie auf die Sorgen anderer Teilnehmer*innen des Forums mit Ihren Erfahrungen antworten, so wie bisher... Alles gute und friedliche Ostertage! Ihr Martin Hamborg

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