Hilfreiches nach dem Sterbefall !

  • Guten Morgen zusammen !

    Ich wollte Euch mitteilen, was sich bis jetzt als sehr hilfreich herausgestellt hat.

    1.) rechtzeitg die Versicherungen des Angehörigen zu kontrolieren ...welche werden überhaupt noch gebraucht. Solche, die nicht mehr gebraucht werden....kündigen.

    2.) Bankvollmacht muß über den Tod hinaus gehen....dann hat man Zeit...kann das Konto noch 6 Monate weiterführen.

    3.) nur noch ein Konto für den Angehörigen zu haben...dann braucht man im Todesfall nicht mehr die einzelnen Banken abfragen,sondern hat nur noch mit einem Geldinstitut zu tuen.

    4.) Der Vorsorgevertrag beim Bestatter reduziert die Kosten erheblich, da der Betrag auf dem Treuhandkonto für die Beeedigungskosten eingesetzt wird. Ich hatte keine Vorstellung,wie teuer eine Beerdigung sein wird. Das Geld muss man auch erst mal haben.


    Vielleicht mögt Ihr auch noch ein paar Anregungen beisteuern ?! ;):)

  • Liebe Sonnenblümchen,

    danke für Deine Tipps und Hinweise.


    Bzgl. Vorsorgevertrag beim Bestatter habe ich eine Frage: Werden die Kosten insgesamt geringer, wenn man insoweit einen Vorsorgevertrag dort abschließt? oder bleibt es in der Gesamtsumme bei der Höhe der Kosten?

    Eine Beerdigung ist teuer, teurer als manch einer denkt.


    Liebe Grüße


    P.S.: ich habe bereits jetzt zu Lebezeiten meiner Eltern diverse Zeitungsabonnements gekündigt, da die Eltern nicht mehr in der Lage sind, zu lesen und auch Rundfunk/Fernsehen und Telefonverträge aus dem gleichen Grund gekündigt...ebenso Vereinsmitgliedschaften. Dazu muß man allerdings entweder eine Vollmacht besitzen oder die rechtliche Betreuung innehaben.

  • Liebe Hanne,

    bei dem Bestattungsvorsorgevertrag legt der Bestatter den Betrag auf ein Sparbuch an. Man bekommt (geringe) Zinsen. Der Vorteil ist, dass zu Lebzeiten der spätere Verstorbene schon festlegen kann,wie und wo er beerdigt werden möchte. Auch wird dieses Geld garantiert für die Beerdigung benutzt!

    Jetzt zu Deiner Frage:

    Werden die Kosten insgesamt geringer, wenn man insoweit einen Vorsorgevertrag dort abschließt? oder bleibt es in der Gesamtsumme bei der Höhe der Kosten?

    Die Kosten werden nicht geringer, da ja auch oft Zeit vergeht zwischen Abschluß des Vertrages und dem tatsächlichen Tod. ...auch sind zwischenzeitlich die Gebühren bei der Stadt gestiegen. Aber trotzdem brauchte ich jetzt nicht mehr viel dazu zahlen,weil meine Mama dieses Geld für ihren Tod schon angelegt hatte. Der Vorteil ist, dass kein Angehöriger in Vorleistung gehen muß.

    Auch hatte ich nicht die Kosten für die Entfernung der Grabumrandung und deren Einlagerung beim Steinmetzt auf dem ,,Schirm". Die sind auch zu denken. Dafür habe ich jetzt auch ohne Probleme Geld.


    Im Altersheim brauchen Bewohner keine GEZ Gebühren mehr bezahlen. Man kann über die Heimleitung einen Freistellungsantrag stellen.

    LG

  • <3 ..schaut mal in Euren Vertrag der Rechtsschutzversicherung ,wenn Ihr ,,Erbschutz " mit drin habt. Es kommt wie immer im Leben auf das Kleingedruckte an.

    Es gibt Versicherungsunternehmen, die bieten eine Erstberatung und später eine Mediation an, aber keine rechtsanwaltige Vertretung wenn es vors Gericht geht. Es gibt aber wenige Versicherungen ,die bieten bis zu einer speziellen Summe gerade den Schutz vor Gericht an. :thumbup:

    Also jetzt schon schauen, was Eure Versicherung bei einem Erbfall / Erbstreitigkeiten abdeckt. :thumbup:


    Wenns ans Erben geht...sind viele :saint: aufeinmal wieder da und strecken die Hand aus !

  • hallo Sonnenblümchen,

    in der Regel ist bei Rechtsschutzversicherungen im Erbrechtlichen Bereich immer nur eine Beratung nach der Veränderung der Rechtslage = Erbfall , abgedeckt. Nicht also wie viele etwa denken eine vorsorgliche Beratung oder ähnliches. Ebenso im Familienrecht...auch da nur eine Beratung, falls sich die Rechtslage tatsächlich geändert hat.....also nach Heirat, nach Geburt etc....


    Rechtsstreitigkeiten im Familien- oder Erbrechtsbereich sind in der Regel ausgeschlossen......


    Das es einige wenige Versicherungen geben sollte, die diesen Bereich abdecken...wäre mir neu....kann aber natürlich sein.....auf jeden Fall sollte man aber seine eigene Versicherung genau abchecken.....


    ....ja...erben...will natürlich jeder was ;)




    liebe Grüße

  • Liebe Hanne,

    ich habe eine gefunden...aus diesem Grunde (grins ) habe ich es hier geschrieben ! Man muss nur lange genug versichert sein...ehe der Schadensfall eintritt.


    :thumbup:

  • Hallo,

    ich wollte auch meine Erfahrungen weiter geben. Es sterben ja nicht nur ganz alte Verwandte.....


    Ich war dankbar, dass mein Vater einen Ordner hatte, dort waren von allen Online Dingen, wo man so registriert ist, die Zugangsdaten. Als meine Mutter noch am PC aktiv war und gespielt hatte, wenn sie nicht weiterkam kaufte sie über mehrere Monate, Goldmünzen für je 500€. Das konnte ich mit den Zugangsdaten bei Microsoft beenden. Und auch viele andere Dinge.

    Ansonsten gehören unsere Oldis ja noch zur Generation, dass Ordnung in den Papieren herrscht.


    Bei uns gibt es den „Blauen Ordner“, da sind alle Vollmachten, die „Onlineübersicht“, eine Aufstellung aller Versicherungen usw. drin. Mein Sohn weiß Bescheid, wo dieser Ordner steht.


    Schönen Tag

  • Notfallmäßige Fahrten ins Krankenhaus !
    Ich habe jetzt einige Wochen auf die Rechnungen vom Rettungswagen, Krankentransportwagen und vom Notarztwageneinsatz gewartet.

    Lange Rede ...kurzer Sinn... es ist also sinnvoll...auch bei der Feuer-und Rettungsstelle sich von sich aus zu melden. 8)

  • Danke, Sonnenblümchen.


    Meine Erfahrung ist auch die, dass man bei Krankentransporten, die Zuzahlungsbelege immer aufheben sollte. Ich habe die Zuzahlungen immer bar bezahlt. Aber die Quittung habe ich schon mal in der Aufregung verloren.

    Dann durfte ich doppelt bezahlen, denn diejenigen, die den Krankentransport gemacht haben, haben das nirgendwo eingetragen, wie ich fälschlicherweise geglaubt habe.


    Liebe Grüße an alle

  • Hallo Teuteburger und Sonnenblümchen,


    bzgl. der Zuzahlungen bei Krankentransporten habe ich jetzt bei der Zuzahlungsbefreiung mehrere Dinge gelernt:


    Die Zuzahlungsbefreiung kann auch für vergangene Jahre noch beantragt werden, maximal für 4 Jahre.


    Es werden auch eventuelle Doppelzahlungen zurückerstattet (was bei meinen Eltern gleich mehrmals der Fall war). Und die Angestellte der Kasse sagte mir, das käme sogar häufig vor mit den Doppelzahlungen...auch wenn z.b. eine Befreiung beantragt war (und ein jährlicher Betrag vorab schon an die Kasse gezahlt wurde), aber dann trotzdem Zuzahlung geleistet wurde, weil das berühmte Kärtchen nicht vorgelegt wurde oder weil der Arzt ein Kreuzchen vergessen hat......


    Was da alles ein Demenzkranker im Auge behalten soll...also das könnte auch besser geregelt werden...aber interessiert halt auch wieder niemanden.


    Die Kassen haben selbst in ihren Unterlagen in der Regel die Infos.....welche Zuzahlungen bei Transporten (und auch anderen Dingen....) gezahlt wurden....also selbst wenn man nicht alle Quittungen herbeibringen kann....hilft ein Nachfragen......(ich wundere mich jetzt übrigens, weshalb man jede Quittung haben muß, wenn doch sowieso bereits alle Zuzahlungen bei der Kasse notiert und gespeichert sind...jedenfalls war das bei meinen Eltern so der Fall)......


    Man kann bei der Kasse auch eine sog. Patientenquittung verlangen, auch für zurückliegende Jahre.....bis zu 10 Jahren geht das meist....und dort auch die Zuzahlungen (für Physiotherapie, ambulante leistungen, Krankenhausaufenthalte, Transporte, Medikamente etc....) sich auflisten lassen....dann hat man schon mal einen Anhaltspunkt.....wo man überall hinlaufen kann und sich die Quittungen im Nachhinein nochmals besorgen kann....


    Transportkosten-zuzahlungen werden oft erst 1 Jahr später und manchmal noch später von der Kasse dann dem Versicherten oder seinen Erben in Rechnung gestellt und dann würden sich die Leute wundern, sagte mir die Kassenangestellte....es zählt ferner für die Gesamtsumme bei der Zuzahlungsbefreiung nicht das Datum des Bezahlens (Zufluss-/Abfluss-Prinzip wie im Steuerrecht), sondern das Datum für den die Zuzahlung anfiel....so die Auskunft dieser Angestellten weiter....


    Ich habe mir jedenfalls kürzlich die Mühe gemacht und die vergangen 4 Jahre durchgeforstet und letztlich fast 400.-- für beide Eltern von der Kasse zurückbekommen für Zuzahlungen......auch Doppelzahlungen waren dabei...und auf manche Quittungsbelege hat die Kasse angesichts des Ausmasses und Durcheinanders verzichtet, wenn sie diese Kosten schon selbst bei sich abgespeichert hatte.


    Also gilt das alles nicht nur für den Sterbefall...sondern auch schon zu Lebzeiten.....vielleicht wäre es hilfreich für die anderen Mitleser....die Überschrift insoweit zu ändern......


    Liebe Grüße

  • Hallo alle zusammen,


    auch ich möchte gerne zu diesem Thema ein paar Worte loswerden.


    Nach nunmehr drei Monaten erreichen mich noch immer Rechnungen bezüglich Krankentransport, Zuzahlungen etc.

    Ende März erhielt ich einen Anruf einer Arzthelferin die in unverschämter Weise darauf bestand, ich solle doch sofort die Krankenversicherungskarte meiner Mutter vorbei bringen. An diesem Tag ist mir die Hutschnurr geplatzt und ich habe mindestens genauso unverschämt geantwortet, sie solle doch bitte ins Krematorium fahren und das mit meiner Mutter klären ,

    Hier muss ich dazu sagen, bei der Rechnungstellung ging es um ein Telefongespräch kurz vor dem Tod meiner Mutter, indem ich den behandelnden Arzt darauf hingewiesen habe, dass der Gesundheitszustand meiner Mutter sich nach dem von ihm verschriebenen Medikament stark verschlechtert hätte.

    Die Krönung war aber ein Schreiben der GEZ (Nachfolgeunternehmen) gerichtet *an* meine Mutter, sie solle den Nachfolger ihres Vertragsverhältnisses nennen🤔.

    Ach ja..ich sollte noch erwähnen, dass ich mich bei der Krankenhausverwaltung über das würdelose Verhalten beschwert habe (meiner Mutter wurde während des letzten Aufenthaltes dort nicht einmal die Wäsche gewechselt, die Nachthemden etc. blieben unberührt im Koffer. Meine Mutter wurde kotverschmiert und in extrem schlechten Zustand dehydriert nach Hause geschickt. Im Arztbrief stand guter Gesundheitszustand, demenzielle Entwicklung. Verdacht Schlaganfall, Delir wurde mit keinem Wort erwähnt.

    Der Chefarzt hat mir tatsächlich geantwortet und alles vehement bestritten und den Tod meiner Mutter mit den *zahlreichen Vorerkrankungen* in Verbindung gebracht..

    Das mit den zahlreichen Vorerkrankungen scheint ja jetzt insbesondere im Hinblick auf Covid19 eine willkommene Ausrede zu sein und auch für andere Bereiche zu gelten.

    Überhaupt eigentlich sollte doch jetzt das Personal in Krankenhäusern entlastet sein ( gilt nicht für die Intensivabteilungen )....keine Besucher mehr, weniger Patienten.

    Warum kann man sich nicht ordentlich um die Patienten kümmern, insbesondere die, die sich nicht mehr wehren können.

    Wenn diese pflegerischen Leistungen nicht erbracht werden , dann sollten Sie auch nicht abgerechnet werden.

    Dieses gilt natürlich auch für Pflegeheime und alle anderen pflegerischen Einrichtungen.

    Mir scheint all diese Einrichtungen sehen Covid-19 als willkommenen Anlass, lästigen Kontrollen, Fragen und Einwänden von Angehörige zu entgehen.

    Sorry, vielleicht tue ich einigen Unrecht, denn es gibt ja auch noch gute Feen auch wenn diese wohl eher zur aussterbenden Gattung gehören.


    Liebe Grüsse von der im Moment mit dem Leben hadernden


    Merle

  • Hallo hier nochmal,


    es geht ja um "Hiilfreiches nach dem Ableben"


    Also wer eine Vorsorgevollmacht hat, ist klar im Vorteil.

    Ansonsten wird es wohl notwendig sein, einen Erbschein zu beantragen.


    Es sollte darauf geachtet werden eine ausreichende Anzahl (mind. 5 A. Sterbeurkunden ) zu erhalten, denn diese sind für Kündigung von Verträgen etc. notwendig.


    Man sollte sich bewusst sein, dass Rechnungen auch noch nach Monaten eingehen konnen.


    Wer sich finanziell nicht in der Lage sieht, den Nachlass zu übernehmen, sollte sofort nach Bekanntwerden des Todes sein Erbe ausschlagen.


    Gruss Merle

  • Merle


    ja die Sachen mit dem Krankentransport kenne ich auch.


    Ich finde es gut, dass du dich beschwert hast.


    Ich muss auch sagen, dass meine Schwiegermama am besten auf der Privatstation des Krankenhauses versorgt worden ist.


    Ansonsten war es manchmal gut aber manchmal auch nicht.


    sonnenblümchen


    mit der GEZ hatten wir auch ein bisschen Probleme, aber dann ging es doch, als mein Mann mit ihnen gesprochen hat.


    Liebe Grüße

  • Ach liebe Merle,

    Du klingst so verzagt..das ging mir gar nicht aus meinem Kopf...


    Aber Du hast ja Recht...Corona ist für vieles eine Ausrede und Pseudo-Begründung..ich kann es selbst auch nicht mehr hören....


    Es wird munter alles abgerechnet und kann im Grund gar nicht mehr von uns kontrolliert werden..seit über einem Jahr...


    Trotz allem ...bleib stark und bei Dir..


    liebe Grüße

  • Fortsetzung Thema Rechnungen von der Feuerwehr betr. Krankentransporte:

    Ich hatte ein nettes Gespräch mit dem Sachbearbeiter ! Man kann als Erbe bis zu 3 Jahre später noch Rechnungen bekommen ! Wenn man sie dann nicht bezahlen kann ,kann man eine Frist von 3 Monaten beantragen.


    Gedanken zum Tod:

    1.) Man verändert sich !

    2.) Freundschaften werden hinterfragt, gehen auseinander oder halten !

    3.) Rituale mit dem Verstorbenen fallen weg ! Dieser Platz muss belegt werden.

    4.) Körper und Seele haben Streß !

    5.) Man ist nicht mehr die Person ,die man mal war !

    LG

  • Liebe Sonnenblümchen,

    danke dass Du uns teilhaben läßt an den inneren und äußeren Geschehnissen bei Dir.....so kann ich mich eher auf die Zeit vorbereiten, die auch auf mich zu kommen wird.

    liebe Grüße

  • Auch ich bedanke mich Sonnenblümchen.


    Ich glaube für mich, dass meine Veränderung über die Jahre immer ein Schritt weit mehr stattgefunden hat. Ich habe viel gelernt.


    Mit dem Tod kann ich besser umgehen, als mit manchen Dingen im Leben, die sich irgendwie immer wiederholen bei Menschen.


    Liebe Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde, zunächst Danke für die vielen konkreten hilfreichen Tipps und Erkenntnisse. Ich möchte hier nur etwas zu Merles Beitrag sagen: Sie haben offensichtlich mit Ihrer Beschwerde ins "Schwarze getroffen", sonst hätte sich der Chefarzt nicht persönlich gemeldet, auch wenn er vielleicht nur eine Regessklage vermeiden möchte. In vielen Krankenhausstrukturen ist viel Luft nach oben und deshalb sind Beschwerden so wichtig, auch für die Chefärzte, die unter den börsenbezogenen Gewinnerwartungen leiden und Argumente für die Verhandlungen mit den Vorständen brauchen. Insofern hatte Ihr Ärger über die unpassende Art der Arzthelferin doch eine kleine positive Wirkung!

    Ihr Martin Hamborg

  • Wenn ihr als ,,pflegender Angehöriger" keinen Bescheid von der Krankenkasse des Zupflegenden erhalten habt...über die Meldung der Pflegezeiten...dann hört bei der Deutschen Rentenversicherung Bund nach,ob diese Zeiten gemeldet worden sind oder nicht. Wenn nicht....fehlen diese Zeiten Euch nachher bei Eurer Rente. Bei mir wurde nichts gemeldet,weil vor dem Ausstellen der Bescheinigung !!!! meine Mama verstorben ist. Jetzt fordere ich zum xten mal die Krankenkasse die Zeiten der Rentenversicherung zu melden. Also jetzt schon schauen, dass ihr die Nachweise bekommt...wenn noch Jahre bis zu Eurem Renteneintritt fehlen ...kann man dies schlecht nachvollziehen ! Man muß wie oft in Leben sich selber drum kümmern.

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