Einstufung/Höherstufung Pflegegrad

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  • Hallo Stella

    und willkommen im Demenzforum!

    Wie die Erfahrungen der Teilnehmer hier aufgezeigt haben, ist es selbst für Fachleute sehr schwierig, Einschränkungen durch Demenz festzustellen und einzuordnen.

    Als meine private Beobachtung/Vermutung kann ich noch ergänzen: Dort, wo nur Angehörige einen Patienten versorgen, ist der Medizinische Dienst eher geizig mit der Vergabe des Pflegegrates. Dort, wo professionelle Pflegekräfte eingebunden sind, ist der MD eher großzügig bei der Vergabe des Pflegegrades.

  • Dort, wo nur Angehörige einen Patienten versorgen, ist der Medizinische Dienst eher geizig mit der Vergabe des Pflegegrates. Dort, wo professionelle Pflegekräfte eingebunden sind, ist der MD eher großzügig bei der Vergabe des Pflegegrades.

    Dem kann ich mich anschließen, ist auch meine Beobachtung.

    Als wir noch einen ambulanten Pflegedienst hatten, der 2x die Woche kam, wurde meine Mutter relativ easy von Pflegegrad 3 auf 4 hochgestuft. Jetzt, wo wir die Pflege mit einer 24-Stunden-Kraft stemmen, und dies aus eigener Tasche bezahlen müssen, war es schwieriger eine Höherstufung auf Pflegegrad 5 zu bekommen.

    Wenn man aber hartnäckig ist, und auf eine vor-Ort-Begutachtung besteht, dann geht's. Um die Qualität der Pflege zu überprüfen, kommt jetzt alle 3 Monate ein Pflegedienst zur Beratung zu uns.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Silly und Buchenberg, wenn der MD (Medizinische Dienst) in die Häuslichkeit kommt erlebt er/sie, dass es Menschen gibt, die Ihre Hilflosigkeit überspielen und solche die bewusst betrügen und etwas vorspielen und zum Teil von zweifelhaften Pflegediensten entsprechend trainiert werden. Dieses Verständnis hilft vielleicht, um in einen guten Kontakt zu kommen.


    Hilfreich ist vielleicht auch das Wissen darum, wie die Punkte vergeben werden: Wenn der/die Pflegebedürftige sagt, ich wasche mit selbständig, können Sie ergänzen, wie gut das funktioniert, weil Sie z.B. Seife und Waschlappen bereitlegen oder daran erinnern. Der/die MD sollte dann eine überwiegende Selbstständigkeit erkennen, also einen Punkt vergeben. Wenn nicht, ist dies ein Grund für einen Widerspruch.


    In der öffentlich zugänglichen Begutachtungsrichtlinie ist dies alles eindeutig geregelt und die Vergabe von Punkten ist gut verständlich mit Beispielen beschrieben.

    Dahinter steht auch die Regel: Ist die Anwesenheit der Pflegenden erforderlich, können wir nicht von Selbständigkeit sprechen - es sei denn es gibt "Helikopter-Kinder", die Ihren demenzkranken Eltern gar nichts zutrauen...

    Bitte schauen Sie auch in das Forum "Gesetzliche Leistungen", da finden Sie viele gute Hinweise. Ihr Martin Hamborg

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