Diagnose + Nutzen Abwägung

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  • Hallo zusammen!

    Bin ziemlich verzweifelt. :| Ich war mit meiner Mutter vor ein paar Tagen beim Neurologen bzgl. Demenzabklärung. Wir waren fast 3h dort u. es wurden div. Tests gemacht (durfte nicht dabei sein). Anschließend bekam ich eine Überweisung zum Hirn-MRT u. einen Termin für 1 Tag ambulant im Krankenhaus...hier kommt sie in die Röhre u. es werden den ganzen Tag Tests gemacht.


    Meine Mutter war nach dem Neurologentermin total fertig u. hat geweint, sie meinte dass das ein Theater sei und man ja verrückt werde mit der Ausfragerei u. sie froh sei wenn sie wieder nachhause kann. Das hat sie total überfordert bzw. ihr selber ist nicht bewusst das etwas nicht mehr in Ordnung ist. Ich habe ihr dann gut zugeredet das dies viele ältere Menschen so machen u. es wichtig ist im Alter aufs Gedächtnis zu achten (nehme nie das Wort Demenz in den Mund).

    Solange alles beim "alten" ist passt bei IHR alles.


    Langsam bin ich am überlegen ob ich diese riesen Aufregung meiner Mutter antun soll oder es so belasse.

    Hätte gerne eure Erfahrungen gewusst, was es verändert wenn der Betroffene Medikamente bekommt, damit ich den Nutzen davon abwägen kann.


    Dankeschön! <3

  • Hallo sunflower,

    Vllt ist es auch ein Unterschied in der Behandlung, wie alt jemand bei den ersten Symptomen ist. Bei jungen Menschen(60-70), die körperlich noch fit sind, würde ich Untersuchungen eher als sinnvoll erachten als mit um die 90, wie meine Mutter, wo meine Mutter vom Neurologen im Heim nun auch als dement aufgrund des Verhaltens, Gedächtnis etc betrachtet wird. Medikamente bekommt sie deswegen keine, das würde nach seiner Einschätzung nichts bringen. Vor ein paar Jahren empfand sie selbst ein Ginkgo Präparat positiv für einen klaren Kopf.

    Ist Ihre Mutter privat versichert, so dass alle Untersuchungen abgerechnet werden können?

    Ein CT geht ja noch von der Belastung, ein MRT ist dagegen einmega Geratter:( hatte selbst schon mehrfach das "Vergnügen ".

    Da würde ich also wirklich abwägen, ob es irgendwie weiterführt, eine wissenschaftlich belegbare Diagnose zu haben.

    Bei einer anderen alten Bekannten wurde mit ca. 85 schon eine Atrophie des Gehirns im CT gesehen, sie ist nun 93 J. Und mental fitter als meine Mutter mit 90.

    Ich wünsche ein gutes Bauchgefühl .

    Liebe Grüße

  • Danke euch allen für die Infos!

    Habe mich entschieden nur das MRT machen zu lassen (das geht schnell), aber den Rest nicht...meinem Bauchgefühl nach ist das zu viel für sie.

    Medikamente werde ich solange wies irgendwie geht weglassen. Neurologe hat noch eine laufende "Therapie" vorgeschlagen, da muss ich dann nochmals genauer nachfragen was das sein soll.


    Sprecht ihr mit dem Betroffenen offen über die Demenz bzw. das etwas nicht mehr stimmt oder tut ihr so als wäre nichts?

  • Hallo sunflower,

    Welche Medikamente meinst du wegzulassen? Wenn es um Medikamente zum Aufhalten der Demenz geht, muss man die sicher so bald wie möglich geben, damit es noch etwas rauszögert. Bei Neuroleptika gegen Unruhe, Ängste, Halluzinationen o.ä.ist das sicher anders. Da würde ich mich kompetent beraten lassen vom Neurologen. Medikamente sind nicht grundsätzlich schlecht.

    Liebe Grüße

  • Zum Thema "Ansprechen der Demenz " ist es bei meiner Mutter so, dass ihr das große Angst machen würde, sie hat den Niedergang schon bei meinem Vater erlebt. Sie hat auf entsprechende Vermutung von Mitbewohnern sehr wütend reagiert, die wollten sie für verrückt erklären etc daher versuche ich sie mehr zu beruhigen, wenn sie über ihr eigenes Gedächtnis gelegentlich noch entsetzt ist und erkläre es mit dem Alter. Der Neurologe hat es auch als nicht sinnvoll zu thematisieren erachtet.


    Ansonsten versuche ich einfach die gleichen Fragen auch beim xten Mal normal zu beantworten und ggf.in ihre Welt einzusteigen. Wenn sie Situationen anders erlebt hat, als sie real waren, ist das eben so.

    Da ich nicht mit ihr täglich zusammen bin, geht das.

    Liebe Grüße

  • Hallo sunflower,

    Welche Medikamente meinst du wegzulassen? Wenn es um Medikamente zum Aufhalten der Demenz geht, muss man die sicher so bald wie möglich geben, damit es noch etwas rauszögert. Bei Neuroleptika gegen Unruhe, Ängste, Halluzinationen o.ä.ist das sicher anders. Da würde ich mich kompetent beraten lassen vom Neurologen. Medikamente sind nicht grundsätzlich schlecht.

    Liebe Grüße

    Hallo Rose60,


    ich meine generell Medikamente für Demenz weglassen so lange es geht.

    Unruhe od. Ängste bemerke ich bei ihr nicht, für sie ist die Welt so in Ordnung.


    Bei meinem Vater wo mit ihr zusammenlebt merke ich, das er depressiv wird. Ich sage ihm immer wieder wenn es ihm zuviel wird dann organisiere ich externe Hilfe, aber er will es (noch) nicht.

  • Hallo Sunflower,

    Ich weiß nicht genau, welche Medikamente du dann meinst aufzuschieben. Spezielle Medikamente gegen Demenz, also nicht Neuroleptika, machen ja nur frühzeitig Sinn um den Verlauf aufzuhalten. Ab einem gewissen Stadium bringt es lt einem Arzt nichts mehr..

    Liebe Grüße

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