Zu wenig Flüssigkeit

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  • Noch eine Baustelle, für die Ihr vielleicht irgendwelche Tipps habt: meine Mutter trinkt entschieden zu wenig. Ich glaube, das trägt auch zu Verwirrtheit und trockener Haut bei. Gemessen an den Wasserflaschen, trinkt sie ca. 0,2 l Wasser am Tag und eine Tasse Kaffee. Das ist doch entschieden zu wenig! Wenn man sie zum Trinken auffordert, sagt sie, sie haben keinen Durst (das ist ja nicht untypisch, dass im Alter das Durstgefühl nachläßt). Wenn man ihr ein großes Glas Wasser hinstellt, rührt sie es kaum an. Und am nächsten Tag hat sie es wieder gegen ein kleines ausgetauscht (der Pflegedienst meinte, ich solle die kleinen Gläser "verschwinden lassen" ;) ). Ich biete ihr Alternativen wie Saft o.ä. an, weil ich ja Mineralwasser auch viel zu langweilig finde. Aber der schimmelt dann auch nur im Kühlschrank...


    Kennt Ihr vielleicht noch irgendwelche Tricks, zum Trinken zu animieren? Danke und LG

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Zimt,

    Sie haben recht damit, dass das Durstgefühl (aber auch der Bedarf) im Alter nachlassen.

    Gibt es denn Rituale, zu denen die Mutter früher trank, z.B. Mahlzeiten? Das wäre ein Anknüpfungspunkt. Mittags und Abends könnte man ihr eine kleine Flasche Malzbier anbieten - auch gerne mit einem kleinen Glas. Das setzt natürlich voraus, dass Sie noch in der Lage ist, sich etwas einzuschenken.

    Falls Sie nichts Süßes mag, darf es auch alkoholfreies Bier sein.

    Wie oft ist der Pflegedienst denn bei ihr? Den könnte man bitten, mit der Mutter "anzustoßen " bzw. gemeinsam zu trinken.

    Ein Patentrezept gibt es für diese Problematk leider nicht.

    Viel Erfolg beim Experimentieren wünscht

    Klaus Pawletko

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Zimt,

    wenn das Durstgefühl schwindet, helfen oft buntere und süßere Getränke. Wasser in einem Glas sehen viele einfach gar nicht, abgesehen mal davon, dass es nicht "lecker" schmeckt. Und zusätzlich zum Tipp alkoholfreies Bier: Mag Ihre Mutter warme Getränke lieber, steht sie vielleicht auf Suppen (Kann man als Essen verkaufen, ist letztlich aber Flüssigkeit)?

    Der beste Animator ist meist, wenn Sie oder die Pflegekräfte zusammen mit ihr ein Getränk zu sich nehmen. Probieren Sie mal aus, sich zu ihr zu setzen und, ohne das weiter zu kommentieren, selber genussvoll (hör- und sichtbar!) ein Getränk zu sich zu nehmen. Manchmal triggert das einen Nachahmungseffekt.

    Oftmals hilft auch, wenn andere die Gläser möglichst unauffällig wieder füllen...


    Freundliche Grüße

    S. Sachweh

  • Mit Bier bekomme ich meine Mutter leider gar nicht, sie bevorzugt Wein, aber der entzieht ja eher Flüssigkeit. Wenn wir zum Essen ein Gläschen Wein trinken, werde ich in Zukunft auch immer Wasser dazu kredenzen und es mit ihr trinken. Vielleicht ist es auch eine gute Idee, es mit diversen Limos zu versuchen. Meine Mutter ist sehr schlank, hat kein Diabetes, daher ist etwas mehr Zucker kein Problem.


    Danke für die zahlreichen Anregungen!

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Zimt,


    ergänzend zu den Tipps hier:

    Eine weitere Möglichkeit zusätzlich Flüssigkeit anzubieten ist auch entsprechend wasserreiche Nahrungsmittel / Speisen wie z.B. Salatgurke, Wassermelone, Salate, Tomaten, Suppen, Eintöpfe usw. etc.. möglichst oft anzubieten. Das sollte öfter auf den Speiseplan wenn möglich oder bei Snacks / Nachtischen / Zwischenmahlzeiten berücksichtigt werden. Vielleicht gibt es ja etwas, was Ihre Mutter besonders gerne mag? Völlig kompensieren wird das den Flüssigkeitsmangel nicht, aber etwas entgegenwirken vielleicht schon.
    Weiß der HA um die Problematik? Schluckstörungen od. dergl. bestehen nicht?

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

  • Mein Mann hat es heute genau so gemacht (er ist da oft besser als ich): wir waren gemeinsam essen, jeder ein Glas Wein, aber auch eine Flasche Wasser dazu. Jedes Mal, wenn er sein Wasserglas nahm, prostete er meiner Mutter zu und animierte sie, auch Wasser zu trinken. Sie hat ohne Wenn und Aber mitgemacht.


    Die kleinen Gläser in ihrem Appartement hat er jetzt außer Sichtweise gestellt, so dass sie nur noch die großen zur Verfügung hat.


    Vielleicht kommen wir mit dem "spielerischen" Ansatz tatsächlich weiter.

  • Meine Schwiegermama hat auch nicht viel getrunken. Wurde manchmal auch gefährlich für sie . . .

    Was aber ein Highlight war, ist eine Fleischbrühe von Maggi. Da ging auch eine große Tasse.


    Liebe Grüße

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