Mutter wird immer schwieriger und akzeptiert keine Hilfe

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  • schneeflocke:


    Deine Geschichte ähnelt meiner total. Auch ich bin sozusagen der Blitzableiter meiner Mutter. Wenn ich im Heim frage, ist sie da sehr beliebt, weil sie meist gut drauf ist und immer nen flotten Spruch auf den Lippen hat.

    Mir gegenüber ist es aber genau das Gegenteil. Ob persönlich vor Ort oder am Telefon. Ich werde von oben bis unten runtergeputzt und habe an allem die Schuld.

    Ich kann da mittlerweile ganz gut mit umgehen, auch wenn es teilweise sehr kränkend ist, was von ihr kommt.

    Aber man darf das nicht an sich rankommen lassen, sonst frisst dich das auf.

    Ich sage mir immer, ich habe dafür gesorgt, dass sie sicher ist und gut versorgt wird. Was sie schließlich draus macht, ist ihr Ding und sie gestaltet ihr Leben.

    Aber ich gebe zu, die Zeit, wo ich bei ihr bin - wie heute mal wieder - ist für mich die reine Folter und ich habe schon Tage vorher Widerwillen, wenn sich der Termin nähert......


    Aber das ist halt unser Schicksal und da müssen wir durch....

  • Hallo zusammen,


    heute war ich mal wieder bei Muttern im Heim. Ich holte sie wie immer aus dem Kuchentempel ab und ihr Gesichtsausdruck ließ mich schon Schlimmes befürchten.

    Naja kaum im Zimmer gings los. Sie muss ausziehen, sie ist obdachlos, dafür habe ich gesorgt und überhaupt wäre ich Schuld, dass sie dort vor sich hin vegetiert.

    Naja habe ihre Tirade erstmal über mich ergehen lassen und fragte dann, ob wir jetzt die ganze Zeit streiten wollen, oder ob wir uns über was Nettes unterhalten wollen.

    Nein wollte sie natürlich nicht, denn sie müsste mir mal sagen, was ich alles in ihrem Leben zerstört habe und dass auch alle im Heim sagen, dass ich blockiere, dass sie wieder in eine eigene Wohnung zieht.

    Habe versucht ihr ruhig zu erklären, dass sie nicht in eine Wohnung ziehen kann, weil sie sich nicht mal grundlegend alleine versorgen kann, aber das wollte sie nicht hören.

    Darum wurde aus meinem Besuch nur eine halbe Stunde, weil ich merkte, dass das heute nix mehr wird.

    Habe mich dann verabschiedet und ihr noch einen schönen Tag gewünscht.


    Das Melperon hat wahrscheinlich auf dem Beipackzettel stehen - hilft gegen alles nur nicht gegen die eigene Tochter 8o


    Heute Abend rief mich dann noch das Heim an und meinte, ich solle eine Höherstufung beantragen - aktuell hat sie ja PG 3 - sie würde immer anstrengender und man müsste ständig gucken, was sie macht, denn sie würde viel rumräumen und alles verstecken und generell würde ihre Verwirrtheit zunehmen - naja das habe ich auch schon gemerkt.


    Heute z.b. war ihr Handy nirgends zu finden. Sie sagte nur, dass es wohl geklaut worden wäre, wie alles andere auch. Naja habe es angerufen, da klingelte es im Brillenetui.....da lag das Handy drin. Fragte sie dann, wie das da reinkommt....ja das hat sie da versteckt, weil das immer geklaut wird.


    Dann hatte ich ihr Bananen mitgebracht, sie wollte gleich eine essen. Ich gab ihr eine und sagte, ich gehe mal schnell deine Post holen, war echt nur zwei Minuten weg, komme wieder, keine Banane. Aber die Schale im Mülleimer.

    Ich sage, oh hast du so schnell die Banane gegessen, sie guckt mich an und sagt, weiß ich nicht.....und guckte dann immer auf dem Boden rum. Dann nahm sie den Mülleimer und holte die Schalen raus und guckte die ganz genau an, ob da nicht doch noch die Banane drin ist.....Ende vom Lied, die Banane lag unterm Bett. War ihr wohl runtergefallen....musste schon bissl lachen, auch wenn es eigentlich traurig ist, dass sie sich nicht mal erinnern konnte, was mit der Banane passiert ist.


    Soviel gerade zu unserer Situation. Es wird leider nicht besser, aber sie ist gut versorgt und das beruhigt mich ungemein. Mehr kann ich nicht für sie tun....


    VG

  • Liebe schneeflocke -


    Deine Situation können hier viele im Forum nachempfinden. Ich gebe MicAL und PausE vollkommen recht: Bitte achte auf Dich. Beonsonders der psychische Druck macht einen fertig, wenn man dauernd angeschnauzt wird. Ähnlich wie bei Deiner Mutter, haben mir die Pflegerinnen im Heim meiner Mutter immer gesagt, wie reizend sie ist, immer nett, kommt gut mit den anderen Bewohnern klar. Es war, als hätte sie zwei Gesichter. Seit sie im Heim ist, habe ich aber eine Wahl: Wenn es zu schlimm wird, gehe ich. Als sie noch in ihren eigenen vier Wänden lebte, war dies so nicht möglich. Ich habe festgestellt, dass diese Freiheit, einfach den Raum bzw. das Heim zu verlassen, wenn es zu schlimm wird. Ich drücke Dir die Daumen, dass es besser wird. Achte bitte auf Dich,

  • Hallo zusammen.

    Ja ich hatte die ersten drei Wochen die sie im Heim war , ein verdammt schlechtes Gewissen, obwohl sie es ja selber wollte. Da war sie noch ein bisschen klarer im Kopf. Sie sagte immer sie will nach Hause. Ob ich ihr das erklärt habe oder nicht, es kam irgendwie nicht bei ihr an. Das hat mich echt mitgenommen. Ich stand auch dann zu Hause und fing an zu weinen. Geschlafen habe ich dann auch noch kaum. Habe mir dann Tabletten auf pflanzlicher Basis geholt und den den Arzt konsultiert. Mittlerweile kann ich besser schlafen, doch Tränen kommen immer noch wenn es mal wieder böse wird.

    Nach vier bis fünf Wochen kamen dann die Sprüche ...wo ist meine Waschmaschine und meine Mikrowelle..hast wohl alles weggeschmissen. Was bist du nur für eine Tochter. Wenn Papa das wüsste wie du mich behandelst . Ja immer wieder kam dieser Spruch wenn sie irgendetwas haben wollte. Meist bin ich dann gegangen und im Auto kamen mir dann wieder die Tränen. Da wusste ich wirklich nicht mehr was ich machen sollte.

    Wir haben einen Schrebergarten, mittlerweile sag ich das ist im Garten. Dann ist Ruhe.

    Diese Woche ist sie so erkältet , sie isst kaum und trinken ist ja sowieso nicht . Wenn ich sie darauf aufmerksam mache dann höre ich wieder . Das hat dich nicht zu interessieren. Ich mach was ich will.Bockig wie ein kleines Kind. Ich lass mir von anderen nicht befehlen was ich zu machen habe.

    Ja. Mama!!

    Sie kann am Telefon die Stimme von mir und meinem Mann nicht auseinander halten. Wenn er dran ist fängt sie erst an zu meckern , merkt sie das ich es nicht bin dann schwenkt der Ton plötzlich auf super nett und sie fragt ihn wie es ihm geht. Mich hat sie noch nie gefragt.

    Ihre Schwester ist 2 1/2 Jahre älter (93) und genau das Gegenteil. Lustig hat immer einen Spruch auf den Lippen. Sie war mit mir mal bei ihr und hat ihr gesagt ...du hast es so schön hier, brauchst nichts mehr machen , wie kochen und Wäsche waschen. Sei doch glücklich.

    Da kam die Antwort. Ich möchte nicht wissen wie du dich fühlst wenn man dich ins Heim steckt.

    Ich musste schlucken. Als wir dann gingen sagte auch sie. Mensch tue mir einen Gefallen und pass auf dich auf.

    Ja ich versuche es . Mein Mann sagt immer.. sie hat zwei Teufelchen auf den Schultern. links das böse und rechts das gute. Sie bekämpfen sich gegenseitig. Dann muss ich immer lachen obwohl es so traurig ist wenn man seine Mutter nicht mehr erkennt und sich dann denkt ..nein das ist sie nicht , sie kann nichts dafür.

    Ich wünsche euch noch einen schönen tag

  • aja kaum im Zimmer gings los. Sie muss ausziehen, sie ist obdachlos, dafür habe ich gesorgt und überhaupt wäre ich Schuld, dass sie dort vor sich hin vegetiert.

    Naja habe ihre Tirade erstmal über mich ergehen lassen und fragte dann, ob wir jetzt die ganze Zeit streiten wollen, oder ob wir uns über was Nettes unterhalten wollen.

    Nein wollte sie natürlich nicht, denn sie müsste mir mal sagen, was ich alles in ihrem Leben zerstört habe und dass auch alle im Heim sagen, dass ich blockiere, dass sie wieder in eine eigene Wohnung zieht.

    Habe versucht ihr ruhig zu erklären, dass sie nicht in eine Wohnung ziehen kann, weil sie sich nicht mal grundlegend alleine versorgen kann, aber das wollte sie nicht hören.

    Liebe KO72 , das ist doch MEINE Situation 🥹. Glückwunsch 1/2 Stunde schaffe ich garnicht Lg Alfi 🐽

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Schneeflocke, schön dass Sie das Forum gefunden haben!

    Dem Satz Ihrer Tante möchte ich mich gern anschließen: Tun Sie ihr den Gefallen und passen Sie auf sich auf - auf Ihre Mutter passen jetzt andere auf!


    Leider sind Sie - genau wie KO72 - in dieser ausgesprochen unangenehmen Rolle die ganze Negativität Ihrer Mutter abzubekommen. Mit Ihnen lebt Ihre Mutter diese Seite aus, bei den anderen ihre liebenswerte Seite, die Sie eigentlich verdient hätten...


    Das ist sehr traurig und deshalb habe ich mich über zwei starke Bilder gefreut:

    - Das böse Teufelchen auf der einen Schulter das wie ein Ventil die negativen Gefühle auf Sie ablässt - damit Ihre Mutter grundsätzlich im Heim eine positives Erleben zeigen kann.

    - Sie haben einen starken "Trostsatz" für sich gefunden: "Einer muss ja Schuld sein - warum nicht ich".


    Der Vorteil ist, dass es für diese Ventilfunktion vermutlich unerheblich ist, wie lange Sie diese Stimmung aushalten und als Prellbock herhalten, es muss also wirklich keine halbe Stunde sein.


    Bei Lesen Ihres ersten Beitrages dachte ich, Ihre Mutter habe - nach all diesen Verlusten - vielleicht eine behandlungsbedürftige Depression entwickelt und mit den richtigen Antidepressiva würde auch die Stimmung Ihnen gegenüber besser werden.

    Aber auch diese Medikamente haben Nebenwirkungen und es ist nicht sicher, dass es Ihrer Mutter dann im Heim besser geht. Denn die Anregung im Heim und die positive Rolle in der sie dort gefordert wird hat eine offensichtlich antidepressive Wirkung - leider mit einer starken Nebenwirkung, die Sie als "Trostsatz" formuliert haben.


    In diesem Sinne, bleiben Sie bei sich und bleiben Sie stark, denn die Negativität wird vermutlich immer mehr in den Hintergrund treten, aber das kann leider dauern, wenn ein Mensch lange genug gelernt hat, dass immer jemand anders schuld sein muss...

    Ihr Martin Hamborg

  • Hallo zusammen

    Herr hamborg, wie lange ich das durchhalten kann weiss ich nicht wirklich., aber danke für ihre Worte. Heute ging nach einer Woche Frieden 3x das Telefon in 2 Stunden das erste Mal war der Kommentar.. es ist hier ein saustall in meinem zimmer .hier wird nicht sauber gemacht

    bring mir sofort meinen staubsauger . und das Frühstück haben sie mir auch weggenommen. Mein Kommentar.. Mama die machen jeden Tag sauber bei dir. ..ach mit dir kann ich nicht reden.

    Und legt auf.

    Der nächste Anruf ging um ein Bügeleisen. Das ist alles so kraus das kann ich nicht anziehen. Du hast mir all meine Sachen weggeschmissen .Ich hab nix mehr anzuziehen.( sie schmeisst nachdem sie sich ausgezogen hat , die Sachen im Schrank auf den boden) ich weiss sie darf zwecks Brandgefahr kein Bügeleisen haben. deswegen habe ich gesagt sie soll die Schwester fragen , weil sie mir sowieso nicht glaubt.pffff kam die Antwort, die frag ich doch nicht und legt wieder auf.

    Der nächste Anruf ging ums Mittagessen. Sie haben ihr das Essen weggenommen .Es war kurz nach zwölf und da sie im moment weil sie so erkältet ist nicht runter darf bekommt sie das essen erst um halb eins. Also konnte es nicht sein


    Ja ich hätte es jetzt geschafft. Was habe ich geschafft??

    Ja das sie jetzt verhungern muss, was bin ich nur böse und was für eine Tochter, die ihre Mutter verhungern lässt.

    Als ich vorsichtig erwähnte das noch kein Mittag da sein kann wurde sie ganz böse , sagte ich kann sie mal und legte auf.

    tja was haben wir heute?

    Sonntag und Wochenende.

    Einen schönen Tag allen

  • Hallo Schneeflocke,

    ich würde nicht mehr als 1mal/Tag ans Telefon gehen... Würdest du damit klarkommen? Es ist wichtig für einen selbst, dass man Grenzen ziehen kann, genauso wie bei Kleinkindern .

    Liebe Grüße

  • Hallo Rose,

    Ich habe das schon mal gemacht aber sie gibt keine ruhe bis sie mich erreicht hat. ich habe aufgehört zu zählen .

    Ich rufe jetzt nicht mehr an und werde auflegen wenn sie wieder böse ist. schönen Sonntag

  • Liebe Schneeflocke,

    Bitte ändere die Situation komplett. Für Dich.

    Bitte sperre die Nummer Deiner Mutter und gib im Heim Bescheid.

    Was haben mir die Damen im Heim immer gepredigt und predigen es noch?

    Ihre Mutter können Sie nicht ändern, Sie müssen sich ändern.


    Ich habe das Gleiche wie Du durchgemacht mit der Anruferei: es wird immer schlimmer.

    Stell Dir eine Schnur vor, die Du durchschneiden musst.


    Lg Alfi❤️

  • oß, es ist keine normale Schnur, sondern eine Nabelschnur. Mit dem Unterschied, dass jetzt die Mutter meint, sie benötige die Nabelschnur zur Tochter zum Überleben

    Hallo ja es ist ein starkes Band, aber wir haben nun auch die Aufgabe, die Beziehung zu führen: und dazu gehört ja nicht, dauernd beleidigt/ beschimpft/ bedroht zu werden: so versuche ich, Ruhe und Freundlichkeit vorzuleben🤷‍♀️irgendwie Lg Alfi

  • Hallo Schneeflocke,

    ich würde nicht mehr als 1mal/Tag ans Telefon gehen... Würdest du damit klarkommen? Es ist wichtig für einen selbst, dass man Grenzen ziehen kann, genauso wie bei Kleinkindern .

    Liebe Grüße

    So habe ich es bei meiner Mutter auch gemacht, regelmäßig am frühen Abend habe ich abgenommen und gegen Ende dann auch noch einmal am Vormittag.

    Man konnte sie zwar bei unserem Telefon nicht sperren, aber doch so leise schalten, dass es nicht mehr gestört hat, so ging die Episode, in der sie auch nachts anrief, relativ wenig belastend vorüber.

    Sonst wäre es sicherlich Telefonterror geworden, weil sie allem Anschein nach oft einfach nichts anderes anzufangen wusste, als mit dem Telefon spielen - auch wenn jemand bei ihr war.

  • Telefon spielen

    Liebe Ecia25,

    Ja das war’s bei meiner Mutter auch: sie rief dann teure Auskünfte an, um sich mit irgendwem verbinden zu lassen. Gerne auch entfernte Bekannte nachts. Erst hab ich das Telefon so sperren lassen, dass sie nicht mehr anrufen konnte, dann hat sie es mehrere Male kaputtgemacht und ich habe es ganz abschalten lassen. In der Hoffnung dass sie auch etwas abschaltet. Und mehr im Heim ankommt. Das hat jedoch nur nach Tagesform und bedingt geklappt.


    Was bleibt ist das schlechte Tochtergewissen.

    Lg Alfi

  • Ja ich weiss dass ich was ändern muss, aber ich muss euch ja nicht sagen wie schwer es ist. Ihr seid schon etwas weiter als ich , denn für mich ist das alles relativ neu. Ich hoffe ich komme auch dort hin und ich muss sagen durch eure Tipps und Unterstützungen die mir schon ein bißchen helfen bin ich schneller bereit dazu, denn jetzt stehe ich nicht allein davor.

    Drohungen, wie ich bring mich um , kenne ich auch zu genüge. Dann legt sie auf damit sie von mir nichts mehr hören muss. 2-3 Stunden später hat sie es wieder vergessen und ruft wieder an als wäre nichts gewesen.

    So. Seit den Gesprächen von heute morgen herrscht Ruhe. Ich hoffe es bleibt so . Ich wünsche euch noch einen schonen Abend und danke für eure Kommentare.

  • Hallo schneeflocke, ich möchte dir mein vollstes Verständnis ausdrücken! Ich bin hier auch ganz neu, hab mich gerade erst vorgestern hier angemeldet. Momentan bin ich etwas weniger verzweifelt als du. Aber bis auf das Problem mit dem Bügeleisen hab ich ungefähr die gleichen Probleme hinter mir.

    Meine Mutter lebt seit September in einer Wohnung im betreuten Wohnen, da es zu Hause garnicht mehr ging. Auch nicht mit Pflegedienst. Seit sie dann dort war, fing es mit den bösen Anrufen an. Sie haben ihr all ihre persönlichen Sachen weggenommen, ich hätte ihr das Geld und ihre ec-Karte weggenommen und vor allem: ich bekomme nie etwas zu essen!!! Ich hab Schuld, dass sie dort gelandet ist, sie hält das nicht aus und springt aus dem Fenster. Auf jeden Fall war die Schuldfrage immer geklärt.

    Die vielen Anrufe tagsüber habe ich irgendwann ignoriert, denn ich konnte selbst nicht mehr. Das war auch für mich schwierig, denn da war immer der Gedanke, vielleicht ist ja doch etwas Wichtiges…


    Ich telefoniere jetzt einmal am Abend mit ihr. All ihre Beschwerden nehme ich dann zu Kenntnis und sage ihr, dass ich mir alles aufgeschrieben hab und mich gleich morgen früh beschweren werde. Damit gibt sie sich dann zufrieden. Am nächsten Abend kommt wieder ein neues Gespräch mit gleichem oder ähnlichen Inhalt… und dann schreibe ich mir wieder alles auf….

    Es ist keine schöne Situation, toll finde ich es auch nicht, aber offensichtlich geht’s nicht anders. Ich bin jedenfalls froh, dass ich damit eine Lösung zumindest für dieses Problem gefunden habe.

    Vielleicht probierst du es einfach mal so aus.

    Versuche, ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Ich weiß, es ist mega schwierig, aber es ist dringend nötig, denn morgen ist ein neuer Tag mit neuen Herausforderungen…

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

    Sei ganz lieb gegrüßt

  • Ich hoffe ich komme auch dort hin und ich muss sagen durch eure Tipps und Unterstützungen

    Liebe Schneeflocke,

    Ich konnte das erste Jahr nur ertragen, wenn ich direkt nach jedem Heimbesuch und oft auch unmittelbar vorher oder nach Telefonaten sofort hier ins Forum gepostet habe. Und eine Nachbarin hat eine Kerze aufgestellt. Das waren meine Rettungsanker. Und sind es immer noch. Lg Alfi

  • Liebe Schneeflocke -


    ich kann Alfi und schwarzerkater nur zustimmen: Blockier die Telefonnummer Deiner Mutter. Meine hat mich an manchen Tagen bis zu 60x angerufen. Es fiel mir unglaublich schwer, ihre Nummer zu blockieren. Nachdem ich es gemacht habe und auch die Nachrichten ungehört gelöscht habe, ging es mir besser. Und da Deine Mutter im Heim ist (meine war es damals noch nicht), passt man gut auf sie auf und kümmert sich um sie. Ich würde auch Bescheid geben, dass man Dich anruft, wenn irgendetwas ist. Du schützt Dich damit selbst - und man braucht sehr lange, bis psychisch durch solche Situationen alles wieder besser wird.

  • Guten morgen zusammen,

    Ja, ich habe mir jetzt vorgenommen tagsüber mal nicht ans Telefon zu gehen. Wie ich sehe scheint es euch zu helfen.

    Ja Stern es waren auch immer meine Gedanken ..vielleicht ist was wichtiges .... dann bin ich doch rangegangen und bekam immer böse Worte zu hören zum Schluss. Ich werde es mit dem Aufschreiben mal versuchen, wie sie darauf reagiert .Schauen wir mal.

    Die Schuldfrage ist auch bei mir geklärt , das hat sie mir vor ein paar Tagen ganz deutlich gesagt. Ich bin an allem schuld, dass sie nichts zu essen bekommt und alle ihre Sachen weg sind..So wie bei Stern....

    Ich sehe , es wiederholt sich hier überall und im Prinzip ist das wohl in vielen Fällen normal bei alten Menschen. Man muss wohl lernen damit umzugehen und das ist das schwierigste. Ich stand am Anfang da und kam mir allein gelassen vor, hab was Demenz angeht viel im Internet gelesen, aber geholfen hat es mir nicht wirklich. dann fand ich dieses Forum und jetzt hab ich wirklich Hoffnung das es besser wird . Danke....

    LG Schneeflocke

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