Meine Mutter, 87, möchte unbedingt wieder in ihre Wohnung und lehnt mich und meine Familie ab

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  • Danke an jochengust und Sohn83. Das hilft mir sehr weiter! :)


    Entschuldige Alfskjoni deinen Thread so gekapert zu haben! Ich lese deine Beiträge sehr gerne und fühle sehr mit dir mit! Dein neuster Eintrag klingt wunderbar positiv :)

    🌞Alles gut hab nur so eine Ahnung was ein gekaperter Thread ist🌞 nennen wir all unsere Beiträge Brainstorming und wie Rose sagte Schwarmintelligenz❤️

    Und alle dürfen durcheinanderreden❤️

    lg Alfi

  • Ich grüße mal alle aus dem Urlaub und habe nicht mal ein schlechtes Gewissen, dass ich am Muttertag nicht bei meiner Mutter war - ganz ehrlich, ich finde es erleichternd mit der fortgeschrittenen Demenz, wenn man sich mal drauf eingestellt hat. Meine Mutter weiß diese Tage ja aus sich heraus nicht und hat meiner Schwester am Telefon erzählt, dass ihr Bruder sie abgeholt hat und sie zusammen bei ihrer Mama waren und das sei so schön gewesen.. ich freue mich für sie über solche "Erlebnisse" und kann sie da eh nicht mehr aus ihrer Welt holen.

    Allerdings wünsche ich ihr von Herzen, dass sie nicht mehr die Phase erreicht, wo sie sich nicht mehr verbal äußern kann - auch das unterliegt aber leider nicht meiner Kontrolle..

    Liebe Grüße an alle

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Rose60, herzlichen Glückwunsch für Ihr gutes Gewissen, das haben Sie sich wirklich lange verdient!


    Auch Ihre Muttertagserfahrung, Alskjoni hat mich gefreut, denn das schlechte Gewissen gehört nun mal in die narzisstische Falle und sagt mehr über die gestörte Persönlichkeit der Mutter als über die Tochter! Hilft es Ihnen, wenn Sie es als Symptom Ihrer Mutter sehen, dass auf Ihr Gefühl überspringt, ganz im Sinne der kranken narzisstischen Muster?

    Sie haben die Wahl: Üben Sie das Abperlen oder den Rückzug mit erhobenen Haupt ... aber bitte mit dem besten Gewissen, dass Ihnen möglich ist!

    Ihr Martin Hamborg

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Kedi und die anderen um das Thema Schmerz.

    Auf der einen Seite werden Schmerzen im Alter und besonders bei Menschen mit Demenz unterschätzt, Jochen Gust hat darauf schon hingewiesen.


    Andererseits hat das Schmerzthema bei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen eine besondere Dynamik. Oft wird es damit abgetan, sie wolle nur Aufmerksamkeit.


    Ich frage dann gerne:

    Was sollen wir denn merken?

    Welche Bedürfnisse stecken dahinter und können oder wollen wir diese "bedienen" oder ist gerade Abstand der bessere Weg? (z.B: "Wenn es Dir so schlecht geht, dann sollte Du jetzt Deine Ruhe haben...")


    Antidepressiva - und eine antidepressive Kommunikation - können dabei in doppelter Hinsicht wirken: biochemisch in der Schmerzregulation und psychisch entspannend an den tiefen alten Ursachen, Auslösern und Kränkungen, die diese Persönlichkeit mit-gestaltet haben.

    Wenn Sie beobachten, dass Schmerzen plötzlich weg sind, ist Ablenkung und interessante Themen vermutlich wirksamer, als weitere Schmerzmittel oder Antidepressiva.

    Ihr Martin Hamborg

  • Sie haben die Wahl: Üben Sie das Abperlen oder den Rückzug mit erhobenen Haupt ... aber bitte mit dem besten Gewissen, dass Ihnen möglich ist!

    Hallo Herr Hamborg,

    1000 Dank auch wenn Sie es mir irgendwann zum 1000. Mal schreiben: es hilft mir jedes Mal sehr.

    Lg Alfi

  • Liebe Rose60 -


    ich hoffe, Du hattest / hast einen schöne Urlaub. Den hast Du Dir sowas von verdient.

    Sonnige Grüße

    Tanja

    Danke, liebe Tanja! Das ist nett. Wir machen eine Gruppenreise und daher sehr viel Abwechslung, das tut total gut mal so rauszukommen, auch aus den sorgevollen Gedanken. Auch wenn es nur ne Woche ist, tut es sehr gut ;)

    Liebe Grüße

  • Hallo Dementenkinder,


    Heute war ich nach 8 Tagen (ohooo 1 Tag länger ausgehalten) im Heim.


    Im Pflegezimmer hatten die Damen mir schon gesagt dass meine Mutter im Zimmer frühstücken wollte. Ok, mal sehn.


    Als ich bei meiner Mutter grad klopfen wollte machte sie die Tür auf und freute sich und fragte mich, wo ich denn herkäme.

    Von Zuhause. Hat sie irgendwie nicht verstanden.

    Ich wir setzten uns und ihre Antworten passten irgendwie nicht zu meinen Fragen. Die Antworten waren sinnvoll aber nicht zu meiner Frage.

    Ok nach kurzer Zeit, hatte die Friedlichkeit genossen, sagte ich ich müsse nun aber noch zum Orthopäden. Sorry an mein Knie dass es wieder herhalten musste.


    Und dann ging es auch schon wieder los, aber lieb wie bei einem Kind, dass ich sie doch mitnehmen kann.

    Ich sagte nur tschüss Mutti.

    Erzählte den Pflegedamen noch alles, und dann stand meine Mutter nochmal hinten an ihrem Zimmer im Flur und rief ich solle sie doch mitnehmen.

    Da regt sich schon das Herz, aber ich weiß wie böig das Wasser ist und wie schnell der Wind umschlägt.


    Also bin ich recht ruhig nach Hause gefahren.


    Status Quo: mir gehts gut, dehne Intervall auf Donnerstag nächster Woche aus.


    Tschüss von Alfi🍎

  • Hallo Alfskjoni,



    das hört sich doch alles schonmal sehr gut an. Freut mich das du da deinen Weg gefunden hast.


    Beim lesen ist mir aber sofort etwas aufgefallen


    freute sich und fragte mich, wo ich denn herkäme.

    Von Zuhause. Hat sie irgendwie nicht verstanden.

    Hier würde ich "von Zuhause" weglassen, das triggert unter Umständen nur wieder "nimm mich mit ...".


    Ich habe das bei meinen Papa immer versucht zu umschiffen, der hat auch gerne gefragt "Wo kommst du den jetzt her". Bei mir war es dann aus der Arbeit oder einfach "Wollte dich einfach besuchen kommen".

  • Ja, so mache ich das auch. Zumal meine Mutter manchmal denkt, dass sie zu Hause ist. Auch wenn ich gehe, dann sage ich , dass ich noch einen Termin habe. Das kann sie besser akzeptieren.

    Aber lieber Alfi, ich finde auch, dass es sich ganz gut anhört.

  • Liebe Alfi,

    ich verstehe daraus, dass ihr beide Fortschritte macht - du im Umgang mit deiner Mutter und deine Mutter in ihrer Demenz.. das kann auch, wie von mir beschrieben, für dich baldige Erleichterung bedeuten, wenn deine Mutter dann auch nicht mehr so recht weiß, wo "zuhause" ist/war.

    Ja, es gibt dann noch die wehmütigen Eindrücke, wenn die dementen Elternteile so hilflos hinterherwinken, am liebsten mitgehen würden, anhänglich werden.. - weil wir dann eben noch die vertrautesten Angehörigen sind.

    Heute wollte ich meine Mutter eigentlich nach meinem Urlaub besuchen, doch ich muss mich erst selbst wieder aklimatisieren und dann lasse ich es lieber - aus Erfahrung - wenn ich mich selbst nicht stabil fühle. Während meines Urlaubs hat sie sogar meinen Sohn noch bei einem Besuch erkannt, auch wenn er etwas nachhelfen musste mit dem Namen, aber sie hat sich in einer halben Stunde dreimal gefreut, dass sie wieder Uroma wird - ist doch irgendwie auch schön, gleich mehrfache freudige Momente ;)


    Ich wünsche dir von Herzen, dass es bald noch entspannter wird. Ich muss allerdings auch sagen, dass selbst ich noch bei jedem Besuch angespannt hinfahre, auch wenn es schon länger keinen Ärger mehr gab wie die ersten beiden Jahre. Es sitzt tief, wenn man so "fertiggemacht" wurde für längere Zeit, ich bin immer noch etwas auf der Hut - schon verrückt irgendwie...


    Liebe Grüße an alle,

    Rose

  • Lieber Sohn, aaaah Danke Dir oje immer diese Trigger & Co. Lg Alfi🍎

  • Jahre. Es sitzt tief, wenn man so "fertiggemacht" wurde für längere Zeit, ich bin immer noch etwas auf der Hut - schon verrückt irgendwie...

    Liebe Rose,

    Nö nicht verrückt, eben grad nicht❤️wir sind einfach nur Mensch. Oje ich hab’s befürchtet dass diese Habachtstellung bleibt.


    Ich nehme Deine Erfahrung sehr gerne mit.


    Das mit der Sauerstoffmaske ist cool: es zeigt mir in Eskalationsmomenten dass ich mir nur selbst helfen kann und nicht von meiner Mutter mütterliche Hilfe erwarten kann. Never.


    Lg Alfi🌸

  • Hallo Ihr hier ich,


    In den letzten Wochen war meine Mutter bei meinen wöchentlichen Besuchen eher ruhig und leicht verwirrt und eher friedlich.


    Nun letzte Woche war sie dann zwar leicht verwirrt und konnte kaum laufen, empfing mich aber schon giftig („die haben hier was mit mir vor, ich bin so froh dass Du gekommen bist (aha?) die Tabletten machen mich krank, Du bist Schuld, dass es mir so schlecht geht in dieser Abstiege…“) . Egal was ich je antworte….genau Ihr wisst schon: Demente und Diskussionen oder auch nur Gespräche…ach ja und sie wäre abgeschnitten von der Außenwelt (sie telefoniert sonst wild durch die Gegend, Polizei, ehmalige Nachbarn nachts…) sie glorifizierte wieder eine entfernte Bekannte und deren Tochter als viel besser und lieber als mich…bevor sie sich immer mehr aufspulen konnte hab ich gesagt ich müsste noch zum Chiropraktiker und käme die Tage wieder vorbei.

    Dann fing sie mich laut an zu beschimpfen, ich hätte ja immer Termine und sie rief dann mehrfach, ich solle abhauen und bräuchte garnicht wiederzukommen.


    Die diensthabende Pflegerin schüttelte nur den Kopf und sagte, dass ich mir das antue.


    Nun ich hab der Pflegerin, nicht meiner Mutter, gesagt, dass wir eine Woche in Dänemark sind.

    War entspannt. Sogar mit drei pubertären Teenagern 😅.

    Hat mich das Verhalten meiner Mutter gekratzt?

    Ja.

    Trotz meiner mittlerweilen Fortgeschrittenheit.


    Fahre Freitag kurz ins Heim und wahre meine Verbindlichkeit.


    Ich wünsche Euch einen schönen Abend Tschüss.🌼

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