Meine Mutter, 87, möchte unbedingt wieder in ihre Wohnung und lehnt mich und meine Familie ab

Datenschutzhinweis: Bitte achten Sie darauf, dass Sie im Forum keine persönlichen Daten von sich selbst oder von Dritten posten. Auch sollten Ihre Angaben keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen.
  • Hallo Alfskjoni,

    Ich würde sagen, besser spät als nie. Ich selbst habe auch erst mit Ü50 begriffen, dass mit mir nichts falsch ist, vllt alle anderen aus meiner Familie? Vllt aber eher in die falsche Familie geboren? Jedenfalls wurden mir ebenfalls sehr ungünstige Glaubenssätze mit auf den Weg gegeben und es war ein echtes Stück Arbeit sich daraus zu befreien, die Arbeit ist auch noch nicht so ganz abgeschlossen, sonst wäre ich sicher nicht in diesem Forum um mir Unterstützung zu holen und würde nicht immer wieder an mir zweifeln, gelegentlich "vor die Wand" laufen etc.


    Ich kann aus vielen Beiträgen hier etwas mitnehmen, auch von Moskito . Meine Mutter war , meine ich jedenfalls, nicht so sehr narzistisch, jedenfalls Welten entfernt von meinem Vater, dem toxischen Narzisten, doch ich habe erst die letzten Jahre mitbekommen, dass sie meine Schwester und mich gegeneinander ausgespielt hat, wir hatten Jahre lang kaum Kontakt, nun erst habe ich begriffen, dass auch meine Mutter manipulativ und passiv aggressiv unterwegs war und ich kann mich so ärgern, dass ich so viele Jahre mich von Telefonanrufen subtil habe einwickeln lassen, so dass ich ständig mit schlechtem Gewissen rumlief, weil ich weggezogen und gefühlt meine Mutter allein gelassen habe (mit meinem Vater).

    Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen gehofft, dass sie mich sehr bald nicht mehr erkennt und ich dann mit gutem Gewissen vom Heim wegbleiben kann.. es tut mir nie gut, wenn ich dort in den Kontakt komme, doch ich fühle mich eben moralisch verpflichtet, wöchentlich nach dem Rechten zu schauen, da sonst nur alle paar Monate aus der Familie mal jemand zu Besuch kommt wegen der Entfernung. Dumm gelaufen..


    Es ist wirklich hilfreich, wenn man hier manches gespiegelt bekommt!!


    Liebe Grüße

  • Liebe Alfskjoni


    ich kann Dir gar nicht sagen, wie wichtig Deine Beiträge für mich sind, denn es hilft mir so sehr, dass ich immer wieder sehe: ich bin nicht allein.


    Es ist einfach schwer, Außenstehenden zu vermitteln, wie sehr eine solche Situation emotional an uns zerrt.

    es wird mit der Dementen normal geredet und den Reaktionsscherbenhaufen kann ich als einzige Angehörige ausbaden.

    Wer meine Mutter nicht gut kennt und sich mit ihr unterhält, könnte durchaus annehmen, dass sie geistig fit ist. Sie kann sich gut ausdrücken und macht lebhaft Konversation. Aber ich weiß, dass vieles von dem, was sie so überzeugend erzählt, einfach nicht stimmt. Deinen Begriff vom "Reaktionsscherbenhaufen" finde ich klasse und so treffend! Ja, manchmal ensteht durch Dritte ein Trümmerfeld, um das ich mich dann kümmern darf ...


    Meine Mutter beschwert sich jetzt bei meinem Bruder, dass ich sie nicht mehr jedes Wochenende zu uns hole. Ich hatte es ja früher schon mal geschrieben: ich schaffe es einfach nicht mehr. In meinem neuen Job habe ich gelegentlich Samstagsdienst und da brauche ich das Wochenende auch mal für mich und besuche sie "nur" im Pflegeheim. Ich denke, dass meine Mutter 2 Kinder hat, die in derselben Stadt wohnen und sie jedes (!) Wochenende besuchen, ist doch eigentlich ein Luxus, den nicht alle Bewohner haben ... Und ich merke deutlich, dass auch ich älter werde und nicht mehr so belastbar bin. Ich muss mir meine Kräft einteilen.


    Liebe Alfskjoni, Du machst alles richtig und gut. Deine Mutter kann froh sein, Dich zu haben. Schau' nach Dir selbst und hol' Dir Kraft bei Deiner Familie!


    harzhexi

    Es gibt einen Autor, welcher mal so treffend bemerkte....

    Erst überlebt man sein Elternhaus und das wäre bereits ein Erfolg.

    In meinem Elternhaus gab es einen gewissen Grad an Vernachlässigung ... der mir erst viele, viele Jahre später bewusst geworden ist. Als Kind nimmt man das nicht so wahr, man kennt ja nichts anderes und da ist das Erlebte dann das "Normale". Erst viel später - u.a. mit der Hilfe meines Mannes - wurde mir klar: nein, das ist nicht normal und so sollte es nicht sein.

    Ich sage immer: "Dass aus meinem Bruder und mir was geworden ist, ist eigentlich ein kleines Wunder". Und ganz bestimmt nicht der Verdienst meiner Mutter ...


    Aber ich möchte nicht so negativ in's Wochenende gehen ... morgen besuche ich meine Mutter wieder gemeinsam mit meinem Mann und anschließend gehen wir in's Kino.


    Ich wünsche Euch allen noch ein schönes Restwochenende!

    LG, SunnyBee

    Einmal editiert, zuletzt von SunnyBee ()

  • Liebe Rose60


    ich kann gut verstehen, wie quälend es ist, wenn man sich mal wieder zu einem Besuch quasi "überwindet", weil man genau weiß, dass es einem selbst dabei nicht gut geht, wegen der gemeinsamen Geschichte ...

    Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen gehofft, dass sie mich sehr bald nicht mehr erkennt und ich dann mit gutem Gewissen vom Heim wegbleiben kann.. es tut mir nie gut, wenn ich dort in den Kontakt komme, doch ich fühle mich eben moralisch verpflichtet

    Mir geht es mit meiner Mutter ganz ähnlich - siehe mein Beitrag oben - und es ist wirklich schwer, die Balance zu finden, zwischen den Besuchen, zu denen man sich verpflichtet fühlt und der Selbstfürsorge ...


    Ich möchte Dir versichern, dass Du es gut machst, Du schaust ja auch aus der Ferne nach dem Wohlergehen Deiner Mutter und stehst mit dem Pflegeheim in Kontakt. Ich denke, die "Arbeit" im Hintergrund darf man auch nicht unterschätzen ...


    Bei meiner Mutter denke ich immer, sie würde sich auch dann beschweren, dass alles sooo "öde" sei, wenn ich jeden zweiten Tag vorbei käme ... das Jammern erscheint mir manchmal wie eine automatisierte Handlung ...


    Ich wünsche Dir, dass Du etwas zur Ruhe kommst und ein bisschen Kraft findest. Alles Gute, SunnyBee

  • Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen gehofft, dass sie mich sehr bald nicht mehr erkennt und ich dann mit gutem Gewissen vom Heim wegbleiben kann.. es tut mir nie gut, wenn ich dort in den Kontakt komme, doch ich fühle mich eben moralisch verpflichtet, wöchentlich nach dem Rechten zu schauen

    Liebe Rose, uuuuund CUT 🎥. Haben wir selbst in der Hand, gell? („Predigst“ Du mir auch oft).

    Was Du da schreibst mit dem Erkennen: geht mir (leider) auch so.


    Also Brust raus und wir ändern ihre Destuktivität eh nicht. Never.


    Tschüss von Alfi❤️

  • Vllt aber eher in die falsche Familie geboren?

    Liebe Rose da fällt mir ein: ich habe als Teenager eigentlich von Freitag bis Sonntag bei einer sehr netten und sehr kultivierten Bauersfamilie gelebt: bin mit denen jedes Wochenende als Pferdepflegermädchen auf sehr hochkarätige Springtuniere in ganz Deutschland gefahren und hatte Ruhe, Anerkennung (gib mir das nervöseste hochbegabteste Pferd: bei mir entspannt es total, ehrlich❤️) und eine Aufgabe. Ich denke das hat mich gerettet & geprägt.

    Ok das Gymnasium musste ich dann von der 8-10 verlassen, aber ab der 11. zählte die Schule für mich doppelt 🤷‍♀️ wenn auch der Abischnitt eine 3,2 war. Ha! Wer hält mir das noch heute vor? So ist das Leben😉

  • predigen kann ich dann offensichtlich besser als selbst dazu stehen

    Geht das nicht den meisten so?

    Genauso das selbst zwar Erkennen, wie es richtig wäre, aber in der Durchführung dann immer noch Probleme haben - wer kennt das nicht?

    Allerdings glaube ich auch, dass "wir" hier ein besonderer Club sind.

    Ich schließe mich ein, obwohl ich derzeit aus verschiedensten Gründen kaum mitschreibe und meist nur kurz.

    Aber ich lese und bin innerlich dabei.

    Nur ist mir grade gar nicht klar, an welcher Stelle meine Mutter sich befindet und an welcher daher auch ich stehe. Wenn die Emojis funktionieren würden, könnte ich leichter wenigstens damit Signale setzen, aber geht halt leider auch nicht.

    Dennoch Euch allen meine Hochachtung, wie Ihr Euren jeweils sehr eigenen schwierigen Weg bewältigt und das hier auch teilt. Danke dafür.

    Ich hoffe, ich werde auch mal wieder mehr schreiben können.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in den "Club", nun habe ich noch mal die Beiträge gelesen und möchte einige Gedanken ergänzen.


    Kinder aus Familien mit einem narzisstischen Elternteil haben es besonders schwer, sich als "richtig" zu erleben. Dies prägt und erschwert das "Er-wachsen-werden", also auch das Herauswachsen aus den kindlichen Strukturen.


    Besonders schmerzhaft ist dabei das tief in die Kinderseele eingepflanzte schlechte Gewissen.


    Es ist schön zu lesen, wie gut Sie diesen Weg hier gemeinsam gehen und sich immer und in jedem Zweifel gegenseitig unterstützen.


    Durch die Demenz der Eltern ist dies doppelt nötig, denn die offensichtliche Hilflosigkeit des Elternteils aktiviert auf der einen Seite die kindliche Empathie und gleichzeitig die elterliche narzisstische Abwehr, - insbesondere dann, wenn es uns nicht gelingt die alten Muster zu vermeiden und die innere Stärke zu behalten.


    Auch hier gilt es aus dem Alten zu erwachsen und die Erkenntnis "Ich habe es trotzdem geschafft der oder die zu sein" ist ein Zeichen dieser Reife.


    All das kann immer und immer wieder geübt werden, - so erwachsen Menschen schlechten familiären Ausgangsbedingungen. Aber es ist der schwierige Weg, weil die Demenz eine erschwerende Bedingung ist.


    Moskito hat den anderen Weg beschrieben: Die Einleitung der gesetzlichen Betreuung war der letzte Liebesdienst in der Verantwortung des erwachsenen Kindes. Diese Erkenntnis kann dabei helfen, bei Zweifeln wieder zu einem inneren guten Gewissen zu kommen.


    Der andere Weg ist, dies noch lange zu üben und langsamer daraus zu erwachsen. Wie wir hier an anderer Stelle lesen durften, führt der schwierige Weg irgendwann zu kleinen Sternstunden und tiefen Einsichten, die - vielleicht auch durch die zunehmende Demenz - hinter der Persönlichkeitsstörung des Elternteils sichtbar werden.

    Damit wird echte "Ver-söhnung" oder besser "Ver-töchterung" möglich, wie ich an andere Stelle geschrieben habe. Insofern können die vielen "Rück"- oder besser "Vorfälle" einen tiefen Sinn bekommen...


    Viel Kraft auf Ihrem Weg, Ihr Martin Hamborg

  • Lieber Herr Hamborg,


    Sie haben das allumfassend und druckreif formuliert. Dankeschön.


    Status quo:


    Meine Mutter kommuniziert mit mir zuerst - also in den ersten 5-10 Minuten - relativ friedlich - will heissen: sie erzählt von sich und wie glorreich sie war/ ist. Auch mal von anderen Heimbewohnern und deren Enkeln oder so. Wenn ich dann zB sage dass ihre 3 Enkel aber auch sehr gute Oberstufenschüler mit 1er Noten sind wiegelt sie - natürlich - ab, das wäre der Situation geschuldet, dass sie sich als Drillinge unterstützen würden. Ja sicher. Brüder sind ja bekannt dafür, dass sie in der Pubertät friedlich zusammenarbeiten.

    Naja hab ihr jedenfalls gesagt dass die Jungs einfach schlau sind.

    Verständnisloser Blick.

    Geht doch garnicht. Sind doch meine Kinder.


    Sie integriert sich 0, nur zum Essen - wenn sie nicht grad superbockig ist und im Zimmer essen möchte- trifft sie sie anderen Bewohner.

    Da ist aber schon gut, denn in ihrer Wohnung war sie in den letzten Jahren durch Corona und Gebrechlichkeit total isoliert, da sie auch nicht Freundschaften hatte (natürlich nicht), höchstens entfernte Bekannte.


    Naja also nach unserer eingeschränkten Konversation (Monolog) dachte ich schon : oha jetzt aber los, damit ein Happyend wird.

    Pech gehabt: "Wir müssen über uns reden, warum kann ich denn nicht in meine Wohnung"

    "Mutti das erzähle ich Dir doch jedes Mal, das Thema ist durch"

    "Sag doch mal klar ja oder nein"

    "nein"

    "es gibt da Möglichkeiten"

    "Mutti wir haben da doch schon alles so oft besprochen mit Ärzten, Pflegeleitung, Pflegern, Psychologen..."

    "Du ich gehe dann jetzt, bis die Tage"


    Diese Endlosschleife mach mich fertig. Meine Mutter auch.


    Also: nächsten Freitag wieder nach 10 Minuten abhauen, mitten in der guten Phase.


    Das ist ja auch so ein Narzistenwerkzeug:


    sie schaffen erst wohlige Atmosphäre, um dass zuzuhaken.


    Ich sag nur Murmeltier.


    Dann war ich, natürlich, wieder bei McDonalds und bin anschliessend nur ganz leicht beschädigt nach hause gefahren.


    <3 Gute Nacht

  • Guten Abend,

    habe länger nix hören lassen, weil bei uns eigentlich alles in ruhigen Bahnen verlief.

    Aber aktuell hat meine Mutter wohl einen neuen Demenzschub oder sowas.

    Auf jeden Fall ist sie zur Zeit sehr böse mir gegenüber und fantasiert sich allerhand zusammen.

    So oft, wie sie Nachts im Krankenhaus war die letzten Wochen.....nur weiß im Heim niemand etwas davon. Im Krankenhaus sind ja alle so nett und denen hat sie auch erzählt, dass ihre Tochter ihre Wohnung verkauft hat (sie hatte eine Mietwohnung) und die wollen ihr natürlich helfen, eine neue Wohnung zu finden.

    Überhaupt ist das Thema Wohnung gerade das Wichtigste, denn im Heim wird umgebaut und die wollen sie von heute auf morgen rausschmeißen, weil sie ja da eh nicht hingehört, denn sie kann ja sehr gut alleine leben - alles natürlich Fantasie, da wird nirgends umgebaut.

    Habe auch zu ihr gesagt, dass ich von Bauarbeiten überhaupt nichts mitbekommen habe....ja klar, die machen das heimlich, damit das keiner merkt :)


    Ansonsten gibt es auch zu wenig zu essen, abends nur trocken Brot und alle schreien rum und sie ist immer die Einzige im Heim. Alle anderen wurden von ihren Eltern abgeholt :)


    Und ich bin die Böse, die ihr keine Wohnung sucht und ihr kein Geld gibt und überhaupt immer zur unpassenden Zeit da auftaucht und dann dumm rumsteht.

    Letzten Donnerstag hatte sie Geburtstag. Ich war so gegen 15 Uhr da, bin ins Esszimmer, da ist um die Zeit immer Kuchentafel.

    Naja als sie mich sah, verzog sie das Gesicht und sagte: Was willst du denn? Du bist mal wieder zur falschen Zeit da, komm später wieder.

    Habe mich dann zusammengerissen, ihr gratuliert und gesagt, dass ich wie immer um diese Zeit komme und ich Geschenke für sie dabei hätte. Da sagte sie nur, sie hätte doch gesagt, dass ich verschwinden soll.

    Naja die eine Pflegerin redete ihr dann gut zu und sie kam mit mir ins Zimmer.

    Dort sagte sie dann, dass sie froh wäre, dass ich sie da rausgeholt habe, denn da wäre es eh langweilig.

    Als ich dann fragte, warum sie dann so gemein zu mir ist, sagte sie: Na die anderen sollen ja nicht wissen, dass ich es langweilig finde:


    Also zur Zeit gehts bergab, und ich habe mir diese Woche einen Besuch gespart, denn nur um mich beschimpfen zu lassen muss ich da nicht hinfahren und ihre komischen Fantasiegeschichten kann sie mir auch am Telefon erzählen.

    Die Telefonate sind im Moment eh Monologe, denn sie redet wie ein Wasserfall und sobald ich mal was sage, verbietet sie mir den Mund, weil sie sonst vergisst, was sie sagen wollte :)


    Also gerade ne härtere Phase, aber so ist das wohl.....


    Allen ein schönes Wochenende

  • Liebe K,


    Jaja diese Parallelen.

    Vom trockenen Brot über nicht ins Heim gehörend zum alles noch alleine könnend.


    Was für ein Dilemma!


    Also pusten wir die Luft aus wie die Franzosen zumindest in den Filmen immer (Phhhhh) und machen…weiter….weil wir das können.


    Alles Gute Alfi

    • Offizieller Beitrag

    Hallo KO72, über Ihre vielen Smilies habe ich mich gefreut! Sie sind ein gutes Zeichen für den inneren Abstand und die innere Beobachterin - eine Rolle, in der Sie Ihre Stärke behalten. Das kommt auch bei Ihrer Mutter an.


    Ich vermute, sie macht sich gerade Ihre Welt, wie es ihr gefällt und es ist noch keine Wahnentwicklung. Zumindest lese ich aus Ihren Zeilen keinen Leidensdruck (für Ihre Mutter) und solange dieser nicht besteht, werden die meisten Psychiater auf Medikamente verzichten und gelassen diese Phase abwarten. Genau diese Gelassenheit wünsche ich Ihnen weiterhin, Ihr Martin Hamborg

  • Naja also nach unserer eingeschränkten Konversation (Monolog) dachte ich schon : oha jetzt aber los, damit ein Happyend wird. Pech gehabt.

    Das ist bei meiner Tante auch so. Erst gibt es eine nette Phase, in der wir uns eigentlich ganz gut unterhalten. Dann kippt es irgendwann, und sie fängt wieder damit an, dass sie nach Hause will. Warum das nicht alles schneller geht. Warum man sich denn nicht kümmert usw. Sie siezt mich dann auch immer plötzlich. Man muss echt immer versuchen, den richtigen Moment zum Gehen abzupassen.

  • Das ist bei meiner Tante auch so. Erst gibt es eine nette Phase, in der wir uns eigentlich ganz gut unterhalten. Dann kippt es irgendwann, und sie fängt wieder damit an, dass sie nach Hause will. Warum das nicht alles schneller geht. Warum man sich denn nicht kümmert usw. Sie siezt mich dann auch immer plötzlich. Man muss echt immer versuchen, den richtigen Moment zum Gehen abzupassen.

    Hallo Schmiddi danke denn so ein biiiiischen denke ich immer noch ich bin’s Schuld. Bin halt gut konditioniert 😉

  • Liebe Alfi, schön von dir zu lesen ..... und es ist vor allem beruhigend, dass du dich nach wie vor nicht unterkriegen lässt. Du setzt dein eigenes Potenzial ein, um diesen narzisstisch geprägten Menschen (deine Mutter) an dir abgleiten zu lassen ...

    Wie angedeutet, haben wir in der Familie auch ein Problem mit einem schwer narzisstisch geprägtem Menschen ... Es betrifft Tochter und Enkel und beide müssen sich ebenso den Weg dazwischen freischaufeln. Ich erkenne viele Parallelen und meine Tochter versucht es ebenso mit viel Humor und "Trick 17".

    Gerade gestern sprachen wir darüber, dass es nicht darum gehen kann, den "Narzissten" zu erziehen/zu bessern (das schafft kein Mensch!), sondern man muss sich seinen eigenen guten Weg suchen, wo einem der narz. Mensch nichts/nicht viel anhaben kann .... und da heiligt der Zweck viele Mittel.

    Ich glaub, du hast einen Weg gefunden .... das finde ich toll!

    Ein schönes Wochenende für dich!!!!

    Dankeschön Schwarzerkater 🐞

    Werde auch den Freitag-Rhythmus mal wieder ändern. Sie lauert dann schon auf mich und ich habe dann auf dem Weg vom Auto zum Heim immer irgendwie den Zitterich.

  • Hallo Alfi,

    Ich kann mir auch vorstellen, dass ein flexibler Tag immerhin davor schützt, dass deine Mutter gedanklich schon in den Startlöchern sitzt und aufgeheizt ist, solange sie noch so zeitlich orientiert ist. Ich habe das von vornherein nicht gemacht wegen meiner gesundheitlichen Situation, durch die ich selbst nach meiner Tagesform entscheiden muss. Und so ist es immer ein Überraschungsbesuch, aber meine Mutter hat offensichtlich immer noch gespeichert, dass ich in relativ regelmäßigen Abständen komme.

    Habe mich auch gefreut, von dir zu lesen 😊

    Liebe Grüße an alle

  • Hallo Rose,

    So also Mittwoch, dann ist eh der Fensterputzer da (juhu) und die Hunde bringe ich in die Hundepension (die Weiße Schäferhündin ist so ein bisschen…territorial 🐺).

    Das löst den Freitagsrythmus und ich kann mich auf ja genau … McDonalds uuund saubere Fenster ach ja und Gassigehen muss ich auch nicht😊.


    Danach werd ich es mir gönnen in der folgenden Woche erst Donnerstag hinzugehen 🎁.


    Verrückt dass so Kleinigkeiten so wichtig sind.


    Alles Gute auch an Alle 🐞

  • Übrigens möchte ich Euch nicht mit meinem Alltag langweilen aber wir existieren ja auch fernab von der Demenz unserer Angehörigen und ich finde unser Leben gehört auch zum Kontext.

    Lg Alfi🌼

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!