Meine Mutter, 87, möchte unbedingt wieder in ihre Wohnung und lehnt mich und meine Familie ab

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo Alfskjoni, zunächst kann ich mich voll und ganz den vielen wichtigen Beiträgen der anderen hier anschließen. Nur vier Gedanken möchte ich noch hinzufügen:


    1. Das Prinzip, dass Sie sich den negativen Mustern nicht aussetzen müssen und diese möglichst ins Leere laufen lassen, gilt auch für die letzte Lebensphase. Der einzige Unterschied: Sie können zwei Besuche an einem Tag machen - d.h. gehen Sie für eine Zeit raus und kommen Sie dann wieder.


    2. Wie fühlt sich der Satz an: "Auch wenn Du wieder ungerecht (oder "böse") zu mir bist, lasse ich Dich nicht allein und komme wieder" - oder "..., wünsche ich Dir von Herzen, dass Du Deinen Frieden findest..."


    3. Gereiztheit hat oft einen Auslöser und Verstärker: Schmerzen. Bekommt Ihre Mutter genug? Würde Sie ruhiger, wenn Sie nach den Aggressionen Ihre Bedarfsmedikation bekommt? Sie können es beobachten, wenn Sie etwa eine halbe Stunde nach den Tropfen (also einem Gang ums Haus) Ihre Mutter noch einmal besuchen.


    4. Wenn es Ihre Mutter nicht "schafft", Ihren Frieden in den letzten Tagen zu finden - Sie können es, Sie haben sich so viele Ressourcen, Krücken und Schätze aufgebaut die Sie in dem "großen Finale" noch einmal stärken können!
    Weiter so Ihr Martin Hamborg

  • hallo Herr Hamborg,

    1000 Dank für Ihre wertvollen Infos und Tipps, hab meine Bemerkungen daruntergeschrieben lg Alfi

  • Liebe Alfi -


    ein paar Tage war ich offline, weil geschäftlich unterwegs. Lieben Dank für Deine netten Worte. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du in dieser Situation müde bist. Bei mir was es so, als ich die Wohnung meiner Eltern so ziemlich genau vor einem Jahr ausgeräumt habe. Dort bin ich ja auch aufgewachsen, das was nicht nur körperlich anstrengend - Schränke von 350 x 220 cm Größe muss ich nicht nochmal alleine abbauen - sondern auch psychisch. Ich war selten so froh wie nach der Schlüsselübergabe.

    Ich bin mir aber sicher: Du wirst das schaffen. Du bist ein ganz starker, lieber Mensch. Dich kann nichts unterkriegen - da bin ich mir soooo sicher. Alles Liebe!!

  • Liebe Alfi -


    ein paar Tage war ich offline, weil geschäftlich unterwegs. Lieben Dank für Deine netten Worte. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du in dieser Situation müde bist. Bei mir was es so, als ich die Wohnung meiner Eltern so ziemlich genau vor einem Jahr ausgeräumt habe. Dort bin ich ja auch aufgewachsen, das was nicht nur körperlich anstrengend - Schränke von 350 x 220 cm Größe muss ich nicht nochmal alleine abbauen - sondern auch psychisch. Ich war selten so froh wie nach der Schlüsselübergabe.

    Ich bin mir aber sicher: Du wirst das schaffen. Du bist ein ganz starker, lieber Mensch. Dich kann nichts unterkriegen - da bin ich mir soooo sicher. Alles Liebe!!

    Liebe TanjaS vielen Dank für Deine mal wieder sehr stärkenden Worten.

    Wir haben ja alle in den letzten 2-3 Jahren extrem dazugelernt, über uns und unsere Grenzen 🐝

  • Alfskjoni Auch ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit. Und auch für die Zeit "danach". Ich bewundere es, dass du immer noch zu ihr hinfährst. Und das zeigt auch, dass sie es nicht geschafft hat, ihre schlechten Gene an dich zu vererben. Es ist schade, dass sie das nicht bemerkt, aber egal, andere bemerken es. Und das ist wichtig :) . Du bist eindeutig ein anderer, sehr viel besser Mensch und darauf kannst du mega stolz sein.


    Irgendwie hat man bei einem Menschen, der seine letzte Reise antritt immer die Vorstellung davon, sie ist friedlich. Aber nunja, offensichtlich ist das nicht der Fall.

  • Liebe Alfi .... Alfskjoni,

    es wurde schon so viel Gutes geschrieben. Finja bringt es auf den Punkt:

    Irgendwie hat man bei einem Menschen, der seine letzte Reise antritt immer die Vorstellung davon, sie ist friedlich. Aber nunja, offensichtlich ist das nicht der Fall.

    Liebe Alfi, deine Mutter wird wahrscheinlich so sterben, wie sie gelebt hat: unzufrieden mit sich und der Welt und mit dir. Es würde einen großen inneren Reifeprozess ihrerseits bedeuten, wenn sie am Ende ihres Lebens quasi im Zeitraffer zu dem Menschen würde, der sie hätte sein können und sollen (zum Wohle aller Beteiligten). Das schaffen nur wenige und oft sind es Filme oder Romane, die uns solch eine Entwicklungsmöglichkeit suggerieren. Manchmal hilft auch eine sehr fortgeschrittene Demenz, damit die "erworbenen" toxischen Persönlichkeitsanteile verschwinden und einem gütigen Wesen Platz machen. Aber deine Mutter scheint (noch) nicht so weit zu sein, dass sie ihr toxisches Grundkonzept loslassen kann. Sie diskutiert noch mit dir. (Meine Mutter tut das seit langer Zeit nicht mehr - sie spricht nicht mehr, sondern lächelt nur noch ...).


    Liebe Alfi, ich bekräftige, was die anderen sagen: Du bist ein sehr guter Mensch und trägst in dir eine große Kraft und Stärke .... dagegen konnte deine Mutter nie ankommen. Diese Kraft ist irgendwie in dir angelegt und du konntest sie vervollkommnen.

    Suche dir jetzt Trost bei deinen Lieben (bei deinem Traummann ;) und deinen Söhnen) und kuschele dich an deine Pferdchen und den lieben Hund (du hast einen oder mehrere?).

    Sei froh, dass du so ein schönes Leben (trotz allem) hast ... das hilft dir, selbst wenn die Verletzungen weh tun.


    Wir sagen dasselbe zu unserem Enkel, der einen ebenso toxischen Vater hat. Wir sagen: Wir sind froh, dass er überhaupt da ist und wir sind traurig, dass der Preis, den er dafür zu zahlen hat, so hoch ist. Wir geben ihm alles, was wir können und was wir haben.


    Irgendwie ist die Situation bei dir ein bisschen ähnlich (bei dir ist es die Mutter, die dir nicht gerecht wurde). Darum schreibe ich es dir hier kurz.


    Alles, alles Liebe!

  • Es würde einen großen inneren Reifeprozess ihrerseits bedeuten, wenn sie am Ende ihres Lebens quasi im Zeitraffer zu dem Menschen würde, der sie hätte sein können und sollen (zum Wohle aller Beteiligten). Das schaffen nur wenige und oft sind es Filme oder Romane, die uns solch eine Entwicklungsmöglichkeit suggerieren

    schwarzerkater und Alle,


    Wirklich nix mit entspannter Altersweisheit.


    Meine Besuche laufen zumeist nach folgendem Schema, - außer, oh Glück, sie schläft tief und fest-:


    Ich betrete mit einem freundlich ruhigen „guten Tag“ das Zimmer. Zumeist blubbert dann erst mal nur das Sauerstoffgerät und meine Mutter ist noch „irgendwo anders“. Ich setzte mich in einen der Sessel. Nie wirklich entspannt, bleibe aber ganz ruhig sitzen. Wenn sie sich dann regt: „wie geht es Dir“ „schlecht“ - das hört sich banal und taktlos an, aber was soll ich sonst fragen.

    Kurze Pause.

    dann gehts los: was sie denn verbrochen hätte, sie wäre doch immer fleißig gewesen.


    „Mutti wenn das so einfach wäre“


    Und irgendwann geht es dann immer richtig los dass ich „ein harter Brocken wäre“ , ich würde ja eh nur dasitzen, die Gegend/ das Heim (überhaupt Heim), die Angestellten, die Bewohner, das Zimmer, seit neustem auch mein Mann, ich sowieso, alles übelst.

    Antworten bringt nichts, nur gehen.


    Nun und dann gehe ich so 10 cm kleiner als vorher.


    Super.


    Plan: rufe morgen Pflegeleiterin an, ob meine Mutter wieder Medikamente bekommt. Ich weiß von Blutverdünnung und Entwässerung. Und bei starken Schmerzen so etwas wie Morphium.


    Mein kranker Drang: morgen wieder hinfahren mit Hoffnung um besseren Verlauf des Besuchs.


    Realität : fahre Freitagabend wieder hin.


    Also diese letzte Phase ist auch noch so romantisch wie ich dachte (hoffte)


    Alles Gute Alfi🐝

  • Ach, Alfi, bewundernswert, dass du dir das überhaupt noch gibst. Extrem traurig, für dich, für deine verbitterte Mutter... Und es zieht sich wie Kaugummi, irgendwie der Vorhof zur Hölle und es braucht kein Mensch, aber es fragt euch auch keiner, ob es passt.

    Schon irgendwie verrückt 😕

    Trotzdem schön, etwas von dir zu lesen.

    Sei lieb gegrüßt 😍

  • Liebe Alfi,

    ich beneide dich wirklich nicht und ich hab auch leider keinen guten Rat für dich parat.

    Du bist so stark und versuchst immer wieder etwas Gutes aus der Situation mit deiner Mutter zu erreichen. Das ist wirklich bewundernswert!

    Komm, lass dich einfach mal drücken, auch wenn’s nur ein klitzekleines Bisschen hilft!

    Alles Liebe für dich ♥️ !!!

  • Liebe Stern0709 und Rose60 ,


    Dankeschön 🥹.


    Und dann immer noch dieses Schuldgefühl. Ich weiß zwar damit umzugehen aber es ist da.


    Nun aber das Leben ist schön, heute Morgen Unterricht auf der flauschigster aller Stuten, alle Drillingsjungs sind gut in die 13 versetzt worden, mein Mann ist nach 2 Wochen Baustelle im Süden wieder da (sitze in der Küche und höre ihn draußen irgendwas schaben, vielleicht Unkraut aus den Fugen).


    Also konzentrieren wir uns alle lieber auf unser HAUPTLEBEN.

    gegen Missgunst und Neid war noch nie ein Kraut gewachsen.


    Lg Alfi 🍄

  • Nun und dann gehe ich so 10 cm kleiner als vorher.

    Ach Alfi ..., ich habe so oft an dich gedacht. <3

    Deine Worte zur immer noch vorhandenen Einstellung deiner Mutter verwundern mich gar nicht. Es ist eigentlich ja auch schon alles gesagt und geschrieben. Und es ist auch unglaublich schwer, schwer, schwer, ... eine gelassenere Einstellung zu alledem zu finden. Daher sei nicht traurig, dass dir das selbst immer noch schwerfällt. Meiner Tochter hat die Therapeutin gesagt, dass es unnötig Energie kostet, sich auch noch darüber zu grämen, dass man sich grämt.


    Falls du (zusätzlich zu Rose) noch eine weitere "Stimme" von außen brauchst, die dir d i e s e n einen Rat gibt ... Hier ist meine Stimme: Geh (fast) nicht mehr zu deiner Mutter. Sprich mit dem Heim, erkläre es. Man wird eher Mitleid mit dir haben als dich zu verurteilen. Deine Mutter erkennt nicht mehr, wie oft du da bist. Diese innere Verbitterung ist ihre letzte Bastion - die kannst du nicht niederreißen, egal, wie oft du bei ihr sitzt.


    Und falls du doch noch weiter zu ihr gehst ... und sie fragt dich, was sie verbrochen habe, dann sage in verschiedenen Versionen folgendes:


    Mama (o.ä.), es tut mir leid. Du bist sehr krank. Du hast nichts verbrochen. Niemand kann etwas dafür und ich kann leider nichts machen. Niemand kann das ....


    Keine Sachen über früher mehr sagen, keine Rechtfertigung, gar nichts ...

    Es bringt sowieso nichts, da noch etwas mit ihr aufzuarbeiten. Die unschönen Erlebnisse mit ihr als Mutter musst du wahrscheinlich anders bewältigen (es gibt wirklich sehr gute Therapeuten, wie wir - meine Tochter und ich - aus der Erfahrung sagen können).


    Und so ein Satz (wie ich oben schreibe) entspricht deiner liebevollen Art, die du sowieso hast. Du kannst diesen Satz gern auch abwandeln, aber ich würde an deiner Stelle so ähnlich sprechen, weil du so auch in deiner Mitte bleibst und dir sicher bist: DU bist nicht schuld daran, dass dich deine Mutter so schlecht behandelt hast. Das ist ihre Schuld gewesen.


    Aber viel wichtiger ist es, dich diesen Begegnungen nicht mehr auszusetzen. Deine Mutter wird doch jetzt gut betreut. Besser geht es nicht (mehr).


    ((Es ist auch in meiner Sache nicht einfach, dieses Sterben meiner Mutter in Zeitlupe auszuhalten, es fühlt sich wirklich grausam an. Rose hat absolut passende Worte gefunden! Am Wochenende war meine Tochter hier und wir mussten uns ganz oft gegenseitig versichern, dass wir mehr nicht hätten tun können.))


    Liebe Alfi, sei ganz lieb gegrüßt.

  • Hallo Alfskjoni

    schade, dass Dein Besuch bei Deiner Mutter so wenig freundlich war, dennoch schön hier von Dir zu hören!

    Und irgendwann geht es dann immer richtig los dass ich „ein harter Brocken wäre“ , ich würde ja eh nur dasitzen, die Gegend/ das Heim (überhaupt Heim), die Angestellten, die Bewohner, das Zimmer, seit neustem auch mein Mann, ich sowieso, alles übelst.

    Zufriedenheit und Glücklich-Sein Deiner Mutter haben - so glaube ich - mit Dir als ihrer Tochter nix mehr zu tun. Egal, was Du jetzt für sie machen würdest, es wäre falsch und sie wäre nicht zufrieden. Vielleicht weiß sie nicht mehr wie "zufrieden" geht ...

    In solchen Situationen, die ich auch mit meiner Mutter erlebe (Du erinnerst Dich: "Schwestern im Geiste ... "), gebe ich mir innerlich immer diesen Rat: "Distanziere Dich emotional. Du hast getan, was in Deiner Macht stand, damit es ihr gut geht, für den Rest bin ich nicht verantwortlich."

    Und wie schön, dass das Leben mit Deinem Mann, den Jungs und den flauschigen Tierchen prima ist!

    Alles Liebe, SunnyBee

  • und dann gehe ich so 10 cm kleiner als vorher.

    Liebe Alfi,

    Ich überlege wirklich, wie man dir noch nehmen kann, dass du dich klein gemacht fühlst durch den Kontakt mit deiner Mutter.. könntest du versuchen, deiner Mutter weniger Macht über dich zu geben?

    Noch weniger Kontakt, wie auch schwarzer Kater schreibt, kann dazu gehören.

    Und dir im inneren vorstellen, dass du deiner Mutter die Verantwortung für ihr Leben lässt, die hast nicht du für ihr Innerstes.

    Nimm ihr die Kraft dich zu verletzen!! Du bist in deinem Alter nicht mehr von ihrer Anerkennung abhängig!

    Liebe Grüße nochmal

  • liebe Rose,

    Weißt Du es ist für sie ganz schlimm dass ich so glücklich und aufrecht mein Leben genieße und dass sie mich nicht mehr „kleinkriegt“. Deshalb nennt sie mich ja nun „kalt“ und „harter Brocken“. Ihr Gift wirkt nicht mehr .


    Es ist mehr so ein Phantonschmerz der meine Vergangenheit betrifft, dass ich das früher nicht einordnen konnte und: dass sie mich wirklich nicht mag. Sie mag und mochte nur , wenn man sie umwirbt.


    Und auch der Schmerz dass jemand, und dann auch noch meine Mutter, nur noch böse Worte für mich hat.

    Das passt irgendwie nicht in (mein) Weltbild.


    Aber: dieses Herzklopfen, Schlafstörungen, Trauer und auch Angst vor: das ist weg.


    Es ist eigentlich vor allem dieses UNGLAUBLICHE.


    Schönen Abend Euch allen Lg Alfi

  • Zufriedenheit und Glücklich-Sein Deiner Mutter haben - so glaube ich - mit Dir als ihrer Tochter nix mehr zu tun. Egal, was Du jetzt für sie machen würdest, es wäre falsch und sie wäre nicht zufrieden. Vielleicht weiß sie nicht mehr wie "zufrieden" geht ...

    In solchen Situationen, die ich auch mit meiner Mutter erlebe (Du erinnerst Dich: "Schwestern im Geiste ... "), gebe ich mir innerlich immer diesen Rat: "Distanziere Dich emotional.

    Liebe Sunny,

    Ja alles so zutreffend.

    Und dann die nachträgliche Trauer darüber, dass es ja eigentlich immer so war.

    Jau: Distanz. Fahre aktuell 1x die Woche hin. Für mich. Für mein Pflichtgefühl. Mit ein bischen Glück schläft sie nächstes Mal 😉 und ich werde definitiv nur ganz kurz bleiben. Ruhig da sitzen und das erwachende …Boshafte will ich nicht mehr.

    Alles Gute Alfi 🍄

  • Mama (o.ä.), es tut mir leid. Du bist sehr krank. Du hast nichts verbrochen. Niemand kann etwas dafür und ich kann leider nichts machen. Niemand kann das ....

    Liebe Schwarzerkater alles schon gesagt. Es kommt nichts an. Die Leitung ist einseitig gekappt. Verstand und Empathie, waren eh nur beschränkt vorhanden, sind schon gegangen. Für immer.

    Alles Gute Alfi

  • Liebe Schwarzerkater alles schon gesagt. Es kommt nichts an. Die Leitung ist einseitig gekappt. Verstand und Empathie, waren eh nur beschränkt vorhanden, sind schon gegangen. Für immer.

    Liebe Alfi, ach da habe ich mich ungenügend ausgedrückt. Dieser Satz, der war nur (!!!!) für dich gedacht, damit DU eine innere Sicherheit hast (= Ich habe alles gesagt, mehr geht nicht!) . Eine Reaktion von deiner Mutter kannst du nicht mehr erwarten ... das habe ich eigentlich mit all meinen Worten versucht zu sagen. Es wird sich mit deiner Mutter nichts mehr klären, es ist wie du schreibst: Für immer!


    Und: Wenn du das schon gesagt hast, dann HAST du alles getan.

    Für deine Mutter ist gesorgt - du kannst sonst nichts mehr tun!

    Alles Liebe!

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo Alfskjoni, den Gedanken aus der Runde möchte ich mich anschließen, mit einer Ergänzung.


    Ich habe folgendes Muster herausgelesen: Wenn Sie kommen, ist Ihre Mutter in Ihrer Welt mit dem Sauerstoffgeräte und den anderen sichtbaren Zeichen einer palliativen Versorgung.


    Sie ist mit sich selbst beschäftigt und die Aussage "was habe ich verbrochen, dass es mir so schlecht geht" kann eine Form des Selbstmitleids sein aber auch eine Selbstreflexion, die nun in der letzten Lebensphase eintritt und sich durch die Demenz und die Kraft der alten Persönlichkeitsstörung wieder verliert.

    Es kann ihr helfen, wenn Sie fragen, ob sie darüber sprechen oder sich mitteilen möchte. Wenn nicht, gehen Sie, erklären können Sie Ihrer Mutter wahrscheinlich nicht viel.


    Die alten narzisstischen Muster sind noch sehr stark sind und haben eine selbstschützende Wirkung.


    Das alles kennen Sie nur zu gut und Sie haben es viel zu lange ausgehalten. Sie dürfen also aus meiner Sicht mit dem besten Gewissen 10cm größer herausgehen, denn es ist ein großer Liebesdienst den Sie Ihrer Mutter trotz allem erweisen und wenn sie den noch nicht nehmen kann - ist das nicht Ihr Problem oder?


    Bitte genießen Sie weiterhin die schönen Seiten Ihres Lebens, denn die bleiben!

    Ihr Martin Hamborg

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