Häufigkeit von Demenz

  • Zur Zeit wurden bei 1,8 Millionen Menschen in Deutschland Demenz diagnostiziert. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Als Ursache dafür werden die hormonellen Veränderungen vermutet, die bei Frauen im Alter tiefgreifender sind als bei Männern.


    diagnostizierte Demenz bei Männern nach Altersgruppen

    1,7%

    3,3%

    6,6%

    12,2%

    19,1%

    29,1%




    65-69

    70-74

    75-79

    80-84

    85-89

    über 90







    diagnostizierte Demenz bei Frauen nach Altersgruppen

    2%

    4,2%

    8,5%

    15,6%

    25%

    39,1%




    65-69

    70-74

    75-79

    80-84


    85-89


    über 90





    Quelle: Dt. Alzheimergesellschaft

  • Zur Zeit wurden bei 1,8 Millionen Menschen in Deutschland Demenz diagnostiziert.

    Ich vermute, dass die Dunkelziffer noch höher ist ... und mache mir manchmal Gedanken, warum die Zahl der Dementen steigt und steigt. Die Ursache kann nicht allein darin liegen, dass die Menschen immer älter werden.

    Viele Menschen werden heute bereits um die 70 herum dement und da würde ich noch nicht von hochbetagt sprechen. Was also begünstigt Demenz bzw. führt zum Überschreiten der Demenzschwelkle? Umweltgifte in Wasser und Luft? Diverse Stoffe in Nahrungsmitteln? Kosmetika? Medikamente, die flächendeckend eingenommen werden? Genetische Veränderungen des Erbguts?

    Sicher ist es ein Faktorenbündel die Ursache ... Aber mich würden wirkliche Forschungsergebnisse sehr interessieren. Ich lese, was ich finden kann, aber nicht alles ist einfach öffentlich zugänglich bzw. es kostet Zeit, sich in das Thema professionell einzuarbeiten. Ich kenne das von meinen eigenen wissenschaftlichen Themen.

  • Ich vermute, dass die Dunkelziffer noch höher ist ... und mache mir manchmal Gedanken, warum die Zahl der Dementen steigt und steigt.

    Hallo schwarzerkater,

    ich gehe auch von einer Dunkelziffer aus und schätze die Gesamtzahl der Dementen um ein Viertel höher. Ich denke nur daran, dass die ersten Symptome bei der Schwiegermutter drei Jahre vor der ärztlichen Diagnose auftraten. Andererseits war sie damals auch mit diesen Symptomen noch in der Lage ihr Leben (halt mit mehr Pannen) zu leben. Das würde dann doch dafür sprechen nur die diagnostizierten Fälle zu zählen.
    Zu den möglichen Ursachen: Ich habe mich etwas mit Ernährung befasst und denke, die Ernährung ist der Faktor, der sich in den letzten Jahrzehnten am dramatischsten gewandelt hat. Stichwort: Berufstätigkeit der Frauen (mehr Arbeitszeit für alle und deshalb weniger Reproduktionszeit für alle) und damit weitgehendes Wegfallen von selbstgekochtem, frisch zubereitetem Essen, statt dessen häufiger Verzehr von "schnellen" Kohlehydraten, industriell verarbeiteten Lebensmitteln u.a.m.
    Es "...haben Wissenschaftler der Columbia-Universität in New York herausgefunden, dass durch regelmäßige sportliche Betätigung und eine gesunde Ernährung das Risiko für Alzheimer um bis zu 60 Prozent gesenkt werden kann. "
    Alle anderen Risiko-Faktoren, haben sich in Summe weniger rasch als unsere normale Ernährung verändert.

    9 Mal editiert, zuletzt von Buchenberg ()

  • Von einer sehr hohen Dunkelziffer gehe ich auch aus. Wir ihm Forum wissen ja nur zu gut wie toll sich viele demente selbst vor Fachpersonal verstellen können. Dazu habe ich den Eindruck das gerade viele Hausärzte mit Demenz nur wenig am Hut haben.


    Ich sage es immer wieder, unsere Gesellschaft steuert da in eine Pflege-Katastrophe hinein. Erst neulich haben wir uns darüber in meiner Demenz-Angehörigengruppe unterhalten. Die Seniorenversorung müsste da viel mehr Aufmerksamheit bekommen.


    Ein anderer Faktor ist meines erachtens die heutige Medizin (die wir zum Glück haben!). Ich gehe jetzt mal z.b. von der vaskulären Demenz aus, da gibt es Vorerkrankungen z.b. Diabetes, Bluthochdruck, Herz und Nierenleiden etc. da wäre ein Teil der heute Demenzkranken früher gar nicht so alt geworen um eine entsprechende Demenz zu entwickeln.

    Dann gibt es andere schwere Krankheiten z.b. Krebs die (zum Glück) sehr aggressiv behandelt werden. Die Langzeitfolgen einer erfolgreichen Behandlung sind aber oft gar nicht überschaubar. Wir haben sehr viele Krebserkrankungen in meiner Familie. z.b. meine Schwester hatte vor ziemlich genau 9 Jahren Brustkrebs, zum Glück konnte dieser erfolgreich behandelt werden und wir alle sind dafür sehr sehr dankbar. Trotzdem hat sie auch noch heute mit einigen Spätfolgen der Chemo (z.b. Nervenschäden) zu kämpfen. Welche Auswirkungen das aber mal in 40 Jahren hat mag halt niemand vorauszusagen.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!