Wechsel Krankenhaus ins Pflegeheim

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  • Ich wollte euch informieren, dass meine Mutter heute Nacht plötzlich und für uns trotz allem sehr schnell gestorben ist.

    Wir haben es nicht voraus gesehen und ich war leider nicht da. Das ist für mich sehr schwierig.

    Zum Glück war aber mein Bruder da in ihren letzten Stunden.


    Im Moment bin ich leer und traurig.

  • Liebe Anette K

    mein aufrichtiges Beileid zum Tod Deiner Mutter, das ist sehr traurig. Ich hoffe, Deine Mutter durfte einfach einschlafen. Es war jetzt aber doch überraschend, nach Deinen letzten Berichten sah es so aus, als ob sie noch ein wenig im Heim "angekommen" wäre.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die nächste Zeit, es wird sicher nicht einfach werden, alles zu verarbeiten. Alles Liebe und Gute,

    SunnyBee

  • Liebe Anette K,

    ich sende dir ebenfalls mein tief empfundenes Beileid. Deine Mama durfte nun Frieden von ihrem Leid finden ... , sie scheint ganz zum Schluss auch noch in eine tiefe Akzeptanz gekommen zu sein (so wie du es beschrieben hast). Du hast so viel Sorge um sie getragen, alles Menschenmögliche für sie getan. Aus deinen Worten sprach immer so viel Liebe ... Das ist alles nicht verloren, bestimmt nicht. Du wirst sehen, dass sich bald in die Traurigkeit wieder Sonnenstrahlen mischen. Es braucht ein bisschen Zeit, aber je mehr du siehst, dass alles so seine "Richtigkeit" hatte, um so eher kommt zur Traurigkeit eine große Zufriedenheit mit allem, was war und ist. So habe ich es erlebt - und so wünsche ich es dir.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Annette K, den wunderbaren Worten von schwarzerkater möchte ich mich von Herzen anschließen!


    Von dem was Sie in den letzten Tagen geschrieben haben, fügt sich jetzt vielleicht alles gut zusammen und erleichtert etwas die notwendende Trauer.

    Ihre Mutter ist (wie so oft einige Tage vor einem unerwarteten Tod) besonders klar gewesen.


    Sie hat das Glück, dass sie mit ihren zwei Kindern ihre widersprüchlichen Gefühle leben durfte.

    • Ihre Tochter konnte Sie Anteilnehmen lassen, wie gut sie sich eingelebt hat und wir geborgen sie sich im Heim fühlen konnte.
    • Mit ihrem Sohn hat sie die andere Seite gelebt, sozusagen eine Stufe zurück im Trauerprozess. Damit hat sie leider seine Bedenken in einer Art aufschaukelndem Teufelskreis verstärkt, auch wenn die Sachebene klar ist, mit seinen Emotionen konnte er noch nicht folgen, - auch das ist völlig normal und braucht seine Zeit. (Oft übernimmt eine Tochter diese Rolle.)

    Berührt hat mich, dass ihr Bruder im Zeitpunkt des Todes dabei war.

    So konnte er ggf. die Geborgenheit dieses "zurück-daheim-sein" spüren. Es ist ja nicht an den Ort, sondern an die Beziehung gebunden.

    Das kann ein starkes Geschenk einer sterbenden Mutter sein! Würde Ihr Bruder das annehmen? Haben Sie ausführlich über die letzten Stunden sprechen können?

    Ihnen viel Kraft und die gemeinsame Einsicht, dass es so viel besser gelaufen ist, als es erwartbar war.

    Ihr Martin Hamborg

  • Liebe Annette,

    du hast deine Mutter geliebt und du hast an deiner Mutter und mit deiner Mutter gelitten. Dieses Leid geht zu Ende, deine Liebe nicht.

    Wir alle tragen nicht nur Verantwortung für einen einzigen Menschen. Du wirst neue Kraft finden, je mehr du dich den "Deinigen" (nicht nur in der Familie) zuwendest.
    Vielleicht wäre es in deinem Falle auch gut, wenn du dieses Forum für dich schließt und beendest, damit du nicht am Leid der anderen hier alte Wunden bei dir wieder aufreißt.

    Für dich beginnt eine neue Reise.

    LG Buchenberg

  • Ich danke euch für die tröstenden Worte.

    Meine Mutter ist erlöst und darf nun zu ihrem geliebten Mann, meinen liebevollen Vater gehen.

    Sie musste viel Leid ertragen.


    Mich plagt es, dass ich nicht bei ihr in den letzten Stunden war, obwohl ich gedanklich trotzdem immer bei ihr war.

    Wir sind gerade ein paar Tage verreist, da wir Erholung nötig hatten. Dass meine Mutter so schnell sterben wird , das hätte ich nicht gedacht. Wir haben nun gepackt und sind auf der Rückfahrt

  • Liebe Annette,

    Auch von mir aufrichtige Anteilnahme!! Und es tut mir sehr leid, dass deine Mutter in deiner Abwesenheit, sogar während deines Urlaubs verstorben ist, doch vielleicht wollte sie sich schützen und konnte in Anwesenheit deines Bruders leichter gehen. Dadurch wird er dir immerhin genau sagen können, wie es zum Schluss war, sofern du es genauer wissen möchtest.

    Mein Vater ist auch verstorben, während ich auf einer Schiffsreise war, eine blöde Situation.. aber ich wünsche dir, dass du bald die Erholung nachholen kannst. Für deine Mutter freut es mich, wenn sie nun wieder mit ihrem Mann vereint ist, vermutlich ist ihr eine schlimmere Demenzphase erspart geblieben..


    Alles Liebe für dich 🌹

  • Liebe Anette K,

    auch ich sage Dir mein tiefes Mitgefühl.

    Oft ist es so, dass Menschen leichter sterben, wenn die Person, die ihnen sehr nahesteht nicht dabei ist - vielleicht würde das den Abschied zu sehr erschweren.

    Aber Eure Verbundenheit bleibt dennoch erhalten, ohne jetzt von den Belastungen der Erkrankung getrübt zu werden.

    Vielleicht kann Dir Dein Bruder mit Erzählungen vom Abschied helfen.

    Ich wünsche Dir ein gutes Verarbeiten der Ereignisse. Von Herzen.

  • Vielen Dank! Eure Worte trösten mich und tun mir gut. Ihr habt mir in den 6 Monaten so geholfen mit euren Tipp und eurer Unterstützung. Und jetzt ging alles so schnell.

    Aber ich bin froh für meine Mutter, dass sie nicht so lange leiden musste und nun "nach Hause " darf.

    Es war so eine intensive Zeit mit meiner Mutter. Sie fehlt mir sehr.

  • Liebe Annette, in den letzten Monaten der besonderen Sorge um das Wohlergehen deiner Mutter, die Frage, wo ist der richtige Platz für sie, wie schaffst du was am besten und wieviel darf man auf das eigene Leben schauen - haben eure Beziehung sicher nochmal intensiviert und es ist unweigerlich mit Schmerz verbunden, den geliebten Menschen gehen zu lassen.

    Aus eigener Erfahrung (allerdings mit Ehepartner) kann ich sagen, du wirst/kannst auf Dauer sehr froh und dankbar sein für alles, was du für deine Mutter getan hast und wie sehr du ihr zur Seite gestanden hast, sicher oft über deine Kraft hinaus. Außerdem hört die Bindung und die Liebe mit dem Tod nicht auf, du wirst immer mal wieder im Ohr haben, was deine Mutter nun gesagt/geraten hätte o.ä.

    Auf jeden Fall: du hast alles richtig gemacht, für einen guten Platz für deine Mutter gesorgt, sie beim einleben begleitet - mehr geht nicht.

    Wir sind alle nicht allmächtig ;)

    Gib dir Zeit für die Trauer, aber ich wünsche dir auch, dass du bald genießen kannst, wieder mehr Raum für eigene Interessen mit hoffentlich weniger Sorgen zu haben und dich nach und nach dem Leben mit seinen unbelasteteren Seiten zuwenden zu können. Ob mit einem neu geplanten Urlaub ohne Rücksicht auf deine Mutter oder vllt sogar eine Reha (ganz für dich) nach der Pflegesituation (würde dir meines Wissens nach zustehen und sowas kann mega gut tun).

    Liebe Grüße und alles Gute für die kommenden Tage und Anforderungen..


    (Ich bin immer noch mit dem Nachlass meines Bruders beschäftigt :/)

  • Liebe Rose, deine Worte trösten mich sehr. Du kannst aus deiner eigenen Erfahrung nachfühlen, wie es mir geht. Einen Partner zu verlieren, stelle ich mir um ein vielfaches schwerer vor. Ich bewundere deine Kraft, aber das war für dich auch ein schwerer Weg.

    Ich fahre jetzt das erste Mal ins Heim ins leere Zimmer meiner Mutter, um Kleider für das Bestattungsinstitut zu holen.

    Ich hoffe, du kannst das Bürokratische für deinen Bruder gut regeln. Hab einen schönen Tag.

  • Liebe Annette,

    Das stelle ich mir auch seltsam vor nun in das Zimmer deiner Mutter, nimm dir vllt einige Minuten dort um dir bewusst zu sagen, nun ist es überstanden, alle Ängste und schweren Gefühle haben sich für deine Mutter aufgelöst 🙏

    Und ja, den Ehepartner zu verlieren (jedenfalls wenn es eine gute Beziehung war) ist vor allem in jungen Jahren vielfach schwerer, da zunächst gefühlt die eigene Zukunft mitstirbt, alles auf den Kopf gestellt wird, unsere Kinder gingen nach und nach aus dem Haus und ich wurde ja nicht gefragt, ob ich die Kraft habe - sie musste eben irgendwo her kommen - und dann kommt sie auch ;) Ich wollte nicht unsere Kinder auch noch verlassen. Trotzdem muss man funktionieren und weitermachen, bewundern muss man mich nicht(auch wenn die Anerkennung dessen guttut), vieles wie meinen Beruf konnte ich nicht wieder aufnehmen. Aber ich habe mir mein Leben neu zusammen gepuzzelt mit neuem Partner, Patchwork Family und jetzt, wo meine Mutter in die friedlichere Phase gekommen ist, ich mich aber auch nicht mehr fertigmachen lasse, und akzeptiere, dass ich vermutlich nicht so oft wie andere Angehörige daneben sein kann, geht es (meist) gut.

    Du wirst es schneller schaffen!!


    (Hoffe, dieser kleine persönliche Ausflug wird mir nicht krumm genommen.. es zeigt vllt, dass wir alle unsere ureigene Vorgeschichte haben)


    ❤️ Liche Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Rose60 ()

  • Liebe Anette K,


    mein Mitgefühl möchte ich dir aussprechen. Mögen dich in diesen Zeiten immer wieder zugewandte Menschen fest in den Arm nehmen und auch ohne Worte trösten.

    Lieben Gruß

    Harzhexi

  • Das ist sicher sehr sehr schwierig 😣

    Viel Kraft und gute Energie für dich!

    Manchmal kann nur das erlebte uns für die Zukunft formen. Deine positiven Gedanken mögen die Zukunft für dich gestalten 😒alles alles Gute!!!🍀

  • Hallo alle mir so vertraut gewordenen,

    die Beerdigung meiner Mutter war nun vor einer Woche und ich war sehr ergriffen, wieviel Wertschätzung meine Mutter und wir erfahren durften.

    Ich habe in der Gruppe weiterhin still mitgelesen. Da es mir nicht so gut geht und ich das letzte Jahr nun verarbeiten muss, werde ich mich von euch (schweren Herzens) vorerst verabschieden. Ich muss mein Leben wieder anders ausrichten und versuchen, nach vorne zu schauen und mehr Lebensfreude zu bekommen. Ihr seid mir in den letzten Wochen so vertraut geworden, dass mir das schwer fällt, aber ich glaube, dass es für mich wichtig ist.

    Ich wünsche euch und euren lieben Angehörigen von Herzen alles Liebe und Gute. Bleibt stark und positiv und genießt das Leben. Es kann sich alles so schnell ändern.

    Vielen lieben Dank für eure Unterstützung. Wenn ich euch nicht gehabt hätte, wäre ich oft verzargt und ratlos gewesen.

  • Liebe Annette,

    Von mir einen herzlichen Abschiedsgruss!

    Vielleicht schaust du in einem Jahr - zum Todestag - noch einmal in dieses Forum - für einen Gruss an deine Mutter und an die hier noch Verbliebenen?

    Buchenberg

  • Liebe Anette,

    das verstehe ich alles gut. Es braucht auch oft einfach wirklich die Zeit für die Verarbeitung. So habe ich es im Frühjahr nach dem Tod meines Bruders erlebt, da kam nochmal für ein paar Wochen vieles hoch, aber durch mentale Lenkung auf schöne Umgebung in einer Urlaubswoche hat sich das sehr gebessert. Du hast dir jedenfalls nichts vorzuwerfen, so wie ich es aus deinen Beiträgen hier entnehmen konnte! Und das ist viel wert

    Alles Liebe für dich :)

  • Liebe Anette, völlig verständlich, dass Du Dich nun auf Dich und Dein Leben besinnen musst.

    Der Weg wandelt sich ja deutlich, es gibt viel zu verarbeiten aus der vergangenen Zeit, Neues wird auf Dich zukommen.

    Ich wünsche Dir von Herzen einen guten Weg, nimm Dir die nötige Zeit dafür.

    Alles Gute Dir.

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