Das leidige Thema Erbschaft

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  • Ich finde, in diesem Forum sollte es durchaus auch möglich sein, über Themen den Austausch zu suchen, die zwar nicht direkt mit der Demenz zu tun haben, aber für die Angehörigen im Zusammenhang mit der Demenz doch belastend werden - und gerade über diese Dinge mag man ja nicht in jedem anderen Forum schreiben, sondern in diesem geschützten, in dem die Mitschreibenden auch schon ein bisschen wissen, wie belastet die einzelnen Mitglieder durch ihre persönliche Problematik sind. Daher bin ich dafür, auch solche "leicht abseitigen" Themen zuzulassen, zumal dann, wenn die Überschrift es ja auch schon eindeutig bezeichnet.

    Auch wenn ich möglicherweise mit der Thematik anders umginge, so hast Du, Carolina, dennoch mein Mitfühlen in Deiner Not.

  • Danke Ecia, Schwarzerkater, Rose etc. dafuer, dass ihr offensichtlich so denkt, wie ich auch. Es gehört trotzdem zu den Problemen dazu - ob man will oder nicht.


    Hoffe, dass wir auch weiterhin ein bisschen offen fuereinander da sein können!

    Alles Liebe!

    Liebe Gruesse

    Weit Weg

  • Danke Ecia25.

    Es ist ein Problem von vielen Leuten, gerade auch in der jetzigen Zeit wo man ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans.

    Man kann das Thema auch woanders hin im Forum verschieben.

    Für die Dementen darf man sich trotz eigener Erkrankung krumm machen, aber selber auf der Strecke bleiben?!

    So geht das nicht.

    Ich habe eben gerade meine Mutter unterwegs auf dem Weg zum Einkaufen gesehen.

    Und mein Telefon hat aufgehört zu klingeln seit ich ihr von der Erbsache erzählt habe.

    So, so, plötzlich kann sie wieder laufen.

    Das wird jetzt schön verdrängt, so wie sie bisher alles verdrängt hat.

    Trotzdem wird sie noch Post von mir bekommen.

  • Dann mache ich mich halt unbeliebt: Ich denke, diese drei Foren sind für Angehörige, die sich um "ihre" Demenzkranken kümmern wollen und die daraus entstehenden Probleme diskutieren wollen. Erbstreitigkeiten gehören nicht zu diesen Problemen.

    Grüsse an Alle!

    Buchenberg

  • Dann mache ich mich halt unbeliebt: Ich denke, diese drei Foren sind für Angehörige, die sich um "ihre" Demenzkranken kümmern

    Was soll denn das heißen?

    Ich habe mich 5 Jahre um meine demente Mutter gekümmert, die alles ablehnt, lügt und manipuliert.

    Sie hat mich gar nicht verdient.

    Dass ich Erbin war, wusste ich nicht.

    Man hat es mir nicht gesagt.

    Entschuldige mal bitte.

    Für dich ist es wohl OK, dass ich dabei auf der Strecke bleibe.

    Ich gehe mit Demenz ins Bett und wache damit auf.

  • Liebe Carolina,

    es bringt dich und mich nicht weiter, wenn wir uns ineinander verbeißen. Ich habe dich von Anfang an unterstützt, als du hier im Forum die Frage gestellt hast, ob du dich (weiter) um deine demente Mutter kümmern sollst.
    Meine Meinung ist: Das brauchst du nicht, das musst du nicht, und vielleicht kannst du es auch nicht.
    Meines Erachtens gehören Erbschaftsstreitigkeiten nicht in ein Demenzforum. Da bist du anderer Meinung.
    Ich werde mich zu diesem "leidigen Thema" nicht mehr äußern.
    Grüße von Buchenberg

  • Meine lieben Mitschreib(t)er und Mitleser,

    einige von euch kennen mich schon ein wenig.

    Leider ist mein Vati am vergangenen Freitag verstorben!

    Nach den vielen Jahren Pflege zu Hause, selbst die meiste Zeit, kurz über einen ambulanten Pflegedienst ausgeführt und dann drei Jahre im Pflegeheim. Der erste Gedanke, der mir in den Kopf schoss war, als ich am Freitag zu Samstag in der Nacht am Bett meines gerade verstorbenen Vaters stand: " Das darf doch einfach nicht war sein!" Warum und wie er verstarb möchte ich im Moment nicht erzählen müssen. Es ist zu frisch! Ich habe auch lange überlegt, ob ich hierzu und überhaupt schreibe. Aber es fasst mich gerade an, weil ich mich, mit meinem Mann zusammen, um alles kümmere und kümmern darf/muss!

    Ich funktioniere gerade irgendwie! Gestern und heute nur im Marathon alles geklärt was bis hierher klären ist!

    Nun möchte ich aber was zum Thema Erbe sagen!

    Als meine Mutter 2005 starb, wollte ich meinen Erbanteil nicht haben, mein Vater sollte alles bekommen, aber meine Brüder bestanden auf ihren Anteil und ich wurde bequatschen, so kann man das sagen (Du hast dich um deine Mutti gekümmert, denk an deine drei kleinen Kinder, damals 4 Jahre alt, nimm es, Mutti hätte es so gewollt)!

    Ich entschloss mich unter diesen Aspekten dafür.

    Danach zog ich mich zurück. Habe aber nie meinen Vater allein gelassen. Wir lebten im gleichen Ort und meine Brüder paar Stunden von uns entfernt!

    Nun ja, mein Vater war 70 als meine Mutter starb, die Brüder weit weg, mein Vater wurde auch immer tüteliger und irgendwann wurde aus dem aus der Patsche helfen ("Mein Auto wurde aus der Garage gestohlen, Anzeige bei der Polizei, gefunden wurde es im Ort auf dem Penny-Markt-Parkplatz... Vati war einkaufen mit Auto und vergaß nach dem Einkauf, dass er mit Auto da war!), wurde Pflege draus!

    Nun geht es wieder um das Erbe. Nun das meines Vaters.

    Mein ältester Bruder hielt mit mir viele Jahre keinen Kontakt. Er rief mich am Sonntag an, ob es mir gut geht, ... und ich würde immer seine kleine Schwester sein, egal was irgendwann mal passiert sei. In dem Moment kamen mir die Tränen...da war nur mein Herz eingeschaltet. Heute kam mein Verstand diesbezüglich zurück und mir schimmerte da was. Ich hatte plötzlich das Gefühl, als müsste ich mich bei ihm für irgendwas entschuldigen müssen, aus seiner Sicht. Am Montag rief er wieder an. Er fragte nach wie der Stand der Dinge sei, für wann der Bestattungstermin feststeht. Ich hatte plötzlich damit reagiert: "Da ich ja die Vorsorgevollmacht habe, musste ich und könnte ich über Vatis Konten verfügen, das tue ich aber nicht, ich kläre nur noch was Resteinnahmen und -Ausgaben sind in seinem Sinne weiter und da wir von unserer verstorbenen Halbschwester noch eine Nichte haben, von der wir nicht wissen wo sie genau wohnt, nur die Stadt ist bekannt, werde ich schon allein aus diesem Grund den Erbschein beantragen. Ich möchte, dass es gerecht zu geht. So hat sie die Möglichkeit sich wenigstens selbst für oder gegen das Erbe zu entscheiden. Auch wenn kein Kontakt zum Opa bestand.

    Von meinen Brüdern, deren Kinder, hatten nämlich, bis auf eine Enkelin, die sich in den letzten Jahren mehr gezeigt hatte, auch keines sehen lassen oder eben nur einmal im Jahr.

    Daraufhin sagte mein Bruder: "Mach das ordentlich Schwesterherz, mach das ordentlich!" Da wurde mir klar, da spricht wieder mein Bruder der pensionierte Banker und private Schsuspieler. Gestern sollte er sich melden. Ich wollte wissen, wer aus seiner Familie zur Bestattung kommt. Ich erhielt keinen Anruf! Er weiß nun, was er wissen wollte!!!!! ;)

    Vielleicht kann mir jemand sagen, wie das mit dem Erbschein funktioniert?!?

    Ich hab am Dienstag erstmal einen Termin bei der Bank und dann????

    Mein Mann und ich müssen nun auch noch ganz schnell die Papiere für Steuererklärung meines Vaters für 2023/24 bis hierher zusammengestellten und ins Steuerbüro bringen. Durch das Steuerbüro ist es so zeitversetzt! Und da kann es ja durchaus sein, wenn Vati eine Erstattung erhält, sozusagen nach seinem Ableben, wäre das ja Erbmasse. Und die Auszahlung vom Finanzamt kann ja seeeeehr lange dauern, oder? ...und solange wird das Erbe ja auch nicht an die Erben verteilt?!? Und selbst schon meine Nichte ausfindig zu machen kann dauern und dann hat sie noch 6 Wochen Zeit sich zu überlegen, ob sie das Erbe annehmen will oder dies ausschlagen möchte!

    ...und es ist sowas von zum Heulen, dass ich mich mit solchem Plunder jetzt auseinandersetzen muss. Ich bin gerade sehr gefasst. Denke aber, jetzt funktioniere ich, vielleicht kommende Woche breche ich vielleicht zusammen. Wenn ich Vati immernoch nicht wieder sehen konnte. Gestern, Dienstag, Besuch bei Vati im Heim...Nein doch nicht.. er ist nicht mehr da!!! :|

    Vielleicht kann mir jemand erklären, wie das alles mit dem blöden Erbschein funktioniert. Denn bei meiner Mutti damals, weiß ich bis heute nicht, wer den beantragt hat.. ich hab nur eine Vermutung! :/ ;)

    PS: Klar gehört Erben, der Streit nicht unbedingt hier her...aber wie ihr lest, irgendwie dann doch wieder!

    Alles ist gut, womit wir uns hier im Forum gegenseitig stützen und unterstützen können. Bisher hatte ich den Eindruck, wir können hier über alles reden, auch mal schimpfen, Dampf ablassen! Also, ich verstehe alle Seiten... solange es nicht ausufert... denn wir kennen tatsächlich die Angehörigen des Anderen nicht! Können weder beipflichten noch gegen die Meinung des Erzählenden sprechen! Ihr kennt meinen Bruder auch nicht, ihr könnt euch nur ein Bild von meinem Geschriebenen machen ..und danach schlussfolgern!

    Mir spukt nun die ganze Zeit im Kopf rum, dass ich bei Vati im Zimmer die selbstangebrachten Rollos am Fenster hängend vergessen habe. Ich glaube, ich sollte schlafen... habe auch Wasser in meinen Füßen...ich muss noch bissel durchhalten! :|

    Gute Nacht ihr Lieben!

    ...ist das Leben nicht verrückt?

  • Herzliches Beileid Lorina!

    Ja, es trifft immer den/-diejenige in der Famile, die an das "Gute" im Menschen (auch bei den eigenen Geschwistern) glauben und sich kuemmern um ihre Eltern, die anderen können dann immer nur "klugschei..rn "!!!

    Lass dich nicht unterkriegen und pass auf auf dich. Leider kann ich persönlich dir keine Tips geben wegen des Ablaufs im Todesfall/Erbfall.

    Alles Gute ❤

    Liebe Gruesse

    Weit Weg

  • Mein Beileid Lorina, ich fühle mit Dir.

    Ich habe nachdem dem Tod meiner Mutter einen Erbschein beantragt.

    Das musste ich beim Amtsgericht ihres Wohnortes machen und das Buch der Familie abgeben mit ihrer Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Sterbeurkunde meines Vaters und meiner Geburtsurkunde. Geschwister habe ich nicht.

    Das war es dann auch, die sagen dir dort auch, was sie noch brauchen.

    Liebe Grüße und viel Kraft für alles was Du erledigen musst. Elfriede

  • Mein aufrichtiges Beileid für Dich, Lorina.


    Weißt Du, ob Dein Vater ein Testament gemacht hat? Bei meinem lag keines zuhause, deswegen habe ich vor Beantragung des Erbscheins das Nachlassgericht angeschrieben und gefragt, ob eines dort hinterlegt ist. Denn wenn es eines gibt, braucht es keinen Erbschein (wenn ich alles richtig verstanden habe), da nach der notariellen Eröffnung dann das gilt, was im Testament steht.

    Gibt es keins, dann wird der Erbschein fällig. Den kann man wie elfriede auch schreibt beim Nachlass-/Amtsgericht beantragen, vermutlich am letzten Wohnort deines Vaters.
    Die Kosten für den Erbschein werden dann in Abhängigkeit von dem aufzustellenden Erbsachen/Erbwerten ermittelt, die müssen dann auch per Formular eingereicht werden.

    Ihr müsst ja auch beim Finanzamt noch innerhalb von 3 Monaten (meine ich) den Erbfall anzeigen, dafür benötigt ihr eine Aufstellung der Erbsachen/-werte, die Infos braucht man dann auch für die Angaben beim Erbschein.

    Evtl. steht auch schon auf den Internetseiten des zuständigen Amtsgerichtes, was du alles mitbringen musst und wozu du ggf. eine eidesstattliche Erklärung abzugeben hast.

    Soweit ich weiß, muss das Amtsgericht dann über andere Ämter mithelfen bei der Suche nach der Nichte, wenn du/ihr alle Infos, die ihr zu ihr habt, dort mitgeteilt habt. Das werden sie dir aber beim Gericht auch mitteilen. Du kannst sicher den Fall auch vorab schildern und um Infos bitten, wie du jetzt am besten vorgehst - ich fand alle Stellen meines hiesigen Amtgerichtes bei Nachfragen super hilfreich und unterstützend.


    Wünsche Dir sehr, dass sich das gut auflösen lässt.

  • Liebe Lorina,

    mein Beileid zum Tod deines Vaters.

    Ergänzend zu dem, was thalia24 geschrieben hat: Falls dein Papa kein Testament hinterlassen hat, tritt die gesetzliche Erbfolge ein, dass heißt alle Kinder erben zu gleichen Teilen. Vermutlich kann dein Bruder es schon deshalb nicht abwarten, dass der Erbschein kommt. Du hast deinen Papa aber jahrelang gepflegt und diese Arbeitsleistung kann aufs Erbe angerechnet werden, dass heißt von der Erbmasse abgezogen, bevor sie verteilt wird. Falls du den Verdacht hast, dass dein Bruder dir das nicht zugestehen möchtest, solltest du dich umgehend rechtlich beraten lassen.

  • Erbschaften sind eine juristische Angelegenheit und gehören ja nicht zu den Demenzproblemen, über die wir uns hier austauschen. Ich will aber kurz unsere Erfahrungen berichten:
    Von den Eltern meiner Frau gab es ein notarielles Testament, das wir frühzeitig bei dem Erbschaftsamt ihrer früheren Heimatstadt angefordert hatten. Nach dem Todesfall beider Eltern wollte das Amtsgericht ihres letzten Wohnsitzes dieses Testament haben. Von dort erhielt meine Frau nach dem doppelten Todesfall ein Protokoll über die Testamentseröffnung, quasi eine amtliche Bestätigung, dass das Testament gültig ist. Uns wurde versichert, dass dieses amtlich bestätigte Testament ausreicht, um alle Erbangelegenheiten mit Banken usw. zu regeln. Einen Erbschein benötigten wir nur, falls Immobilienbesitz vererbt worden ist. Wir haben dennoch einen gemeinsamen Erbschein für alle eingetragenen ErbInnen beantragt. Der Erbschein kostet was - umso mehr, je größer die Erbschaft ist.
    Das sind unsere Erfahrungen.

  • Liebe Lorina, mein tiefes Mitgefühl für das, was Du jetzt mit dem Tod Deines Vaters erleben musst.

    Bei uns lief die Sache mit dem Erbschein so ab, dass nach der Meldung des Todesfalls der Mutter das Amtsgericht auf schriftlich uns zukam mit der Nachricht, dass der Erbfall nun eingetreten ist.

    Einige Fragen waren in diesem Schreiben enthalten, v.a. die, ob wir einen Erbschein beantragen, was wegen Immobilienbesitz nötig war.

    Meine Schwester reiste zum Wohnort unserer Mutter, ich konnte ihn aber vor Ort bei "meinem" Amtsgericht beantragen. Dazu hatte ich tatsächlich auch vorher beim Gericht angerufen und nachgefragt, bekam sehr ausführliche und freundliche Auskünfte.

    Letztlich bekam ich vom Gericht eigentlich genaue Anweisungen, wie ich vorgehen konnte. Das war sehr hilfreich, da ich auch sehr ahnungslos war in diesen Dingen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen auf diesen jetzt nötigen Wegen.

  • Liebe Lorina,

    zunächst mein Beileid zum Tode deines Vaters, ich wünsche dir die nötige Energie um nun alle Erforderliche zu regeln.

    Letztes Jahr mussten wir einen Erbschein nach dem Tod meines Bruders beantragen, da kein Testament vorlag und er keine sonstige Familie hatte. Ich habe alles notwendige beim Amtsgericht und der Bank telefonisch erfragt. Am schnellsten bekommt man den Erbschein beim Amtsgericht des letzten Wohnortes, geht aber auch über ein anderes näheres Amtsgericht, die es dann weiterschicken. Für die Beantragung braucht man das Stammbuch deines Vaters und oft einen Termin, den man telefonisch oder online machen kann.

    Ich würde an deiner Stelle aber durchaus bei allen Fragen die Stellen anrufen, die sind ja gewohnt, dass man nach einem Todesfall etwas konfus ist und helfen dir bzw.sagen dir, was du brauchst. Alles aufschreiben und To-do-Liste machen, das hilft.

    Das Amtsgericht schreibt die in Frage kommenden Erben in jedem Fall an, also falls es sowas nach dem Tod deiner Mutter gegeben hätte, wärst du informiert worden.

    Finanzamt braucht ein paar Monate normalerweise, aber es wird ja vermutlich nicht viel zurück geben, worum du dir Gedanken machen musst.

    Ich mache es selbst über den Lohnsteuerhilfeverein, die sagen mir dann, was sie alles brauchen.

    Also nimm alles an Unterstützung an, was du bekommen kannst. Du musst nicht alles allein und vorher wissen!

    Liebe Grüße

    • Neu
    • Offizieller Beitrag

    Sehr geehrte Lorina46,


    auch ich möchte Ihnen meine aufrichtige Anteilnahme zum Tode Ihres Vaters aussprechen.


    Zum Thema Erben und Erbschein habe ich folgende Internetseite gefunden:


    https://www.erblotse.de/erbratgeber/erbscheinsantrag


    Dort sind alle notwendigen Informationen und notwendigen Schritte meines Erachtens übersichtlich und unkompliziert aufgeführt. Ich hoffe, es hilft Ihnen weiter.



    Mit freundlichem Gruß


    Birgit Spengemann

  • Liebe Lorina46, herzliches Beileid zum Tod deines Vaters, der nun hoffentlich an einem Ort mit Leichtigkeit weilen darf (man möchte und muss einfach daran glauben).

    Die Wunden sind jetzt noch frisch und schmerzhaft, zudem ist vieles zu erledigen. Dafür wünsche ich dir viel Kraft, auf dass bald die glücklichen Erinnerungen an die Oberfläche gelangen mögen.

    Alles Liebe <3

  • Liebe Lorina,

    Dir und Deinen Lieben alles Gute in der nächsten Zeit.


    Ich kann Dir nur einen Rat geben: Atme erst einmal tief durch.

    Du musst nicht alles sofort machen. Hast Du eine Vollmacht, die über den Tod hinaus ihre Gültigkeit behält? Die Beerdigung und alles rund um den Tod als solches muss organisiert werden und ggf. sollten noch offene Rechnungen sofort bezahlt werden, damit es nicht zu unnötigem Stress danach führt.

    Aber Du bist nicht dafür verantwortlich, mitten in einer noch so neuen Situation sämtliche das Erbe betreffenden Angelegenheiten sofort zu regeln. Der Fairness halber könnten alle potenziellen Erben und Nacherben über den Tod und die Erbschaft informiert werden (früher hat das mal der Staat gemacht... heute leider nicht mehr), damit sie sich ggf. dazu entscheiden können, das Erbe fristgerecht auszuschlagen, aber man muss da sicher niemandem eine genaue Summe nennen.

    Ich rate Dir sogar dringend davon ab, zu schnell zu viel zu tun, was nicht unmittelbar dringend und mit Frist verbunden ist, denn man steht noch unter Schock und kann nicht klar denken. Du schreibst selbst, "man funktioniert nur noch". Da passieren leicht Fehler und das bringt keinem was.


    Später ist immer noch genug Zeit. Wir reden hier meist von mehreren Monaten (oder gar Jahren) Frist. Da ist es erlaubt, erstmal ne Woche zu verschnaufen.
    Und sollte tatsächlich jemand so schnell auf der Matte stehen und nach Erbe brüllen, den kannst Du genau mit der Begründung gründlich zusammenschnauzen.


    Viel Kraft und noch mehr Ruhe. Verlier Dich nicht aus den Augen in dieser schwierigen Zeit.

  • Guten Tag miteinander,

    vielen Dank zunächst an euch/Sie alle für eure/ Ihre Beileidsbekundungen und die vielen Tipps.


    Mein Vater sollte ein Testament machen, das hat er aber nicht. Er war auch nicht so firm, was solche Dinge anbelangte. An sich ändert sich für mich nicht, ob ja oder nein, was das Testament angeht.

    Als wir über eine Anwältin dazumal mit Vati die Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erstellen ließen, wies sie mich auch daraufhin, dass ich als Pflegende diese geltend machen kann, was das Erbe angeht.

    Ich weiß nicht, das würde bedeuten, Anwalt, Kosten!? Vielleicht wäre eine Beratung auch über die Rechtschutzversicherung möglich?!

    Beim Amtsgericht werde ich kommende Woche anrufen, wenn ich am Dienstag bei der Bank war und vielleicht morgen oder am Samstag die Unterlagen wieder in der Post habe, mit der Sterbeurkunde. Erst dann kann ich die Versicherungen Kündigen, oder das Telefon abmelden. Eben solche Dinge.

    Es kreiselt nur in meinem Kopf!


    Frau Spengemann, Sie haben mir den Link angezeigt. Vielen Dank dafür!

    Ich habe schon mehrere Seiten durchgelesen... da gibt es viel Lesestoff!

    Mir geistert nur im Kopf rum, wann muss ich den Erbschein beantragen? Wie ist das Mit der Steuererstattung? Wird das alles seinen Gang gehen?

    Aber diese Fragen werden mir sicherlich vom Amtsgericht/ Nachlassgericht beantwortet werden können oder eben dann von einem Rechtsbeistand!


    Ich möchte auch nicht falsch machen, nichts versäumen! Es soll alles korrekt sein!


    Heute habe ich wirklich ein "Loch"!

    Ich fange mit Dingen an und laufe von Raum zu Raum und fange dann wieder was anderes an!


    Aber was schreibe ich... ist ja normal...


    Ich werde dennoch immer mal dieses Forum besuchen und eure Beiträge lesen.. sicherlich zumindest auch mal Hallo sagen!

    Weil da ist ja auch noch meine demente Schwiegermutter (84 Jahre alt). Also, so ganz bin ich mit dem Thema nicht durch! :)


    Passt gut auf euch auf! Fühlt euch gleich mal lieb von mir gedrückt!

    Bis dann, dann!!!

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