Und täglich grüßt das Murmeltier ...

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  • Liebe Alfi, der Tipp mit der Notlüge war nur für den Notfall gedacht. Wenn man an entsprechender Stelle offen und authentisch sein kann und darf, braucht es keine Notlüge. Aber der Mönch hat definitiv Recht .... bei manchen Menschen hilft die pure Offenheit (Offenbarung) nämlich nichts ... Du kennst da sicher welche ... ;)


    Aber gut, dass du dich so entschieden hast. Das wird dir gut tun. Alles Liebe.

    Du ich weiß wie Du’s meinst (nach soooo langer Zeit 🤩). Weißt Du meine Eltern haben oft richtig gelogen, total überzeugt. Hab das erst nach und nach kapiert und lerne erst langsam, eine Notlüge auch mal mit Genuss zu platzieren❤️l gAlfiute

  • Hallo Alfskjoni

    es schaut so aus, als ob DuDich schon entschieden hast, aber ich schließe mich den Vor-Schreibern an: wenn Dir allein der Gedanke an das Fest solches Unbehagen bereitet, solltest Du Dich dem nicht aussetzen, wenn keine zwingende Notwendigkeit besteht. Ich denke, die Unberechenbarkeit Deiner Mutter würde es gar nicht zulassen, dass Du so ein Fest auch ein bisschen genießen kannst.


    TanjaS

    Meine Mutter hat auch ein paarmal versucht, solche Kommentare als Witz abzutun und ich sollte nicht immer alles so ernst nehmen.

    Genau, das kenne ich gut ... wenn ich meine Mutter mal mit ihren unangebrachten und verletzenden Kommentaren konfrontiert habe dann hieß es immer: "Du nimmst das viel zu ernst" - "Du bist immer so empfindlich" und - mein persönlicher Favorit - "Du musst das auch mal hinter Dir lassen".


    So vieles funktioniert bei meiner Mutter durch die Demenz nicht mehr ... aber sie kriegt es noch hin, mich zu verletzen.


    Tut aber gut zu lesen, dass es anderen genauso geht - Dir alles Gute und halt' die Ohren steif.

    LG, SunnyBee

  • Danke SunnyBee Du auch!

    Tschüss 🍎lg Alfiute

  • Liebe Alfi -


    ich schließe mich den anderen an: Geh nicht auf's Sommerfest, wenn Dein Bauchgefühl Dir sagt, Du möchtest nicht. Ich bin ein großer Verfechter des Bauchgefühls. Meins liegt sehr selten falsch.


    SunnyBee; Alfskjoni: Unsere Mütter scheinen sich sehr ähnlich zu sein. Ich höre dann auch immer "Stell Dich doch nicht so an" oder "Du nimmst alles immer viel zu ernst". Gut ist auch "rede doch nicht so einen Unsinn" - immer, wenn sie etwas nicht hören will.


    Auch wenn ich weiß, dass ich es nicht ändern kann und sie es nach 5 Minuten wieder vergessen hat: Es tut trotzdem weh. Abstand hilft mir. Und ich denke nicht, dass meine Mutter merkt, ob ich alle 2 Wochen zu Besuch komme oder alle 4 Wochen.

    Euch noch eine schöne Rest-Woche!

    LG Tanja

  • Mein Favorit dazu "schaff dir mal ein dickes Fell an!!" (Wurde mir von Kind an gesagt🙄)

    Zum Glück habe ich dann in einer Therapie gelernt, dass Sensibilität auch was Gutes sein kann

  • Rose60 ; TanjaS

    Zum Glück habe ich dann in einer Therapie gelernt, dass Sensibilität auch was Gutes sein kann

    Genau! Ich dachte tatsächlich viele Jahre, dass ICH das Problem bin ... bis ich mit Mitte Vierzig drauf gekommen bin, dass Feinfühligkeit eigentlich eine gute Sache ist, weil es mir hilft, mich in andere Menschen hinein zu versetzen - eine Fähigkeit, die ich bei meiner Mutter schmerzlich vermißt habe.

  • Rose60: Den Spruch kenne ich auch von meiner Mutter. Dabei ist sie einer der dünnhäutigsten Menschen, die ich kenne.


    SunnyBee: Ich habe auch immer gedacht, dass ich das Problem bin. Ich habe stundenlang darüber nachgedacht, was ich getan oder gesagt habe, dass meine Mutter mich so anschreit und niedermacht. Aber nein, ich war nicht das Problem. Keine von uns ist das.

  • Ha!

    Also früher hat sie mich sehr oft zum Weinen gebracht und dann sagte sie immer ich solle „mit dem Gebrülle aufhören“.


    Und jetzt, besonders seit ich verheiratet bin (22 Jahre, also nicht nur jetzt 🤩) und Ihr sachlicher, ruhiger begegne, sagt sie oft ich bin kalt. Sie behandelt mich wie eine Zitrone, wo man nur lange genug quetschen muss, bis Saft rauskommt.


    Aber wie bei Euch: wenn man auch nur normal antwortet, ist sie beleidigt, gekränkt, boshaft.

    Das ist aber schon lange richtig richtig krass bei ihr. Wer weiß wann diese extreme Wesensveränderung oder auch Wesens…Konzentration los ging.

    50 Jahre sehr hoher Blutdruck bei meiner Mutter sind kein Pappenstiel.


    Und dann hatte sie ja vor 2 Jahren eine HerzklappenOP und ist nun besonders…speziell. Also noch boshafter als sonst.


    Das Forum ist super.

    Was ich wirklich, also wirklich traurig finde, dass wir uns nicht auf einer reellen sondern nur auf einer imaginären Insel befinden und uns so auch nie mal alle an einem gemütlichen Holztisch in einem gemütlichen Café treffen können 🫖

    Lg Alfi

  • Hallo Alfi,


    so oft ging mir dieser Gedanke bereits durch den Kopf...

    Gespräche mit euch, so wie du es beschreibst, führen zu können...


    Lieben Gruß

    Harzhexi

  • Was ich wirklich, also wirklich traurig finde, dass wir uns nicht auf einer reellen sondern nur auf einer imaginären Insel befinden und uns so auch nie mal alle an einem gemütlichen Holztisch in einem gemütlichen Café treffen können

    Da stimme ich total zu!

  • Mein Favorit dazu "schaff dir mal ein dickes Fell an!!"

    Liebe Rose, ... und ich favorisiere ein dickes Fell zum An- und Ausziehen, über das ich die freie Kontrolle habe ;)


    Also früher hat sie mich sehr oft zum Weinen gebracht und dann sagte sie immer ich solle „mit dem Gebrülle aufhören“.

    Liebe Alfi, leider ist das der Spruch, den mein Enkel (unter anderem) von seinem toxischen Vater zu hören bekommt ... ebenfalls ein sehr sensibles Kind. Es scheint jeden irgendwie zu erwischen - entweder selbst betroffen oder als Zuschauerin (was ein Alptraum ist). So schließt sich immer wieder der Kreis.

    Was ich wirklich, also wirklich traurig finde, dass wir uns nicht auf einer reellen sondern nur auf einer imaginären Insel befinden und uns so auch nie mal alle an einem gemütlichen Holztisch in einem gemütlichen Café treffen können 🫖

    Das habe ich mir auch schon oft gedacht ... auch wenn ich manchen hochreflektiert erscheine, so profitiere ich selbst enorm von diesem Forum, von euch allen und von Herrn Hamborg und den anderen Moderatoren.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde, den Wunsch nach einer echten Begegnung und Kennenlernen am großen runden Holztisch kann ich gut nachvollziehen, denn hier ist eine offene unterstützende Atmosphäre entstanden, in die immer wieder Mitlesende herzlich aufgenommen werden.

    Ob dies trotz oder wegen die sicheren Anonymität möglich ist, oder warum, könnten Wissenschaftler untersuchen oder nicht ...


    Aber ich persönlich finde es wertvoll, wie es ist und freue mich an den vielen Beiträgen von Menschen, die durch unschöne Charaktereigenschaften ihrer Mütter eine hohe Sensitivität und Empathie entwickelt haben und ausleben können.

    Ihr Martin Hamborg

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich ein bisschen rar gemacht, weil ich mit meinem neuen Job derzeit wirklich gut ausgelastet bin ...

    Dabei ist mir aber zum Thema "Angst vor Demenz" - welche mich ja auch immer wieder anschleicht - dieses eingefallen: solange ich noch in der Lage bin, Neues dazu zu lernen, bin ich wohl noch nicht betroffen ... ;) Und tatsächlich muss ich im Moment viel Neues lernen, das ist anstrengend, macht aber auch Freude. Ebenso die Erkenntnis, dass ich auch in meinem Alter noch Kompetenzen habe, die ich durchaus positiv in die Arbeitsabläufe einbringen kann.

    Bei meiner Mutter läuft es mal so, mal so ... zur Zeit kommt es sehr auf ihre Tagesform an. Neulich wollte sie unbedingt, dass ich ihren Koffer mitbringe ... da kam bei mir sofort der Gedanke, dass sie packen und gehen will/wird, wobei das natürlich sehr, sehr unwahrscheinlich ist, da sie das schon allein vom Kraftaufwand her gar nicht hinkriegt. Vielleicht will sie den Koffer einfach nur sehen und das Gefühl haben, dass sie "Optionen" hat ... :/

    Zur Zeit verbringen die Bewohner des Heims viel Zeit im Garten, fast jeden Nachmittag trifft sich eine Gruppe derjenigen, die körperlich etwas fitter sind, im Garten und sitzt in einer Runde. Das gefällt meiner Mutter und ich bin froh, dass sie etwas Anschluß gefunden hat, wobei sie sich natürlich dennoch bei mir über andere Bewohner beschwert (dement, doof, unruhig, etc. ...). Ich gehe nicht auf Diskussionen ein und reagiere wenig bis gar nicht auf Anschuldigungen ... sie hat keine Macht mehr über mich. Sie wird im Heim wirklich gut versorgt, versteht sich gut mit der Alltagsbetreuung (" ... eine gute Seele ... ") und ist gesundheitlich eigentlich gut dran, auch wenn sie das natürlich anders sieht.

    Euch allen ein schönes Wochenende!

    LG, SunnyBee

    Einmal editiert, zuletzt von SunnyBee ()

  • Hallöchen,


    ich wollte mich mal wieder melden und berichten, wie es zur Zeit so läuft: Am Wochenende habe ich (ausnahmsweise mal zusammen mit meinem Mann) meine Mutter im Pflegeheim besucht. Wie fast jedes Mal jetzt im Sommer und bei gutem Wetter sitzen wir im Garten des Pflegeheims und es gesellen sich im Laufe des Nachmittags andere Bewohner und auch Angehörige dazu, so dass dann ein mehr oder weniger großer Kreis entsteht, was eigentlich sehr nett ist. In der Zwischenzeit kennt man sich ein bisschen und ich plaudere auch mal mit anderen Angehörigen, bzw. Bewohnern.


    In den letzten Wochen habe ich folgende Beobachtung gemacht: Meine Mutter nimmt an Gesprächen nicht wirklich teil, sie wirft gelegentlich Bemerkungen (eher zusammenhanglos) in eine laufende Unterhaltung ein. Meistens beklagt sie sich über irgendwas, gerne auch über mich und meinen Bruder (auch wenn wir direkt daneben sitzen) und wartet dann auf eine Reaktion der anderen. Zum Beispiel spricht sie auch furchtbar gerne von "ihrem" Haus und dass sie wieder dorthin zurück will. Die anderen (Bewohner und/oder Angehörige) gehen darauf ein und erklären ihr, dass das Haus inzwischen verkauft wurde (jaaa, inzwischen haben es alle - außer meiner Mutter - mitgekriegt ...) und dann regt meine Mutter sich fürchterlich auf und macht giftige Bemerkungen über mich und meinen Bruder (wir sitzen immer noch daneben ...) und mir ist das alles schrecklich peinlich und ich würde mich am liebsten aus der Situation rausnehmen und flüchten ...


    Zum Glück war mein Mann dabei, da hat sie sich etwas zusammengenommen (bei ihm traut sie sich nicht alles), aber sie kann noch schlimmer ...

    Ich habe so ein bisschen den Verdacht, dass z.B. nicht alle Angehörigen anderer Bewohner eine Demenzerkrankung so richtig einordnen können - etliche Bewohner des Pflegeheims sind halt einfach nur pflegebedürftig aufgrund körperlicher Einschränkungen, aber sie sind eben nicht dement ...


    Meine Überlegung ist: 1) Ich kann nun wirklich nicht jeden, der mit meiner Mutter Kontakt hat, dahingehend coachen, wie mit ihr am besten umzugehen ist. 2) Ich mag keine Auseinandersetzung in dieser Runde, ich will nicht unsere eh schon komplizierte und fragile Familienbeziehung vor allen anderen ausbreiten. 3) Ich kann ihr manipulatives Verhalten nicht ausstehen, das kenne ich von früher und genau wie früher tut es mir nicht gut.


    Bisher ist meine Strategie, dass ich meine Mutter einfach reden lasse und sowohl sie als auch die - sicherlich gutgemeinten - Versuche der anderen Anwesenden auf sie einzureden, einfach ignoriere. Aber dabei hören die anderen halt nur die Seite meiner Mutter und wissen nicht, dass das meiste davon einfach nicht stimmt ...


    Bin grad etwas irritiert ...


    LG, SunnyBee

  • Ich kann dich gut verstehen!

    Du weißt das es nicht stimmt was Sie sagt! Versuch bei dir zu bleiben! Was die anderen denken können wir nicht wirklich beeinflussen. Es ist doch wertvoll das du immer wieder hingehst, Dich dem aussetzt. Du weißt das du gutes tust, das ist das was zählt! Sei stolz auf dich und gönn dir auch mal eine Pause!

  • Ach Sunny, ich kann Dich sooo gut verstehen und sage nur „Gänsefüßchen“ zu Deinem Text, der auch meiner ist.

    Du ich hab mich ja total rausgenommen: die Pflegerinnen gehen mit meiner Mutter zum Arzt etc. . Menschenaufläufe mit meiner Mutter meide ich nicht nur sondern schließe sie aus: sie gerät da auch richtig in Fahrt und stellt mich als Boshaftigkeit und Kälte in Persona dar: ich bin genau wie Du oft zu kraftlos um alle immer einzuweihen und ja, viele Außenstehende gehen zu „normal“ an das Verhalten meiner Mutter heran und gießen dadurch noch Öl ins Feuer mit Diskussionen etc..


    In dieses Muster des „normal herangehen“ falle ich selbst noch oft genug zurück wo ich denke ich könnte sie doch in einen Rollstuhl packen und zum Kanal spazieren: Nö is nich drin: dann kommen wir an den anderen „Krüppeln“ (so nennt sie andere Bewohner) vorbei etc.

    Und ob ich nun 10 Min oder 3 Stunden da wäre: ich bin und bleibe die Schlechtigkeit in Person, auch wenn sie dann wieder fragt wann ich endlich komme.


    Was ich sagen will: Du machst alles supergut, vermeide Gruppen, spreche mit der Pflegeleitung, warum Du Dich so rausnimmst.


    Und wir machen weiter.


    Alles Gute Alfi❤️

  • In den letzten Wochen habe ich folgende Beobachtung gemacht: Meine Mutter nimmt an Gesprächen nicht wirklich teil, sie wirft gelegentlich Bemerkungen (eher zusammenhanglos) in eine laufende Unterhaltung ein. Meistens beklagt sie sich über irgendwas, gerne auch über mich und meinen Bruder (auch wenn wir direkt daneben sitzen) und wartet dann auf eine Reaktion der anderen. Zum Beispiel spricht sie auch furchtbar gerne von "ihrem" Haus und dass sie wieder dorthin zurück will. Die anderen (Bewohner und/oder Angehörige) gehen darauf ein und erklären ihr, dass das Haus inzwischen verkauft wurde (jaaa, inzwischen haben es alle - außer meiner Mutter - mitgekriegt ...) und dann regt meine Mutter sich fürchterlich auf und macht giftige Bemerkungen über mich und meinen Bruder (wir sitzen immer noch daneben ...) und mir ist das alles schrecklich peinlich und ich würde mich am liebsten aus der Situation rausnehmen und flüchten ...

    Liebe SunnyBee, ich denke, manches von diesen geschilderten Dingen ist "normal" bei Demenz.

    Als meine Mutter vor zwei Jahren ins Pflegeheim kam, waren da noch zwei liebe Damen, die (nicht dement) mit MIR gerne plauderten - sie freuten sich mehr als meine Mutter über mein Kommen. Inzwischen sind sie ausgezogen, weil sie es zu Hause nochmal versuchen wollten. Jedenfalls war ich stets hin und hergerissen, weil die Damen natürlich völlig "unschuldig" immer mal Themen berührten, die ich eigentlich nicht ansprechen wollte: Hausverkauf etc. Es war stets für mich unangenehm, weil ich die Damen nun auch nicht restlos "aufklären" wollte. Mit der Zeit haben sie aber die Situation verstanden. Heute weiß ich, dass ich eher hätte versuchen sollen, offen zu sprechen. Und ich mache das jetzt auch.


    Dass die demente Person unpassende Bemerkungen macht, ist absolut typisch. Das war bei meiner Mutter auch so. Ich habe das auch nie korrigiert, sondern es irgendwie ins Gespräch integriert.

    Auch habe ich nie (und würde es auch nie tun) von mir aus sensible negativ belastete Themen angesprochen. Den Hausverkauf würde ich also von mir aus nicht ansprechen, sondern eher etwas vage bleiben. Dazu gehört Fingerspitzengefühl und es ist auch eine große Herausforderung, nicht gerade dadurch den Frust der dementen Person hervorzurufen. Trotzdem stand für mich eher im Vordergrund, meine Mutter - wie auch immer - nicht in die negative Spirale rutschen zu lassen. Ich würde also die anderen nichtdementen Personen bitten, nicht immer wieder das Thema "Hausverkauf" mit gut gemeinten Reaktionen zu befeuern. Davon hat niemand etwas, denn auf irgendeine Einsicht ist bei einer dementen Person wirklich nicht zu hoffen.


    Nun scheint deine Mutter (SunnyBee) immer noch sehr frustriert zu sein und das in deine Richtung auszuleben - es ist scheinbar das, was ihr mit letzter Kraft noch bleibt. Auch das wird sich durch späte Einsicht eher nicht bewusst ändern lassen.

    Frustriert in unsere Richtung war meine Mutter auch (da war sie noch zu Hause bei uns), aber in den meisten Fällen verliert sich diese ausgelebte Frustration zunehmend. Vor allem bei liebevoller Pflege vergessen demente Menschen den Frust und das Streiten und die Ursache ihrer Wut.


    Vielleicht solltest du seltener hingehen, dann findet solch ein aggressives Verhalten deiner Mutter seltener statt und das Vergessen fällt ihr leichter?


    Meine Mutter spricht nun fast gar nicht mehr und sie scheint mich nicht wirklich mehr zu kennen. Ich bin ihr völlig gleichgültig geworden. Natürlich ist das nicht schön, aber ihr und mir geht es damit viel besser. Wenn wir (mein Mann und ich) kommen, betrachtet sie uns mit einer erstaunlichen Gleichmütigkeit. Den Namen meines Mannes kennt sie noch, meinen wahrscheinlich nicht mehr.


    Ich weiß zwar nicht, wann bei deiner Mutter diese etwas friedlichere Phase beginnt ... das ist individuell verschieden (hängt mit Abbauprozessen zusammen), ich denke aber, sie wird kommen. Und ich weiß: Je mehr man als Ziel des Ärgers selbst "aus der Schusslinie geht", umso eher ebbt der Ärger ab.


    Die Pflegerinnen sagten mir gerade, dass meine Mutter jetzt ganz lieb geworden sei, obwohl es anfangs schon noch Probleme gab.

    In diesem Sinne wünsche ich dir auch alles Gute und bald eine gewisse Entspannung der Lage.

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