Wie geht es euch - Kapitel V

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  • Liebe ecia, ich freue mich mit dir und mit deiner Mama von ganzem Herzen, dass der Übergang für deine Mama so friedlich war ... als würde eine Feder sanft hinweg getragen.


    Ich finde es auch rührend, dass sie vorher noch ein klein wenig Kind sein durfte ... Das ist ein großes Geschenk, das du ihr geben konntest ... und vielleicht war es auch ein wenig tröstlich für dich! Alles, alles Liebe für dich!

    Danke <3

  • Liebe ecia!

    Schöner als schwarzerkater kann man es nicht sagen.

    Alles Liebe und Gute fuer dich und viel Kraft und Ruhe fuer die Zeit, die dir bevorsteht!

    ❤️❤️❤️

    Liebe Gruesse

    Weit Weg

  • Liebe ecia,

    Ich freue mich für deine Mutter, so wie schwarzer Kater das sehr passend beschreibt.

    Trauer findet ihren Weg, da mach dir keine Gedanken! Zunächst mal ist Verwirrung und durcheinander sein völlig nachvollziehbar, vor allem, wenn du deine Schwester noch nicht erreichen kannst.

    Mein aufrichtiges Mitgefühl!

    Rose60

  • Liebe ecia25

    Mein aufrichtiges Beileid - aber dennoch: wie schön, dass Deine Mutter sanft einschlafen durfte. Ich schließe mich Buchenberg an: bitte bleib' uns im Forum erhalten.

    Liebe Grüße, SunnyBee

  • Danke Euch allen! <3

    Inzwischen bin ich natürlich in Kontakt mit meiner Schwester und wir teilen uns die Verwirrung, aber es ging auch schon einiges voran.

  • LIebe Ecia25,


    mein Beileid, ich schließe mich hier allen anderen an. Mehr hättest Du für Deine Mutter nicht tun können.

    Inzwischen bin ich natürlich in Kontakt mit meiner Schwester und wir teilen uns die Verwirrung, aber es ging auch schon einiges voran.

    Ohne das Ganze schmällern zu wollen, diese "Verwirrung" ist "normal", ist ein Schockzustand, der nur kurzzeitig anhält.

    Hat unser Verstand so eingerichtet, damit wir alles Mögliche erledigen können, ohne von unseren - in Zukunft zwangsläufig auftretenden - Gefühlen behindert zu werden.


    Darum nutz diese Zeit, für Dich, zum Ausräumen, erledigen der Formalitäten.


    Du wirst vermutlich auch noch irgendwann so etwas wie Erleichterung gefolgt von einem schlechten Gewissen, erleben. Du darfst alles empfinden, auch Ärger.


    Bei allem Kummer, den uns unsere Mütter gemacht haben, werden wir hoffentlich irgendwann mal ohne Groll auf unsere Kindheit zurückschauen können (das wünsche ich uns allen heute am Nikolausabend)

  • Es muss ein unendlich friedlicher und ruhiger Tod gewesen sein, eigentlich wie ihn sich die meisten wünschen.

    Liebe ecia, auch von mir mein herzliches Beileid.

    Ich glaube, dass ich auch zunächst froh wäre, wenn meine Mutter so einen friedlichen Weg aus dem Leben, das für sie kein Leben mehr ist, finden könnte.

    Was dann irgendwann später kommt, wirst du (und ich vllt. auch irgendwann) sehen. Ich wünsche dir viel Kraft dabei.

    LG never20

  • Liebe Ecia25,


    auch von mir mein herzlichest Beileid. Das du im Moment keine große Trauer empfindest ist ganz normal. Das ging mir nicht anders. Jetzt gibt es viel zu tun und viel zu organisieren, da schaltet die Psyche in Funktionsmodus. Jeder trauert auf seine eigene Weise und jeder Verlust ist anders, es kann noch kommen muss aber nicht.


    Heute vor einem Jahr war der letzte Tag meines Papas bei mir zu Hause. Am 08.12.22 ist er ins Heim umgezogen und gut 5 Monate später verstorben. Das ist so ein Tag an dem es für mich wieder stark präsent ist (auch ein Grund warum ich mal wieder in diesem Forum schaue).


    Buchenberg

    In einem anderen Beitrag habe ich vom Tod deines Schwiegervaters gelesen. Auch dir und deiner Frau möchte ich mein herzliches Beileid aussprechen. In deinen Beiträgen kam immer durch wie sehr ihr Euch um deine Schwiegereltern gekümmert habt.


    Ich wünsche Euch allen das beste.

  • In diesem Forum müssen ganz besondere Menschen unterwegs sein.
    Ihr habt persönlichere Worte des Trostes gewählt als die meisten aus unserer Verwandtschaft.


    Besonderen Dank dafür von mir und meiner Frau - heute erst habe ich erfahren, dass sie ein "Papakind" war. Sie hatte ihren Vater ganz besonders lieb.

  • Lieber Buchenberg, das mit den ganz besonderen Menschen hast Du sehr treffend beschrieben - aber vielleicht hängen die persönlichen Worte auch damit zusammen, dass wir uns hier in einer sehr besonderen Art und Weise nahe sind, weil doch fast alle auch sehr persönliches von sich mitteilen, was vielleicht in ihrem Umfeld auch kaum jemand so weiß.

    Wir fühlen einander hier doch sehr verbunden, weil wir auf Menschen treffen, die mit ihren dementen Angehörigen (und auch der übrigen Verwandtschaft in dem Zusammenhang) Ähnliches erleben und am besten verstehen können, warum wir wie mit der Situation umgehen - "draußen" sind doch viele nur damit überfordert, wie die meisten betroffenen Angehörigen am Beginn ihrer "Karriere" auch.

    Nur, wir sind dann gezwungen, uns damit auseinanderzusetzen und zu informieren, um im Prinzip zu überleben. Das prägt uns hier auf eine ganz besondere Weise und verbindet uns, jetzt dürfen wir das auch als Trost im Trauerfall erleben. Danke an alle nochmal. <3

  • Ecia und Buchenberg, mein herzliches Beileid! Ich sende Euch Liebe und Mitgefühl, auch wenn sich das vielleicht erstmal schmalzig anhört- ich meine es aufrichtig und es kommt von Herzen.

  • Liebe Ecia und Buchenberg

    auch von mir mein herzlichstes Beileid .

    Ich wünsche Euch für die kommenden Tage und Wochen viel Kraft und viele liebe Menschen um Euch herum, die Euch unterstützen...

    Alles Liebe

  • Liebe Ecia und lieber Buchenberg,


    ich habe heute zufällig hier rein geschaut, weil auch bei mir einiges in typischer demenzweise läuft. Aber es geht noch einigermaßen.


    Ich wünsche Euch, dass ihr Euren eigenen Weg der Trauer findet und dass ihr Euch begleitet und verstanden fühlt. :)


    Liebe Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Taybeere, Ihren Beitrag würde ich auch gern noch aufgreifen: Wie lange schon kümmern Sie sich so liebevoll um eine so undankbare Mutter? Respekt auf der einen Seite und die Hoffnung, dass dabei gesund bleiben und an die ein oder andere Erfahrung hier im Forum anknüpfen können. Wie schwarzerkater schon schrieb: Zum Glück wissen wir, dass die undankbare Zeit mit der zunehmenden Demenz ein Ende hat.

    Ihnen wünsche ich, dass Sie sich gut abgrenzen können und Ihre Kraft und Liebe behalten! Ihr Martin Hamborg

  • Hallo lieber Martin Hamborg,

    danke für Ihre aufbauenden Zeilen und Ihre lieben Worte.

    Leider komme ich mir so wenig liebevoll vor! Ich schaffe es nicht mehr, meine Mutter liebevoll zu umarmen oder tröstende Worte zu finden ... Es ist einfach zu viel geschehen...

    Wie lange schon? Seit sieben Jahren! Sie ist damals in meine Nähe gezogen, weil sie davon ausging dass zwei ihrer Kinder sich dann kümmern können.... das andere Kind hat sie vergrault ... das mag nicht mehr, schon lange nicht mehr.... und zwei weitere sind weit weg ....

    Es gibt sicher die Situationen, in denen sie sagt, dass ich mich ja kümmere und dass sie dankbar ist, aber sie sagt es und im nächsten Moment ist dann alles wieder furchtbar und schrecklich und alle bevormunden sie, und so weiter....

    Auf die Frage was sie denn gerne möchte, was sie sich wünscht, kommt dann ein harsches "ich wünsche in Ruhe gelassen zu werden"...

    Es ist so traurig und frustrierend, dass ich es nicht schaffe, über meinen Schatten zu springen und das alles zu ignorieren und zu überhören ....


    Herzliche Grüße und einen schönen 2. Advent

  • Ich würde gerne noch einmal auf das Thema Geburtstag kommen....

    Der Geburtstag meiner Mutter ist nächste Woche. Vor ca. 10 Tagen beschwerte sie sich bitterlich, dass keiner an ihren Geburtstag gedacht hat, niemand gratuliert hätte und an dem Tag nichts war.

    Ich habe sie gefragt, wann sie denn Geburtstag hat... sie nannte korrekt Tag und Monat.... Sie wußte aber nicht welchen Tag wir haben und wie lange es noch bis zum Geburtstag ist... Zwei Tage später kam wieder "Keiner hat mir zum Geburtstag gratuliert".

    Ich werde an ihrem Geburtstag zu ihr fahren und mit ihr und den beiden anderen Damen, die sie betreuen, essen gehen. Vielleicht ist ja noch ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt möglich, das kommt auf ihre Stimmung an...

    Was davon letztlich ankommt, weiß ich nicht. Aber den Geburtstag zu übergehen wäre eine sehr schlechte Idee....

  • ch habe sie gefragt, wann sie denn Geburtstag hat... sie nannte korrekt Tag und Monat.... Sie wußte aber nicht welchen Tag wir haben und wie lange es noch bis zum Geburtstag ist... Zwei Tage später kam wieder "Keiner hat mir zum Geburtstag gratuliert".

    Ich werde an ihrem Geburtstag zu ihr fahren und mit ihr und den beiden anderen Damen, die sie betreuen, essen gehen. Vielleicht ist ja noch ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt möglich, das kommt auf ihre Stimmung an...

    Was davon letztlich ankommt, weiß ich nicht. Aber den Geburtstag zu übergehen wäre eine sehr schlechte Idee....

    Liebe Taybeere, diese "wiederkehrenden Schleifen" sind ein Symptom der Demenz auf einer noch nicht so fortgeschrittenen Stufe. Meine Mutter hat uns Weihnachten 2017 beinahe in die Verzweiflung getrieben, weil sie sich immer wieder bitter beklagte, dass wir sie nicht in die Weihnachtsvorbereitung (Geschenk an die Enkeltochter) einbezogen haben. Wir hatten das aber ausgiebigst vielmals auch mit ihr besprochen. Es sollte ein gemeinsames Überraschungsgeschenk für die Enkeltochter werden. Nun mussten wir ihr das gefühlt tausendmal erklären, wir malten Bilder, Plakate, Poster ..., die wir an ihre Wände klebten ... völlig nutzlos. Zum Schluss wusste jeder in unserer Straße und Familie (natürlich inklusive der zu überraschenden Enkeltochter) detailliert über das Geschenk Bescheid .... außer meiner Mutter. Es wurde ein komisches Weihnachtsfest. Im Nachhinein ist es für uns eine eher lustige Erinnerung, aber zum damaligen Zeitpunkt hatten wir ehrlich die Idee, das Weihnachtsfest ausfallen zu lassen und klammheimlich abzuhauen ..., obwohl wir auch da schon wussten, dass meine Mutter das nicht absichtlich macht.


    Und zu dieser Geburtstagsfeier: Wie ich schon schrieb: ich finde es gut, wenn DU dir überlegst, wie DU den Geburtstag zur Freude deiner Mutter mit ihr feiern könntest. Dann wirst du dir guten Gewissens sagen können, dass es NICHT an dir liegt, falls deine Mutter nicht mit Freude und Dankbarkeit reagiert. Es ist m.E. harte Arbeit, sich emotional eben nicht herunterziehen zu lassen. Und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mir immer wieder auf der sachlichen Ebene zu sagen, dass ich gemacht habe, was mir möglich war und dass ich es gern getan habe ... und alles andere lag nicht in meiner Hand.


    Vielleicht hilft dir das emotional ein bisschen?

  • Liebe Schwarzerkater,


    vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich bewundere immer wieder, wie Du Dinge verbal auf den Punkt bringst und mir damit einen Schritt weiter hilfst.


    Ich werde berichten, was aus dem Geburtstag geworden ist ...


    Danke !

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