Wie geht es euch - Kapitel V

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  • 😃 Danke für den Schmunzler heute…

    Ja Überlebende passt echt ganz gut… 😬

    Dir ein schönes WE 😘

  • Heute war es ein trauriger Besuch bei meiner Mutter ... und ich bin auch traurig ... Dann fragte sie: "Wo willst du denn hin?" (bei uns sind ja alle per Du) Und meine Mutter antwortete mit leicht brüchiger Stimme: "Das weiß ich nicht."

    Meine Mutter spricht ja fast nie mehr, aber dieser Satz war filmreif ... und ich muss ihn möglichst ein bisschen aus meinen Gedanken aussperren ... sonst kann ich nur noch weinen .... Das spiegelte so die ganze Verlorenheit wider.


    Es scheint eine neue Stufe der Demenz zu sein ... diese rastlose Unruhe, die meine Mutter sonst nicht so stark hatte. Es kann aber auch sein, dass ihr etwas weh tut ... sie kanns ja nicht mehr sagen.

    schwarzerkater das ist soooo traurig… ich kann es so nachvollziehen wie es sich anfühlen muss… bei jedem merklichen Rückschritt blutet einem das Herz… ja klar wir wissen: besser wird es nicht mer auf Dauer und trotzdem ist es jedes Mal ein Schock wenn es schlechter wird… besonders wenn es so merklich schlechter wird wie gerade bei deiner Mutter…. 😔

    Schlimm finde ich auch, dass man nicht weiß ob sie PmD schmerzen hat…

    Ich schicke die eine virtuelle Umarmung und viel Kraft 🫶🏻

  • Irre welche Wege sie finden ihre Hülle zu wahren….

  • Da kann ich mich doch schon wieder einreihen… auch ich habe RLS von meinem Papa geerbt und teilweise schon echt Probleme. Medikamente nehme ich nicht… man kann es durch Ernährung bessern (mal bei dem Ernährungsdocs schauen) und Wechseltierchen helfen sogar noch besser als nur kalt duschen… konnte ich auch erst kaum glauben… ist aber so.

    Oft ist auch Magnesiummangel schuld…

  • Danke ecia😀

    Die Autokorrektur bringt die dollsten Dinge.

    Habe jetzt Wechseldusche geschrieben, mein Tablet hat

    Schwedische draus gemacht😆

  • Wechseltierchen... genial 8)

    überlege grade, wie die so ausschauen könnten... vielleicht eine Art Amöbe, die sind sehr variabel in ihrer Form?

  • Hallo Rose60

    Meine Mutter sagte bei meinem Besuch am Sonntag, sie könne keinen Spaziergang (per Rolli) mit mir machen, weil sie gleich zum Arbeiten abgeholt werde. Ich habe gesagt sie habe frei, weil Sonntag ist. Seitdem ich mich auf ihr Level einlasse, müssen wir auch nicht mehr diskutieren und das ist super.

    Ich finde es total wichtig - gerade auch für die Angehörigen - sich nicht immer und immer wieder an den MmD "abzuarbeiten", d.h. sie mit aller Macht von der Realität, den Tatsachen oder sonstwas überzeugen zu wollen. Wozu? Es kostet eine Menge Energie und Kraft, die wir doch für uns selber viel besser einsetzen können.

    Du machst das super!

    Liebe Grüße, SunnyBee

  • Bei meinem Vater ist es zu ausgeprägt, da hilft kein kaltes Wasser und keine Ernährungsumstellung mehr. Ohne Medikamente würde er durchdrehen. Selbst mit Medikamente ist er unruhig und kann kaum still sitzen. Und hat vor allem Schmerzen. Er kann das alles nicht mehr unterscheiden.

    Der Neurologe muss ihn denke ich, noch einmal neu einstellen.

    Da kann ich mich doch schon wieder einreihen… auch ich habe RLS von meinem Papa geerbt und teilweise schon echt Probleme. Medikamente nehme ich nicht… man kann es durch Ernährung bessern (mal bei dem Ernährungsdocs schauen) und Wechseltierchen helfen sogar noch besser als nur kalt duschen… konnte ich auch erst kaum glauben… ist aber so.

    Oft ist auch Magnesiummangel schuld…

    Die Wechseltierchen haben mir den Tag versüßt, ich habe herzhaft gelacht :D


    Aber ich werde mich für mich selber mal schlau machen wegen Ernährung. Noch ist es bei mir harmlos, derzeit etwas stärker, weil ich zwei stressige Wochen hinter mir habe, aber trotzdem noch gut aushaltbar.

    Huhuuu, ihr Lieben. Ich stehe auch auf einem Schlach. Was sind MmD?

    *Grins* ich habe auch erst gerätselt.

    Sie tut mir einfach unendlich leid. Gleichzeitig weiß ich, dass dieses Mitleid ein zwar bei mir automatisch vorhandenes aber doch eher kontraproduktives Gefühl ist: Es hilft weder ihr noch mir.

    Aber was kann man da nun tun?

    Oh, ich sags dir, dieses dämliche Mitleid. Es ist gut, dass wir menschlich sind und Mitleid haben. Aber es kann einem das Leben echt schwer machen. Man leidet halt wirklich mit.

    Dagegen tun kann man befürchte ich, nichts. Aber wenn ich bei mir selber merke, dass ich durch mein Mitleid selber leide, versuche ich mich abzulenken. Mal klappts, mal nicht.

    Lass dich auch von mir virtuell umarmen :)

  • genau, Ablenkung. Und um uns herum, gibt's ja gerade jetzt reichlich davon.

    Ist nur blöd, dass einen das erst recht runterzieht........

  • schwarzerkater .

    selbst wenn meine Mutter jetzt noch im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten ware, würde sie davon nichts mitbekommen. Nachrichten, Politik etc. haben sie nie interessiert......

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde, in den letzten 10 Tagen gab es wirklich sehr viele Themen und ich kann nur zwei Gedanken aufgreifen.


    1. Mich würde freuen, wenn wir hier auf Abkürzungen verzichten und - auch wenn es länger dauert - die Worte ausschreiben.


    2. Zum Thema "Ausrasten" und "Anschreien" gibt es für Menschen mit Demenz eine klare fachliche Position: Es ist menschlich und verständlich, aber leider falsch. Pflegekräfte sollen aus diesem Grund schon in der Ausbildung kollegiale Beratung und "gewaltfreie Kommunikation" üben und so Stress oder eine sich aufschaukelnde Gewalt vermeiden. Verständnis, Ablenkung oder Validation sind weitere "Techniken". Jeder oder jede für sich sollen in der Ausbildung lernen, sich professionell abzugrenzen und ein persönliches Ventil für die starken Gefühle zu finden. So weit die Theorie.


    Wenn die Kommunikation zum Machtkampf wird, ist im wahrsten Sinne des Wortes Besinnung gefragt. In manchen Beiträgen ist deutlich geworden, dass es eher um alte persönliche Verletzungen geht und um alte Wunden, die aufbrechen. Eigentlich ist es für den verletzten Angehörigen gesund, den Ärger rauszulassen und zu menscheln.

    So weit ich mich erinnere, beziehen sich alle Beiträge auf Menschen mit Demenz und einem schwierigen Charakter oder sogar einer erkannten Persönlichkeitsstörung wie den Narzissmus.


    Hier reicht es nicht aus, es - im Sinne der Demenz - richtig zu machen (s.o.). Wir haben uns hier oft ausgetauscht, wie es gelingt, dann richtig eine Grenze zu setzen, denn "Ausrasten" hilft einem persönlich nur kurz, um die Wut loszuwerden - dann kommt schnell das schlechte Gewissen.


    Die Kraft des reinigenden Gewitters ist nur dann stark, wenn die Reinigung von allen Seiten gewünscht wird oder möglich ist. Es hilft nicht, wenn ein Gesprächspartner provoziert, dies (un)heimlich genießt oder Macht empfindet, wenn andere die Fassung verlieren oder ein schlechtes Gewissen bekommen. Anschreien kann dann solche toxischen Verhaltensmuster verstärken.


    Ich wünsche Ihnen Tinnity, dass Sie einige der vorgeschlagenen Sätze üben und ausprobieren können und den Abstand finden, in dem Sie gesund bleiben können!

    Ihr Martin Hamborg

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