Spruch des Tages

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  • Schwiegermutter: "Meine Hörgeräte passen mir nicht mehr!"

    Ich: "Versuchs mal mit dem anderen Ohr. "

    Nach einer Weile: "Jetzt hab ichs im falschen Ohr drin!"

  • Morgens hatte der Pflegedienst Frühstück gemacht und Schwiegermutter und Schwiegervater beim Waschen und Anziehen geholfen. Am Vormittag kochte meine Frau mit ihrer Mutter Brombeermarmelade ein. Zu Mittag servierte ich Lammbraten auf weißen Bohnen, nachmittags hatte meine Frau die beiden nach draußen in die Sonne mitgenommen. Abends bereitete ich Salat und Brot. Nach dem Abendessen nehmen meine Frau und ich eine Auszeit bis der Pflegedienst kommt, der die beiden Alten ins Bett bringt. Als meine Frau anschließend ins elterliche Schlafzimmer geht, um „gute Nacht!“ zu wünschen, erhält sie von ihrer Mutter zur Antwort:

    „Wie kann eine Tochter nur ihre Mutter so schlecht behandeln!“

    3 Mal editiert, zuletzt von Buchenberg ()

  • schwarzerkater kam mir zuvor und hat meine Gedanken schon geschrieben.

    Dieser von Euch, Buchenberg, geschriebene Satz ist nicht zur amüsierten Unterhaltung, sondern zeigt ein großes seelisches Schmerzpotential für Euch auf. Denn so, wie Ihr Euch seit Jahren einsetzt und auch überlegt einbringt, könntet Ihr durchaus Anerkennung erwarten wollen. Nur Eurer großen Vernunft ist es zuzuschreiben, dass solche Sätze nicht das ganze Gefüge zerstören.

    Ihr setzt Euer Wissen richtig ein im Umgang damit. Dennoch: bewahrt Euch weiter Eure Schlupflöcher und Auszeiten, denn das zu ertragen kostet so viel Kraft.

  • Schluss mit dem Gendern und Schluss mit dem weiblichen Geschlecht: meine Mutter spricht nur noch im Maskulinum, wenn es um die Bezeichnung von Putzfrau („er kommt ja wieder Dienstag“), Nachbarin („der unter mir wohnt“), Tochter („ich warte auf meinen Mann“ neulich in der Kurzzeitpflege als wir uns verabredet hatten und sie auf mich wartete) etc. geht. Der Einfachheit halber ist jeder „er“ (der Mensch) unabhängig von Geschlecht, Alter, Hautfarbe.

  • Der Pflegedienst hat beide Schwiegereltern bettfertig gemacht. Er liegt schon. Sie kommt hinzu und sagt:
    “Du willst wahrscheinlich, dass ich zu dir ins Bett komme!?“

    Er: „Nö, das hab ich mir schon abgewöhnt! Du wirst wahrscheinlich da vorne“ (er zeigt auf ihr Bett) „untergebracht.“

  • Der Pflegedienst hat beide Schwiegereltern bettfertig gemacht. Er liegt schon. Sie kommt hinzu und sagt:
    “Du willst wahrscheinlich, dass ich zu dir ins Bett komme!?“

    Er: „Nö, das hab ich mir schon abgewöhnt! Du wirst wahrscheinlich da vorne“ (er zeigt auf ihr Bett) „untergebracht.“

    Herrlich und immer aus dem Bauch raus 😀

    So ehrlich wie Kinder auch sind.. (dein) Humor ist ein sehr großes Gut und ich lese es sehr gerne. Ich finde ohne Humor hält man dieses Leben doch kaum aus und ich wünsche dir/euch von Herzen, dass es euch durch doch immer wieder anstrengende Phasen hilft👍

  • Vielleicht fasst du diese "Sprüche des Tages" mal irgendwann für ein Büchlein zusammen?

    Liebe scharzerkater,

    meine Frau und ich sammeln die Sprüche ihres Vaters schon einige Jahre und versenden sie an Verwandte und alte Bekannte als Jahresbrief zum Jahreswechsel. Diese Adressaten haben auch ein Bild von dem Menschen vor Augen, um den es geht.

    Ich finde ohne Humor hält man dieses Leben doch kaum aus und ich wünsche dir/euch von Herzen, dass es euch durch doch immer wieder anstrengende Phasen hilft👍

    Liebe Rose,

    danke für deinen Zuspruch! Humor ist ein wiederaufladbarer Energiespeicher. Immer, wenn mir mein Humor abhanden kommt, scheinen mir die Umstände stärker zu sein als ich, und ich reagiere dann in dieser Situation unangemessen und verzweifelt.

    Heute hat meine Frau ihren letzten Arbeitstag, dann ist Urlaub und hoffentlich wird daraus Abstand und Erholung für zwei.

  • Schluss mit dem Gendern und Schluss mit dem weiblichen Geschlecht: meine Mutter spricht nur noch im Maskulinum, wenn es um die Bezeichnung von Putzfrau („er kommt ja wieder Dienstag“), Nachbarin („der unter mir wohnt“), Tochter („ich warte auf meinen Mann“ neulich in der Kurzzeitpflege als wir uns verabredet hatten und sie auf mich wartete) etc. geht. Der Einfachheit halber ist jeder „er“ (der Mensch) unabhängig von Geschlecht, Alter, Hautfarbe.

    Meine Frau hatte auch über deine einleitenden Worte gelacht.

  • Ja, kann ich verstehen - das andere ist leider auch nicht so lustig.

    doch, auch die Sprüche deiner Mutter finde ich lustig. Es ist eine unfreiwillige Komik, aber es ist doch schöner, wenn alle darüber lachen als wenn sie die Sprecherin korrigieren und verbessern wollen.

  • Für uns, besonders für meine Mutter, die verzweifelt nach Worten ringt und oft nur ein Stammeln hervorbringt, ist es manchmal schwierig, das mit Humor zu nehmen - aber wir arbeiten dran ;-)!

    Ein Versprecher von vor vielen Jahren fällt mir ein: „Hol‘ doch mal die Heizung rein!“ - „???“ - „Die… Zeitung!“

  • Hallo Molli,

    Nach Worten suchen und stammeln (kenne ich von meiner Mutter auch mittlerweile) ist ja auch nicht lustig, anders als die Situationskomik wie Buchenberg sie beschreibt.

    Manches ist leider nur traurig und nicht wegzuschmunzeln und damit muss man leben lernen als Angehörige/r.

    Liebe Grüße

  • Nach dem Abendessen erzählt Schwiegervater aus der Kindheit:
    „Wir hatten Hühner und Kaninchen. Und zeitweise hatten wir auch einen Hund.“

    Meine Frau: „Einen lieben oder einen bissigen Hund?“

    „Einen lieben. Man konnte ihn anschreien, und da wusste er, dass er nicht gemeint war.“

  • Heute morgen nach dem Frühstück fragt mich Schwiegermutter: „Habt ihr die Tageszeitung?“

    Ich: „Nein, die ist noch im Briefkasten. Du kannst sie selber dort holen.“

    Sie: „Ich habe Angst!“

    Ich: „Wovor hast du Angst? Wir wohnen in einem ganz ruhigen Haus. Du willst bedient werden wie eine Königin.“

    Sie: „Ja, das wäre schön!“

  • Meine ansonsten stammelnde und um Worte ringende alte Mutter hält auf meinem Sofa Mittagsstunde und ich beginne, sie am Bauch zu kitzeln: „Neeeiiin - das kann ich nicht ab!!!“ Ich kitzle sie weiter: „Hör’ auf! Das sage ich Deiner Mutter!!!“

  • Ich hab zwar keinen Spruch des Tages, dafür eine Aktion des Tages.


    Mein Vater wird jede Woche vom Nachbarn zu seinem Urologen gefahren. Auf der Landstraße merkt dieser, dass er geblitzt wurde und kurz drauf stand schon der Mann mit der Kelle. Nachbar hat ihn zu spät gesehen und fuhr dran vorbei.


    Nach dem Termin war die Blitzstelle immer noch da. Nachbar hielt an und ging zu den Polizisten, entschuldigte sich fürs Vorbeifahren und begründete es mit den Schmerzen meines Vaters und dem Arzttermin, und um die Situation zu bestätigen, kam mein Vater mit seinen zwei Krücken auch aus dem Auto und wedelte mit seinem Urinbeutel in Richtung der Beamten.


    Der Beamte bedankte sich fürs Zurückkommen, bemerkte noch, dass er es schön findet, dass sich Nachbarn noch so kümmern und fragte, ob Nachbar mit 20€ einverstanden wäre. Damit wäre die Sache vom Tisch. Das wiederum wollte mein Vater bezahlen, wusste aber mal wieder seine PIN nicht.


    Später meinte Nachbarin dazu: "Nein, nein, das soll er mal schön selber bezahlen. Er ist ja schließlich zu schnell gefahren.


    Ich kann mir meinen Vater so gut vorstellen, wie er den Beamten seinen Urinbeutel entgegenwedelt…


    Liebe Grüße an alle und einen stressfreien Tag!

  • Meine Mutter (auf der Rückbank, weil der Beifahrersitz durch den Hund besetzt ist) und ich machen eine Fahrt ins Blaue. Nachdem unser Gespräch verebbt ist und Muttern vor sich hin brabbelt, schalte ich leise das Radio ein. „Singt Dein Auto?“ - „Nein, ist nur das Radio.“

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