Blut erbrochen mit dem Notarzt ins Krankenhaus

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  • Meine Mutter wurde überraschend ins Krankenhaus gebracht. Nach längerem suchen für einen Platz ist sie in einem Kreiskrankenhaus gelandet.

    Sie ist im „ betreuten Wohnen“ immer mehr abgemagert obwohl ich Frühstück, Mittagessen und Abendessen dazu gebucht habe…????Ich bin sehr enttäuscht vom betreuten Wohnen.Ich habe mehrfach nachgefragt ob sie Nahrung zu sich nimmt und trinkt! Nun ist sie desorientiert 🥴 kreativ an Geschichten abgemagert ausgetrocknet im Krankenhaus! Alles haben sie in Rechnung gestellt aber gekümmert….Sie hat jede Menge Blut erbrochen!

    Nun stehe ich da mit der Frage… kann sie noch ins „betreute Wohnen“ (ihre Wohnung) kommt sie ins Pflegeheim? Nach Rücksprache mit der Ärztin in dem Zustand eher Palliative Station 😭Ich irre in dem Verwaltungswust umher….was muss wann beantragt werden☹️

    Meine Mutter sagt nur Du holst mich doch morgen ab😭der Rest der Familie macht kurz Besuche im Krankenhaus und verschwindet! Kein Stück von Verantwortungsübernahme!

    Ich fühle mich allein! Jedesmal denke ich jetzt ist es das letzte mal!

    Ich bemühe mich andauernd,Racker mich ab und dann hänge ich wieder im Nichts 😔keine wirkliche Hilfe! Wie kann es nur soweit kommen? Ja alle sind überlastet 😣

  • Hallo 🙋‍♀️

    Heute wieder was neues

    Empfehlung der Ärztin demnächst in die Gerontopsychatrie! Äh und dann?

    Habe nochmal nachgeforscht im betreuten Wohnen….. verkürzt seit mindestens 12-14 Tagen trinkt und isst sie nicht mehr richtig! Mir hat keiner Bescheid gesagt weil angeblich die Einwilligung nicht hinterlegt ist! (Die habe ich dort schon 2 mal abgegeben in den letzten Jahren 😪) Ich habe mehrfach mit der Pflegedienstleitung als auch der zuständigen Leitung von den Etagen Damen in den letzten Tagen und Wochen gesprochen! Ich bin stink sauer und halte das Verhalten der Einrichtung für grob fahrlässig! Leider nützt mir das auch nichts. Ich bin sehr verzweifelt 😩 weiß nicht wie es weitergeht! Auf wenn können wir uns eigentlich noch verlassen?

  • Was Du da beschreibst, klingt wahrlich nicht vertrauenserweckend. Zwar weiß ich da auch keine konkreten Möglichkeiten, wie damit umgehen, aber ich kann Deine Verzweiflung mitfühlen.

    Vielleicht haben andere mit ihren Erfahrungen doch noch Ideen für Dich.

  • Hallo 🙋‍♀️

    Heute wieder was neues

    Empfehlung der Ärztin demnächst in die Gerontopsychatrie! Äh und dann?

    weiß nicht wie es weitergeht! Auf wenn können wir uns eigentlich noch verlassen?

    Ich denke, betreutes Wohnen ist für Demenzkranke nicht das Passende, sondern ist für Menschen gedacht, die noch selbständig ihr Leben führen können.

    Wenn du dem Rat der Ärztin folgst, gewinnst du etwas Zeit, um für deine Mutter ein passendes Pflegeheim mit Demenzabteilung zu finden..

    Viel Glück!

    Buchenberg

    Einmal editiert, zuletzt von Buchenberg ()

  • Meint "betreutes wohnen" eigentlich überall dasselbe? In unserer Gegend ist das einfach nur eine seniorengerechte Wohnung, wo man bei Bedarf eine Pflegekraft per Knopfdruck rufen könnte.. ansonsten ist man sich komplett selbst überlassen.

    Also das ist für Menschen mit fortgeschrittener Demenz definitiv nicht geeignet.

    MicAL: wenn es deiner Mutter aktuell so schlecht geht, fände ich eine genaue Diagnostik in einer GerontoPsychiatrie sinnvoll. Dort findet ja auch Beobachtung, Dokumentation über eine Zeit und ggf. Untersuchungen (CT, Demenztest o.ä.) , medikamentöse Einstellung bei Bedarf über einen längeren Zeitraum, also nicht nur wenige Tage, statt. Dann könnte man in Ruhe überlegen, wie es wo am sinnvollsten weitergeht.

    Davon habe ich wiederum heutzutage mehrfach positives gehört, da geht es ja nicht um "wegsperren".

    Liebe Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Es wäre vielleicht mal interessant, eine Aufstellung aller möglichen Wohn- und Pflegeformen für Demenzkranke zu sehen. Gibt es das? Wir haben das beschriebene Pflegeheim nur durch Zufall gefunden. Da wohnen weniger und stärker Pflegebedürftige miteinander und es scheint irgendwie zu funktionieren.

    Hallo schwarzerkater,


    es gibt in vielen Regionen auf Kreisebene sogenannte Demenz-Wegweiser (od. ähnlich lautende Dokumente, oft als pdf abrufbar) - um zu sehen, was vor Ort angeboten wird.
    Ganz generell gibt es im Wegweiser eine Seite dazu, aber auch verschiedene andere Quellen. Betreutes Wohnen ist mir ebenfalls als barrierefreie bzw. barrierearme Wohnform mit hinzubuchbaren Serviceleistungen / Pflege bekannt, was bei fortgeschrittener Demenz regelhaft nicht mehr funktioniert (wird z.B. auch hier beschrieben oder hier am Ende (Verbraucherzentrale). Gegebenfalls ist in der Zukunft zu erwarten, dass sich auch hier etwas tut für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und das Betreute Wohnen muss generell unterschieden werden von Demenz-WG, die ja speziell dafür da sind.
    Aber generell stimme ich Ihnen und Buchenberg zu - bei fortgeschrittener Demenz funktioniert das betreute Wohnen häufig nicht mehr (gut), meinem Erleben nach.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

  • Hallo schwarzer Kater,

    So wie du es von deiner Mutter beschreibst, ist die Versorgung genau das, was meine Mutter als vollstationäre Pflege erhält. Da schaut auch zwischendurch mal jemand rein etc. Die Wohnungen oben drüber, die als "betreutes wohnen " gelten, muss man auf eigene Verantwortung möblieren und kann alles mögliche dazu buchen, wenn man das will. Meine Schwiegermutter wohnte dort allein und hat mal nach einem Sturz dort 25 std.unbemerkt gelegen, weil sie vor Aufregung nicht wusste, wie sie den notknopf betätigt, eine Suppe stand köchelnd auf dem Herd...

    Alles nochmal gut gegangen, aber wie gesagt, offiziell "betreutes wohnen" 😞

    • Offizieller Beitrag

    Hallo in die Runde,

    was betreutes Wohnen leisten kann, muss bisher in jedem Einzelfall überprüft werden, denn es gibt immer noch kein System für einen Vergleich. Seit gut einem Jahr liegt im Qualitätsausschuss (dem obersten Gremium für alle Änderungen in Deutschland) ein Instrument mit 93 Kriterien vor - wer weiß, wann dies eingeführt wird.


    Für lange Zeit waren wir in den Kieler Servicehäusern der AWO die Einzigen, die Wohnen bis zum Lebensende - auch bei schwerster Demenz - zu ca. 99% umsetzen konnten. Das ist und war auch mein Auftrag und wir haben für Jede und Jeden nach professionellen ambulanten und teilstationären Lösungen gesucht.


    Aus meiner Sicht ist die Schwere der Demenz nicht das begrenzenden Thema, sondern ob Leistungen, Behandlungen und Interventionen die Selbst- und Fremdgefährdung begrenzen und wie sehr Angehörige bereit und in Lage sind, sich an dem Versorgungskonzept zu beteiligen.

    So wie Sie die Einrichtung Ihrer Mutter beschreiben - schwarzerkater, spricht viel für eine gute Versorgung bis zuletzt. Aber es ist hilfreich, die Grenzen im Gespräch mit der Leitung zu erfahren.


    Bei Ihnen MicAL hört sich das ganz anders an.

    Ich hoffe es gelingt Ihnen, die offensichtlich zahlreichen Versäumnisse zu klären und damit eine Einschätzung zu bekommen, was nach dem Krankenhaus möglich ist.


    Oft empfiehlt es sich, jemand von Außen hinzuzuziehen.

    Die Heimaufsicht ist zwar formal (noch) nicht zuständig hat aber einen ordnungsrechtlichen Auftrag und wird aber vielleicht Interesse an der Klärung haben.

    Zudem können Sie den örtlichen Seniorenbeirat, die Alzheimer Gesellschaft, den Pflegeombutsmann/frau, den Bürgerbeauftragten oder Mitarbeitenden der Kommune (Gesundheitsamt, Amt für soziale Dienste, Pflegestützpunkte usw.) ansprechen. Diese Akteure des Hilfssystems sollten ein Interesse daran haben, wenn Einrichtungen des Betreuten Wohnens zur "Mogelpackung" werden.


    Auf der anderen Seite steht die aktuelle Behandlung Ihrer Mutter, die m.E. in einer Gerontopsychiatrie erfolgreich sein kann, denn viel spricht für ein in der Psychiatrie gut zu behandelndes Delir.

    Ihr Martin Hamborg

  • schwarzerkater : ja, genau so läuft es bei meiner Mutter auch, sie kann dort Dienstleistungen wie Friseur, Fußpflege, Gottesdienste u.a.in Anspruch nehmen, wenn sie das möchte, in verschiedenen Gartenbereichen sitzen oder wo immer sie mag. Aber wie gesagt, das läuft als vollstationäre Pflege und wird je nach Entwicklungsstand ausgeweitet.


    Bzgl. Heime mit Demenzstation, wie hier schon mehrfach mal angesprochen wurde: Pflegeheime speziell für Demente Menschen sind nach meinem Verständnis doch fast alle, der Großteil geht doch erst mit Demenz dorthin.

  • Im Berteuten Wohnen meiner Mutter kommt täglich

    • morgens jemand und gibt ihr Medikamente
    • dann Frühstück bringen
    • Mittagessen bringen und Geschirr abholen

    1 mal die Woche wird geputzt

    1 mal die Woche Haare waschen evtl. Duschen usw.

    Desweiteren kam angeblich regelmäßig jemand um ihr ein Getränk zu reichen


    All das war vereinbart und wurde bezahlt!

    Ich bin davon ausgegangen das dort bemerkt wird wenn Handlungsbedarf besteht 😌


    Ich habe regelmäßig Rücksprache mit den zuständigen Personen gehalten!


    Ich denke jetzt auch das die PsyGer der momentan richtige Ort für Sie ist. Ich hoffe die können herausfinden was mit ihr los ist!

    • Offizieller Beitrag

    Nochmal, hallo Herr Gust, Ich habe nochmals gegoogelt und zwar überall das gefunden, was Sie schreiben (Betreutes Wohnen nicht für Demenz geeignet), aber ich habe auch dies gefunden "Für bereits pflegebedürftige Personen mit anerkanntem Pflegegrad eignet sich Betreutes Wohnen eher, wenn der Anlage spezielle Pflegeeinrichtungen angegliedert sind." (ich weiß nicht, ob ich den Link einstellen darf)."

    Jedenfalls ist in unserem Heim eine Pflegeeinrichtung eingegliedert. Diese Pflegeeinrichtung hat meine Mutter vorher ambulant betreut und so kamen wir auf dieses Heim (betreutes Wohnen). Da wohnen die unterschiedlichsten Menschen gemeinsam - einige können sich noch viel selbst behelfen, andere sind körperlich und geistig stark gehandicapt, auch jüngere Menschen. Der pflegerische Aufwand ist nicht für alle gleich hoch ... und hierdurch habe ich den Eindruck, dass man gelassener auf meine Mutter eingeht (es gibt keinen straffen Zeitschlüssel). Die Zuzahlungskosten sind für uns noch tragbar.

    Ich werde abwarten, wie sich die Dinge entwickeln.

    Hallo schwarzerkater,


    das klingt danach, als sei sehr viel mehr dahinter als das "barrierearme Wohnen mit buchbaren Services": von daher glaube ich, Sie müssen sich nicht Kraft der Bezeichnung allzuviele Sorgen machen - schon gar nicht, wenn sich Ihnen kein direkter Anlass bietet.
    Durch das was Sie beschrieben haben würde ich auch davon ausgehen, dass man auf Sie zukommt, wenn man an Grenzen der möglichen Versorgung stößt.
    Wie es der Zufall will, habe ich eben mit einer Bekannten gesprochen, die ebenfalls jemanden mit Demenz im Betreuten Wohnen hat. Das funktioniert bisher wunderbar, von Anfang an hat man dort allerdings auf die Grenzen hingewiesen - z.B., dass ein ständiger Betreuungs-/Beaufsichtigungsbedarf dort nicht mehr leistbar wäre. Dafür sieht man in möglichen anderen Aufgabenstellungen und Herausforderungen die eine Demenz mit sich bringen könnte, kein Problem bzw. diesen offenbar sehr gelassen entgegen.

    Gibt solche und solche..... .

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

  • Hallo, es gibt beim Betreuten Wohnen so viele Varianten.

    Meine 94jährige Mutter wohnt seit 9 Jahren in einem Betreuten Wohnen, das einen Restaurantbetrieb für die Mittagsmahlzeit sowie recht viel Sozialbetreung bietet. Zunächst war es einem kirchennahenTräger angegliedert und hatte auch 2-3 eigene Pflegekräfte, die aber schon mit "Stützstrümpfe an- bzw. ausziehen" und "Medikamente geben" ausgelastet waren.

    Dafür gab es die Zusage des Trägers, bei Bedarf mit Vorrang in ein Pflegeheim des gleichen Trägers umziehen zu können.

    Dann entdeckte der Träger, dass er mit dem Betreuten Wohnen ein Zuschussgeschäft macht und beendete sein Engagement. Dafür fand sich ein privater Betreiber, der mit einem Pflegedienst zusammenarbeitet.

    Meine Mutter ist schon seit vor ihrem Einzug fast blind, hört schlecht und seit einem Jahr meldet sich die Demenz immer deutlicher. Nun hat sie den Pflegegrad 4. Zum Mittagessen und den Veranstaltungen, die sie noch interessieren, wird sie geholt und gebracht.

    Die Pflegeleitung sieht sich in der Lage, die Pflege in der Wohnung bis einschließlich Bettlägrigkeit zu stemmen, allerdings nicht bei Weglaufneigung, die meine Mutter nicht hat.

    So hoffe ich, meiner Mutter einen Umzug zu ersparen, den sie wegen der Sehprobleme und der Demenz wohl nicht mehr verkraften würde.

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