Erstattung von Fahrtkosten zum Arzt

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    • Offizieller Beitrag

    Liebe Forumnutzer,


    im letzten Monat gab es im Nachbar-Forum eine Anfrage zur Kostenübernahme von Arztfahrten oder Krankentransporten. Obwohl die Frage nicht in unserem Forum „Gesetzliche Leistungen“ angekommen ist, möchte ich doch gerne einige allgemeine Informationen dazu geben.


    Um Arztfahrten von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, müssen diese grundsätzlich bei der Krankenkasse vor dem Arzttermin beantragt und genehmigt werden. Es gibt aber seit einigen Jahren Ausnahmen für Patienten, die folgende Voraussetzungen erfüllen:


    - Schwerbehinderte mit den Merkzeichen „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung), „BI“ (blind) oder „H“ (Hilflosigkeit) im Schwerbehindertenausweis,


    -Pflegebedürftige mit Pflegegrad 4 und 5,


    -Pflegebedürftige mit Pflegegrad 3 und dauerhafter Mobilitätseinschränkung (wird vom Arzt bestätigt),


    Für diese Personengruppe gelten Krankenfahrten mit Taxi oder Mietwagen (auch behindertengerecht) als genehmigt.


    Auch wenn die Voraussetzungen für eine als genehmigt geltende Arztfahrt vorliegen, muss bei jedem Arztbesuch erneut eine „Verordnung einer Krankenbeförderung“ vom Arzt ausgestellt werden. Der Patient oder die Patientin reicht diese Verordnung zusammen mit den Quittungen über die verauslagten Taxikosten bei der Krankenkasse ein und beantragt deren Erstattung. Für jede Fahrt wird bei der Erstattung ein Eigenanteil (Zuzahlung) von 10 Prozent des Fahrpreises (mindestens 5 Euro, höchstens 10 Euro) abgezogen. Der Eigenteil entfällt bei Patienten, die von der Zuzahlung befreit sind.


    Fahrten mit einem Krankentransportwagen (KTW) bleiben weiterhin genehmigungspflichtig. Sie müssen vom verordnenden Arzt entsprechend begründet werden, zum Beispiel wenn während des Transportes eine medizinisch-fachliche Betreuung erforderlich ist. Diese Fahrten werden in der Regel von den Beförderungsunternehmen direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Hier wird dem Patienten oder der Patientin lediglich die gesetzliche Zuzahlung in Rechnung gestellt, soweit er oder sie nicht von der Zuzahlung befreit ist.


    Mit freundlichem Gruß

    Birgit Spengemann

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