Meine demente Mutter - alles nicht so einfach!

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  • Guten Abend,

    auf der Suche nach Informationen hat mich das Internet glücklicherweise heute zu diesem Forum geführt. Bevor ich zur aktuellen Situation komme, zu der ich mir hier Rat und Hilfe erwünsche, möchte ich vorab einige nicht unwesentliche Informationen teilen.


    Der Rest des Beitrags wurde aus persönlichen Gründen gelöscht.

  • Hallo Tochter67, Deinen Bericht habe ich noch gelesen, obwohl ich sehr spät nach Hause kam. Bin sehr tief berührt davon. Aber mehr Antwort wirst Du erst morgen bekommen. Ich wollte Dich nur nicht ganz ohne Antwort lassen.

  • Liebe Tochter67,


    Deine Geschichte hat mich so berührt, dass ich mich hier angemeldet habe. Ich lese hier schon eine Weile mit und bin beeindruckt, wie sehr hier geholfen wird.

    Meine Mutter war noch nie kritikfähig, ich könnte Romane schreiben, und keiner würde mir glauben...

    Hier werden Dir die Vielzahl der Schreibenden und der Lesenden glauben. Die Geschichten ähneln sich doch ziemlich. Wenn Schreiben Dir hilft, dann tue das!


    Von meinem Herzen und meiner Seele habe ich schon vor Jahrzehnten den Kontakt abgebrochen


    Eigentlich wäre ein Kontaktabbruch notwendig, weil Du durch die heimliche Verbindung mit Deinem "Stiefvater" die derzeitige Situation nur stabilisierst.


    Ich fühle mich schon lange so überfordert von dieser Situation, habe phasenweise große Angst, dass ich agieren bzw. reagieren muss, und hoffe inständig auf ein Wunder, dass sie schon bald in eine Einrichtung für Demenzkranke umzieht und mein Stiefvater vielleicht noch ein paar Jahre Ruhe vor ihr hat.....und wir Kinder auch.


    Tut mir leid, es Dir sagen zu müssen: Dieses Wunder wird nicht passieren. Und die Ansprüche Deiner Mutter werden noch weiter steigen.

    Für Narzisten, vorallem die, die dement werden, heißt Liebe bedienen!

    Hier kann eigentlich nur der Ehemann etwas tun. Z.B. eine Betreuung beantragen oder eine Betreuungsvollmacht.


    Du bist für diese Quälerei Deiner Mutter nicht verantwortlich und Du wirst es nicht ändern können.


    Bitte halten Sie mich nicht für eine unmenschliche, undankbare Person, denn das bin ich nicht. Ich bin 25 Jahre bis über meine Grenzen gegangen, um auch nur ansatzweise Anerkennung geschweige denn Liebe von meiner Mutter zu erfahren.

    Du bist nicht undankbar! Und Du wirst von einer alternden und dement werdenden Narzistin niemals Anerkennung, Dank oder Anerkennung erfahren.


    Diese Hoffnung, doch im Alter noch die Zuneigung einer Mutter zu bekommen, hält die meisten Töchter in dieser Zwangslage sich um Ihre Eltern zu kümmern.


    Aus reinem Eigenschutz habe ich innerlich mit ihr gebrochen, weil es mir einfach nicht gelang. Zum Glück hatte ich meine Schwiegereltern.

    Durch Deine Schwiegereltern hast Du erfahren, wie eine Familie auch sein kann.


    Liebe Tochter67, Du bist nicht undankbar und kannst auch Deine Mutter weder ändern noch retten.

    Meine Geschichte verläuft sehr ähnlich, ist mittlerweile eher eine Tragödie. Leider habe ich den Fehler gemacht meine Eltern (Vater FTD, Narzist. Mutter vulnerable Narzistin) zu mir zu holen. Glücklicherweise in Ihrer eigenen Wohnung.

    Und meine Eltern haben den Kontakt zu mir abgebrochen, weil ich ihnen nach der Pandemie nicht mehr als Haussklave 24/7 zur Verfügung stehen wollte. Sie haben mich sogar enterbt (die Pflegerin hat sie zum Notar geschafft, obwohl mein Vater bereits eine mittelschwere Demenz (FTD) hatte).

    Sie haben ein Konto von mir geplündert, hier hat sie die Pflegerin die 400 Meter zur Bank gefahren.

    Sie haben auch versucht, in unserem Kuhkaff meinen Ruf zu zerstören. Da sie die gleiche Story schon einmal abgezogen haben, habe ich proaktiv alle informiert (mit Beweisen!)

    Ist ihnen nicht gelungen, weil die, die mich kennen, die Lügen nicht geglaubt haben bzw. haben sich meine Version der Geschichte angehört.

    Übrigens: Meine Mutter versucht angeblich meinen Vater in eine geschlossene Abteilung unterzubringen: Wenn sie sich um meinen dementen Vater kümmern muss, kann sie nicht mehr in Ruhe fernsehen. Das nach mehr als 60 Jahren Ehe.

    Ich habe das einmal verhindert, deshalb habe ich meine Eltern mit großem finanziellen Aufwand und viel Herzblut geholt und bereue es zutiefst. Ich hatte ein tolles Leben, indem meine Eltern nur am WE einen festen Telefontermin (Sonntags vor dem Mittagessen) hatten. Aus meiner Erfahrung jetzt, würde ich es dabei belassen.



    Bitte, bitte kümmere Dich um Dich, Deine Krankheit, Dein Kind und Deinem Mann.

    Versuch Deinem Mann klar zu machen, dass Du Dich aus gutem Grund nicht mehr um Deine Mutter kümmern kannst.

    Er kann aus seiner Lebensgeschichte heraus nicht verstehen, dass nicht jede Frau, die ein Kind geboren hat, auch eine Mutter ist.

    Und es wird schlimmer.

    Auch wenn Dir versuchen irgendwelche Leute ein schlechtes Gewissen einzureden: Du bist gut, so wie Du bist. Du musst Dich nicht um Deine Mutter kümmern.

    Wenn irgendwann eine Betreuung angeordnet wird, musst Du das nicht machen. Und meine "Glaskugel" sagt, Deine Mutter wird es auch nicht wollen, dass Du über sie bestimmst.

    "Sie kann ja noch alles selbst."


    Deshalb ist das zwar eine gute Idee, den MD zu holen. Aber der wird nichts feststellen ;-). Bzw. die medizinischen Unterlagen werden garnicht vorgelegt. Und so wird es weitergehen, bis zum Supergau.

    Das kannst Du nicht verhindern, nur den Leidensweg verlängern.


    Tut mir leid, dass ich so "brutal" und direkt geschrieben habe. Ich habe mich die letzten 2 Jahre damit beschäftigt und bin letztendlich hier zu diesem tollen Forum gekommen.

    Hier habe ich zum ersten Mal erfahren, dass die pflegenden Angehörigen ein echtes Problem haben und die Verletzungen aus der Kindheit werden nicht nur noch einmal aufgekocht, sondern auch noch massiv wiederholt.

    Schließlich haben Mütter eine besondere Rolle in unserem Leben. Dadurch können sie natürlich diese Stellung ausnutzen und uns noch mehr zu verletzen. Aber: Egal wie hoch Du springst, es ist immer nicht hoch genug!


    Bei unserem letzten Treffen haben meine Eltern klar gesagt, dass sie mich zerstören wollen und mir alles nehmen wollen, was ich besitze, bis ich als kleines Häufchen Elend heulend vor ihnen auf der Türschwelle darum bettele, dass sie mich wieder "aufnehmen".


    Naja, da ist klar geworden, dass sie mich wohl doch nicht so gut kennen, wie sie dachten.


    Jetzt habe ich nur noch Kontakt über ihren Anwalt ;-). Der Anwalt versucht mich zu allem Möglichen meistens Unmöglichen zu zwingen. Allerdings ohne jede Rechtsgrundlage.

    Er denkt, ich bin blond und blöd. Wir (meine Familie, Freunde und ich) lassen ihn in dem Glauben.


    Entschuldige für den langen Text und die Ausbreitung meiner persönlichen Lage. Für mich ist es immer sehr hilfreich, wenn ich erkenne, dass ich nicht alleine mit meinem Schicksal bin. Und das was Du erlebst, haben schon viele vorher erfahren! Da möchte ich den Schmerz, den Du empfindest nicht abwerten.


    Halte mit diesen Gefühlen nicht hinter dem Berg. Such Dir therapeutische Hilfe. Rede mit Freundinnen oder schreibe hier weiter. Gründe eine Selbsthilfegruppe.

    Ich habe in der letzten Zeit einige Zeit in dem Heimatort meiner Eltern verbracht. Da habe ich eine völlig neue, sehr schockierende (!) Seite meiner Eltern kennengelernt. Seitdem gibt es ohnehin keinen Weg zurück.

    Nachdem ich mich mit langjährigen Freunden meiner Eltern unterhalten habe, haben die mir nur den Rat gegeben, die finale Lösung abzuwarten, weil ich sonst zugrunde gehe!


    Über den Stress bin ich ziemlich krank geworden und versuche meine Eltern zu überleben!


    Kopf hoch! Du darfst Dich von Deiner Mutter trennen. Sei froh über den physischen Abstand.

    Einmal editiert, zuletzt von Valentina61 ()

  • Liebe Tochter 67, liebe Valentina 61,


    im Grunde kann ich Valentinas Empfehlungen nur noch verstärken und nichts mehr hinzufügen (vielleicht kommen mit der Zeit noch Gedanken).

    Aber ich kann nur sagen, Eure Geschichten sind unglaublich berührend und erschütternd und das schreibe ich, die ich (wie viele andere hier) auch in extremen Geschichten festhänge, die auch nicht nur mit der dementen Angehörigen zusammenhängen.

    Letztlich kann ich Tochter67 verstehen, wenn sie Sorge hat, dass ihr ohnehin niemand glaubt, weil ganz viele unserer Geschichten einfach unglaubhaft sind für Menschen, die von so etwas wirklich keine Ahnung haben, es sich nicht vorstellen können.

    Aber genau hier in diesem Forum können sich allem Anschein nach die meisten vorstellen, dass es diese grausamen Geschichten gibt und deshalb können wir einander doch glauben und verstehen und immer wieder Unterstützung geben.

    Danke, dass es dieses Forum gibt.

  • Liebe Ecia25,


    Danke für die Anteilnahme! Allerdings habe ich nach dem vielen Herumlesen hier im Forum auch nichts anderes erwartet!

    Aber ich kann nur sagen, Eure Geschichten sind unglaublich berührend und erschütternd und das schreibe ich, die ich (wie viele andere hier) auch in extremen Geschichten festhänge, die auch nicht nur mit der dementen Angehörigen zusammenhängen.

    Ja, den Eindruck habe ich auch und ich habe hier sehr viele Beiträge gelesen.

    Wenn es nicht die FTD ist, dann ist es vermutlich häufig eine Narzistische Persönlichkeitsstörung. Kann aber auch das Kriegsenkel-Problem sein.


    Letztlich kann ich Tochter67 verstehen, wenn sie Sorge hat, dass ihr ohnehin niemand glaubt, weil ganz viele unserer Geschichten einfach unglaubhaft sind für Menschen, die von so etwas wirklich keine Ahnung haben, es sich nicht vorstellen können.

    Ja, so war es am Anfang bei mir auch. Von Anfang an wollte ich unbedingt wissen, warum das passiert, was ich falsch gemacht habe, dass meine Eltern mich so drangsalieren bzw. nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.

    Da kam auch mal so eine Bemerkung von langjährigen Freunden meiner Eltern: "Da hat es doch schon in der Vergangenheit nicht gepasst."

    Richtig, mit meinen Misshandlungen konnte man auch keinen Start machen. Bei mir war es die "seelische" Misshandlung einer Mutter, die ebenfalls von ihrer Mutter misshandelt wurde (So eine klassische Narzistin, vor der Alle Angst hatten.)


    Ein Schlüsselerlebnis war eine Begegnung mit einem Bekannten meiner Eltern. Den habe ich gefragt, warum er mir die - absurde Geschichte - glaubt. Die Antwort war sehr ehrlich und bewegend.

    Erstens hatte er soetwas Ähnliches mit seinen eigenen Eltern erlebt (Das hatte er vorher noch niemanden erzählt!)

    Zweitens hatten meine Eltern diesen Rufmord schon - erfolgreich - mit einer Nachbarsfamilie, bei den sie Familienanschluß hatten, durchgezogen (Hier habe ich allen die es hören und auch nicht hören wollten, meine Geschichte erzählt, um den Ruf der Familie wieder herzustellen.)

    Drittens hatte mein Vater das Zerwürfnis diesem Nachbarn gegenüber angekündigt, bevor ich sie "umgezogen" habe. Er wollte mir mein ganzes Geld wegnehmen und mich ausnutzen.

    Eigentlich unglaublich? Allerdings habe ich hinterher beim Ausräumen ihres Messie-Hauses einen Zettel gefunden, in dem er das Zerwürfnis angekündigt hatte, damit er die Übertragsverträge rückgängig machen kann 8) . Geht natürlich nicht. Er glaubt es einfach nicht! Denn er hat immer Recht und die Notare und Anwälte habe ich beeinflußt (Klar, ich kenne die noch nicht einmal!)


    Aber genau hier in diesem Forum können sich allem Anschein nach die meisten vorstellen, dass es diese grausamen Geschichten gibt und deshalb können wir einander doch glauben und verstehen und immer wieder Unterstützung geben.

    Ja, das glaube ich. Und es gibt diese grausamen Geschichten noch viel öfter, die meisten schämen sich, darüber zu reden.

    Deshalb ist die Anonymität dieses Forum sehr gut, weil man keine Angst davor hat, was die Anderen über uns denken.


    Was die Leute denken, ist in solchen dysfunktionalen Familien extrem wichtig. Und damit werden Kinder einfach mal mundtod gemacht. Man glaubt auch, es wäre normal.

    Nur über Schwiegereltern oder Eltern von Freunden lernt man auch eine andere Welt kennen.

    Ich habe mich sehr schnell davon gemacht und bin sehr weit weggezogen.


    Deshalb habe ich vermutlich nur überlebt.


    Dadurch, dass ich meine Eltern geholt habe, wollte ich wenigstens am Ende ihres Lebens mit ihnen ein Bilderbuchfamilieleben haben.


    Naja, war halt meine Vorstellung und nicht die ihre. Wer nicht will der hat schon.

    Danke, dass es dieses Forum gibt.

    Kann ich nur unterschreiben! Ich habe wirklich viel gesucht. Das Forum und die Schreibenden sind fantastisch.

    Einmal editiert, zuletzt von Valentina61 () aus folgendem Grund: Ergänzungen

  • Danke SchwarzerKater,


    für Deine aufbauenden Worte!

    ihr euch erst mal vor allem um EUER WOHLERGEHEN (groß geschrieben und gedacht!!!!) kümmern müsst.

    Das mache ich mittlerweile seit 1 Jahr und hier sind ein paar unschöne Krankheiten aufgetaucht.

    Allerdings habe ich mehr als ein Jahr gebraucht, um an den Punkt zu kommen.

    Versucht also, auf die rationale Ebene (zumindest zeitweise) zu kommen und zu überlegen: Was geht - was geht nicht? Wo könnt/wollt ihr helfen? Wo ist es unmöglich, ohne sich selbst zu verlieren.

    Diese Frage stellt sich für mich nicht mehr. Meine Eltern haben sich - wie ich es jetzt sehe - glücklicherweise von mir getrennt. Sie wollen keinen Kontakt mehr mit mir, weil ich nicht mehr als 24/7 Prügeltochter zur Verfügung stehe.


    Es gab einen Streit darüber, weil der Arzt gesagt hat, dass ich meine Rundum-Versorgung einstellen sollte. Ich konnte einfach nicht mehr, das hat er gesehen.


    Sie werden jetzt von der Putzkraft "betreut". Die Ärzte, die Krankenkasse und der MD ist informiert.


    Die Vorsorgevollmacht, die Bankvollmachten sind aufgehoben ;-).


    Ich schaue nur noch aus der Entfernung zu. Gelegentlich sehe ich meine Mutter mit dem immer gleichen Pullover am Fenster stehen. Der hat schon in der Vergangenheit immer voll Dreck gestarrt, den habe ich garnicht mehr richtig sauber bekommen. Da habe ich kluge Ratschläge inklusive eines Seitenhiebes von meiner Mutter bekommen, sie sei ja doch die bessere Hausfrau als ich! Ich bin keine Hausfrau, sondern habe einen anstrengenden Beruf. Und Sie kocht und wäscht nicht. Kümmert sich nicht um Termine, nicht um die Unterlagen. Sie kommantiert bzw. deligiert nur. Jetzt eben die Putzfrau ;-).


    enkt an euer Leben, sucht nach frohen Momenten ... Genauso tue ich das auch ... und es ist oft richtiggehend Arbeit, weil ich in meiner Persönlichkeit eben auch so angelegt bin, dass ich immer alles perfekt machen und andere zufrieden und glücklich machen will. Aber man hat Grenzen ... und die müssen sowohl andere als auch wir selbst respektieren

    Das ist richtig. Ich lasse jetzt auch alles laufen (so wollen sie es ja!). Auch wenn es mir innerlich zuwiderläuft, wenn meine Mutter meinen Vater in eine geschlossene Abteilung einweisen lassen will, damit sie in Ruhe Fernsehn kann.


    Derzeit prüft ein Anwalt, ob es nicht besser ist, eine gerichtliche Betreuung zu beantragen. Ein ehemaliger Betreuungsrichter (Freund) hat mir dazu geraten.

    Es stellt sich nämlich die Frage, ob meine Mutter (möglicherweise) das Vermögen meines Vaters veruntreut, um sich von der Pflegerin für 50 Euro pro Stunde zum Einkaufen, Bank, Fußpflege etc. fahren zu lassen.

    Auf der anderen Seite ist es das Geld meiner Eltern und wir haben "genug". Deshalb war die Nachricht über die "Enterbung" auch nicht so übel. Wenn sie meinen, dass das Einzige ist, was sie mir wegnehmen können, läßt das doch auch tief blicken?!


    Danke für Deinen tollen Betrag. Ich hoffe, dass es bei Tochter67 genauso gut ankommt.

    Gefühlt sehe ich sie in meiner Vergangenheit. Vielleicht kann ich ihr mit meinem Schicksal einiges ersparen.


    Und ich mache vorallem schöne Dinge und ich kann die auch erleben, ohne zu denken: Hier ist es so toll und das könnte ich alles meinen Eltern bieten. Wie traurig, dass sie allein in der Wohnung sitzen und sich gegenseitig das Leben schwer machen.

    Einmal editiert, zuletzt von Valentina61 () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Lieber SchwarzerKater, liebe Valentina61, liebe ecia25,


    da ich mich hier technisch noch nicht zurechtfinde, weiß ich leider nicht, wie ich Eure einzelnen Zitate hier hervorheben und direkt antworten kann.

    Daher antworte ich Euch zusammen.

    Zunächst möchte ich mich bei Euch ganz herzlich bedanken! Ich bin zutiefst gerührt von den Reaktionen, den Antworten und den Hilfevorschlägen. Gleichzeitig bin ich geschockt von Deinem Bericht, liebe Valentina61. Das "toppt" ja meine Geschichte noch umso vieles mehr und macht mich sehr traurig.

    Eure Hinweise, dass ich mich mehr um mich kümmern muss, sind mir an sich nicht neu. Ich WEIß, dass ich mich mehr um mich kümmern muss, aber es fällt mir tatsächlich schwer, das zu tun.


    Ganz, ganz herzlichen Dank!!!!!!!!!!!


    (Rest des Beitrags gelöscht.)

  • Liebe Tochter67,


    Danke für Deine Antwort und Dein Bedauern. Du bist viel mehr drin. Ich habe mich mit Hilfe von Freunden (Profis) und Gesprächen mit Ärzten weitgehend freigemacht. Auch die Gespräche mit den Freunden meiner Eltern war sehr hilfreich. Die haben meine Eltern Anfangs in ihrem Wahn noch bestätigt. Jetzt sind sie nur noch entsetzt.

    Das "toppt" ja meine Geschichte noch umso vieles mehr und macht mich sehr traurig.

    In dem Zustand Deiner Mutter war es mit meinen Eltern noch nicht so schlimm. Sonst hätte ich sie nicht geholt.


    Ich wollte Dir nur mit meiner Geschichte vor Augen führen, wie es sein kann.


    Den Rat "ES" alles laufen zu lassen bis sozusagen zum Supergau, halte ich für gar nicht so abwegig und für mich als das einzig Wahre. Darüber denke ich mal intensiv nach.

    So schlimm es sich anhört, dass ist sicher der richtige Weg. Mir hat der Pflegedienstleiter (der hat mich jeden Mittag gesehen, wie ich das Mittagessen für meine Eltern abgeholt habe) gesagt, dass meine Eltern nicht sehr nett über mich reden und ich soll froh sein, dass ich sie "los" bin. Und das so eine Situation sogar ganz häufig vorkommt.

    Mein Mann hat tatsächlich eine Ausnahmefamilie. Ich hätte keine besseren Schwiegereltern haben können. Seine Geschwister und ihre Familien halten zusammen, wirklich wie im Bilderbuch, wir fahren sogar alle 3 Jahre zusammen in den Urlaub.

    Das ist doch super. Daraus kannst Du Kraft tanken. Bei mir ist es mein Mann und meine Freunde, die mir in den letzten Jahrzehnten wie eine Familie an der Seite waren. Ich habe ja ein Parallelleben geführt, in dem meine Eltern garkeinen Platz hatten.


    Nur weil man verwandt ist, muss man sich nicht lieben. Leider!

    Vor zwei Jahren traf ich im Supermarkt unsere ehemalige Nachbarin. Sie kam auf mich zu, um mir zu sagen, dass sie mich damals am liebsten zu sich genommen hätte, weil sie immer wieder Angst um mich hatte.

    Das sagt doch schon alles. Ich war übrigens immer überzeugt, adoptiert zu sein.


    Aber, dem Himmel sei dank, wohne ich nicht um die Ecke. Auch habe ich meine Familie angewiesen, dass nur ich entscheide, ob und wann wir ans Telefon gehen, wenn "sie" anrufen. Wir haben einen Anrufbeantworter, auf den können sie sprechen.

    Zur Not ziehe ich abends den Telefonstecker 'raus, damit wir abends unsere Ruhe haben.

    Ja, die Entfernung habe ich auch immer genossen. Ich bin mit voller Absicht so weit weggegangen.


    Das mit dem Telefon würde ich auch machen. Notfalls ein weiteres Handy haben (Hatte ich auch.)



    Meine Mutter war immer eifersüchtig auf meine Schwiegerfamilie und hat oft geschimpft, weil ich dort viel lieber war als bei ihr.

    Deshalb wird sie Dich noch mehr in Anspruch nehmen, weil sie Dir das nicht geben kann. Sie ist wie ein Kind (Emotionale Intelligenz einer 3-4jährigen). Sie will permant Deine Aufmerksamkeit.


    Und ihr ist es vermutlich egal, ob sie Deine Ehe oder Familie zerstört (was meine Eltern versucht haben.)



    Du wirst schon Deine Familie überzeugen. Kennt Dein Mann Deinen "Überlebenskampf"?

  • Du wirst schon Deine Familie überzeugen. Kennt Dein Mann Deinen "Überlebenskampf"?

    Mein Mann kennt Auszüge davon, teils, weil ich ihm davon erzählt habe, teils hat er die Geschichten "live". Er hat viele Heulanfälle meinerseits miterlebt. Auch meinen Kindern blieb das nicht verborgen. Sie mögen ihre "andere Oma" kaum bis gar nicht.

  • So schlimm es sich anhört, dass ist sicher der richtige Weg. Mir hat der Pflegedienstleiter (der hat mich jeden Mittag gesehen, wie ich das Mittagessen für meine Eltern abgeholt habe) gesagt, dass meine Eltern nicht sehr nett über mich reden und ich soll froh sein, dass ich sie "los" bin. Und das so eine Situation sogar ganz häufig vorkommt

    Das ist einfach nur traurig, dass unsere Mütter/Eltern so über ihre Kinder reden.

    Die Pflegedienstkräfte erleben sicher so einiges.

    Ich sage schon lange, dass ich erst dann richtig frei bin, wenn sie nicht mehr ist. Mein Vater ist schon vor Jahren gestorben.


    Ich kann über dieses Thema ein bisschen mit meiner Freundin sprechen, die vor Jahren ähnliches durchgemacht hat.

    (Rest des Beitrags aus persönlichen Gründen gelöscht. )

  • Auch meinen Kindern blieb das nicht verborgen. Sie mögen ihre "andere Oma" kaum bis gar nicht.

    Hat sich Deine Mutter jemals um Deine Kinder gekümmert? Warum solltest Du Dich um so jemand kümmern? Auch Deine Zeit ist endlich und die Kinder werden erwachsen. Willst Du wirklich Deine wertvolle Zeit mit einer Person verplempern, statt sie mit Deinen Kinder, Deinem Mann oder mit Dir selbst zu verbringen?!


    Ich sage schon lange, dass ich erst dann richtig frei bin, wenn sie nicht mehr ist. Mein Vater ist schon vor 20 Jahren gestorben. 14 Tage vor seinem Tod rief er mich an und beschimpfte mich, dass er mit uns nichts mehr zu tun haben will...."toller" Abgang...

    Echt toller Abgang. Wie ging es Dir danach. Hattest Du das Gefühl, was verpasst zu haben? Ging es Dir tatsächlich besser.


    Bei mir leben die Beiden ja noch. Das Kind in mir wünscht sich natürlich, dass sie noch vernünftig werden und mal wieder sagen: "Wir haben ziemlichen Mist gebaut, kannst Du uns noch einmal verzeihen." Die Hoffnung stirbt zuletzt.


    Bei mir ist eher die Überlegung, ob ich zur Beerdigung gehen würde. Wenn Sie "vernünftig" sind, lassen sie sich anonym beerdigen. Am Besten erfahre ich von dem Tod erst durch Zusendung des Testaments :saint: , dann wird mir die Entscheidung abgenommen.


    Ich möchte nicht dem Übriggebliebenen begegnen. Ich würde vermutlich ausrasten, weil wer auch immer die letzten Jahre des Anderen zerstört hat.


    das ist bestimmt eine sehr gute Entscheidung.

    Ja, jetzt muss ich das nur noch einstielen.

    Einmal editiert, zuletzt von Valentina61 ()

  • Solange die demente Person noch das Recht hat, über ihr eigenes Leben zu entscheiden, müssen wir mehr oder weniger aushalten, dass ggf. der Supergau eintritt.

    So hatte ich Dich auch verstanden und meine Eltern habe es mir ja auch per Anwalt mitteilen lassen, dass sie sich von mir nicht "bevormunden" lassen, obwohl ich mich nur an die Anweisung des Arztes gehalten habe.


    Im Moment ist es auch mein Umfeld, dass mich zur Eile treibt.

    Ich würde gerne warten, bis irgendein Gau eintritt.


    Bei Tochter67 ist ja vermutlich noch das Problem der Entfernung. Bei mir leben die Eltern nur wenige km entfernt. D.h. ich werde ziemlich regelmäßig von Nachbarn oder Freunden informiert, was sich da so tut. Ist nicht sehr viel, weil meine Eltern niemanden mehr treffen (Nach Hause haben Sie ohnehin auch in der Vergangenheit niemanden eingeladen.) Sie gehen auch zu keinem der Seniorenaktivitäten, bei denen ich sie angemeldet habe. Vermutlich trauen sie sich nicht, weil in der Vergangenheit die Leute immer von mir vorgeschwärmt haben ("So eine nette und engagierte Tochter hätten sie auch gerne.")


    Und das können sie natürlich nicht ertragen. Außerdem "bespaße" ich noch ältere Freundinnen (80+), die in der Vergangheit (letzten 30 Jahren) viel eher Mütter für mich waren. Da käme meine Mutter sich wieder minderwertig vor. Sie "leidet" neben dem Narzismus auch noch an einer Depression und extremen Minderwertigkeitskomplexen (schon ihr Leben lang). Hier war das Problem, dass ich als Kind von meinem Vater immer für die schlechte Stimmung meiner Mutter verantwortlich gemacht wurde.

  • Im Moment ist es auch mein Umfeld, dass mich zur Eile treibt.

    Ich würde gerne warten, bis irgendein Gau eintritt.

    Genau das letzte halte ich auch für richtig und hoffe für Dich, dass Dir das Forum da reichlich Rückhalt und Tipps gibt.

    Du bist schlicht nicht zuständig, Deine Eltern, in irgendeiner Weise zu "bevormunden", ja nicht einmal berechtigt, wie Du selbst schreibst.

    Du musst nicht zu Kreuze kriechen, was vermutlich ohnehin nicht gelingen würde, nur um bei ihnen irgendetwas zu erreichen, was sie nicht wollen.

    Wenn sie es wollen, können sie ihr Leben so lange in den Sand setzen, bis staatliche Hilfe von außen zwanghaft kommt.

    Gleiches hab ich andersherum mit einer Tochter erlebt, die sich mit 18 Jahren auf einen Mann eingelassen hat - der GAU war absehbar, aber nicht für sie. Inzwischen hangelt sie sich (allerdings jetzt mit deutlichen Fortschritten) von Therapieaufenthalt zu Therapieaufenthalt, momentan in einer Traumaklinik) und muss mit der sehr jungen, kinderlosen, Jugendamtsfrau ständig drum kämpfen, dass ihr ihre Tochter erhalten bleibt. Obwohl meine Tochter auch nach Ansicht von Fachleuten trotz aller Störungen eine sehr geeignete Mutter ist. Warum ich das schreibe: auch bei jungen Menschen können wir ab Volljährigkeit nicht mehr gegen ihren Willen eingreifen, wir mussten auch da hilflos zusehen, wie sie in ihr Unglück rennt. In diesem Fall des jungen Menschen hatten wir lediglich die Chance, den Kontakt zu erhalten und ab Notfall als Sprungtuch zu fungieren.

    Das sehe ich aber bei Deinen Eltern nicht mehr gegeben, denn sie sind auch geprägt durch ihr langes, psychisch gestörtes Leben - das wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr ändern - und sie wollen es eben auch nicht. So lange keine greifbare (wenn auch für uns erkennbare) Selbst-oder Fremdgefährdung vorliegt, können und dürfen wir nicht eingreifen und sollten deshalb auch nicht versuchen, daran groß was zu ändern.

    Vielleicht kannst Du da Deine eigenen Gedanken und Worte rausfinden, um Stabilität gegen Dein Umfeld herauszuholen.

    Ansonsten hat das Forum sicher noch mehr Anregungen.

  • Liebe Ecia25,


    Danke für Deine Einschätzung.

    Vielleicht kannst Du da Deine eigenen Gedanken und Worte rausfinden, um Stabilität gegen Dein Umfeld herauszuholen.

    Ja, schon alleine heute habe ich eine Menge mitgenommen, auch wenn das eigentlich nicht mein Forumsbeitrag ist. Ich hoffe, DieTochter67 ist nicht sauer, dass ich mich in Ihren Feed eingeklinkt habe. Aber als ich es gelesen habe, dachte ich, dass bist Du vor 4 Jahren. Bevor ich den größten Fehler meines Lebens gemacht habe.


    Ich denke, ich bin ziemlich durchsetzungsfähig und kann recht gut argumentieren. Gegen die Anregung einer gesetzlichen Betreuung durch mich spricht, dass ich offiziell keine bzw. zu alte Infos habe.

    Wenn ich das anrege und die Richter sich von dem Fassadenverhalten täuschen lassen, wäre es eine Möglichkeit, die Übergabeverträge wegen groben Undank rückgängig zu machen (Dazu gibt es ein Gerichtsurteil). Und mein Urvertrauen ist weg.

    Der Anwalt meiner Eltern hat immer wieder versucht mich in die Falle zu locken. 8) . Meine Freunde (die Anwälte & Richter) haben jedesmal getobt und dann haben "wir" beschlossen: "Ich bin blond & naiv. Deshalb weiß ich gar nicht, worüber er redet. Und das Verhalten verstehe ich nicht."

    Eigentlich muss das derjenige anregen, der von einer Sache (z.B. Abschieben ins Heim, um in Ruhe Fernzusehen.) Kenntnis bekommt. Und nicht ich, die diese Ungeheuerlichkeiten nur vom Hören-Sagen kennt. Ich werde versuchen den "Informaten" zu einer Betreuungsanregung zu bekommen.

    Spätestens wenn meine Mutter meinen Vater in die geschlossene einweisen läßt, braucht sie ein Gerichtsurteil (Jedenfalls laut Leiterin dieser Abteilung. Die ich zufällig kenne, lebe halt auf einem Kuhkaff.)

    Sie darf mir zwar nix über meinen Vater direkt sagen, nur wie es sonst so läuft. Und solange er tatsächlich kein "Insasse" ist, greift ja der Datenschutz ohnehin nicht.

    Außerdem reicht mit dem Einzug in das Heim, das Geld nicht mehr. Jedenfalls müssen sie dann an das Vermögen bzw. an die Immobilien.

    Ich habe die Heimleiterin schon vorgewarnt: Die FTD klauen ja wie die Raben 8). Mein Vater hat schon immer eine sehr spezielle Einstellung zum Eigentum anderer gehabt. Sein langjähriger Freund und Mitwisser nennt es weggefunden :thumbup:.

  • Ich hoffe, DieTochter67 ist nicht sauer, dass ich mich in Ihren Feed eingeklinkt habe.

    NEIN, ich bin selbstverständlich nicht sauer!!!!


    Im Gegenteil bin ich Dir dankbar, da wir ja das Schicksal - wenn auch auf vielleicht unterschiedlichen Ebenen - teilen und uns so direkt in einem Feed austauschen können.


    Dies nur kurz vorab...ich melde mich heute Abend nochmal.


    Lieben Gruß

    Die Tochter6070

  • NEIN, ich bin selbstverständlich nicht sauer!!!!


    Im Gegenteil bin ich Dir dankbar, da wir ja das Schicksal - wenn auch auf vielleicht unterschiedlichen Ebenen - teilen und uns so direkt in einem Feed austauschen können.

    Na Gott sei dank! Ich würde auch einen eigenen aufmachen, wenn es Dich stört.


    Wie gesagt, das Forum ist Klasse. Ich hätte mir gewünscht, ich hätte das schon gefunden, als es mega akut war. Jetzt ist es auch hilfreich.


    Vermutlich hätte ich es aber nicht ändern können, wie gesagt die 24/7 Prügeltochter "steht" mir nicht. Um mich aus der Schußlinie zu bringen, bin ich quer durch die Republik gezogen.


    Wo ich bin, fühle ich mich wohl und habe die Anerkennung, Respekt, Liebe und vor allem Freundschaft, die ich brauche.


    Übrigens habe ich mit meiner "Heimat" auch Frieden geschlossen:

    Wir müssen den Messihaushalt, nebst Garagen und großem Garten auflösen und wir sprechen über Tonnen (10 von 30 t sind schon erledigt). Das dauert einige Zeit, weil wir uns jedes Teil anschauen z.T. auch katalogisieren. Weil mein Vater behauptet, dass sich wertvolle Dinge unter dem ganzen Schrott befindet (Sachen, die er z.T. weggefunden hat.)


    Durch das Räumen bin ich häufig in dem alten Haus und rede natürlich auch mit den Leuten. Was ich zum Teil dort erfahren habe, ist bodenlos. Wenn ich das vorher gewußt hätte, hätte ich sie nicht geholt. Doch ich lerne auch nette Leute kennen, die sich vorher wegen meiner Eltern nicht mit mir abgegeben hätten.


    Egal, ich kann es nicht mehr rückgängig machen.


    Ich freue mich auf einen regen Austausch und ich bin froh jemanden im gemeinsamen Leid gefunden zu haben.

  • Wo ich bin, fühle ich mich wohl und habe die Anerkennung, Respekt, Liebe und vor allem Freundschaft, die ich brauche.

    Das klingt doch schön und so sollte es auch eigentlich jeder haben.


    Der Haushalt meiner Mutter ist genau das Gegenteil. Sie war und ist schon immer nicht nur schlauer als die Ärzte , sondern auch genauso pingelig. Bei ihr ist es schon immer pikobello gewesen. Auch als wir letztes Jahr bei ihnen waren. Einmal in der Woche kommt zwar eine Reinigungshilfe, aber alles andere macht sie selbst.


    Eigentlich will ich gar nicht an all' das Unschöne denken, aber zurzeit kommt soviel in mir hoch.

    Vor der Auflösung ihres Haushalts graut mir regelrecht, aber irgendwann wird das auch sein müssen.


    Ich wünsche Dir gutes Durchhaltevermögen bei der Ausräumung des Messihaushalts.

    Irgendwie schaffen wir das schon!

  • Der Haushalt meiner Mutter ist genau das Gegenteil. Sie war früher Krankenschwester und dementsprechend ist sie nicht nur schlauer als die Ärzte (Ironie am Rande), sondern auch genauso pingelig.

    Naja, meine Mutter hatte schon immer eine Waschzwang und hat wie eine "Irre" geputzt. Auch ihre Küche sah immer als wie neu gekauft. Sie hat sie auch nicht benutzt.

    Zu meinem Haushalt hat sie früher mal gesagt "Das Chaos hast Du nicht von mir geerbt" und meinte es ernst.

    8) So etwas Ähnliches hat meine Mutter auch immer gesagt. Beim Ausräumen habe ich gemerkt, dass es bei ihr im Grunde viel schlimmer ist. Sie hatte schlicht weg mehr Platz.


    Nett war auch ihr Spruch "Man sieht, dass Du Deine Kleidung im Katalog bestellst". Sie hat mir früher verboten, rote Kleidungsstücke zu tragen, weil sich dies mit meinen Haaren beiße....nun, heute trage ich am liebsten rote Oberteile! Hihi...

    Rebell!

    Was immer wieder zu Kopfschütteln in der Familie meines Mannes gesorgt hat, waren die "tollen" Kleidungspakete, die meine Mutter mir über die Jahrzehnte regelmäßig geschickt hatte. Sie trug zu den Zeiten 2 Nummern größer als ich und war zudem noch 7 cm kleiner als ich. Sie schickte mir tatsächlich ihre alte Kleidung mit der Aussage "Was Dir nicht passt, kannst Du dann in die Altkleidersammlung geben".

    Das ist respektlos Dir gegenüber, weil Sie die Sachen quasi bei Dir entsort und ist jedoch typisch für Narzissten. Sie schafft Platz für Neues (für sich) und statt Geld für Dich auszugeben, behält sie es und kauft sich selbst Neues.


    Versuch das Positive dahinter zu sehen: Was Sie Dir jetzt schickt, musst Du schon später nicht mehr entsorgen! Das spart Zeit und eine Menge Geld beim Ausräumen. Du brauchst schon weniger Platz im Container. Denn unter Druck ist das noch schlimmer.

    Letztes Jahr zu Weihnachten hatte sie urururalte, gebrauchte Handtaschen (14 Stück) sowie ein Beutelchen mit kaputtem Bernsteinschmuck geschickt.

    Wenn die Sachen einigermaßen sind, würde ich sie einfach bei der Tafel abgeben. Vielleicht freut sich noch jemand darüber.

    Wenn der Bernstein echt ist, stellt er sogar noch einen Wert dar. Ich stelle solche Sachen (Handtaschen) einfach bei Kleinanzeigen ein (nur Abholung) oder gebe (z.B. Perlen) bei der Mittagsbetreuung in der Schule ab. Die brauchen immer so ein Zeug fürs Basteln.


    Mir graut schon vor dem diesjährigen Paket.

    Das ist schlecht: Bitte versuch das umzudeuten! Was jetzt kommt (auf ihre Kosten!), musst Du später schon nicht mehr wegschmeißen!


    Freu Dich darüber, wenn Du es weggeben kann und sich jemand anderes darüber freut.

    Den Rest würde ich regelrecht in der Tonne "beerdigen."


    Ich feiere jedes Mal, wenn ich wieder eine größere Menge losgeworden bin.

    Jeder Weg zum Altkleidercontainer, zur Mittagsbetreuung wird "gefeiert". Ich sehe das als Befreiung und als Erleichterung.


    Vor der Auflösung ihres Haushalts graut mir regelrecht, aber irgendwann wird das auch sein müssen.

    Freu Dich jetzt schon über jedes Paket. Und wenn Deine Mutter vor Deinem Stiefvater stirbt, ist es sein Problem (Seine Frau!).

    Du bist nicht dafür verantwortlich! Seine Frau = sein Problem.

    Ich bin ja enterbt, deshalb steht mir ohnehin nur ein Geldbetrag zu ;-).

    Ich wünsche Dir gutes Durchhaltevermögen bei der Ausräumung des Messihaushalts.

    Danke. wir feiern noch viele Feste!


    Wir zählen das Gewicht und die Mengen zusammen! Das ist unsere Erfolgsgeschichte, die uns weiter machen läßt, sonst würden wir verzweifeln.

    Wir sehen nicht die Menge, die noch vor uns liegt (= 20t), sondern die, derer wir uns schon entledigt haben (= 10t).


    Ich bin in der komfortablen Lage, dass das Haus bereits mir gehört und ich mir soviel Zeit nehmen kann, wie ich für meine Heilung brauche. Da bin ich aber auf einem guten Weg und auf allen Teilen "klebt" schon die zukünftige Adresse :saint: .


    Eigentlich will ich gar nicht an all' das Unschöne denken, aber zurzeit kommt soviel in mir hoch.

    Laß es raus. Das was Dir auf der Seele liegt, ist hier im Forum gut aufgehoben.


    Geteiltes Leid ist halbes Leid.


    Nur so wirst Du diesen Schmerz los. Hier geht es eher um Deine Heilung. Wäre doch toll, wenn Du schon einen Teil der Verletzungen vorher loswirst.

  • Rebell!

    Hihi, darüber konnte ich grad herzhaft lachen, danke!

    Naja, meine Mutter hatte schon immer eine Waschzwang und hat wie eine "Irre" geputzt. Auch ihre Küche sah immer als wie neu gekauft. Sie hat sie auch nicht benutzt.

    Ohja, Putzzwang kenne ich auch von meiner Mutter. 🙈


    Versuch das Positive dahinter zu sehen: Was Sie Dir jetzt schickt, musst Du schon später nicht mehr entsorgen! Das spart Zeit und eine Menge Geld beim Ausräumen. Du brauchst schon weniger Platz im Container. Denn unter Druck ist das noch schlimmer.

    So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Gute Betrachtungsweise! Ich werde es üben.

    Wir zählen das Gewicht und die Mengen zusammen! Das ist unsere Erfolgsgeschichte, die uns weiter machen läßt, sonst würden wir verzweifeln.

    Wir sehen nicht die Menge, die noch vor uns liegt (= 20t), sondern die, derer wir uns schon entledigt haben (= 10t).

    Wahnsinn, was für eine Menge!


    "ES" alles rauszulassen, tut grad ziemlich weh, ist aber wohl der einzige Weg, sonst schafft es meine Mutter letztlich doch noch, mich fertig zu machen. Und ich will sie nicht gewinnen lassen.


    Was ich hier im Forum auch schon gelesen habe, ist, dass ich auch nicht viel machen kann, wenn sie nicht will. Noch hat sie alle ihre Rechte.


    Zusammen schaffen wir das, liebe Valentina61!

  • Das ist respektlos Dir gegenüber, weil Sie die Sachen quasi bei Dir entsort und ist jedoch typisch für Narzissten. Sie schafft Platz für Neues (für sich) und statt Geld für Dich auszugeben, behält sie es und kauft sich selbst Neues.

    Wow, so habe ich das bei meiner Mutter noch gar nicht gesehen, aber es scheint ein Treffer ins schwärzeste Schwarz zu sein! Danke.


    Deine weiteren Texte bringen so ungeheuer viel Schwung und neue Perspektive in eingekrustete Denksysteme, das ist eine super Bereicherung.

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