Wegen der Demenz war keine Klärung mehr möglich - wie soll man abschließen?

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  • Ich möchte hier einmal um Rat fragen, weil ich schon so viele wertvolle Beiträge hier gelesen habe und dieses Forum auch weiterempfohlen habe.


    Meine Schwiegermutter war ein furchtbarer Mensch - berechnend und falsch. Dabei nach außen immer die nette ältere Dame, die ja alles alleine machen muss, da der Sohn und die Schwiegertochter arbeiten. Sie hat viel für sich zurecht gebogen und oft haben wir sie der Lüge oder Intrige überführt. Mein Mann und seine Schwester hatten keine schöne Kindheit. Da war kaum Zuwendung und auch körperliche Züchtigung nichts außergewöhnliches. Mein Mann ist mit Ende 40 dann psychisch schwer krank geworden und konnte sich mit Mühe wieder stabilisieren. Seine Mutter hat ihn nicht einmal während der Klinikaufenthalte besucht oder mit ihm telefoniert. Dafür hat sie mir die Ohren vollgeheult, wie das mit der Krankheit denn käme. Sie hätte doch immer alles richtig gemacht. Das vorweg.


    Sie hatte dann im April 2022 weitere Schlaganfälle und in der Konsequenz ging es dann im Juli 2022 aus dem Krankenhaus über die Kurzzeitpflege direkt in die stationäre Pflege. Bereits beim ersten Schlaganfall 2019 war Demenz diagnostiziert worden, die genaue Diagnose haben wir nicht erfahren. Sie konnte das aber immer geschickt verbergen und nach außen hin war sie stets die "reizende alte Dame" der man doch gerne eine Gefälligkeit getan hat. Wir wurden dann von Bekannten angerufen und beschimpft, warum wir z.B. mit ihr nicht einkaufen fahren. Dabei habe ich sie mindestens 1x wöchentlich gefragt, ob sie mitfahren möchte oder was braucht. Wenn wir den wenigen verbliebenen Bekannten dann erzählt haben, wie es wirklich war, waren sie immer alle völlig entsetzt. Als wir nach einem Haus gesucht haben, hatte mein Mann ihren Wunsch, dass sie mit einzieht, berücksichtigt. Beinahe haben wir einen Vertrag für ein 2Parteien Haus unterschrieben - da kam der Rückzieher. Später hat sie dann behauptet, wir hätten sie nicht haben wollen. Das wäre alles nicht so und wir hätten es nur darauf abgesehen, dass wir sie abschieben können.


    Ich kann mich da eigentlich ziemlich gut abgrenzen, meinen Mann hat das völlig fertig gemacht. Er wurde regelmäßig beschimpft von ihr (ihr habt mir meine Wohnung weggenommen, ihr wollt nur mein Geld, ihr habt meine Sachen einfach verschenkt - dabei haben wir die Wohnung 8 Monate parallel behalten) und es wurde in Zweifel gezogen, dass wir uns kümmern und uns unterstellt, wir würden ihr Geld verjubeln. Dabei habe ich mir echt viel Arbeit gemacht mit den ganzen Anträgen und so weiter.


    Sie hat dann sehr schnell abgebaut und es waren da schon lange keine vernünftigen Gespräche mehr möglich. Nur das Beschimpfen und die verbalen Verletzungen, das ging weiter. Im August ist sie dann sehr schnell verstorben. Von einem weiteren Schlaganfall bis zum Tod waren es nur knapp 2 Wochen. Mein Mann hat sie dann während der Sterbephase begleitet und das Heim hat uns permanent angerufen, wenn er nicht da war. Ich habe der Dame vom begleitenden Dienst dann mal ein paar Wahrheiten über diese "reizende alte Dame" erzählt und der ist alles aus dem Gesicht gefallen.


    Für mich war diese Frau nie die liebevolle Oma und Schwiegermutter - ich habe stets das manipulative gesehen und war auf der Hut. Mein Mann hat immer gehofft, dass sie mit dem Schimpfen und den Lügen aufhört. Er hat auf Anerkennung und ein Lob gewartet. Obwohl es ihm danach schlecht ging, ist er 1x die Woche hingefahren. Oft mit Bauchschmerzen und kam stets am Boden zerstört wieder. Ich habe ihn dann gebeten, nicht so oft zu ihr zu fahren, aber er meinte er hätte die Pflicht. Er hat heute noch große Probleme, die ungeklärten Themen und die Verletzungen aus dem letzten Jahren (speziell die Zeit im Heim) haben ihn psychisch sehr angegriffen. Er ist in Therapie (schon lange, denn seine Erkrankung resultiert aus dieser "kranken" Familiengeschichte) - findet aber keinen Weg, damit abzuschließen.


    Geht es hier jemanden genauso? Was hat geholfen? Wie lange habt ihr dafür gebraucht?

  • Ohje, das klingt wirklich sehr belastend. Du schreibst ja, das dein Mann eine Therapie macht und das ist schon mal gut. Nur Therapie ist nicht gleich Therapie, in diesem Fall, wo es auch um Gewalt etc geht, ist oft eine Verhaltenstherapie oder sonstige , nur auf Gesprächsebene nicht genug, da würde ich schon eine tiefenpsychologische Therapie oder Hypnose o.ä.als sinnvoll erachten.

    Ich komme selbst diese Woche aus einem Klinikaufenthalt, psychosomatische Akutklinik, dort konnte man auch psychosomatische Reha machen. Hatte selbst viel aufzuarbeiten, was mit Gewalt in früher Kindheit zu tun hat und obwohl ich seit Jahren immer mal Therapien gemacht habe, auch nachdem noch zusätzlich mein Mann viel zu früh verstorben ist, habe ich nun sehr davon profitiert, mal raus aus allem zu sein, mich fallen lassen dürfen , versorgt zu sein und ganz neue Anregungen zu bekommen.

    Was deinem Mann von seiner Mutter gefehlt hat, wird er niemals nachholen können, selbst wenn sie jetzt noch leben würde, Einsicht wäre vermutlich nie zu holen gewesen. Das gilt es zu akzeptieren.

    Die seelischen Wunden werden nie ganz weg gehen und können in Belastungssituationen immer mal wieder hochkommen, wie verschlossene Pakete plötzlich wieder aufspringen, doch man kann trotzdem mit Hilfe zu einem gesünderen Leben finden. Durch den Tod deiner Schwiegermutter ist es sicher stark aktiviert worden, bei mir war der Tod meines Bruders dies Jahr ein Auslöser, doch nun bin ich stabilisiert, manchmal sind auch zusätzliche Medikamente sinnvoll (Antidepressiva, die man meist vorübergehend nimmt).

    Auch Rituale wie einen Brief an die entsprechende Person mit allen Emotionen, Schimpfwörtern etc.achreiben und dann zerreißen oder verbrennen kann helfen.

    Also ich kann so ein paar Wochen Reha odernoch besser Akutklinik sehr empfehlen. Ich werde z.B.nun auch mehr Sport machen und wieder mehr für mich sorgen, was früher niemand gemacht hat.

    Liebe Grüße und alles Gute!

  • Vielen Dank für die lieben Worte. Medikamente nimmt er schon dauerhaft, da wird er gut betreut. Er war auch schon mal in Reha - da Reha ja vor Rente geht. Im Moment möchte er nicht wieder so gerne stationär irgendwo hin, er tut sich mit vielen Menschen oder fremden Menschen sehr schwer und hat schon diverse Stationen da erlebt (Telgte, Münster, das hiesige gpz). Ich konnte ihn jetzt überreden, doch mit dem Sport wieder zu beginnen. Ihm fällt das schwer, weil wir eine Tochter von 8 Jahren haben und wir nicht zusammen zum Sport können. Hier gibt es leider kein Studio mit ausreichender Kinderbetreuung.


    Sollte er allerdings noch länger so am Boden sein, werde ich doch wohl seine behandelnde Psychologin darauf ansprechen.


    Ich habe Deine Geschichte hier verfolgt und wünsche Dir auch alles Gute und das Du gestärkt aus der Reha nach Hause fahren kanns.

  • Hallo.

    Nachdem mir klar wurde, dass beide Elterteile Narzissten waren, habe ich den Kontakt zu meiner dementen Mutter, die im Pflegeheim lebt, abgebrochen.

    Mein Vater ist bereits verstorben.

    Das war vor einem halben Jahr.

    Ich bereue nichts.

    Sie hat die Familie zerstört, die "nette" alte Dame.

    Im Heim hat sie mich vor den Pflegern versucht bloß zu stellen.

    Sie hat einen Betreuer, dem ich auch nicht auf den Pelz gucken kann.

    Mittlerweile hat der auch ihre Wohnung räumen lassen.

    Ich habe nichts davon genommen, obwohl ich es vorher hätte können.

    Ich verbringe mein Leben nur noch mit Dingen, die mir gefallen.

    Ich mache was ich will, wie ich will, mit wem ich will.

    Hauptsache mir geht's gut.

    Ich wünsche Muttern ein langes Leben, aber ohne mich!

    Lg

  • Schwiegertochter71 : ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass psychosomatische Akutklinik etwas anderes ist als Psychiatrie, nur zum Verständnis.. ich kannte es leider bis vor einiger Zeit gar nicht, hätte ich vor einigen Jahren supergut gebrauchen können. Ich habe nun gelernt, dass eine Verletzlichkeit bleiben wird, muss aber nicht mehr arbeiten, das macht es oft einfacher. Jedenfalls konnte ich nun (schmerzhaft) erarbeiten, dass ich meiner Mutter absolut nichts schuldig bin und das erleichtert mich tatsächlich, wurde mir vorher auch schon gesagt, aber nun ist es angekommen. Ich war auch noch nicht im Heim jetzt.. also ist ein anderes Problem als deins/eures, aber soll zeigen, dass man ein Leben lang lernfähig ist (bis zur Demenz jedenfalls..)

  • Liebe Schwiegertochter71,


    Du könntest von meiner Mutter berichten. Nur, dass ich keinen Bruder habe und meine Eltern noch leben. Sie wollen keinen Kontakt mehr zu mir.

    Als wir nach einem Haus gesucht haben, hatte mein Mann ihren Wunsch, dass sie mit einzieht, berücksichtigt. Beinahe haben wir einen Vertrag für ein 2Parteien Haus unterschrieben - da kam der Rückzieher.

    In dem Fall könnt ihr froh sein, dass das nicht geklappt hat. Wir hatten das auch vor bzw. haben sogar eine Wohnung für sie gekauft. Meine Eltern haben uns dann sehr kurzfristig (2 Tage vor der Kaufpreiszahlung) regelrecht auflaufen lassen. Mit Glück (und Gürtel enger schallen) konnten wir den Kaufpreis noch zahlen, dass war aber nicht ihr Verdienst.

    Danach haben Sie angedroht, mir alles wegzunehmen und mich zu vernichten.

    Er wurde regelmäßig beschimpft von ihr (ihr habt mir meine Wohnung weggenommen, ihr wollt nur mein Geld, ihr habt meine Sachen einfach verschenkt - dabei haben wir die Wohnung 8 Monate parallel behalten) und es wurde in Zweifel gezogen, dass wir uns kümmern und uns unterstellt, wir würden ihr Geld verjubeln. Dabei habe ich mir echt viel Arbeit gemacht mit den ganzen Anträgen und so weiter.

    Willkommen im Club, ohne die verletztende Wirkung dieses fieses Verhalten schmälern zu wollen: Diese falschen Verdächtigungen haben wahrscheinlich hier viele erlebt. Ob es jetzt Ausdruck der Demenz ist oder einer schon immer vorhandenen Persönlichkeitsstörung sei mal dahin gestellt.

    Es ist für den Einzelnen immer schlimm, denn man hat eine bestimmte Vorstellung davon, was eine gute Mutter ist.

    Wenn das auseinander klafft, dann ist die Situation sehr schlimm.


    Mein Mann hat immer gehofft, dass sie mit dem Schimpfen und den Lügen aufhört. Er hat auf Anerkennung und ein Lob gewartet.

    Ich glaube, jeder hier hat die Hoffnung und die stirbt bekanntlich zuletzt.



    Mein Mann hat sie dann während der Sterbephase begleitet

    Dann hat er sich nichts vorzuwerfen. Er hat alles getan, sie wollte keinen Frieden schließen.



    Geht es hier jemanden genauso? Was hat geholfen? Wie lange habt ihr dafür gebraucht?

    In so einer kranken Familiengeschichte sind eine Menge Leute hier gefangen, nur eben an unterschiedlichen Stationen und mit verschiedenen Auswirkungen. Und Eure Geschichte ist ziemlich weit fortgeschritten.


    Was da helfen könnte?

    Ich denke, es gibt kein Allheilmittel. Die Heilung muss aus der Erkenntnis kommen: Nämlich, dass die Schwiegermutter einfach krank war und (vermutlich) nicht bewußt ihre Kinder schwer geschädigt hat. Vermutlich hat sie selbst eine solche Kindheit gehabt.


    Was hat geholfen?

    • Mir hat eine Therapeuthin geraten, das Ganze in eine Schachtel zu packen und in den Keller zu bringen. So sinnbildlich. Weil es wird für dieses Problem nie eine Lösung geben. Finde ich persönlich nicht so gut: Ich fürchte das kommt irgendwann wie ein Jack-In-the-Box wieder zum Vorschein, wenn es am wenigsten passt.
    • Sonst finde ich die Idee mit dem Brief schreiben und nachher verbrennen auch ganz gut. Habe ich auch schon gemacht, damit man nicht länger darüber nachgrübelt! Dafür muss man aber eine gewisse esoterische Ader haben oder eben als letzter Versuch.
    • Was mir auf dem Weg zur Loslösung geholfen hat: Mit einem "Stellvertreter" reden: Das könnte eine gute Freundin, Schwester Deiner Schwiegermutter oder so etwas sein. Oder wie in meinem Fall: eine Frau, die das Gleiche mit Ihren eigenen Kindern abzieht. Ich war bass erstaunt, welche klugen Ratschläge und Erklärungen da kamen (Und auch: Wenn doch Sie meine Tochter wären!). Und das ohne irgendeine Form von Schamgefühl oder schlechtem Gewissen. Glaubt nur nicht, dass die sich hinterher ihren Kindern gegenüber besser verhalten hat.
    • Er kann auch ans Grab gehen. Wenigstens kann sie ihn dort nicht beschimpfen.

    Wie lange habt ihr dafür gebraucht?


    Es geht ja ums Loslassen von der eigentlich "wichtigsten" Person des ganzen Lebens.

    Nur mal von mir gesprochen und meine Eltern leben noch: Bisher mein ganzes Leben. Und jetzt in der akuten Phase: Eher ein Jahr, doch auch nach 2,5 Jahren bin ich hier im Forum aktiv und suche nach der ultimativen Lösung.

    Ich denke auch, dass Du da wenig ausrichten kannst. Dein Mann muss diesen Prozess für sich beenden.

    Eigentlich ist das die Frage nach dem Trauerprozess. Schlimm wird es das erste Jahr sein. Irgendwann wird sich die Erkenntnis durchsetzen und es wird Normalität eintreten.

  • Hallo Valentina,

    Nur kurz zum Briefschreiben: mit Esoterik hat es tatsächlich gar nichts zu tun. Man kann einfach mal seine Wut rauslassen und sich Emotionen wegschreiben, kann Schimpfwörter verwenden wenn man möchte etc. Es soll/muss ja niemand lesen, einfach nur damit man seine Gedanken und Gefühle loswird, bevor man dran erstickt.


    Ich persönlich kann mir tatsächlich was "wegschreiben" und dabei auch Gedanken sortieren. Ich habe den Wutbrief noch nicht weggeschmissen, bei Bedarf hole ich ihn nochmal hervor. Ich habe mir nie etwas davon versprochen, meiner Mutter die Vorwürfe entgegen zu schleudern.


    Ich bin aktuell ruhiger und ohne Panikattacken, da ich mich nicht mehr so unter Druck fühle. Ich bin froh, dass ich meinem Bauchgefühl gefolgt bin und den Klinikaufenthalt forciert habe, damit ich wieder mehr Abstand bekomme. Dafür ist es also offensichtlich nie zu spät.

    Liebe Grüße

  • Nur kurz zum Briefschreiben: mit Esoterik hat es tatsächlich gar nichts zu tun. Man kann einfach mal seine Wut rauslassen und sich Emotionen wegschreiben, kann Schimpfwörter verwenden wenn man möchte etc. Es soll/muss ja niemand lesen, einfach nur damit man seine Gedanken und Gefühle loswird, bevor man dran erstickt.

    Sorry für die Unklarheit. Ich hatte da ein besonderes Bild vor Augen, was mit den Briefen hinterher passiert.


    Das Briefeschreiben meinte ich nicht mit Esoterik, das hat ja Elemente des Focussing. Jeder Autor eines Selbsthilferatgebers schreibt sich den Kummer von der Seele. Oder der Tagebuchschreiber.


    Ich meinte mehr das Verbrennen (an bestimmten Tagen: Neumond, Vollmond, Mondfinsternis oder bestimmte Sternenkonstellationen).

    Ich hatte mal eine Bekannte, die hat dann auch noch geräuchert und zig Kerzen um die Feuerschale aufgestellt. Böse Zungen haben behauptet, sie hätte auch noch nackt um das Feuer herumgetanzt und den Mond angeheult 8o .

    Wenn es hilft, ist so ziemlich alles erlaubt.


    Emotionen wegschreiben tun wir auch hier im Forum und da hat es noch einen Nutzen für die Anderen in einer ähnlichen Situation.

    Einmal editiert, zuletzt von Valentina61 ()

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Schwiegertochter71, zunächst möchte ich Ihnen wünschen, dass das Schreiben der schier ausweglosen Probleme und die wertvollen Erfahrungen hier im Forum Sie etwas unterstützen und trösten. Schreiben Sie bitte weiter, es hilft und führt zu neuen Perspektiven


    Ich möchte Ihre Idee bestärken, die Psychologin anzusprechen.


    Ihr Mann braucht jetzt an diesem Krisenpunkt doppelte und gut abgestimmte Hilfe - von seiner Frau und von der Psychologin.


    Ich würde vermutlich als Therapeut mit Ihnen Beiden einige Sitzungen machen. Ein wichtiges Thema ist mir in diesen Fällen die ganz konkrete Aufarbeitung der Sterbebegleitung. Der Tod macht ehrlich und meistens gibt es versteckte Hinweise auf Versöhnendes. Eine neue Sichtweise auf Gesten oder Worte können trösten und vielleicht sogar das jahrzehntelange Leiden Ihres Mannes in eine Art produktive Trauer oder heilsame Ent-täuschung auflösen.


    Vereinfacht gesagt ist die Depression auch eine unproduktive Trauer, aber eine neue Krise durch den Tod der Mutter bietet immer auch die Chance der Veränderung zum Guten.


    Dazu gehören emotionale Erkenntnisse, welche Verantwortung die Mutter auch für die kindlichen Kränkungen hat, - die das erwachsene Leben so schwer gemacht haben.


    Oft helfen "starke" ggf. auch archaische Rituale zum Loslassen, die aus meiner Sicht weniger mit Esoterik zu tun haben, sondern dem menschlichen Bedürfnis dienen, ein AHA-Erlebnis und einen echten Abschluss zu erleben. Dabei da kann und sollte eine ganz seriöse Psychotherapie helfen!

    Ihnen viel Kraft, Ihr Martin Hamborg

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