Darf die Krankenkasse "freestyle libre 3" bei Demenz ablehnen?

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  • Guten Tag,

    Meine demenzkranke Mutter ist seit April 2023 insulinpflichtig und ich habe im August/September 2023 auf einen Tipp hin für meine Mutter "freestyle libre 3" beantragt, damit sie nicht so oft gestochen werden muss zwecks Blutzuckermessung. Dies wurde nun auch nach Widerspruch vom medizinischen Dienst abgelehnt mit lediglich einer mündlichen/telef.Begründung der KK, dass meine Mutter die Messung nicht selbstständig durchführen kann. Die Fachärztin hat den Antrag schriftlich begründet und alle sonstigen Voraussetzungen sind gegeben. Meine Mutter hat schon Sensibilitätsstörungen und wird quasi unnötig gequält, weil man ihr dieses praktische Gerät verweigert, das Pflegepersonal ist im Umgang damit vertraut. Trotzdem nun der Widerspruch abgelehnt.


    Weiß jemand etwas dazu? Ich finde es nahezu unmenschlich dieses Hilfsmittel zu verweigern, die Fingerkuppen und nun auch die Ohrläppchen sind zerstochen und die Pfleger sind ja verpflichtet die Messung vorzunehmen.

    Das macht mich richtig wütend, schließlich geht es nicht um Tausende ...

    Ich wäre für Tipps sehr dankbar!

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Rose60,


    ich habe gerade auf der Internetpräsenz des Anbieters eine Seite gefunden, auf der sämtliche Krankenkassen aufgeführt sind, mit denen die Firma einen Vertrag abgeschlossen hat und die die Kosten für das Hilfsmittel übernehmen:


    https://www.freestylelibre.de/content/dam/adc/freestylelibrede/documents/krankenkassenliste_fsl3.pdf


    Sie können die Kundenhotline des Anbieters unter der Telefonnummer 0800 5199519 erreichen und nach deren Erfahrung bezüglich der Kostenübernahme durch Krankenkassen fragen und eventuell Tipps erhalten.


    Noch ein Hinweis: wenn ein Antrag schriftlich bei der Krankenkasse gestellt wurde, muss auch ein schriftlicher Bescheid dazu ausgestellt werden. Eine Ablehnung, auch auf einen Widerspruch, telefonisch mitzuteilen ist meines Erachtens regelwidrig, weil Sie so keine Möglichkeit haben, weiter dagegen vorzugehen, zum Beispiel durch eine Klage.


    In Ihrem Fall empfehle ich eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt oder eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale.


    Hier können Sie schon einmal auf der Informationsseite der Verbraucherzentrale nachlesen:


    Hilfsmittel - Was tun bei Ablehnung der Krankenkasse? | Verbraucherzentrale.de
    Über den Antrag auf Versorgung mit einem Hilfsmittel muss die Krankenkasse in einer bestimmten Frist entscheiden. Gegen eine Ablehnung können Sie Widerspruch…
    www.verbraucherzentrale.de



    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und eine gute Lösung für Ihre Mutter.



    Mit freundlichem Gruß


    Birgit Spengemann

  • Vielen Dank, Frau Spengemann,

    Der Widerspruch war zuvor telefonisch angekündigt und danach schriftlich durch die KK mit Berufung auf Ablehnung durch den MD bei mir eingegangen.

    Ich schaue mir auf jeden Fall Ihren Link genauer an, Klagen traue ich mich aufgrund der finanziellen Situation nicht, da wir seit 4,5 Jahren bereits die monatliche Zuzahlung leisten müssen.

    Liebe Grüße

    Rose60

  • WWD-Admin

    Hat das Thema geöffnet.

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