Wie lange immer wieder aufpäppeln?

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  • Vielen Dank auch an dich , liebe Stern0709 !

    Ich bin gestern doch noch zu meiner Mutter gefahren, dachte sie sei total angeschlagen, aber sie wirkte sogar etwas klarer als sonst die letzte Zeit oft. Ausnahmsweise kein Wort bzgl.ihrer Mama.

    Dafür äußerte sie, es sei so blöd, dass sie mir manchmal etwas erzählen wolle, was sie erlebt hat und dann falle es ihr nicht ein, wenn ich da bin. Sowas ist eben nur traurig und ich habe bestätigt, dass es schade ist und dann was von meinen Kindern, ihren Enkeln erzählt.

    Besonders freut sie sich, wenn wir uns zusammen eine Zeitschrift (fängt mit "Land" an..) anschauen. Darin sind immer tolle große Fotos von Blumen , das wirkt offenbar wohltuend.

    Ich habe mal vorsichtig gefragt, ob sie in letzter Zeit nochmal gestürzt sei, das hat sie aber überzeugend verneint - also alles schon wieder vergessen. Ein CT war im Krankenhaus morgens gemacht worden und war OK.

    Ich war erstmal beruhigt.

    Liebe Grüße

    Rose60

  • Ja liebe Rose60, genau so, wie du es beschrieben hast, hab ich es damals bei dem Sturz meiner Mutter auch empfunden.

    Zuerst Aufregung, im Nachhinein eigentlich umsonst, aber es könnte ja wirklich etwas schlimmeres passiert sein. Das kann man vorher nicht wissen und leider auch nicht einfach so abstellen.

    Dann kommt Entwarnung und unsere Mütter haben kurze Zeit später schon keine Erinnerung mehr daran. Wie ein schlechter Traum.


    Die gleiche Zeitschrift hatte ich meiner Mutter auch letztens mitgebracht, weil ich selbst sie so schön fand und natürlich in der Hoffnung, sie kommt auch bei meiner Mutter wohltuend an. Leider war es aber nicht so. Sie hatte keine Lust auf eine Zeitschrift und einen Tag später sagte sie mir, sie hätte keine Zeitschrift bestellt und deshalb will sie sie auch nicht ansehen!


    So liebe Rose60, jetzt also erstmal wieder durchatmen und an schöne Dinge denken!

    Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.


    Liebe Grüße Stern

  • Das Thema "aufpäppeln" wird bei meinem Vater anscheinend immer präsenter. Er wiegt nur noch ca. 60 kg bei einer Größe von über 1,70.

    Meine Mutter meinte gestern, er isst kaum noch was. Ich kann mich auf ihre Aussage allerdings nicht verlassen, wenn sie einmal etwas beobachtet, ist es für sie Dauerzustand.

    Beim Abendessen bin ich dabei geblieben und er hat noch nicht einmal eine halbe Schnitte Brot und ein paar Löffel Pudding gegessen. Und auch das nur, weil ich ihn gefüttert habe.

    Ich habe eine Pflegerin darauf angesprochen und sie meinte, das ist verschieden, mal löffelt er den Teller komplett leer und kratz den letzten Rest noch aus, mal isst er kaum. Was mich an der Sache irritierte, sie haben ihn komplett alleine gelassen. Wenn ich ihn nicht gefüttert hätte, hätte er vermutlich überhaupt nicht gegessen. Es kann natürlich sein, dass sie ihn nur alleine gelassen haben, weil ich jetzt da war.


    Jedenfalls haben mein Bruder und ich Montag einen Termin wegen der Patientenverfügung. Meine Eltern haben glücklicherweise schon vor ein paar Jahren eine unterschrieben und uns als Bevollmächtigte eingetragen. Montag sollen die Details geklärt werden.

    Da wird das sicher auch Thema sein. Künstliche Ernährung ist für mich in der Situation ein no go. Aber andere "harmlose" Möglichkeiten, wie z.b. hochkalorische Nahrung, denke ich, sind aber im Rahmen. Er soll ja nicht verhungern.

    Ich bin aber durchaus verunsichert und hoffe am Montag mehr zu erfahren.

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