Fehler Bearbeitung wohnumfeldverbessernde massnahmen

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  • Guten Morgen Buchenberg


    Nocheinmal. Ich habe vor langer Zeit eine Badezimmer Sanierung für meine Mutter beantragt welche mit bis zu 4000€ bewilligt wurde.


    Da dieses schon länger her ist habe ich das Angebot bei unserer Sachbearbeiterin zur Prüfung eingereicht. Darauf waren neun Artikel und ich habe explizit um Prüfung gebeten, so würden wir es kaufen. Bitte prüfen ob sie es so komplett erstatten würden. Zudem habe ich drauf hingewiesen das kein Rückgaberecht besteht aufgrund Sonderbestellung, dieses war auch zweimal auf dem Angebot vermerkt. Ich habe ihr mitgeteilt, das ich es erst kaufe wenn ich ihre Zusage habe.


    Vier Tage später kam über die App die Nachricht unserer Sachbearbeiterin...


    Sehr geehrte Frau...


    Vielen Dank für Ihre Nachricht.


    Nach Abschluss der Umbauarbeiten reichen Sie uns bitte die Rechnung zur Erstattung ein. Vielen Dank.


    Für mich war das eine Zusage und ich habe diese neun Artikel am Folgetag so gekauft und bezahlt.


    Und wenn ich explizit in einem Angebot 9 Posten einreiche und um Prüfung bitte ob ich kaufen kann und alles erstattet wird... Ist das für mich eine genau definierte Zusage.


    Für 2000 Euro lohnt es also nicht Zeit und Nerven zu verschwenden, okay. Das ist auch kein respektvoller Umgangston.


    Der ganze Kram liegt nun hier, habe aber nun kein Geld mehr um es montieren zu lassen. Die Erstattung reicht nicht mal um das geliehene für den Kauf zurück zu zahlen. Mag ja sein das 2500 Euro für manche nicht viel Geld ist. Denke aber es ist nicht respektvoll dieses zu verallgemeinern. Da finde ich das Wort "Quatsch" durchaus sympathischer.


    Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

  • Es hat auch kein Sinn wenn ihr wegen mir hier streitet. Ich habe eine normale Frage gestellt, bzw um euren Rat gefragt. Diesen habe ich ja erhalten, dafür danke schön.


    Nur werde ich mir von der PK nicht alles gefallen lassen. NEUN Posten, übersichtlich aufgeführt und ich bitte um Prüfung aller neun Posten ob sie diese so komplett erstatten würden, vorher werde ich nicht kaufen. Dann macht das ja alles keinen Sinn.


    Es ist eh alles nicht wirklich fair. Ich habe meine Arbeit aufgeben, habe nahezu kein Einkommen mehr. Wir leben von der Rente meiner Mutter, Pflegegeld und dem bisschen was ich bekomme. Das mal zum Thema 2000 €, dafür sollte man keine Nerven und Zeit verschwenden. Auch wenn meine Mutter mittlerweile hochgradig dement ist kostet ihr Leben auch Geld. Zudem Tagespflege bekommen wir eine Rechnung über die Zuzahlung, da ist schon mal das halbe Pflegegeld futsch. Da wir nun Kombinationsleistung beantragt haben da ich es nicht mehr alleine schaffe bekommen wir aber fast gar kein Pflegegeld mehr. Daher sei es mir doch wohl erlaubt vor dem Kauf das Angebot mit einer freundlichen Nachricht zu verfassen und um Prüfung zu bitten. Wenn unsere Sachbearbeiterin sich nicht die Mühe macht meine Nachricht durchzulesen und stattdessen schnell einen vorgefertigten Text Baustein einfügt kann dieses doch nicht zu unserem Nachteil sein.


    Genauso könnte ich erfragen warum der Pflegedienst wenn er nur 5 Minuten am Tag bei uns um Haus ist.. Warum die pflegekasse da mehr für bezahlt als ich für die verbleibenden 23 Std und 55 Minuten. Ich wische meiner Mutter auch den Po ab und füttere sie und halte ihr die Schnabeltasse an. Ich bekomme aber nur 80 Cent in der Stunde. Dieses darf ich ja nichtmal laut sagen weil ich so ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe und eigentlich gar kein Anspruch auf Leistung habe.. Und nun kommt wieder, die vom Pflegedienst haben es auch erlernt... Die meisten haben vor einem halben Jahr noch in ganz anderen berufen gearbeitet. Ich mache dieses hier schon seit Jahren 24/7!


    Laut den Behörden müsste ich nun mein Elternhaus verkaufen (welches mir seit 5 Jahren gehört). Ich selbst ziehe in ein einzimmer appartement und das Geld vom Haus nutze ich für ein Pflegeheim. So möchten es alle, ansonsten würden sie es behördlich rück Abwickeln, sofern meine Mutter in ein Heim geht. Das ich mich seit vielen Jahren Tag und Nacht auf opfere, Tag und Nacht... Seit Jahren... Und hier alles am Laufen halte sieht niemand. Ich soll dann meine Tasche packen und gehen...


    Genauso scheint es zu sein wenn man 9 Positionen zur Prüfung einreicht und die Sachbearbeiterin keine Lust drauf hat und einen Standart Absatz zurück schickt. Bin ich halt auch die blöde.


    Aber wer regt sich schon wegen 2000€ auf? Kostet nur Zeit und Nerven... Wir sollten das Thema hier schließen, es ist ja nun auch alles bequatscht.


    Ich berichte morgen kurz was ich für eine kurze Standard Antwort (Absage) erhalten habe.


    Schönen Sonntag für euch

  • Hallo Nicole,

    den Kampf wirst du nicht gewinnen.


    Quatsch: Wenn der Widerspruch begründet ist, wird mehr erstattet.


    Hallo Molli,

    das ist nicht der hier übliche respektvolle Umgangston!

    Stimmt - das „Quatsch“ ist mir so rausgerutscht und ich bitte aufrichtig um Verzeihung! Es war wirklich nicht böse gemeint Hinz, Buchenberg.


    Nicole - Dir wünsche ich heute eine kleine Auszeit, vielleicht draußen in Mutter Natur, mit einem Hobby o. ä. - einfach mal „die Seele baumeln lassen“.


    LG molli

  • Das ihr hier einen höflichen, respektvollen und liebevollen Umgangston untereinander schätzt und pflegt finde ich schön.


    Aber das man für das Wort "Quatsch" aufrichtig um Verzeihung bittet finde ich dann doch...


    Nur meine persönliche Meinung.


    Dem von Hinz schließe ich mich an.


    Im Nachhinein hätte ich diesen thread gar nicht eröffnen sollen. Ich behalte sowas zukünftig einfach für mich, mache ja sonst auch alles mit mir selbst aus. Und ja, was Hinz geschrieben hat vorhin, dem schließe ich mich an.


    Habt einen schönen Sonntag und genießt die Sonne ☀

  • Stimme schwarzerkater voll zu!!

    Nicole: sachlich (wie Buchenberg und auch ich oft schreiben) kann schroff wirken, das ist der schriftlichen Kommunikation hier geschuldet, das kenne ich aus einem anderen Forum genauso, dass man da schnell was "in den falschen Hals" bekommen kann.

    Und Nicole, du kannst hier deinen Frust loswerden, das ist nicht zu unterschätzen 😉

    Wenn du noch vor der offiziellen schriftlichen Mitteilung an die KK schreibst und argumentierst, besteht nachher eine zusätzliche Möglichkeit für offiziellen Widerspruch.

    Was mir noch eingefallen ist aus eigener Erfahrung: man kann bei der VDK Mitglied werden, sie setzen sich heutzutage für die Belange von behinderten Menschen ein, für mich haben sie mit Erfolg geklagt, damit wäre ich zu dem Zeitpunkt von der Herangehensweise und Formulierungen überfordert gewesen. Die gibt's eigentlich in jeder Stadt und kostet ca.5 Euro im Monat.


    Liebe Grüße an alle <3

  • Hallo ihr, natürlich bleibe ich. Finde es schön und sehr wichtig das es dieses forum gibt. Es kommt oft vor das ich einfach so nach Themen schaue und dann Stunden einen thread lese.


    Aus vielen threads und auch aus eigener Erfahrung merke ich schon das "neuen" schnell geraten wird, die Lösung ist ein Pflegeheim. Das ist nahezu in allen threads so umschrieben. Generell habt ihr ja wahrscheinlich auch recht, dennoch ist ja jeder Fall anders, jede Demenz anders und die Lebensgeschichte.


    Bei mir ist es leider nicht so einfach.


    Zum einen baut meine Mutter erst seitdem Jahreswechsel (krampfanfall und Delir) so ab. Ich dachte es fängt sich wieder, aber es wird täglich schlimmer. Wenn ich für die Pflegestufe diese Module online ehrlich beantworte zeigt er mir am Ende 95 Punkte an, Pflegestufe 5. Und da ist keine Antwort gelogen oder übertrieben. (ich hoffe nächste Woche endlich auf Termin vom mdk, ich habe die Höherstufung am 05. Februar beantragt). Mittlerweile habe ich um einen Telefon Termin gebeten um alles zu beschleunigen. Die PK hat Freitag morgen eine nachricht zum mdk geschickt das sie um einen dringenden telefon termin bitten. Ich hatte im Vorfeld mit dem Antrag schon den mdk Bogen ausgefüllt, die letzten Krankenhaus Briefe mit hingeschickt (mit allen aktuellen vorerkrankungen) und Aussagen wie Patient völlig desorientiert und hochgradig dement. Auch habe ich mir vorab die Mühe gemacht alle 6 Module im internet raus zu suchen. Alle Module / alle Fragen habe ich schon wahrheitsgemäß beantwortet und Beispiele hinzugefügt. Alles dieses liegt beim mdk.


    Aber mittlerweile ist meine Mutter mehr als hochgradig dement. Dieser krampfanfall und Delir, die beiden Demenz Medikamente sind beide abgesetzt da alle sagen lasse es so... Es ist wie es ist und nimmt nun seinen Lauf... Sie schläft nachts keine Minute, dafür aber den ganzen Tag. Wir versuchen sie in die Tagespflege zu integrieren was dieses deutlich erschwert. Kaum in der Tagespflege angekommen schläft sie am Tisch. Ich habe schon in der Apotheke mehrere teure pflanzliche Medikamente gekauft (Lavendel, Baldrian usw), alles ohne Erfolg. Sie möchte am liebsten gar nichts mehr trinken. Schaffe vllt zwei 0,2 L Gläser am Tag. Habe nun eine schnabeltasse gekauft in der Hoffnung es zu erleichtern aber sie will nicht und wehrt sich. Versuche das mit viel klein geschnittenen Obst und tüten suppen usw zu kompensieren. Aber es ist schwierig. Essen möchte sie auch nicht mehr, hat kein Appetit mehr seit einiger Zeit. Sie spielt mit dem Essen, das aber auch alles. Ich füttere sie aktuell mit viel Geduld. Füttern und schnabeltasse und sie wehrt sich meistens. Hat Sprachstörungen, sagt meistens gar nichts, auch nicht wenn man was fragt. Oder sie sagt mittlerweile verwirrte Sachen... Wog vor dem Krampfanfall Jahresende noch 74 kg, mittlerweile 68 kg. Und es nimmt weiter ab. Im Durchschnitt aktuell alle 2 Tage so 400/500 gramm. Sobald ich sie aus dem Bett hebe ist ihr schwindelig was ja klar ist bei dem Flüssigkeitsmangel. Sie ist glücklich wenn sie einfach im Bett liegen kann und tv schauen. Dann lacht sie selbst mit der Werbung. Wenn Menschen im TV winken und lachen, winkt sie zurück und lacht dabei.


    Morgen vormittag wird übrigens ein niederflurbett geliefert dann schläft sie erstmal im Wohnzimmer. Dann bekommt sie mehr mit vom Tag. Kann auf die Straße schauen, tv schauen usw. Dachte dieser Niedergang pendelt sich iwann ein aber es geht seit 2,5 Monaten weiter täglich abwärts. Ich befürchte wenn das weiter so abbaut lebt sie zu Ostern nicht mehr. Es ist erschreckend.


    Als ich grad erwähnte bei uns ist es nicht ganz so einfach... Zum einen wohnen wir schon sehr lange zusammen da ist es nicht so einfach. Zum anderen steht da noch mein Elternhaus. Ich wohne nun über 50 Jahre hier und meine Mutter über 60 Jahre. Meine Mutter hat mir das Haus erst vor nicht ganz fünf Jahren überlassen. Mit Gegenleistungen, lebenslanges Wohnrecht, Pflege usw... Den erhöhten pflegebedarf haben wir mit einem Ergänzungs Vertrag noch detailliert mit rein genommen beim Notar. Den Tag strukturiert aufgelistet, wird ja am Ende in geldwert umgerechnet. Also eine Überlassung mit Gegenleistungen. Laut Notar sind mittlerweile die Gegenleistungen höher als die überlassene Immobilie. Dennoch habe ich Angst mein Elternhaus zu verlieren. Ich habe ich den vielen letzten Jahren so viel hinein gesteckt, zudem wohne ich hier über fünf Jahrzehnte.


    Pflegeheime für Demenz liegen mittlerweile bei fast 6000€. 1775€ zahlt die pflegekasse... Differenz könnt ihr euch ausrechnen. Da fehlen jeden Monat abzüglich Rente 3000€. Und schreibt nun bitte nicht Personalkosten sind gestiegen. Ja ich weiß das es so ist aber... Trotzdem wird das in ein paar Jahren niemand mehr zahlen können. Wird die Mehrheit der Menschheit im Alter zum sozialfall. Wie soll das funktionieren über 4000€ im Monat Eigenanteil im Pflegeheim...


    Ich möchte euch ein Beispiel nennen. Als wir vor 4,5 Jahren den überlassungsvetrag gemacht haben, haben wir uns rein vorsorglich beim Pflegeheim erkundigt. Gedanklich mal im Jahr 2019... Habe da noch Screenshots von den Preislisten..

    Pflegestufe 3 Gesamtkosten 2563,70, Zuzahlung kasse 1262, Eigenanteil 1301,97€. Da haben wir aus Spaß noch gesagt sollte meine Mutter einmal krank werden bekommen wir das schon irgendwie hin. Eigenanteil 2019 1300€ und 2024 4000€. Und natürlich habt ihr recht, zurecht sind die Löhne in den Heimen gestiegen aber dennoch.. Wie soll das langfristig funktionieren?


    Aber weiter zum Thema. Da meine Mutter mittlerweile wirklich hochgradig dement ist, und das binnen Wochen... War ich auf dem Sozialamt und beim Kreis. Ich bin nämlich zum einen mehr als verzweifelt bzgl meiner Mutter, zum anderen habe ich Angst um mein Zuhause. Unterlagen mit, freundlich das Gespräch gesucht nach dem Motto meine Mutter muss in ein Heim mit Demenz Patienten, es geht zuhause nicht mehr aber die Rente reicht nicht. Hilfe zur Pflege nennt sich das. Ich hatte alle Unterlagen mit, bin quasi bevor das Dilemma Eintritt schon da. Ehrlich, die Lage geschildert um das vorher zu besprechen und Lösungen zu suchen. Es ist wie es ist. Bitterlich geweint habe ich bei beiden Institutionen. Das Sozialamt und auch der Kreis haben mir auf den Kopf zugesagt den überlassungsvetrag von vor 4,5 Jahren mit allen Mitteln versuchen rück abzuwickeln. Alternativ zahle ich die Differenz mtl selbst. 3000€ im Monat.


    Zudem habe ich dann hier auch noch mein altes Elternhaus. Habe also mindestens 4000 € laufende Kosten. Das funktioniert nicht, ich verdiene Vollzeit nicht die Hälfte. Kredit kommt auch nicht in Frage. Ich habe aufgrund der Pflege nichtmal mehr Arbeit. Keine Bank gibt mir einen Euro. Selbst die Agentur für Arbeit will mir nun meine Leistung versagen weil ich einfach ehrlich war. Nun heißt es ich stehe dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und sie wollen mir den Anspruch versagen. Ehrlichkeit ist nicht immer gut. Eine Krankmeldung vom Hausarzt mit Magen darm wäre hilfreicher gewesen. Aber egal, ich war ehrlich, habe auf Menschlichkeit gehofft und mich verzockt.


    Nun stehe ich vor dem Dilemma. Kümmere ich mich weiter? Schaffe ich es? Dann behalte ich mein Zuhause.


    Ziehe ich die bremse und die Option Pflegeheim, verpflanze ich einen alten Baum welcher über 60 Jahre hier lebt was ja Erfahrungsgemäß nicht immer gut geht. Zudem verliere ich mit Pech mein Jahrzehnte langes zuhause.


    Es ist grad ein Teufelskreis. Da kam dieses gestern mit der Erstattung von 1500 statt 4000 wohl obendrauf. Das war zuviel, daher habe ich wohl auch gestern diesen thread eröffnet. Ich bekomme grad immer oben drauf. Für die so schlimme und täglich schlimmer werdende Demenz meiner Mutter kann ich nichts. Dafür das ich grad mit fast 60 keine massnahme besuchen kann um einen Lebenslauf schreiben zu lernen sowie einen geregelten tagesablauf... Da ich mich um meine kranke Mutter kümmere, dafür kann ich auch nichts... Das ich mit Pech mein zuhause verliere in dem ich über 5 Jahrzehnte lebe... Weil alles kosten und löhne in den letzen 4 Jahren so explodiert sind, dafür kann ich auch nichts... Aber eine Sachbearbeiterin, so wie bei der oben genannten Erstattung, die kann ruhig Fehler machen und auch da bin ich scheinbar am Ende noch die dumme..


    Also was tun? Ich weiß es nicht. Was ist richtig und was ist falsch. Meine Mutter baut die letzten Tage / Wochen so dermaßen ab, da würde ich sagen es geht eh nicht mehr lange gut. Dann würde ich es hier zuende bringen.


    Übrigens ist mein Opa (Vater meiner Mutter) als ich Kind war auch hier in unserem Wohnzimmer in einem Pflegebett verstorben....

  • Liebe Nicole2024,


    es ist wichtig, dass Du Dir alles von der Seele schreibst. Ich finde sehr gut, dass Du Dir hier Luft verschaffst.

    Ein gemeinsames Brainstorming vermag vielleicht auch noch echte Hilfestellung zu leisten. Den Hinweis auf den VDK empfand ich zum Beispiel sehr wichtig.


    Auf dieser Seite steht, an wen man sich in Streitigkeiten mit der Pflegekasse wenden kann.


    Sind sonst alle Mittel schon ausgeschöpft, ich denke an Entlastungsbetrag, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege?


    Alles Gute Dir!

    LG PausE

  • Hallo PausE,


    Ja von der Seele schreiben tut gut, aber das Problem bleibt ja letztendlich trotzdem. Leider.


    Ich habe schon versucht da mit meiner Nachbarin immer mal drüber zu sprechen. Aber drüber sprechen funktioniert nicht, da weine ich sofort, Stachel scheint sehr tief zu sitzen.


    Verhinderungspflege und 50% Kurzzeitpflege sind verbraucht. Meine Nachbarin ist immer 7 Stunden am Tag eingesprungen. Das machen wir schon drei Jahre so. Ab Herbst zähle ich die Tage für stundenweise Entlastung... Und Entlastungsbetrag zieht direkt die Tagespflege.


    Ich versuche ja weiter alles. Meine Mutter war jetzt zwei Wochen in einer neuen Tagespflege. Ich sehe aber langsam schwarz das es dort lange gut geht. Sie schläft halt nachts nicht, zudem wird die Demenz täglich schlimmer.


    Ab morgen kommt der Pflegedienst morgens waschen (somit tschüss Pflegegeld), aber hilft ja nichts. Dann versuchen drei mal in der Woche Tagespflege (kommt auch Monatsende eine Rechnung). Morgen vormittag wird ein niederflurbett geliefert und aufgebaut. Schauen wir ob sie sich noch fängt. Überlege morgen Rezept leichtes Schlafmittel zu besorgen damit sie nachts schläft und tagsüber wach ist. Bleibt immer noch die trink Verweigerung... Mache gleich erstmal eine tüten Spargelcremesuppe, da ist ein 3/4 Liter Wasser drin. Erdbeeren, birnen und Äpfel habe ich auch gekauft Wackelpudding ist auch in Mengen da, besteht ja fast alles aus Wasser. Dennoch muss man schauen wie es weiter geht. Ob es trotzdem täglich weiter abbaut.... Aber versuchen tue ich alles... Ich hadere auch immer noch mit beiden demenz Medikamenten... Das donepezil hat sie drei Jahre genommen. Wurde Jahreswechsel im Krankenhaus einfach abgesetzt. Nun nimmt sie gar kein demenz Medikament mehr. Seitdem ist es so schlimm. Jeder sagt akzeptiere es so wie es ist... Ich weiß es nicht. Man kann auch niemand fragen. Bei neurologen kommt man nicht mal auf die Warteliste. Aber denke mittlerweile auch es ist der Lauf der Zeit. Sommer bis Jahresende immer wieder als Notfall um Krankenhaus, immer öfter, Jahresende der krampfanfall und Delir und seitdem geht es bergab, seit 2-4 Wochen rapide bergab.... Vllt muss man es nun so laufen lassen und das beste draus machen... Jetzt wo ich grad schreibe liegt sie im Bett und schaut tv. NDR, Film mit Jan Fedder, sie schaut und lacht die ganze Zeit...


    Danke für den link mit den Streitigkeiten.

  • Ach so, ich hatte es aus einem früheren Beitrag von Dir so verstanden, dass die Verhinderungspflege erst seit diesem Jahr zahlt. Man kann sie ja rückwirkend in Anspruch nehmen.


    Medikamentenzuzahlung, ist Deine Mutter da befreit?

    Hat sie einen Schwerbehindertenausweis?


    Und wieso jetzt jeden Morgen der Pflegedienst zum Waschen? Es ist aber nur "kleine Wäsche"?

    Da wird sicher noch was übrig bleiben, was an Pflegegeld gezahlt wird.


    Ist eigentlich der Badumbau in der angedachten Form wirklich so notwendig?

    Ich habe schon verstanden, dass das Material jetzt da ist und nicht zurückgegeben werden kann. Aber ich würde mir ernsthaft Gedanken machen, das weiter zu verkaufen. Jedenfalls, wenn das nicht alles Sondermaße sind.

  • Nein die Verhinderungspflege nutzen wir schon. Auch 50% der Kurzzeitpflege sind leider weg. Bislang haben wir die nie gebraucht und daher immer gleich mit genutzt. Das es nun in den ersten Monaten im neuen Jahr so dicke kommt, naja ist nun so. Rest Kurzzeitpflege könnte meine Mutter.. Ich habe das schon prüfen lassen 10 Tage, bei 590€ Zuzahlung von uns. Für den Notfall gut zu wissen aber ansonsten macht es kein Sinn.


    Medikamenten Zuzahlung, also die Befreiung haben wir bislang nicht. Schwerbehinderten Ausweis wollte ich letztes Jahr schon beantragen. Habe auch vom Versorgungsamt hier so ein Antrag, aber wir sind so oft beim Hausarzt, seit corona sind die so gestresst und hektisch, mag nicht auch noch damit kommen. Wir hätten da wohl auch keinen Vorteil durch als besser parken.


    Ja der badumbau ist so notwendig. Wanne raus, ebenerdige Dusche rein und aufgrund der Dachschräge muss Toilette und waschbecken weichen.


    Schauen wir was morgen raus kommt, aber ich befürchte gar nichts. Eine kurze Info, nicht erstattungsfähig und gut. Schauen wir mal, ich werde berichten.


    Jetzt erst zum waschen da meine Mutter es bis Ende letzten Jahres noch mit meiner Hilfe einigermaßen hin bekommen hat, aber seit dem Jahreswechsel nicht mehr. Bislang habe ich es gemacht aber es ist so schwierig, daher nun Unterstützung.


    Naja was übrig bleiben... Zum einen geht schon ein Teil für Zuzahlung Tagespflege drauf und dann halt gekürztes Pflegegeld aufgrund Kombinations Pflege.


    Aber wichtig wäre erstmal das meine Mutter mehr trinkt, nachts schläft und "das die dementielle abwärtsspirale endlich mal Pause macht..." sonst ist es eh vorbei


    Der größte Druck ist die Angst um meine Mutter. Es ist erschreckend was die letzten Tage/Wochen passiert... Und macht einem Angst, mein Magen dreht sich um und ich kann nichts tun...


    Zum anderen in dieser Machtlosigkeit Angst zu haben sein Zuhause zu verlieren da diese 10 Jahre noch nicht um sind. Ist schwer zu ertragen aktuell, erdrückt mich nahezu. Schauen wir, wie es weiter geht.

  • Liebe Nicole,

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich das Palliativnetz einschalten. Du brauchst doch jemand an deine Seite, der/die dir qualifizierte Aussagen machen kann, die auch dich unterstützen - denn irgendwann, ob nächsten Monat oder die nächsten Jahre, wenn die Kurve nicht nochmal nach oben geht, wirst du loslassen müssen und dürfen!!

    Was sagen denn die Pflegerinnen zu der Situation?

    Das Pflegegeld ist ja auch für die Pflegeleistungen gedacht und nicht als Lohnersatz für Angehörige, jedenfalls offiziell.. meine Mutter ist in der letzten Zeit auch nachts viel rumgelaufen und tagsüber mehr geschlafen, da ist dann aber ein Nachtdienst für zuständig.

    Ich verstehe schon, dass du Heim vermeiden willst wegen des Hauses, das ist schwierig. Bei uns ist es auch nicht geregelt worden zur rechten Zeit.

    Ich wünsche dir erstmal, dass du ab morgen Entlastung bekommst.

    • Offizieller Beitrag

    Sehr geehrte Nicole,


    Sie haben ja bereits sehr vielfältige Tipps und Ratschläge erhalten.


    Leider ist es so, dass bestimmte Einbauten beziehungsweise Anschaffungen nicht als wohnumfeldverbessernde Maßnahmen im Sinne des § 40 SGB XI anerkannt werden. Inwieweit eventuell ein Versäumnis der Sachbearbeiterin der Pflegekasse vorliegt, Sie darauf aufmerksam zu machen, kann ich von hier aus nicht beurteilen.


    Es ist sicher nicht einfach, sich in Ihrer Situation auch noch mit Institutionen auseinanderzusetzen. Da liegen die Nerven schnell blank. Ich kann Ihnen nur raten, sich professionelle Hilfe zu holen. In einer persönlichen Beratung werden zunächst alle relevanten Unterlagen gesichtet und eingeordnet. Erst dann kann eingeschätzt werden, wie eine schnelle und gute Lösung in Ihrem und Ihrer Mutter Sinne aussehen kann.


    Es gibt zum Beispiel die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnraumanpassung e.V. (siehe Link), die die bundesweiten Beratungsangebote zusammengefasst hat:


    https://www.wohnungsanpassung-…48/beratungsangebote.html


    Noch ein Hinweis zu den Finanzen. Wenn die Mittel der Pflegekasse für eine Umbaumaßnahme nicht ausreichen, kann unter Umständen ein einmaliger Antrag auf Hilfe zur Pflege beim zuständigen Sozialamt gestellt werden. Ich kenne viele Fälle aus der Praxis, bei denen das Sozialamt die Kosten jenseits der 4.000 Euro übernommen hat. Wie bei allen Sozialleistungen findet dafür aber auch eine vorherige Prüfung der Einkommens- und Vermögenssituation der Betroffenen statt. Für Personen, die bereits Grundsicherung oder Hilfe zur Pflege (ambulant) beziehen, ist keine weitere Einkommensprüfung notwendig.


    Alles Gute und viel Erfolg.



    Mit freundlichem Gruß


    Birgit Spengemann

  • Liebe Nicole, zu den Aussagen des Sozialamt bezüglich der Rückabwicklung. Ja - sie können es versuchen. ABER Du hast alles mit Anwalt gemacht. Da sehe ich eigentlich wenig Chancen, dass das Sozialamt damit durchkommt.


    Und ja - die Zuzahlung ist hoch. Meine Schwiegermutter hatte das Glück, dass sie neben der guten Rente den Rest von der Beihilfestelle der Bundeswehr bekommen hat. Das Glück hat ja nicht jeder. Neulich lief ein Beitrag im TV, es werden Jahr für Jahr mehr Rentner Sozialfälle und die Tendenz wird sich nicht aufhalten lassen. Momentane Bearbeitungszeit für die Anträge ca. 7 Monate. Eben weil es so viele geworden sind.


    Schließ Dich dem VDK an. Und lass Dir das mit dem Haus nochmal rechtlich durchschauen. Nur weil sie damit drohen, heißt es nicht, dass sie damit durchkommen. Das Haus nützt Dir nichts mehr, wenn Du völlig vor die Hunde gehst und Dich am Ende die Kräfte noch vor denen deiner Mutter verlassen.


    Es ist manchmal einfach frustrierend. Ich bin z.B. 4 Monate hinter dem MD hergelaufen. Ergo konnten wir die Wohnung nicht kündigen und haben fast 6.000 Euro Miete für eine unbewohnte Wohnung bezahlt.


    Für die Befreiung von der Zuzahlung brauchst Du nur ein Formular vom Arzt (Name ist mir entfallen). Dann kannst Du auch bereits getätigte Zuzahlungen zurückholen. Frag mal beim Arzt nach. Ich habe die bereits getätigten Zuzahlungen formlos aufgelistet. Man muss nur jedes Jahr daran denken.


    Und für den Grad der Behinderung lädst Du dir das Formular vom Kreis runter. Füllst es aus und gibst die Ärzte etc. an. Die holen sich die Berichte dann von dort.


    Lieber Gruß

  • Die Kasse mit dem A … vorne bietet einen Vordruck für die Befreiung bzw. Erstattung der Zuzahlungen als Download.

    Ich hab das gerade letzte Woche für meine Mutter gemacht für die Erstattung 2023.

    Den Vordruck kann man selbst ausfüllen. Eine chronische Erkrankung gilt ab PG 3 als gegeben. Dafür hab ich also keine weitere Bescheinigung vom Arzt hinzugefügt.

    Alle bereits geleisteten Zuzahlungen hab ich gescannt und dann alles per Mail versandt. Geht auch über App. Da hatte ich aber Probleme mit der Dateigröße.

  • zu den Aussagen des Sozialamt bezüglich der Rückabwicklung. Ja - sie können es versuchen. ABER Du hast alles mit Anwalt gemacht. Da sehe ich eigentlich wenig Chancen, dass das Sozialamt damit durchkommt.

    Das nennt sich Sozialregress. Auch ich sehe wenig Chancen für das Sozialamt . Diese 10 Jahre sind nur für den Teil gedacht, der eine Schenkung war. Du hast ja quasi das Haus bezahlt mit Deiner Pflegeleistung. Hier würde ich aber einen versierten Anwalt einschalten (Stichwort: VDK). Da wird nämlich alles gegengerechnet (Hier hilft ein detailiertes Tagebuch).

    Wo das Sozialamt auch noch ekelig werden können, ist das Wohnrecht. Eventuell verlangen sie, dass im Falle einer Umsiedlung Deiner Mutter, der Wohnraum vermietet werden muss (Hier liegen "die" auch regelmäßig falsch und selbst wenn, müssen "die" das mit der Vermietung machen. Du musst da garnichts machen. Wir hatten gerade den Fall im Bekanntenkreis.)


    Mit der Erstattung hatte so einen ähnlichen Fall:

    Meine Eltern sind in eine Seniorenwohnung in meiner Nähe gezogen. Es fehlte nur ein Geländer für die Außentreppe. Bauliche Veränderung bei der KK beantragt,

    Info: es ist vom Umzug noch ausreichend Geld übrig, schicken Sie einen Kostenvoranschlag, wird dann direkt an die Firma bezahlt, sie haben damit überhaupt nichts zu tun (War beim Umzug auch so).


    Vermieter bzw. Hausverwaltung gebeten, Kostenvoranschläge + Erlaubnis der WEG einzuholen für den Umbau einzuholen, damit wir das hinter her nicht wieder abbauen müssen (Stand auch so in der Anweisung von der KK).

    Ende vom Lied: Wurde nicht gezahlt, weil der Kostenvoranschlag an die Hausverwaltung adressiert war und nicht an meine Mutter!

    Als die Rückmeldung von der KK kam, war das Ding längst montiert und von der Hausverwaltung bezahlt. Der Kostenvoranschlag konnte nicht mehr geändert werden, die Rechnung auch nicht.

    Hat dann die WEG bezahlt, weil die restlichen Eigentümer das Ding auch gut fanden. Glück gehabt.

  • Wie Valentina schon schreibt - informier Dich bitte nochmal gründlich bezüglich des Hauses. Ich denke nicht, dass Du in der Situation gefangen bist. Du hast dafür schon reichlich Leistung erbracht. Nur weil die damit drohen, heißt es nicht, das sie durchkommen.


    Erstmal durchatmen und nochmal auf Anfang.

  • Nur weil die damit drohen, heißt es nicht, das sie durchkommen.

    Sehr richtig. So wie ich es verstehe, hat der beurkundende Notar seine Hausaufgabe gemacht und die Übertragung gegen Gegenleistung vereinbart.


    Das Sozialamt kann nur den geschenkten Teil rückgängig machen und davon ist ja nicht mehr viel übrig, wenn überhaupt noch was übrig ist. Trotzdem ist die Suche nach einem geeigneten Anwalt sicher eine gute Idee (nicht beauftragen, sondern nur in Stellung bringen).


    Und noch ein persönlicher Tipp: Mach die Behörde nicht schlauer als unbedingt nötig. Keine Infos rausgeben, bevor danach gefragt wird.


    Ich verstehe diesen Versuch der Konfliktvorwegnahme, das kann als Bumerang zurückkommen.


    Erstmal durchatmen und nochmal auf Anfang.

    Sehr richtig. Schreib Dir den Frust von der Seele. Vielleicht kommt Dir oder einem hier noch eine Idee.

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