Kommunikation in verschiedenen Demenzphasen

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  • Die Eigenwahrnehmung scheint sich eben sehr zu ändern.

    Das scheint so zu sein:


    Als wir mit meiner (schon leicht dementen) Schwiegermutter besprochen haben, wie denn die Beerdigung ihrer Schwester (wie siamesische Zwillinge!) aussehen soll, hatten wir - der Einfachheithalber und um das Rumgezackere zu späterer Stunde abzukürzen - gesagt:

    "Ihr Beide hattet doch dengleichen Geschmack. Wir machen das jetzt so, wie Du Dir das für Dich vorstellen würdest. Das ist bestimmt für Deine Schwester ok."


    Dabei haben wir aus einem Stapel von Bildern das Foto für das Sterbebild ausgesucht.

    Meine Schwiegermutter hat für Ihr eigenes Sterbebild eine Aufnahme gewählt auf der sie Anfang 20 war!


    Bis auf das Foto haben wir alles so gemacht, wie sie das für ihre Schwester gewählt hatte. Ich habe sogar für das "letzte Hemd" die gleiche Kombination gefunden.

  • Hallo in die Runde,

    meine Mutter ist 93, seit ca. 3 Jahren dement und seit 1 1/2 Jahren in einem Pflegeheim.

    Bisher hat sich die Demenz mehr darauf beschränkt, dass sie mit der Zeit und mit Orten ein Problem hat. Ebenso mit Eigentum. Sie behauptet ständig, dass ihr das oder das nicht gehört. Oder dass ihr jemand etwas weggenommen hat und sie auf die Rückgabe besteht. Es handelt sich hierbei meistens um Sachen, die es gar nicht mehr gibt.

    Wie wir damit umgehend haben wir eigentlich mittlerweile ganz gut im Griff.


    Nachdem sie ja bereits seit 1 1/2 Jahren im Pflegeheim ist kommt z.Zt. immer öfter die Aussage "ich dachte ich bleibe nur einen Tag. Das hätte man mir ja sagen müssen, dass ich hier bleibe ..."


    Seit ein paar Wochen fragt sie mich - zum Teil mehrmals am Tag - nach der Telefonnummer Ihrer Mutter.

    Am Anfang war ich ganz perplex und habe ihr gesagt, dass die ja bereits seit über 40 Jahren nicht mehr lebt. Das hat meine Mutter ziemlich verwirrt.

    Dann habe ich gedacht ich lenke ab und sage, dass ich die Nummer gerade nicht habe und erst nachschauen muss.

    Aber auch diese Antwort kommt bei ihr nicht gut an.


    Wie wäre denn die beste Verhaltenweise? Da meine Antwort auch schnell wieder vergessen ist und die Antwort eigentlich keine Rolle spielt.

    Ich möchte sie allerdings auch nicht extra aufregen.


    Vielen Dank für eure Einschätzungen.

  • Wenn Sie nach der Nummer fragt, könntest du sagen, dass du sie gerade nicht dabei hast, aber sie zuhause raussuchst und ihr am nächsten Tag mitbringst.

    Dann hört sie nicht nur das "Nein" (=Nummer kannst du von mir nicht kriegen) sondern auch ein "Ja" mit Termin (=ich helfe dir, dauert aber bis morgen). Vielleicht hilft dieser kleine Zusatz mit dem "bis morgen". Evtl. auch mit einem "ach, wirklich blöd, dass ich die Nummer grad nicht dabei hab und du bis morgen ewarten musst" - dann würdest du ihre Frustration mit aufnehmen.


    Du könntest auch sagen "Du möchtest gern mit deiner Mutter sprechen. Was würdest du ihr denn gerne erzählen wollen?"

    Manchmal antwortet meine Mutter darauf z.B., dass sie ihrer Mutter sagen muss, wo sie ist. Ich biete dann an, dass ich das von zuhause mache, weil wir sie aus dem Heim gerade nicht anrufen können, dann ist sie meist beruhigt. Vielleicht hat deine Mutter ein anderes Bedürfnis dahinter, das du ähnlich beantworten könntest.


    Sätze wie "XY hätte man mir sagen müssen!" beantworte ich bei meiner Mutter immer mit einem "Ja, da hast Du Recht! Das ist jetzt ganz blöd gelaufen, das tut mir leid! Ich (oder Person X) hätte Dir das früher sagen sollen, jetzt bist du wie vor den Kopf geschlagen. Ich passe nächstes Mal besser auf, versprochen!" und dann akzeptiert sie das meist, ist noch etwas grummelig aber das legt sich dann.

  • Hallo Thalia24


    vielen lieben Dank für deine Vorschläge. Das klingt alles sehr gut und stimmig für mich und ich werde das auf jeden Fall so probieren.


    Bisher konnte ich immer ganz "normal" mit meiner Mutter kommunizieren.

    Das wird jetzt leider zunehmend schwieriger und stellt mich vor neue Herausforderungen.

    Aber das ist mit Demenz ja leider so - jeden Tag eine neue Situation.

    Und als Kind fällt es einem schon sehr schwer, wenn die Mutter sich so verändert.


    Ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden habe und die Erfahrungen der Gruppe nutzen kann.


    Vielen Dank dafür.

  • Hallo burggirl,

    und ein herzliches Willkommen hier.

    Was du hier über deine Mutter schreibst hab ich 1:1 mit meiner Mutter erlebt bzw. erlebe es immernoch.

    Am Anfang war ich genauso perplex über diese Fragen, vor allem, wenn es um ihre Mutter oder meinen seit 10 Jahren verstorbenen Vater ging. Im Laufe der Zeit und dank der vielen hilfreichen Antworten hier im Forum hab ich mich einigermaßen daran gewöhnt und mich dazu entschieden, für den Moment einfach gemeinsam mit ihr in ihrer Welt zu leben. Mit den Telefonnummern handhabe ich es so, wie es auch thalia schon beschrieben hat. Ich werde sie ihr später geben. Wenn sie später oder am nächsten Tag wieder danach fragt, dann antworte ich ihr das Gleiche. Es ist traurig, aber es ist leider so.

    Die vermissten Personen, wie ihre Mutter oder mein Vater kommen heute Abend, es wird etwas später… Auf keinen Fall möchte ich ihr täglich aufs Neue immer wieder die alten Todesnachrichten übermitteln.

    Auch die Sache, dass sie nun dort bleiben soll, kenne ich in- und auswendig. Das ist immer wieder schwierig für mich.

    Ich hatte am Anfang versucht ihr zu erklären, dass wir zusammen den Vertrag unterschrieben haben, aber das bringt nichts.

    Grundsätzlich nehme ich auch jegliche Schuld auf mich und stimme ihr zu. Aktuell findet sie es gut, wenn ich ihr sage, dass ich im Büro nachfragen gehe, wielange sie noch bleiben kann. Das beruhigt sie irgendwie, auch wenn ich es nicht verstehe.

    Letzte Woche kam eine neue Situation hinzu. Meine Mutter sagte mir, dass sie bei mir war und ich hätte ihr die Tür nicht geöffnet (ich wohne 470km entfernt). Ich sagte ihr, dass ich noch bei der Arbeit war und schon war sie erleichtert.

    Wir besuchen meine Mutter etwa einmal pro Monat. Jedes mal fällt mir auf, wie sich ihr Zustand verschlechtert. Es gibt kaum noch Zeiten, in denen sie mal etwas klarer ist.

    Leider können wir an diesem Verlauf der Demenz nichts ändern. Wir können nur versuchen, einigermaßen gut damit umzugehen. Auch mit den immer neu hinzu kommenden Situationen und den damit verbundenen Herausforderungen.


    Auf jeden Fall bist du hier genau richtig. Hier gibt es so viele nette Menschen, die viel Erfahrungen mit dieser Krankheit haben und immer gerne zuhören oder helfen.


    Liebe Grüße

    Stern

  • Hallo Stern,

    vielen Dank für deine, für mich sehr tröstlichen Worte.


    Es ist schon sehr schwer, die eigene Mutter so in die Demenz abtauchen zu sehen. Da ist es sehr hilfreich hier so viel Verständnis, Bestätigung und Hilfe zu bekommen.


    Ich hatte heute morgen schon 3 Anrufe mit der Frage nach der Telefonnummer ihrer Mutter. Und jedesmal war es für meine Mutter der erste Anruf ...

    Da sie sowieso alles wieder vergißt was ich sage, spielt die Antwort wohl keine große Rolle. Wichtig für mich ist nur, dass sie sich nicht noch zusätzlich aufregt.


    Meine Mutter hat sonst noch viele, einigermaßen klare Momente.

    Und mitten in einer normale Unterhaltung kommt dann diese Frage nach ihrer Mama ...

    Es fällt schon auf, dass sich ihr Zustand zunehmend verschlechtert.

    Aber wie du sagst, wir müssen die Veränderungen hinnehmen und können nur versuchen bestmöglich damit umzugehen.


    Schön, dass man hier Unterstützung erhält.


    Liebe Grüße

    Burggirl

  • Du kannst mal drüber nachdenken, ob du den Anruf jedesmal annehmen möchtest.

    Bei 3 mal ist das noch machbar und erträglich, aber wenn es 30 Anrufe werden, dann ist es nicht mehr lustig.

    Ich hab am Anfang auch mit mir gehadert, aber ich hab es dann durchgezogen.

    Deine Mutter ruft an, weil sie die vorigen Anrufe vergessen hat. Also wird sie auch vergessen, wenn du mal nicht rangehst.

    Vielleicht kannst du auch versuchen, eine feste Uhrzeit mit ihr zu vereinbaren, z. B. am Nachmittag oder Abend. Damit kannst du ihr dann auch erklären, dass du in der Zwischenzeit keine Zeit hast.

    Versuche es einfach mal.

    Wenn es wirklich ein Problem mit deiner Mutter gibt, dann wird das Heim dich sowieso informieren.

    Meine Mutter kann inzwischen nicht mehr gut mit ihrem Telefon umgehen. Nur wenn ich sie anrufe, kommt noch ein Gespräch zustande.

    Sie hat auch das Interesse verloren, lange mit mir zu sprechen.


    Liebe Grüße

  • Liebe burggirl, willkommen auch von mir.


    Die Phase, die du beschreibst, ist bei meiner Mutter einige Jahre her. Sie war damals noch zu Hause (sie wohnte neben uns) und inzwischen ist sie im Pflegeheim und spricht kaum noch.

    Ich will eine Situation beschreiben, die oftmals vorkam, um damit zu unterstreichen, was Stern schreibt:


    Situation:

    Wir haben meine Mutter die letzten Jahre daheim auf jeden Ausflug/jede Urlaubsreise mitgenommen, da wir sie nicht alleine zuhause lassen konnten.


    Sobald wir nach ein- oder mehrtägigen Ausflügen wieder zu Hause angekommen waren, rief sie bei uns im Nachbarhaus an (Telefonnummer war einprogrammiert), um uns freudig mitzuteilen, dass sie nun wieder daheim sei.

    Und dies, nachdem wir über Stunden und Tage zusammen gewesen sind und sie gerade eben verabschiedet hatten. Sie hatte schlichtweg ALLES vergessen und es fiel ihr nicht einmal auf, dass sie es vergessen hatte.


    Auch kam die Zeit, als sie von unseren Reisen "nach Hause" gebracht werden wollte. Sie meinte aber nicht ihr tatsächliches Zuhause, in dem sie seit über 40 Jahren wohnte, sondern in das von früher.


    Dann fragte sie auch immer wieder, wie es ihren Eltern ginge. Anfangs konnte ich ihr noch erklären, dass diese seit 50 Jahren tot sind. Das fand sie überhaupt nicht gut.

    Später habe ich einfach alles so genommen, wie sie es sagte und sehr kreativ geantwortet: Ja, ich weiß auch nicht, aber ich bestelle Grüße / sie kommen sicher auch mal wieder etc.


    Anfangs war das schwer, aber schon bald fand ich es gar nicht mehr soooo schlimm, sondern habe das Spiel gut mitspielen können.


    Im Pflegeheim gehen die Pfleger auch recht kreativ damit um. Das passt jetzt vielleicht nicht so gut zur Idee der Validation, aber die Stimmung bleibt beim Mitspielen gut und das ist die Hauptsache. Vor ab ist zu sagen, dass bei uns ein recht familiäres Verhältnis im Heim an der Tagesordnung ist. Alles duzen sich und leben friedlich miteinander.


    Letztens sagte die Pflegerin: "Jetzt hat die Marianne auch noch die Soldaten da oben gesehen." (Marianne ist eine lustige alte Dame und "oben" meint: von ihrem Zimmer aus.)

    Die Dame Marianne erzählte nun noch dies und das über die Soldaten, was ich ganz interessant fand. Und so hab ich tatsächlich bis zum Ende gedacht, es seien wirklich welche von da oben zu sehen gewesen.

    Das Gute war, dass wir eine recht ernsthafte Unterhaltung geführt haben und es uns allen damit gut ging. Das Missverständnis klärte sich erst viel später auf.


    Was ich damit sagen will: Solange eine solche eigentlich absurde Unterhaltung nicht zu Problemen und Frust führt, würde ich immer versuchen, irgendwie mitzuspielen, wobei man sich niemals lustig machen darf, denn das hätte die Dame sofort gemerkt.


    Probiere es einfach mal aus, man muss langsam "reinwachsen", dann funktioniert es eigentlich recht gut. Denn: was hat man gewonnen, wenn man tausend Argumente für die "Wahrheit" findet ... Das hilft niemandem mehr und der dementen Person schon gleich gar nicht.


    Viel Erfolg!

  • Danke schwarzerkater,

    danke für deine Schilderung. Ich erkenne da auch Reaktionen meiner Mutter.

    Und du hast Recht, die Wahrheit um der Wahrheit willen hilft wirklich niemand.


    Am Anfang der Demenz fand ich das alles emotional extrem belastend. Vor allem auch weil sie, in der Zeit als sie noch zu Hause wohnte, mich wegen allem beschuldigt hat.

    Ich wäre bei ihr gewesen als sie nicht da war - die Nachbar hätten mich gesehen. Und dann habe ich meinen Müll bei ihr reingestellt oder dies oder das gemacht oder mitgenommen ...

    Das hat sich gegeben als sie ins Heim gekommen ist.

    Jetzt muss sie alles weg schließen, denn die Angestellten brauchen ja alles (Lockenwickler, Tesafilm, Bleistifte...)

    Und sie versteckt das dann so gut, dass sie es natürlich selbst nicht mehr findet. Was ihre Annahme bestätigt.

    Irgendwann taucht dann natürlich alles wieder auf.


    Aber mittlerweile kann ich damit besser umgehen und lasse das nicht mehr so nah an mich ran - auch wenn das nicht jeden Tag gleich gut klappt.


    Ich lerne auch jeden Tag besser zu reagieren ...

    und dann kommt wieder was Neues 🙈

    Es bleibt aufregend


    Viele Grüße

  • Ja, genau das mache ich mittlerweile auch.

    Ich telefoniere jeden Morgen mit ihr. Das dauert in der Regel auch nur kurz.

    Manchmal wars das, aber an manchen Tagen ruft sie ein paar Minuten später wieder an, da sie das erste Gespräch wohl vergessen hat.


    Und ich habe festgestellt, dass Telefonate am Nachmittag gar keinen Sinn mehr machen. Da gibt es nur Klagen und Vorwürfe.

    Also nehme ich am Nachmittag eigentlich auch keinen Anruf mehr von ihr an.

    Und immer wenn ich denke 'ach geh halt mal ran' war das zu 90% die falsche Entscheidung 🥴


    Liebe Grüße

  • Liebe Liebe burggirl,

    ja genau, man gewöhnt sich langsam daran. Nie so ganz, das muss ich zugeben, zumal es ja noch weiter bergab geht. Aber die Erinnerungen an die frühere gesunde Person verblassen und schieben sich nicht mehr ständig als schmerzhafte Erinnerung vor die jetzige defizitäre Person.


    Was du schreibst, erinnert mich alles an meine Mutter. Sie hatte sich auf die harmlosen Nachbarn "eingeschossen" und behauptet, die würden bei ihr permanent klingeln, seien unfreundlich usw. Ansonsten hat sie all ihre greifbare Habe in Taschen und Tüten verstaut. Es sah aus wie in einem Warenlager.

    Mit mir hatte sie nur ein Problem: Sie hat mich als Eindringling beschimpft, der ihr unnötig Hilfe aufdrängte, sie bevormunden wollte. ... und mich dann rausgeworfen.

    Wir müssen als Angehörige leider diesen ganzen Weg mitgehen, aber es hilft sehr, dass wir uns hier darüber austauschen können. Liebe Grüße.

  • Liebe burggarten & schwarzerkater,

    ich kann mich euch beiden komplett anschließen. Viele der Dinge, die ihr beschreibt, hab ich genauso erlebt. All die Beschuldigungen und Beschimpfungen waren für mich lange eine große Herausforderung. Vor ungefähr einem Jahr stolperten wir über große Steine auf den Gipfel zu.

    Ich dachte wirklich, ich drehe durch wegen meiner Mutter. Jeder Tag drehte sich nur noch um sie und ihre Demenz. Das ging solange, bis wir sie letzten September aus ihrer Wohnung ins betreute Wohnen brachten.

    Auch dann verbesserte sich nicht viel, aber ich wusste wenigstens, dass sie gut versorgt ist.

    Im Laufe der Zeit hab ich viel dazugelernt, was den Umgang betrifft und es klappt mittlerweile gut.

    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über den ein oder anderen Post hier sogar lachen. Unglaublich, was manche Menschen mit Demenz alles machen.


    Schön, dass es euch alle hier gibt, mal zum Ausheulen und beim nächsten mal, um jemanden zu helfen oder ein bisschen zu trösten!


    Liebe Grüße

  • Ja, der Austausch hier im Forum tut echt sehr gut.

    Zu hören wie ihr mit den Herausforderungen umgeht hilft sehr.


    Manchmal denke ich, meine Mutter ist nur alt und dafür noch ganz fit.

    Und dann schlägt die Demenz wieder zu. Und das leider immer öfter und in immer neuen Facetten.

    Aber man muss wirklich auch auf sich selbst schauen und sehen, dass es einem gut geht. Hilft ja nichts, wenn ich ausfalle und sich keiner kümmern kann.


    In manchen Momenten ist sie sich wohl schon bewußt, dass mit ihr etwas nicht stimmt und dann ist sie auch sehr depressiv, weint und will nicht mehr.

    Auch das ist schwer zu händeln, weil es mich auch sehr traurig stimmt.


    Leider gibt es keine Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Also muss man die Tatsachen annehmen, wie schwer es einem auch fällt.


    Liebe Grüße

  • Hallo burggirl

    auch von mir willkommen im Forum.

    Und ich habe festgestellt, dass Telefonate am Nachmittag gar keinen Sinn mehr machen. Da gibt es nur Klagen und Vorwürfe.

    Das habe ich ganz ähnlich erlebt - für mich war die beste Tageszeit für ein Telefonat mit meiner Mutter (seit dreieinhalb Jahren im Pflegeheim) am frühen Abend, wenn sie nach dem Abendessen wieder auf ihrem Zimmer war. Komischerweise war sie um diese Zeit am umgänglichsten, während zu anderen Zeiten Klagen, Jammern und Schimpfen an der Tagesordnung war.

    Und so habe ich meine Telefonate halt auf diese Tageszeit gelegt ...

    Wenn immer und immer wieder diesselben Fragen kommen, ist inzwischen meine Strategie, dass ich mir eine Art "Standardantwort" zurechtgelegt habe, von der ich weiß, dass sie meine Mutter beruhigt. Z.B. fragt sie immer wieder nach "ihrem" Haus (wurde vor zweieinhalb Jahren verkauft) und fragt mich, was wir denn damit machen sollen. Meine Antwort ist dann immer: "Naja, ich wäre fürs Verkaufen, aber Du hast ja hier ein schönes Plätzchen und kannst in aller Ruhe darüber nachdenken und sagst mir dann einfach Bescheid, wenn Du Dich entschieden hast." Das entspannt die Situation eigentlich immer - jedenfalls bis zum nächsten Mal ... aber die standardisierte Antwort nimmt für mich den Stress raus, jedesmal neu auf die Frage reagieren zu müssen.

    Liebe Grüße, SunnyBee

  • Danke liebe SunnyBee für deine Erfahrungen.

    Ich denke auch, dass es wichtig ist solche "Standardantworten" parat zu haben.

    Das hilft mir und ihr.

    Meine Mutter hat die Antwort ja auch bereits nach ein paar Minuten wieder vergessen und stellt die gleichen Fragen immer wieder ...

    Aber so ist das halt. Und ich habe festgestellt, dass ich das mittlerweile auch einigermaßen annehmen kann und ich diese Fragen immer wieder beantworte. Da helfen so Standards tatsächlich um sich selbst nicht zu sehr zu stressen.

    Leicht ist das trotzdem nicht ...

    Liebe Grüße

    Burggirl

  • In verschiedenen Demenzphasen ist Kommunikation entscheidend für das Wohlbefinden der Betroffenen. Es ist wichtig, einfache und klare Sprache zu verwenden und geduldig zuzuhören. Für den Austausch in fortgeschrittenen Stadien können nonverbale Signale wie Berührungen oder Mimik hilfreich sein. Denken Sie daran, dass sich die Bedürfnisse und Fähigkeiten im Verlauf der Krankheit verändern können. Eine einfühlsame und respektvolle Kommunikation trägt dazu bei, dass sich Betroffene verstanden und unterstützt -gelöscht Spam / Werbung-

    Einmal editiert, zuletzt von jochengust () aus folgendem Grund: Beitrag editiert. Bitte halten Sie sich an die Forenregeln; keine Werbung! https://forum.wegweiser-demenz.de/index.php?nutzungshinweise/

  • martinhamborg , jochengust

    In verschiedenen Demenzphasen ist Kommunikation entscheidend für das Wohlbefinden der Betroffenen. Es ist wichtig, einfache und klare Sprache zu verwenden und geduldig zuzuhören. Für den Austausch in fortgeschrittenen Stadien können nonverbale Signale wie Berührungen oder Mimik hilfreich sein. Denken Sie daran, dass sich die Bedürfnisse und Fähigkeiten im Verlauf der Krankheit verändern können. Eine einfühlsame und respektvolle Kommunikation trägt dazu bei, dass sich Betroffene verstanden und unterstützt fühlen – ähnlich wie beim Kauf von trachtenschuhen damen, wo das Verständnisfür die Bedürfnisse des Kunden entscheidend ist.


    könnten Sie sich um den User Patrice mal kümmern, was soll die Werbung im Link? und der Post im anderen Forum ist auch irgendwie merkwürdig?! Gibt inzwischen mehrere Posts von ihm.

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