Pflegeperson?

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  • Hallo Tanzmoni,


    ja, das ist notwendig, sonst gibt es kein Pflegegeld. Es können auch mehrere Personen angegeben werden.

    Alternativ wäre ein Pflegedienst zu benennen, dann wird allerdings kein Pflegegeld gezahlt sondern der Pflegedienst rechnet mit der Pflegekasse die Pflegesachleistung ab.


    Dann gibt es noch die Kombi von beidem, aber da muss ebenfalls eine betreuende Person benannt werden.


    Wenn eine 24 Stundenpflege eingesetzt wird, muss wohl auch noch eine betreuende Person im Hintergrund tätig sein, da auch in diesem Fall n lediglich Pflegegeld gezahlt wird. In diesem Fall bin ich jedoch unsicher, ob dann nicht die Agentur (sofern man eine solche beauftragt) reicht.


    LG PausE

    • Offizieller Beitrag

    Guten Tag Monika,


    die Angabe einer konkreten Pflegeperson gegenüber der Pflegekasse ist keine Voraussetzung für den Anspruch auf Pflegegeld. Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld ist mindestens der Pflegegrad 2 und die Versorgung des Betroffenen Menschen in seiner häuslichen Umgebung. Die pflegerische Betreuung und die Haushaltsführung müssen sichergestellt sein.


    Das wird dann spätestens mit den regelmäßigen Beratungseinsätzen nach § 37 Abs. 3 SGB XI überprüft.


    Für weitere Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen

    R. Gascho

  • Das ist interessant, Frau Gascho, kann ich mich auf den Paragraphen 37 Sozialgesetzbuch beziehen bei der Pflegekasse?


    Meiner Schwiegermutter hat man das Pflegegeld nämlich einbehalten als ich meinen Posten als Pflegeperson "kündigte". Ich sollte erst eine neue Person benennen.


    Beim Erstantrag für meinen Vater wollte man auch direkt einen Namen haben.

  • Natürlich kannst du dich auf diesen Paragraphen berufen. Du kannst einen Beratungseinsatz nach §37.3. organsisieren. Die müssen sowieso jedes halbe Jahr stattfinden. Deine Pflegekasse hat Pflegedienste benannt, die mit ihr diese Beratungseinsätze abrechnen. Du suchst dir einen aus und vereinbarst einen Besuchstermin. Es kommt dann jemand vorbei und schaut sich an, ob die Pflege gewährleistet ist. ich verstehe aber nicht so recht, wieso du keine Pflegeperson*en benennen willst. Die Pflegekasse braucht eine*n Ansprechpartner*in, es sei denn, die pflegebedürftige Person ist in der Lage, diese Angelegenheiten selbst zu regeln.

  • Hallo Hinz,


    um mich geht es ja nicht, die Frage kam von Tanzmoni.

    Ich habe ja mich als Pflegeperson angegeben, nur das Amt nach einigen Jahren offiziell abgegeben.

    Und daraufhin hat die Pflegekasse die Zahlung des Pflegegeldes eingestellt.

    • Offizieller Beitrag

    Guten Morgen PausE,


    es gibt keine gesetzliche Regelung, die eine eingetragene Pflegeperson verlangt, um Pflegegeld beziehen zu können. Eine pflegebedürftige Person soll in der Lage sein, frei zu entscheiden, wie sie die selbst beschaffte Pflege organisiert und das Pflegegeld einsetzt. Das Pflegegeld soll die Pflege in geeigneter Weise sicherstellen. Eine Nachweispflicht, für welche konkrete Hilfe oder pflegende Person es verwendet wird, gibt es nicht.


    Grundsätzlich darf eine Pflegekasse die Auszahlung von Pflegegeld nicht mit dem Argument ablehnen, es sei keine Pflegeperson eingetragen. Eine solche Ablehnung ist nur dann zulässig, wenn eine gute Pflege nicht sichergestellt ist. Dann kann die Pflegekasse die Leistung auch gegen den Willen des Versicherten auf Pflegesachleistungen umstellen. Gegen einen Ablehnungsbescheid kann innerhalb einer Frist von 1 Monat Widerspruch einlegt werden. Zum Nachweis, dass die Pflege ausreichend gesichert ist, dienen auch die von der Pflegekasse geforderten verpflichtenden Beratungsbesuche für Pflegegeld-Empfänger*innen.


    Mit freundlichen Grüßen

    R. Gascho

  • Als ich vor 2 Jahren den Pflegeantrag für meine Mutter stellte, wusste ich auch nicht, wie ich damit umgehen sollte. Ich war unsicher, mich auf Grund der 470 km Entfernung, in der ich wohne, als Pflegeperson einzutragen. Dabei dachte ich in diesem Moment nicht an all die organisatorischen Dinge, Behördengänge, Schriftkram usw.

    Darum hab ich den Teil des Antrags frei gelassen. Ich unterstützte im Haushalt, wenn ich bei meiner Mutter war. Den Rest übernahm der Pflegedienst.

    Die Pflegekasse hatte damit überhaupt kein Problem. Das Pflegegeld und kurz später die Sachleistungen plus anteiliges Pflegegeld wurden kommentarlos gezahlt.

    Erst jetzt nach 2 Jahren fiel es der Pflegekasse in einem anderen Zusammenhang auf, dass ich nicht als Pflegeperson eingetragen war und ich erhielt ein Anfrage.

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