Pflegenotstand: Allgemein und Persönlich

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  • Ein Hallo an Alle,


    ich hatte mich in einem Thread ja schon mal vorgestellt und was soll ich sagen, es ist nicht besser geworden ;)

    Zur Zeit fühle ich mich von den Ereignissen einfach überrannt und regelrecht plattgemacht!


    Da kündigt einer der Therapeuten meiner Mutter ohne Vorwarnzeit die Behandlung auf, weil er seine Stunden reduziert von 3/4 Stelle auf 1/2 Stelle und in der Praxis die einzige andere Kraft, die Hausbesuche macht, schon gekündigt hat. Auf diesen Platz habe ich 7! Monate warten müssen und andere Praxen rufen auf Anfragen für Hausbesuche nicht mal zurück. Am Ende war der sogar beleidigt, weil ich ihm freundlich aber bestimmt gesagt hatte, dass ich etwas mehr Vorwarnzeit nett gefunden hätte. Aber er würde das nach Überlegen doch nicht krumm nehmen, denn er fände sich gut so wie er ist. Ja, das der wirklich gesagt.


    Andere Praxis, andere Sorte Therapeut: Hat absolut keine Ahnung von Demenzen bzw. ihren Symptomatiken im Alltag und kennt auch die therapeutischen Methoden nicht bzw. informiert sich nicht. Und das bei einer großen Praxis, die sich schwerpunktmäßig mit Schlaganfallpatienten beschäftigt, die eine zusätzliche Diagnose aufweisen können wie meine Mutter eben dieselbe zusätzliche Diagnose. Zusatzinfo: Das wird gleich behandelt auch wenn die grundsätzliche Erkrankung verschieden sein kann. (Praxis hat nach Kämpfen einen anderen geschickt.)


    Und jetzt der nächste: Sendet mir eine SMS zu der Zeit, bei der er eigentlich bei meiner Mutter aufschlagen sollte, ob ne gute Stunde später auch okay wäre. Aber wie sich bei einem Telefonat am Tag danach rausstellt, nicht wegen einer Panne oder so, sondern weil er am vorherigen Ort, einem Heim mutmaßlich, mehr Aufträge angenommen und auch gleich umgesetzt hat. Am zweiten Termin in der Woche soll ich einer Verschiebung auf eine andere Zeit auch noch zustimmen.

    Warum mich das aufregt? Weil meine Mutter kaum aufstehen kann, um die Tür zu öffnen, und ich dann die Wahl habe, noch viel längere Zeit des Tages bei ihr zu verbringen oder den Therapeuten extra aufzusuchen, um den Zettel zu unterschreiben und so nebenbei hoffe, dass sie die Tür aufgemacht hat und die Stunde auch stattgefunden hat. Da ich auch nur sehr schlecht zu Fuß bin, darf ich dann auch noch bei ihm über mehrere Treppen in seine Praxis.


    Problem insgesamt: Es gibt zu wenige Therapieplätze, jedenfalls bei uns, und die Ärzte bestehen auf den Therapien zum Erhalt noch vorhandener Fähigkeiten. Also muss ich das alles schlucken oder meiner Mutter schaden durch kündigen der Therapien.


    Ehrlich, mir geht es besch...


    Meine Mutter trinkt nicht und hatte einen Kreislaufkollaps deswegen. Auf der Toilette beim Stuhlgang. 'Kommt häufig vor sagte man mir. Müsste ich mit rechnen. Nach dem zweiten oder dritten Mal, kommt der KKW nicht mehr, sagten sie.

    Notaufnahme, 8 Stunden lang, Arzt erklärt ihr, sie muss mehr trinken. Sie kommentiert: Sagt man so. Mit der Miene: Ihr könnt mich alle mal.


    Uuuund das neueste Gadget meiner Mutter: Sie benimmt sich wie ein Kind, das andere Menschen ärgert und bei der entsprechenden Antwort der Umgebung darauf hinweist, dass es einen großen Bruder (mich!) hat und "ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt!".

    Bei mir gibt sie den sterbenden Schwan und die Menschen in ihrer Umgebung, Betreuung u.a., sagen, das Theater ist nur für mich und dort ist sie, siehe oben, "herausfordernd". D.h., ärgern im Kindergartenstil aber für Erwachsene. Sie baggert sogar einen dementen Mann in Gegenwart seiner Frau an, alle nicht-familien Männer ebenso. Ich warte auf Beschwerden über sexuelle Belästigung.


    Entschuldigung es ist lang gworden, vielleicht liest das auch keiner, weil zu lang. Aber im Moment könnt ich nur noch schreien oder heulen. Oder hier schreiben.

    Heute morgen erzeugt diese Meldung Panik bei mir, weil ich darüber nachdenke, in welchem Pflegeheim ich sie unterbringe.

    diese Meldung: https://www.rnd.de/politik/fac…4E4VCOPAE2VILNWNZK7U.html

    In unserer Stadt werden Pflegeplätze ohne Ende abgebaut. Wohin kann man seine dementen Angehörigen ohne Gefahr von Vernachlässigung oder gar Kündigung des Pflegeplatzes mit anschließender Obdachlosigkeit des Kranken bringen?


    Mein tägliches Stoßgebet lautet: Himmel, hilf!

    Liebe Grüße

    Albatross

  • Hallo Albatross,


    habe Deinen Post gelesen. Katastrophe, was in Deutschland diesbezüglich abgeht.


    Wohin kann man seine dementen Angehörigen ohne Gefahr von Vernachlässigung oder gar Kündigung des Pflegeplatzes mit anschließender Obdachlosigkeit des Kranken bringen?

    Ja, ich kann ja auch nur "zu sehen", weil meine Eltern ja so einen tollen Betreuer haben, der mir alles vorenthält.

  • Der Sohn meines Mannes aus 1. Ehe ist exam. Altenpfleger. Auch er hat schon diverse Male die Stelle gewechselt, weil so viele Kollegen gegangen sind, dass die verbliebenen einfach nicht mehr durch Mehrarbeit auffangen konnten.


    Teilweise werden irrwitzige Anwerbeprämien gezahlt. Er hat diverse Fortbildungen u.a. in der Beatmungspflege. Inzwischen macht er aber nur noch Nachtdienste. Er ist Single und arbeitet Vollzeit - anders hält er das nicht durch, sagt er.

  • @alle

    Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, in einem Land zu leben, welches für die Gesundheit und das Wohlergehen der eigenen Leute wirklich sorgt.

    Die Erlebnisse von dir, Albatross, und so vielen anderen lassen ja keinen anderen Schluss zu.

  • Ich verstehe den Frust derjenigen, die aktuelle unter Druck stehen bzgl. Pflegeplatz und mit dem Gesundheitssystem hadern, möchte aber erwähnen, dass ich kürzlich auf einer Feier eine Hausärztin (gerade in Rente) kennengelernt habe. Sie sagte, es gebe an vielen Stellen Bedarf zur Besserung, aber sie kenne bislang kein Land, in dem es besser ist..

    Ich finde es sehr schwierig zu beurteilen, es gibt immer mehr alte Menschen, die das System Geld kostet, immer mehr sehr teuere Therapien (wie gegen Krebs etc., da kommen schnell mal 100T./Jahr/Person zusammen) und auf der anderen Seite möchte keine höhere Gebühren . Ich bin da sehr gespannt, ob es bald die super Idee zu gibt..

  • Es ist eine banale Tatsache, unter der wir alle "leiden", dass wir immer älter werden und die geburtenstarken Jahrgänge jetzt laaaangsam in das pflegebedürftige Alter kommen.


    Ich hatte mal eine Gegenüberstellung gemacht, was die Pflegekasse die ambulante Pflege kosten kann und was für die stationäre Pflege aufgewendet wird. Wenn man alles ambulant nutzt, was angeboten wird, dann liegt die stationäre Pflege ganz schnell hinten. Ich war darüber doch erstaunt, aber gut, es nutzt ambulant nicht jeder alles ihm zustehende.

    Sonst müsste die Pflegekasse sagen, nö nö, alle lieber ins Heim, das kommt uns billiger (auch mit dem bis 75%igen Zuschuss zu den Pflegekosten).

    Ich kann mir das gar nicht vorstellen, vielleicht kenne ich aber auch nicht alle Zahlen dahinter.

    Gut, eins habe ich noch vergessen, ich habe das nur aus Sicht der Pflegekasse betrachtet. Der Staat zahlt ja auch noch die sonstigen Kosten, wenn der Bewohner das nicht allein stemmen kann.


    Heime sind ja auch Wirtschaftsbetriebe, bei uns hat wohl der Betreiber eines Hauses jetzt auch Insolvenz angemeldet. Laut Flurfunk aber, weil er andere Geschäfte nebenbei betrieben hat.

  • Insolvenzverfahren bei Pflegediensten sind kein Seltenheitsfall. Ich kenne es sehr genau aus meiner eigenen Arbeit.

    Unverständlicherweise, jedenfalls bei mir, trotz Arbeit ohne Ende scheint es so zu sein, dass die Kosten wesentlich höher als die Einnahmen sind und das auch noch bei schlechter Bezahlung des Personals.

    Der Betreiber der betreuten Wohnanlage, in der meine Mutter jetzt lebt, hat über mehrere Jahrzehnte schon einige Insolvenzverfahren durchlaufen und so ungefähr jede mögliche Gesellschaftsform, die für Pflegedienste in Frage kommt, gewählt. Er betreibt allerdings auch noch mehrere Pflegeheime, eine Tagespflege und einen sehr groß angelegten ambulanten Pflegedienst.

    Kaum nachvollziehbar!


    Als wir letztes Jahr eine Lösung zur Unterbringung meiner Mutter suchten, hatte ich immer diesen Hintergedanken im Kopf.

    Allerdings hab ich sehr schnell festgestellt, dass ich das als Kriterium ausschließen muss, denn damit hätten wir nie eine Unterbringung gefunden. Bei den beiden anderen möglichen Pflegeheimen bestand die gleiche Problematik, gekoppelt mit noch weiteren bekannten Problemen, die mich schockierten.

  • Liebe Alle,


    danke für Eure Meinungen. Ihr habt recht, es ist irgendwie nicht der richtige Ort. Aber nur Menschen, die ähnliches erleben, können verstehen, dass das alles einem irgendwann oder von Zeit zu Zeit echt über den Kopf wächst.


    Wie ich. ja schon erzählt habe, lebt meine Mutter in einem Betreuten Wohnen. D.h., sie wohnt in ihrer gemieteten Wohnung, die von Seiten des Vermieters nur gekündigt werden kann, wenn sie in Zahlungsverzug gerät.

    Gerade weil das so ist, habe ich die Scheu sie in ein Heim zu bringen. So ist sie eigentlich zu oft allein, was ihrer Verfassung nicht gut tut. Aber sie ist nicht obdachlos.


    schwarzerkater und jochengust haben Teile des ganzen Problems auch noch einmal gut beschrieben, und nein jochengust, das sind Verhältnisse, die die Angehörigen mit bekommen und in ihre Überlegungen mit einbeziehen müsse.

    Sie sollten sich nicht sorgen, Sie nicht der Überbringer schlechter Nachrichten.


    Rose60

    Gestern habe ich gelesen, dass Deutschland eine ca. 2 Jahre unter dem europäischen Durchschnitt liegende Lebenserwartung hat, fallende Tendenz. Also so toll kann es hier nicht sein. Die Unterschiede zeigen sich wohl deutlich in der Sterblichkeit der über 65jährigen.


    Es ist schlimm, dass für die Alten, die es akut betrifft und alle Älteren, die bald betroffen sein werden, so zu erleben, sehen zu müssen.


    Liebe Grüße

    Albatross

  • Liebe Alle,


    ich möchte Euch bitten, mir nochmal Eure Erfahrungen oder Meinungen zu schreiben, wie ich mit dem neu entstandenen "Gadget" meiner Mutter umgehen könnte.


    Wie ich im ersten Post schrieb, baggert sie ganz unverhohlen Männer an, gesund, alt, jung, dement - egal.

    Das ruft doch abwehrende Reaktionen und peinliche Momente hervor, die angebaggerten Männer sehen das ehrlich gesagt nicht ruhig. Die gesunde Umgebung übrigens auch nicht!

    Da hilft auch nicht, darauf hinzuweisen, dass meine Mutter dement ist.

    Wenn ich sie vor den Reaktionen für sie hörbar in Schutz nehme, sieht sie das als Bestärkung. Weiter so!

    Spreche ich mit den Männern unter vier Augen, heißt es, dass es gar nicht schlimm sei. (Ich weiß, man kann nicht gegen den Willen helfen.)

    Trotzdem halten die Leute die Luft an, entstehen peinliche Schweigemomente, der eine war schon recht gestresst, als er verlangte, dass sie seine Hand loslassen sollte.

    Und dann flirtet sie einen dementen Mann aus einer Beschäftigungsgruppe für Demente an, die Ehefrau steht daneben und der Mann flirtet zurück. Die flirten immerzu miteinander. Das ist so offensichtlich, da wird schon offen drüber geredet.

    Ich sehe die Katastrophe schon am Horizont auf mich zukommen.

    Es wäre okay, wenn der Alleinstehend wäre, aber so?

    Ich kann ja der Ehefrau nicht erklären, dass wir uns für die beiden freuen sollten, das macht die MmD weniger herausfordernd und glücklich. Da krieg ich ne Bratpfanne auf den Kopf oder so.

    Um das klarzustellen: Ich habe nichts gegen Sexualität und auch nicht gegen Liebe im Alter. Aber im Moment sehe ich mich nicht in der Lage und willens, meiner Mutter den Weg für solches Verhalten wie beschrieben freizuräumen.


    Habt Ihr Ideen? Gedanken? Erfahrungen? Irgendwas, das mir wie auch immer ein bisschen weiterhelfen könnte?

    Liebe Grüße

    Albatross

  • Liebe Albatross,

    mein Rat: versuche zu akzeptieren, wie deine Mutter jetzt nunmal ist.

    Du kannst sie nicht ändern.

    Du bist nicht für das Tun und Verhalten deiner Mutter verantwortlich, den Schuh darfst du dir nicht anziehen.

    Ich wünsche dir Kraft.

    LG

    Thea

  • die kleinen Päckchen kenne ich auch.....

    Oder getragene Inkontinenzeinlagen/Schlüpper.

    Dafür sind Ohrringe und Dinge verschwunden. Sie hat jetzt nur noch preiswertes Glitzerglitzer, da ist es nicht schlimm, wenn's verschwindet.

  • Hach mein Mütterlein machte mich die Tage mal wieder richtig glücklich.

    Ich hole sie von einem Beschäftigungstreffen für MmD ab und ein Betreuer erzählt mir mit betroffener Miene, dass sie beim Mensch ärgere Dich nicht gern alle rausgeschmissen hat aber selber nicht so gern rausgeschmissen wurde. "Da reden wir jetzt nicht drüber, was da war!" Die anderen Betreuer sagen mit gewichtiger Miene dasselbe und die umstehen MmD tönen das Gleiche.

    Was zum Teufel ist da abgegangen?

    Die Betreuer sind echt nett, das geht nicht gegen die. Das sie ein bisschen hilflos waren und, ich würde sagen, abgestossen, hat man gemerkt.

    Außerdem hieß es, meine Mutter sei "oft hochnäsig Pause arrogant", aber das mache sie nicht mit Absicht, das ist die Demenz, sie schütze sich nur.

    Schon habe ich Kopfkino und Gefühlsorkane. Ich habe sowas von keine Lust mehr, in solchen Situationen, eine richtige :/ Lösung zu suchen, zu vermitteln usw..


    Für mich ist es wirklich fast unerträglich, dass ich mich dann für sie entschuldigen muss. Die Betreuer haben Verständnis und Unterstützung verdient sowie die Versicherung, dass ich das nicht gutheiße. Aber entschuldigen müsste sich eigentlich die Mutter nicht ich. Was ein Sch..ß :!:

    Liebe Grüße

    Albatross

  • Liebe Albatross,

    zieh dir den Schuh nicht an!

    Wenn dir die Pflegekräfte von deiner Mutter erzählen, dann nimmst du es zur Kenntnis. Und fertig!

    Sieh es als Info, die dir gegeben wird.

    Und NICHT entschuldigen.

    Oder beim nächsten Mal die Pflegekräfte fragen, was sie denken, was du da jetzt evtl. tun solltest bzw. könntest.

    LG

    Thea

  • Liebe Thea und liebe schwarzerkater !


    Danke für die richtigen Worte zur richtigen Zeit. Ihr habt mich gerade noch eingebremst.

    Ich werde mich nicht 8o entschuldigen und ich werde es als blossen Mitteilungsbedarf 8) der Betreuer sehen.


    Eine virtuelle Umarmung für Euch beide , wenn okay ist.

    Liebe Grüße

    Albatross

  • Liebe Albatros,

    Dein Thema ist zum Glück schnell geklärt. Du bist definitiv nicht verantwortlich für die Untaten deiner Mutter!!

    Vllt wollen die Pfleger auch vor allem kundtun, was sie zu leisten haben und freuen sich über die Anerkennung dessen, so würde ich in dem Fall denken. Und selbst wenn es nicht nur die Demenz wäre, sondern auch die zugrunde liegende Persönlichkeit deiner Mutter: sie ist NICHT dein Kind, das du besser erziehen solltest!

    Liebe Grüße

  • Auch Dir Rose60 einen ganz lieben Dank und fühl Dich eingeschlossen in die Umarmung.


    Dass ich mich schneller als früher beruhigen kann, liegt an den vielen Menschen hier im Forum und ihren Geschichten. Mitlesen macht schlauer und geduldiger mit mir selbst ;) .

    Ihr seid eine großartige Hilfe!!!!

    Liebe Grüße

    Albatross

  • Als ich gestern meinen Vater besucht habe, hat mir die Pflegerin mit einem Schmunzeln erzählt, dass die Frau neben der er gerade saß, auf Tuchfühlung gegangen ist. Ich habe es mit einem Schmunzeln zur Kentniss genommen und musste sofort an dich denken Albatross :)


    Ich vertraue da den Pflegern, dass sie eingreifen, sollte es zu peinlich/extrem werden. Ich drücke dir die Daumen, dass du es auch kannst! Wie die anderen schon schrieben, zieh dir den Schuh nicht an, auch wenn es schwer fällt.

  • Für mich ist es wirklich fast unerträglich, dass ich mich dann für sie entschuldigen muss. Die Betreuer haben Verständnis und Unterstützung verdient sowie die Versicherung, dass ich das nicht gutheiße. Aber entschuldigen müsste sich eigentlich die Mutter nicht ich. Was ein Sch..ß :!:

    Kenne ich, das Gefühl. So muss sich meine Mutter gefühlt haben, wenn sie in der Schule antanzen musste, um sich anzuhören, was ich wieder angestellt hatte. Im Ernst, ich entschuldige mich nicht für meine Mutter. Sie kann es nicht ändern. Ich warne die Leute vor, dass sowas passieren kann und meistens passiert ja nichts, weil ich Fremdbetreuung während der kritischen Stunden vermeide. Vor ein paar Wochen musste ich sie mal mit zu einem Besuch bei meiner Ärztin mitnehmen, weil ich auf die Schnelle keine Betreuung finden konnte. Da hatte ich ein bisschen Bammel, aber es ging alles gut, denn es war Vormittag, sie hatte keine Schmerzen und machte ein freundliches Gesicht.


    Also nicht entschuldigen. Allenfalls Mitgefühl äußern. Du bist nicht für deine Mutter verantwortlich. Weder hast du sie schlecht erzogen noch hast du ihr die Demenz angehext.

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