Wohin mit meinem noch relativ jungen Ehemann?

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  • Mein Ehemann (64) ist seit vier Jahren an frontotemporaler Demenz erkrankt. Ich bin den ganzen Tag berufstätig, 12 Jahre jünger, wir haben keine Kinder. Für mich stellt sich die Frage, wo kann er in naher Zukunft leben? Noch ist er zu Hause mehr oder weniger auf sich gestellt, ich stelle aber fest, dass die normalen Alltagskleinigkeiten ihm so gut wie gar nicht mehr gelingen. Ich hatte ihn jetzt für 10 Tage in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung, dort war das Durchschnittsalter 85 Jahre. Hier ist mein Mann nicht gut aufgehoben. Gibt es keine Möglichkeiten für jüngere Menschen? Ist mein Mann der einzigste weit und breit, der diese Krankheit hat? Ich bin mittlerweile ratlos; ich habe zwar zwei mal die Woche eine Halbtagespflege für ihn organisiert, 2 mal die Woche kommt eine Logopädin, aber ansonsten ist er mehr oder weniger sehr viel allein.
    Gibt es in Bielefeld oder Umgebung evlt. auch jüngere Menschen, die erkrankt sind und genau wie ich selbst ratlos sind.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Frau Wichert,
    Ihr Problem ist gar nicht so einmalig, wie Sie vielleicht glauben. Aber es ist regional noch nicht so relevant, als dass spezifische Lösungen dafür angegangen werden.
    Allerdings ist Bielefeld die Hauptstadt der "Wohnprojekte". Fragen Sie doch einmal bei der Baugenossenschaft "Freie Scholle" nach oder bei "alt und jung e.V.". Wenn es irgend etwas in Ihrer Umgebung gibt, dann müssten die es eigentlich wissen. Ich recherchiere für Sie und melde mich nochmal, wenn ich unter Umständen ein mögliches Angebot für Sie gefunden habe.
    Suchen Sie in jedem Fall eine außerhäusige Lösung?


    Bis später. Beste Grüße von


    Klaus-W. Pawletko

  • Hallo Herr Pawletko und Frau Sachweh,
    besten Dank für Ihre Nachricht. Ja, ich suche auf jeden Fall eine aushäusige Lösung, da mir im Grunde genommen gar nichts anderes übrig bleibt.
    Es wäre schön, wenn Sie sich ggf. wieder melden würden; ich werde auf jeden Fall die von Ihnen angesprochenen Institutionen einmal kontaktieren.


    Allerdings stellt sich bei den WG's dann wahrscheinlich auch die Frage der Finanzierung durch die Pflegekasse, soweit ich informiert bin, zahlt die Pflegekasse nur bei "staatlich" anerkannter Unterbringung?



    Viele Grüße
    Regine Wichert

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Frau Wichert,
    Ihre Sorge die Finanzierung betreffend ist wahrscheinlich unbegründet. Die sog. Wohnprojekte in Bielefeld und Umgebung haben meines Wissens alle einen Versorgungsvertrag mit Pflegekassen und/oder Sozialhilfeträger. Die Sachleistung der Pflegekasse ist allerdings bei ambulanter Betreuung etwas geringer als bei einer Heimunterbringung.


    Alt und Jung in Bielefeld erreichen Sie unter:
    http://www.altundjung.org


    Ich habe Bedenken in diesem Forum Telefonnummern zu veröffentlichen. Nehmen Sie doch Kontakt zu mir auf unter:
    http://www.famev.de


    Soweit erst einmal für heute. Alles Gute wünscht


    Klaus-W. Pawletko

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