Wundersame Heilung von Demenz?

  • Guten Tag,


    Ende 2009 ist mein Vater u.a. wegen eines seit Monaten bestehenden demenziellen Syndrom Reisberg Skala 5-6, dekompensierter Herzinsuffizienz und einer Hirnatrophie und einer SAE unter gerichtliche Betreuung gestellt worden.


    In den Demenztestungen war der Patient auffällig in Hinsicht auf Demenz. Der Minimental-State ergab 3 Punkte. Die Uhrentestung GDS und den DemTect lehnte er ab. Bei gleichzeitig bestehender Depression wurde ein Re-Evaluation der Demenz in einem halben Jahr empfohlen.
    Er war zu dieser Zeit sehr stark Suizid gefährdet. Er kam nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in ein Altenheim seiner Wahl.


    Am 17.5.2010 wurde er vom Betreuungsgericht erneut begutachtet und eine Betreuungsverlängerung bis Mitte 2012 festgelegt.


    4.6.2010 Entlassungsbericht Krankenhaus Diagnosen u.a. Demenzielles Syndrom.


    Er verschwand immer öfters aus dem Altenheim, seine Stiefsöhne wussten nicht wo er war. Auf Nachfragen wurde er aggressiv. Dann verschwand er auch über die WE oder kam erst spät Nachts ins Heim, weil er sich mit dem Zug verfahren hatte. Er musste mit Gehhilfe gehen und war 100 % Schwerbehindert. Sollte als nicht ohne Begleitung Zug Fahren....
    Er sagte im Heim, er sei in seiner Wohnung .


    17.8.2010 erfolgte bei einem Hausarzt ein Dem Tec Test. Hier erreichte mein Vater angeblich 13 Punkte. Es wurden keine neurologischen Untersuchungen oder ein CT dazu gemacht.


    Der Arzt schrieb meinem Vater ein Attest aus: Bei o.g. Patienten konnte durch Test (DemTect) am 17.8.10 die Diagnose Demenz ausgeschlossen werden.


    Auf Grund dieses Attestes und einem Entlassungsbericht aus einer Lungenklinik, wo er als Notfall wegen Atemnot aufgenommen wurde, kam er mit Unterstützung seiner Altenpflegerin aus dem Pflegeheim aus der gerichtlichen Betreuung.


    Wie sich später herausstellte, hatte diese Frau (20 Jahre jünger) die Ehe, damit die Rente und Erbe meines Vaters 79 Jahre alt) im Sinn. Sie erhielt ohne Wissen der Familie Generalvollmachten, obwohl die gerichtliche Betreuung durch seine Stiefsöhne noch bis Ende 2011 lief.


    Sie gab sich ab 5/2010 noch als Mitarbeiterin eines Altenheimes, in dem sie meinen Vater pflegte, als Lebensgefährtin aus. Seine über alles geliebte zweite Ehefrau war da gerade mal 6 Monate verstorben.
    Als die Betreuung Ende 11.2011 endete brach er den Kontakt zu allen langjährigen Freunden, seiner Familie und zu seinen Stiefsöhnen ab.


    Es folgten viele Krankenhausaufenthalte in unterschiedlichen Kliniken, Diagnose u.a. ab 24.1.2012 Depression.

    !!! 31.1.2012 Diagnose Demenzielles Syndrom Reisberg Skala 5-6


    27.2.2012 Palliativ Patient u.a. Diagnose Depression.


    Nachdem ich nun alle Berichte vorliegen habe gehe ich davon aus, dass mein Vater seit Mitte 2009 eine vaskuläre Demenz hatte.


    Die Altenpflegerin behauptet mein Vater hätte drei Monate vor seinem Tod gesagt, dass er in dem Wohnort der Altenpflegerin beerdigt werden möchte. Dazu gibt es als Zeugen ihre Schwester und ihre Tante.


    Mein Vater hatte aber schon ein Doppelgrab für sich und seine zweite Frau gemietet, als diese im Oktober 2009 verstarb. Auch der Grabstein wurde von ihm dementsprechend ausgesucht. Das wichtigste war ihm, das die Grabstätte auf dem Familienfriedhof seiner Familie ist.


    Diese Frau hat ohne seine Angehörige vorher über den Tod zu informieren die Trauerfeier in ihrer Stadt ausgeführt. Mein Vater hat sie nicht geheiratet.


    Ich habe die Urne dann durch ihr Beerdigungsinstitut sicher stellen lassen, bis eine gerichtliche Entscheidung zum angebl. letzten Wunsch meines Vaters getroffen würde. Sie hat sich allem widersetzt und meinen Vater einfach im August 2013 ohne mein Wissen beigesetzt. Das Friedhofsamt in der anderen Stadt war informiert und wusste, das es einen Rechtsstreit gab. Trotzdem hat es der Beisetzung zugestimmt. Ich bin dann bis zum Bundesministerium gegangen. Hier wurde festgestellt, dass die Beisetzung nicht hätte statt finden dürfen, solange der Rechtsstreit nicht geklärt ist.


    Nun muss ich beweisen, dass mein Vater trotz des Attestes vom Hausarzt nach wie vor dement und depressiv war. Nur so kann ich entkräften, dass so wie diese Frau behauptet mein Vater im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten war, als er den angeblichen Wunsch am Grab ihrer Mutter geäußert haben soll. Es gibt nichts schriftliches, obwohl sich diese Frau sonst alles von meinem Vater unterschreiben lassen hat.


    Das Bundesministerium schreibt, das die vaskuläre Demenz genau wie Alzheimer nicht heilbar ist.


    Können sie mir sagen, ob der Dem Tect Test alleine ausreicht um die Diagnose Demenz auszuschließen.
    Laut Fachliteratur ist das nicht möglich.


    So krank, wie mein Vater war müsste es sich dann doch sicher um einen wundersame Heilung der Demenz handeln???


    Ich danke für ihre Unterstützung!

    • Offizieller Beitrag

    Sehr geehrte Veronika,


    Anhand Ihrer Beschreibung der Krankengeschichte ist es auch für mich schwer nachvollziehbar wie es bei der Untersuchung beim Hausarzt zu einem unauffälligem Testergebnis kommen konnte. Persönlich glaube ich aber nicht, dass eine Aktennotiz bzw. ein unauffälliges Ergebnis in einem Kurztest vor Gericht ausreicht, um die ganze vorausgegangene Akten- und Befundlage in Frage zu stellen. Es ist deshalb nicht unwahrscheinlich, dass das Gericht früher oder später einen Gutachter hinzuziehen wird. Seine Aufgabe wird es sein, die Krankengeschichte anhand der vorliegenden Befunde zu rekonstruieren und im Hinblick auf eine mögliche Demenzdiagnose neu zu beurteilen. Lassen Sie sich diesbezüglich von ihrem Rechtsbeistand beraten.


    Alles Gute und mit freundlichen Grüssen,


    Marc M. Lässer

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