Wo finde ich Entlastung?

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  • Mein Mann hat seit ein paar Jahren Alzheimer. Er ist in Pflegestufe 1. Aber sein Zustand hat sich in den letzten Monaten verschlechtert. Ich trau mich nicht mehr, ihn allein zu lassen, möchte mich abends aber auch mal mit Freunden treffen. Wer kann in der zeit die Aufsicht der zu pflegenden Person übernehmen? An wen kann ich mich wenden?

    • Offizieller Beitrag

    Sehr geehrte Birgit,
    es ist gut, dass Sie auch an Ihr eigenes Wohlergehen denken!
    Stundenweise Entlastungsangebote vermitteln die Deutsche Alzheimer Gesellschaft oder die Alzheimer Angehörigen-Initiative. Auch ambulante Pflegedienste bieten prinzipiell solche Leistungen an. In Frage kommen auch sog. niedrigschwellige Angebote, die sie aus den Mitteln nach §45a SGB XI (100 bzw. 200 € monatlich) bezahlen können.
    Außerdem haben Ihr Mann und Sie Anspruch auf Verhinderungs- oder Ersatzpflege in Höhe von 440 € im Jahr. Auch dieses Geld können Sie für die Finanzierung von stundenweiser Betreuung aufwänden. Lassen Sie sich bei einem Pflegestützpunkt beraten, wenn Sie einen in erreichbarer Nähe haben.
    Das Angebot an entlastenden Hilfen ist sehr abhängig vom Wohnort. Auf dem Land ist es naturgemäß nicht so ausgebaut wie in Großstädten.
    Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie bald ein passendes Angebot finden.


    Beste Grüße von


    Klaus-W. Pawletko

  • Sehr geehrte Birgit,


    ich kann klauspawletko nur zustimmen! Es ist gut, das sie auch wieder an sich denken möchten um vom schweren Pflegealltag abschalten zu können oder auch einfach mal wieder auf andere Gedanken kommen zu können. Eigene Interressen zu verfolgen schützt vor sozialer Isolation und ist ganz wichtig für die eigene Psyche. Er hat es wunderbar aufgezählt, was sie für Schritte machen können um auch wieder Stundenweise Zeit für für sich selbst zu finden. Ich selbst führe einen Betreuungs und Entlastungsservice für pflegende Angehörige und hilfebedürftige Menschen. Und werde von diesen Leistungen die klaus angesprochen hat von den Krankenkassen bezahlt. Die Angehörigen die ich mehrmals in der Woche entlaste stundenweise und während dessen für den zu pflegenden Angehörigen da bin und ihn individuel betreue nach dessen Interessen und vorlieben. Hierüber freuen sich die Angehörige jede Woche aufs neue und ist teilweise der Höhepunkt für sie in der Woche, denn diese können dann freunde treffen, zum Sport, zum Friseur,einkaufen, Familie, einfach mal wieder in Ruhe ihren eigenen Interressen nachgehen.Desweiteren ist es im Umgang mit an Demenz erkrankten Personen sehr wichtig, das kein ständiger Personalwechsel statt findet,damit sich der zu pflegende an eine Person gewöhnen kann. Dies praktiziere ich mit meinem Entlastungsservive,da es für die Angehörigen auch wichtig ist immer nur einen Ansprechpartner zu haben diesbezüglich. Den so wächst vertrauen und zusammenarbeit.


    Auch ich drücke ihnen die Daumen und Wünsche viel Schaffenskraft.


    Mit freundl. Grüßen


    F. Seydel

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