Beiträge von renategascho

    Guten Abend,


    haben Sie schon mit Ihrer Pflegekasse gesprochen? Schildern Sie dort Ihr Problem. Es wäre wichtig zu erfahren, was aus den Rahmenverträgen zur teilstationären Pflege in Ihrem Bundesland hervorgeht. In dem Rahmenvertrag findet man auch die Regelung zu den Beförderungskosten. Eventuell ist dann die Pflegekasse verpflichtet einen Fahrdienst für Rollstuhlfahrer in die Tagespflege und zurück komplett zu übernehmen. Vielleicht gibt es auch einen Pflegestützpunkt oder eine ähnliche Beratungsstelle in Ihrer Nähe, die Sie in dieser Angelegenheit unterstützen können. Es wäre schön, wenn Sie sich noch einmal melden.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    auch ab Januar 2020 werden die Regelsätze und Barleistungen nach dem SGB XII erhöht.


    Die Regelbedarfsstufe I, für Alleinstehende, beträgt dann 432,00 € (aktuell 424,00).
    Die Regelbedarfsstufe II, für Erwachsene die als Ehegatten oder Lebenspartner zusammen einen gemeinsamen Haushalt führen, beträgt dann pro Person 389,00 € (aktuell 382,00).


    Das sogenannte Taschengeld für Leistungsberechtigte in Heimen beträgt dann 116,64 € (aktuell 114,48).


    Der Mehrbedarf nach § 30, Abs. 1 und 2 SGB XII (ältere und voll erwerbsgeminderte Menschen, mit dem Merkzeichen „G“ im Schwerbehindertenausweis) erhöht sich auf 73,44 € (aktuell 72,08) für Menschen mit der Regelbedarfsstufe II auf 66,13 € (aktuell 64,94).


    Der Mehrbedarf bei dezentraler Warmwasserversorgung für Alleinstehende auf 9,94 € (aktuell 9,75) und bei Regelbedarfsstufe II auf 8,95 € (aktuell 8,79).


    Aber auch die Belastungsgrenze nach § 62 im SGB V (zur Antragstellung auf Zuzahlungsbefreiung für Medikamente, Hilfsmittel etc.) werden für Sozialhilfebezieher angehoben. Das heißt, die Belastungsgrenze im Regelfall auf 103,68 € (aktuell 101,76). Bei chronisch Erkrankten auf 51,84 € (aktuell 50,88). Die Beträge können auf Wunsch des Versicherten gleich am Jahresanfang bzw. auch schon jetzt am Jahresende für eine Zuzahlungsbefreiung 2020 bei der Krankenkasse eingezahlt werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,
    wenn sich der Betroffene in einem Pflegeheim befindet und er ein sogenanntes Taschengeld bekommt, dann werden die restlichen Heimkosten über das Sozialamt im Rahmen der „Hilfe zur Pflege“ gedeckt. Das bedeutet auch, dass er einmal im Jahr Anspruch auf eine sogenannte Bekleidungspauschale hat. In Berlin sind das momentan ca. 212 € für einen Menschen der mobil ist und ca. 132 € für einen Menschen der bettlägerig ist. Diese Leistung kann beim Sozialamt beantragt werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    leider gibt dafür keine gesetzliche Grundlage. Eine kurzzeitige Arbeitsverhinderung (in der Regel 10 Arbeitstage) kann nur von der Pflegekasse finanziert werden, wenn eine akute Pflegesituation in der Familie aufgetreten ist und die Angehörigen eine pflegerische Versorgung oder Betreuung organisieren müssen.
    Vielleicht gibt es ja einen Mobilitätshilfedienst in Ihrem Umfeld oder andere Begleitdienste für ältere Menschen. Es ist auch möglich über die sogenannten Entlastungsleistungen (125 €) einen Begleitdienst zu organisieren. Sprechen Sie Ihren Pflegedienst darauf an oder fragen Sie in einem Pflegestützpunkt oder einer Seniorenberatungsstelle nach. Viel Erfolg.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    dazu benötigen Sie eine sozialrechtliche Beratung über einen Rechtsanwalt für Sozialrecht. Sie können aber auch bei der hiesigen Verbraucherzentrale eine entsprechende Beratung bekommen. Viel Erfolg und alles Gute.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,
    vermutlich meinen Sie die sogenannte Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI „Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson“.
    Das Pflegegeld wird bei Inanspruchnahme der Verhinderungspflege für maximal sechs Wochen zur Hälfte weiterbezahlt. Ist die Pflegeperson weniger als 8 Stunden am Tag verhindert, erfolgt für diesen Tag keine Kürzung.
    Wird die Verhinderungspflege von einer Pflegeperson durchgeführt, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert ist oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebt, so wird vermutet, dass sie die Ersatzpflege nicht erwerbsmäßig ausführt. In diesem Fall zahlt die Pflegekasse den Betrag des üblichen Pflegegeldes für 6 Wochen. Auf Nachweis können notwendige Aufwendungen wie Fahrtkosten oder Verdienstausfall, die der Pflegeperson im Zusammenhang mit der Pflege entstanden sind, übernommen werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,
    lt. Gesetz bleibt das volle Pflegegeld bis zu 28 Tagen bei Krankenhaus- und Reha Aufenthalt am Stück erhalten. Erst ab dem 29. Tag wird es gekürzt.


    Wie nun die Pflegekasse in Ihrem Fall entscheidet kann ich nicht beurteilen, da für Ihren Vater erst ab 25.06. ein Antrag auf einen Pflegegrad gestellt wurde und er sich vermutlich in dieser Zeit schon im Krankenhaus befand.


    Mit freundlichen Grüßen
    Renate Gascho

    Guten Tag,
    ob das Sozialamt Geringverdienern diese Fahrt ersetzt ist fraglich.
    Sie sollten es bei der Pflegekasse Ihres Vaters versuchen und einen Antrag auf stundenweise Verhinderungspflege stellen. Da können Sie dann auch die Fahrtkosten angeben (Quittungen aufheben). Sprechen Sie mit der Pflegekasse und lassen Sie sich einen Antrag zuschicken.
    Vermutlich gibt es auch die Möglichkeit über das Finanzamt Aufwendungen abzusetzen.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,
    nach Gerichtsurteilen haben wir recherchiert, aber nichts gefunden. Eine Idee wäre vielleicht noch ein sogenanntes Scala Mobil (mobile Treppensteighilfe). Das kann der Hausarzt oder der Orthopäde Ihrer Schwiegermutter verschreiben. Dieses Hilfsmittel müssen die Fahrdienste nutzen.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    leider haben wir, aber auch das hiesige Bezirksamt, Abt. Hilfe zur Pflege, noch keinerlei Erfahrung mit diesen Anträgen gemacht. Der Leiter dieser Abteilung schließt aber eine Kostenübernahme nicht aus. Zu beachten ist das sogenannte Schonvermögen in Höhe von 5000 € des Betroffenen (alles was darüber ist muss für die Pflege ausgegeben werden) und die unterhaltspflichtigen Kinder des pflegebedürftigen Elternteils. Sollten Sie diesen Antrag für Ihre Großmutter stellen, würden wir uns freuen wenn Sie uns über das Ergebnis informieren.
    Vielen Dank und viel Erfolg.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Abend,


    folgende Information konnte ich von einem Berliner Bezirksamt erfahren. "Aus dem Rahmenvertrag gem. § 75 Abs. 1 und 2 SGB XI zur teilstationären Pflege im Land Berlin, geht unter § 1 Ziffer 5 eindeutig hervor, dass zu den Leistungen des Fahrdienstes auch die Treppenhilfe gehört (siehe Anlage). Diese Leistungen sind also nicht gesondert zu vergüten. Sie sind vielmehr Bestandteil der Gesamtvergütung aus Pflegevergütung und Fahrdienst entsprechend der getroffenen Vergütungsvereinbarung".


    Mit freundlichen Grüßen
    Renate Gascho

    Guten Abend,


    in diesem Forum geht es vorrangig um Leistungen der Pflegeversicherung für Demenzkranke und pflegebedürftige Menschen. Sollte Ihre Ex-Frau Pflegegeld beziehen, was ich aber Ihrer Schilderung nach bezweifle, könnte sie bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt für maximal 6 Wochen im Jahr anteiliges Pflegegeld erhalten.


    Alles andere, wie zum Beispiel eine Erwerbsunfähigkeitsrente, müsste sie selbst abklären. Dazu könnte sie eine allgemeine Sozialberatungsstelle an ihrem Wohnort aufsuchen.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    das Bezirksamt hat die Anfrage mit der Bitte um Klärung an die Senatsverwaltung weitergeleitet. Wenn wir Glück haben, wird sie schon am 12.07. thematisiert. Ansonsten abwarten.


    Bitte legen Sie gegen die Entscheidung der Pflegekasse Widerspruch ein.


    Wäre ein Fahrdienst dazu bereit, Ihre Mutter die Treppen hinunter zu tragen und wieder hoch?


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag, dieses Thema ist generell schwierig. Nach Rücksprache mit diversen Tagespflege Einrichtungen in Berlin, wäre niemand dazu bereit einen Menschen vom dritten Stock herunter zu tragen. Hat Ihre Schwiegermutter das Merkzeichen "aG" im Schwerbehindertenausweis? Bei diesem Merkzeichen würde der Berliner Sonderfahrdienst das Runtertragen Ihrer Schwiegermutter für wesentlich weniger Geld übernehmen.


    Ich habe jetzt noch einmal bei einem Berliner Sozialamt nachgefragt bezüglich der Kostenübernahme. Wenn ich etwas gehört habe, bekommen Sie Bescheid.


    Mit freundlichen Grüßen
    Renate Gascho

    Guten Tag,


    diese Fragestellung fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Sozialarbeiterin. Grundsätzlich kann ich Ihnen aber mitteilen, dass die Sozialhilfe (Hilfe zur Pflege) nachrangig gegenüber sämtlichen Möglichkeiten der Selbsthilfe (Schonvermögen der Mutter 5000 €) oder der Hilfe durch Dritte ist. Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren, also auch volljährige Kinder gegenüber Ihren Eltern. Für alles Weitere, suchen Sie sich bitte eine Rechtsberatung durch die Verbraucherzentrale oder durch einen Rechtsanwalt. Alles Gute.


    Mit freundlichen Grüßen
    Renate Gascho

    Guten Abend Melle,


    Ruhelosigkeit, ständiger Bewegungsdrang oder auch zielloses Umherlaufen ist wohl eine der häufigsten Verhaltensänderungen bei Demenzkranken Menschen. Oft drückt dies die Suche nach etwas Verlorenen aus.


    Im Prinzip zeigt Ihnen Ihre Mutter ziemlich deutlich was sie möchte. Nur leider ist das vermutlich nicht mehr möglich. Vielleicht gibt es aber die Möglichkeit einen ehrenamtlichen Besuchsdienst zu finden der mit Ihrer Mutter des Öfteren rausgeht und vielleicht kann sie am Wochenende ab und an in ihr altes zuhause zurück und mit ihren Töchtern ein paar schöne Stunden verbringen.


    Vielleicht gibt es auch im Heim Beschäftigungsangebote bei denen sie miteinbezogen werden kann. Wurden Sie von den Pflegekräften oder der Heimleitung schon angesprochen? Ich vermute, auch dort sind die Veränderungen Ihrer Mutter schon aufgefallen. Inwieweit ist eine Demenz schon diagnostiziert oder fortgeschritten? Finden Sie, Ihre Mutter wäre auf einer Demenz-Station besser aufgehoben? Was bedeutet eine Demenz-Station? Eine geschlossene Abteilung?


    Auch für mich ist es schwierig Ihre Frage aus der Ferne zu beantworten. Wenn Ihre Mutter den Sinn und die Tragweite ihrer Entscheidungen nicht mehr überblickt, dann müssen die Bezugspersonen die Steuerung übernehmen. Beziehen Sie das Personal vor Ort mit ein. Auch dort gibt es eine Verantwortung für die Bewohner und vermutlich auch Erfahrungswerte im Umgang mit Demenzkranken.


    Ich werde morgen Ihre Anfrage noch einmal in die Rubrik „Wohnen, Betreuung und Pflege“ verschieben lassen. Von den Kollegen bekommen Sie sicherlich auch noch einmal Antworten und Anregungen.


    Alles Gute für Sie und Ihre Mutter wünscht
    mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Abend,


    ein Herdüberwachungssystem bzw. eine Herdsicherung sind Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und fallen weder in den Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung noch in das Leistungsspektrum der Pflegeversicherung. Manche Kassen bzw. dortige Mitarbeiter können aber aus Gründen der Kulanz über solche Anträge positiv entscheiden.


    Beschreiben Sie in einem Widerspruch die zunehmende Vergesslichkeit Ihrer Mutter und das damit verbundene Eintreten gefährlicher Situationen. Ein Küchenbrand würde eine große Gefahr für Ihre Mutter und deren Nachbarn darstellen. Mit einer automatischen Herdabsicherung könnte die betroffene Person weiterhin in der eigenen Wohnung verbleiben und gefahrlos ihren Herd benutzen. Ein längeres eigenständiges Leben in der Wohnung wäre somit möglich. Untermauern Sie den Widerspruch mit einem ärztlichen Attest aus dem die Diagnosen Ihrer Mutter und eine wohlwollende Befürwortung des Arztes für solch ein Überwachungssystem hervorgeht.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    urlaubsbedingt erst heute meine Reaktion. Das Sie schon eine Generalvollmacht besitzen, habe ich aus Ihrer Anfrage nicht herausgelesen. Dann müssen Sie auch keinen Betreuungsantrag beim Gericht mehr stellen.


    Bezüglich der Auskunftspflicht bei den finanziellen Angelegenheiten meinte ich die Rückmeldung an das zuständige Amtsgericht. Das entfällt nun aber in Ihrem Fall, weil Sie ja schon eine Generalvollmacht besitzen und deswegen dem Gericht keine Rechenschaft ablegen müssen.


    Mit einem freundlichen Gruß
    R. Gascho

    Guten Tag,


    wenn Ihre Mutter dement ist, benötigt sie einen Fürsprecher. Jemanden, der in ihrem Sinne die Verantwortung für verschiedene Bereiche im Leben übernimmt, weil sie vielleicht ihre Angelegenheiten wie z.B. den Bereich der Gesundheitssorge, der Wohnungsangelegenheiten, den Bereich der Finanzen oder ihre schriftlichen Angelegenheiten nicht mehr alleine regeln kann. Ist eine Demenz schon diagnostiziert oder ersichtlich, sollte Ihre Mutter keine Vollmacht mehr zu Ihren Gunsten unterschreiben weil sie es vielleicht gar nicht mehr versteht. Es ist vermutlich eher angebracht, dass Sie als Tochter beim zuständigen Betreuungsgericht einen Antrag auf eine freiwillige (ehrenamtliche) Betreuung stellen. Vorausgesetzt natürlich, dass dies auch Ihr Wunsch ist und Sie diese Aufgabe/Verantwortung übernehmen wollen. Aber auch als Tochter und ehrenamtliche Betreuerin müssen Sie dem Gericht einmal im Jahr Bericht erstatten. In finanziellen Angelegenheiten besteht diese Pflicht nicht jährlich sondern wenn die Betreuung endet. Aus diesem Grund ist anzuraten schon ab Beginn der Betreuungsübernahme den finanziellen Aspekt im Blick zu haben und zu dokumentieren. Über nähere Einzelheiten berät Sie hierbei der Betreuungsverein oder die Betreuungsstelle Ihres Bezirks. Der ganze Akt erspart Ihnen vielleicht auch einen späteren Streit/Vorwurf durch Ihre Geschwister.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho