Beiträge von renategascho

    Guten Tag Astrid,
    leider habe ich Ihre Anfrage nicht richtig beantwortet. Das Pflegeunterstützungsgeld bekommt man nur, wenn es dem Pflegebedürftigen akut schlecht geht und man die Pflege neu organisieren muss. In Ihrem Fall war es aber die Mutter die ins Krankenhaus musste. Somit haben Sie keinen Anspruch. Entschuldigung.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag Astrid,


    also für meine Begriffe sind alle Voraussetzungen für das Pflegeunterstützungsgeld gegeben.


    Im Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz – PflegeZG), § 2, Kurzzeitige Arbeitsverhinderung heißt es in Satz 1 „Beschäftigte haben das Recht, bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernzubleiben, wenn dies erforderlich ist, um für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen in einer akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder eine pflegerische Versorgung in dieser Zeit sicherzustellen“. (siehe auch SGB XI, § 44a (3)).


    Ihr an Demenz erkrankter 80 jähriger Vater hat einen Pflegegrad. Seine Frau und Pflegeperson musste plötzlich und unerwartet ins Krankenhaus. Sie als Tochter haben haben die weitere Pflege und Versorgung Ihres Vaters organisiert (gemeinsam mit Ihrem Bruder).


    Bitte gehen Sie zu einer entsprechenden Beratungsstelle und legen Sie Widerspruch ein.


    Ein Antrag auf die Verhinderungspflege ist bei Pflegegrad 1 nicht möglich.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    in den Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes (gesetzliche Krankenversicherung) sind die Pflegerelevanten Fremdbefunde wie folgt aufgeführt:


    Pflegedokumentationen (z.B. von einem Pflegedienst),
    Krankenhaus-, Rehabilitations- und Arztberichte,
    Pflegeberichte, z.B. Überleitungsberichte von stationären und ambulanten Einrichtungen,
    bereits vorliegende sozialmedizinische Gutachten, z.B. zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit, Rehabilitationsgutachten,
    eventuell von der antragstellenden Person vorgelegte Aufzeichnungen über den Pflegeverlauf, z.B. Pflegetagebuch, Anfallskalender, Entwicklungsbericht für Rehabilitationsträger.
    (Berichte, z.B. von Werkstätten für behinderte Menschen und von Therapeuten).


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Morgen,


    bitte sehen Sie sich das Informationsblatt Nr. 8 der Berliner Pflegestützpunkte an. Dies finden Sie im Internet unter Berliner Pflegestützpunkte und dann dort unter der Rubrik Informationsblätter.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    1. die Aufwendungen für Pflege, soziale Betreuung und medizinischer Behandlungspflege während einer Kurzzeitpflege können bis zu einem Gesamtbetrag von 1612 € pro Kalenderjahr von der Pflegekasse vergütet werden. Sind 500 € schon verbraucht, verbleiben 1112 €. Der Leistungsbetrag aus der Kurzzeitpflege kann um bis zu 1612 € aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Verhinderungspflege auf insgesamt 3224 € im Kalenderjahr erhöht werden.


    2. es handelt sich um den gleichen Geldbetrag. Siehe unter § 39 SGB XI, Absatz 3, Satz 4, bzw. auch Absatz 1, Satz 3. Zusätzlich kann der Leistungsbetrag der Verhinderungspflege um bis zu 806 € aus den unverbrauchten Mitteln der Kurzzeitpflege auf insgesamt 2418 € im Kalenderjahr erhöht werden.


    Frage 3 und 4 verstehe ich nicht. Ich empfehle Ihnen eine Beratungsstelle vor Ort zur mündlichen Ab- und Aufklärung aufzusuchen.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    es tut mir leid. Aber über die einzelnen Modalitäten der Kostenübernahmen der Krankenkassen/Pflegekassen weiß ich nicht Bescheid. Vielleicht kann man sich in so einer Situation noch einmal an einen Vorgesetzten der Pflegekasse wenden oder eine schriftliche Anfrage stellen.


    Oder Sie versuchen es bei dem Projekt „Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung“ in Berlin. Die Adresse finden Sie in meiner Antwort vom 22.05.18 unter dem Thema Entlastungsbeitrag.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Abend,


    wenn ich Sie richtig verstanden habe, wurde vermutlich ein Antrag auf „Hilfe zur Pflege“ beim Sozialamt schon gestellt? Oder warum musste die Sterbeversicherung gekündigt werden? Ansonsten ist es hier leider so, dass man sein Vermögen bis auf 5000 € abbauen muss, um Hilfe vom Staat zu bekommen. Die Pflegeversicherung war schon immer eine Art Teilkaskoversicherung. Bei einer Wohngemeinschaft handelt es sich in der Regel um Privatwohnungen, für die man wie im „richtigen Leben“ Miete bezahlen muss. Wenn das Geld zum Leben nicht mehr reicht, weil das meiste Geld für die Pflege eingesetzt wird, dann bleibt einem der Gang zum Sozialamt leider nicht erspart.


    Alles Gute für Sie uns Ihre Mutter.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    die sogenannte „Expertin“ war nicht meine Erfindung. Aber als langjährige exam. Altenpflegerin verstehe ich Ihr Anliegen und die damit verbundenen Gefühle sehr gut. In meiner heutigen Funktion als Sozialarbeiterin kann ich über die Entlastungsleistungen beraten, benenne welche Einsatzmöglichkeiten es dafür gibt und erkläre natürlich auch den Sinn und Zweck. Schlussendlich gebe ich Adressen von Anbietern heraus. Für welche Leistungen sich dann die Angehörigen oder Betreuer entscheiden, bekomme ich schon nicht mehr mit.


    Mit dem Thema „Niedrigschwellige Betreuungsangebote“ beschäftigt sich intensivst das Projekt „Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung“ in Berlin. Das Kompetenzzentrum fördert und vernetzt Angebote im Bereich häuslicher Pflege, und zwar vor allem solche, die jenseits der pflegerischen Versorgung selbst, alltagsnahe unmittelbare Unterstützung anbieten. Aber auch Auskunft und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Schulungsangebote, Vernetzung und Arbeitsgruppen gehören zu deren Aufgabengebiet.


    Vielleicht wollen Sie sich auch mit diesem Projekt in Verbindung setzen? Die Internetseite dazu finden Sie unter: https://www.pflegeunterstuetzu…ber-uns/kompetenzzentrum/. Dort gibt es auch E-Mail Adressen von verschiedenen Ansprechpartnern.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Abend,


    die Pflegekasse hat mit dem sogenannten Selbstbehalt bzw. auch Schönvermögen genannt, gar nichts zu tun. Erst wenn das Sozialamt ins Spiel kommt, z.B. bei der „Hilfe zur Pflege“ nach dem SGB XII, müsste Ihre Mutter ihre finanzielle Situation offen legen. Der Selbstbehalt wäre dann 5000 € für eine Einzelperson. Ist sie verheiratet, das doppelte.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Abend,


    bitte sehen Sie sich die Internetseite http://www.pflegebegutachtung.de an. Da steht im Prinzip das wichtigste drin. Der Betroffene sollte auf keinen Fall alleine bei der Begutachtung sein. Angehörige und sonstige Pflegepersonen sollen mit einbezogen sowie vorliegende Gutachten bzw. Atteste von Ärzten und Krankenhäusern berücksichtigt werden. Ebenso der Bescheid vom Versorgungsamt, wenn es einen Schwerbehindertenausweis gibt. Sie als Angehörige und Bevollmächtigte können von Ihrem Recht Gebrauch machen, auch ohne Beisein des Kranken mit dem Gutachter zu sprechen.


    Viel Kraft und alles Gute.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,
    inzwischen habe ich mit zwei Pflegeheimen in Berlin telefoniert mit der Nachfrage über den Umgang mit Reservierungskosten.
    Meine Angaben sind sozusagen ohne Gewähr und im Telefonat als Erfahrungsaustausch zu werten. Folgende Dinge wurden mir gesagt. Lt. der beiden Heime gibt es keine gesetzliche Grundlage dazu, Reservierungsgebühren nicht zu erheben. Eines der beiden Heime tut so etwas gar nicht. Das andere Heim verlangt eine Gebühr, wenn die Wartezeit länger als zwei Wochen andauert. Für ein Einzelzimmer 31 € und für ein Doppelzimmer 25 € pro Tag. Dies wird im Heimvertrag auch vermerkt und im Vorfeld kommuniziert.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Abend,


    zu Abschlüssen von Heimverträgen können wir Ihnen leider gar nichts mitteilen. Dieses Thema fällt unter das Vertragsrecht und muss von einem Rechtsanwalt oder der Verbraucherzentrale beantwortet werden.


    Gerne dürfen Sie uns aber das Ergebnis mitteilen.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,
    nein, das ist nicht in Ordnung. Natürlich hat Ihre Mutter einen Anspruch auf eine Verhinderungspflege. Bitte gehen Sie vor Ort zu einem Pflegestützpunkt oder einer anderen gleichwertigen neutralen Beratungsstelle. (Aber auch die Pflegekassen haben Pflegeberater die Ihnen eine qualifizierte Auskunft geben müssten). Viel Glück. Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    ja, Sie können für diesen Tag die Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.


    (Das Pflegegeld wird bei der Inanspruchnahme der Verhinderungspflege für maximal sechs Wochen zur Hälfte weiterbezahlt. Ausnahme: Wird die Verhinderungspflege täglich nur stundenweise, also weniger als acht Stunden in Anspruch genommen, erfolgt für diesen Tag keine Kürzung des Pflegegeldes. Auch die zeitliche Befristung auf 42 Tage entfällt.)


    Da Sie von einem 12 Stunden Tag sprechen, könnte über einen Besuch in einer Tagespflege nachgedacht werden. Also z.B. 6 Std. Tagespflege und 6 Std. Betreuung durch die Kinder. Dann würde Ihnen das gesamte Pflegegeld erhalten bleiben. Die Tagespflege übernimmt die Kosten der Pflegekasse. Bei einem Pflegegrad 2 stehen zusätzliche Mittel (Sachleistungen) in Höhe von 689 € für die Tagespflege zur Verfügung.


    Zusätzlich zum Geld der Verhinderungspflege können höhere Aufwendungen für z.B. Fahrgeld oder Verdienstausfall auf Nachweis von der Pflegekasse erstattet werden.


    Können Sie die Verhinderungspflege für das Jahr 2017 nachweisen, bekommen Sie das Geld erstattet.


    Auf die Verhinderungspflege haben Sie bzw. die versicherte Person einen wiederkehrenden jährlichen Anspruch bei der Pflegekasse.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag Gigi59,


    an Ihrer Stelle würde ich einen Betreuungsverein in Ihrer Nähe aufsuchen. Oder Sie rufen bei der Alzheimer Gesellschaft an.


    Viel Glück und Gruß
    R. Gascho

    Guten Tag,


    für meine Begriffe ist eine Reservierungsgebühr nicht rechtens. In Ihrem Fall ist es zu einer Aufnahme in einer vollstationären Einrichtung gekommen, und somit sind dem Haus keine finanziellen Nachteile entstanden.


    Im Gesetz lesen wir unter Heimentgelt:


    „(1) Die Pflegesätze, die Entgelte für Unterkunft und Verpflegung sowie die gesondert berechenbaren Investitionskosten (Gesamtheimentgelt) werden für den Tag der Aufnahme des Pflegebedürftigen in das Pflegeheim sowie für jeden weiteren Tag des Heimaufenthalts berechnet (Berechnungstag). Die Zahlungspflicht der Heimbewohner oder ihrer Kostenträger endet mit dem Tag, an dem der Heimbewohner aus dem Heim entlassen wird oder verstirbt. Zieht ein Pflegebedürftiger in ein anderes Heim um, darf nur das aufnehmende Pflegeheim ein Gesamtheimentgelt für den Verlegungstag berechnen. Von den Sätzen 1 bis 3 abweichende Vereinbarungen zwischen dem Pflegeheim und dem Heimbewohner oder dessen Kostenträger sind nichtig. Der Pflegeplatz ist im Fall vorübergehender Abwesenheit vom Pflegeheim für einen Abwesenheitszeitraum von bis zu 42 Tagen im Kalenderjahr für den Pflegebedürftigen freizuhalten. Abweichend hiervon verlängert sich der Abwesenheitszeitraum bei Krankenhausaufenthalten und bei Aufenthalten in Rehabilitationseinrichtungen für die Dauer dieser Aufenthalte. In den Rahmenverträgen nach § 75 sind für die nach den Sätzen 5 und 6 bestimmten Abwesenheitszeiträume, soweit drei Kalendertage überschritten werden, Abschläge von mindestens 25 vom Hundert der Pflegevergütung, der Entgelte für Unterkunft und Verpflegung und der Zuschläge nach § 92b vorzusehen“.


    Von einer Reservierungsgebühr habe ich noch nie etwas gehört und vermutlich sollten Sie Ihre Anfrage eher mit einem Rechtsanwalt oder der Verbraucherzentrale besprechen.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Abend Franca,


    im Prinzip reicht das ärztliche Gutachten in Verbindung mit der Vollmacht. Trotzdem möchte ich nochmals auf eine Beratung in einem Betreuungsverein hinweisen. Eine Beglaubigung der Vollmacht durch die Betreuungsbehörde, bei Ihnen Landratsamt Abt. gesetzliche Betreuungen, ist anzuraten.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,
    ein Widerruf einer bestehenden Vollmacht ist jederzeit möglich, setzt aber auch wieder eine volle Geschäftsfähigkeit voraus.
    Trotz einer Vollmacht ist es notwendig die bevollmächtigte Person bei allen Banken, bei denen Konten geführt oder Gelder hinterlegt sind, als Bevollmächtigte eintragen zu lassen.
    Sogenannte anerkannte Betreuungsvereine bieten zu diesen Themen kostenfreie Beratung. Aber auch Notare und Rechtsanwälte.


    Alles Gute.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho

    Guten Tag,


    im Folgenden eine Antwort von einer Sachbearbeiterin aus einem Berliner Sozialamt, Abt. vollstationäre Pflege. An dieser Stelle möchte ich aber darauf hinweisen, dass Bezirksämter unterschiedlich mit den Angelegenheiten umgehen.


    „vorrangig ist bei der Gewährung von Sozialhilfe für die vollstationäre Hilfe in Einrichtungen das Einkommen , die Leistungen der Pflegekasse, aber auch das Vermögen nach * 90 SGB XII von einzusetzen. Der Vermögensfreibetrag beträgt für einen Alleinstehenden nach * 90 SGB XII bis zu insgesamt 5000,00 €. Da die Wohnung nicht mehr selbst genutzt werden kann, ist sie einzusetzen, ebenso wie alle Werte, die nicht geschützt und verfügbar sind ( Barvermögen, Sparvermögen, PKW, Lebensversicherungen usw.) Falls diese Wohnung nicht sofort einsetzbar, also der Erlös nicht verfügbar ist : trotz nachweislicher Bemühungen, wie Verkaufsangebote, die Überprüfung, ob die Beleihung durch eine Bank möglich ist o.ä., gibt es im Einzelfall auch die Möglichkeit eines Darlehens. Ein Darlehen kann vom Träger der Sozialhilfe im Grundbuch gesichert werden. Aber das ist nur möglich, wenn alle anderen Möglichkeiten der Finanzierung ausgeschöpft sind.
    Aber dies wird alles im Einzelfall nach Vorliegen der Sozialhilfebedürftigkeit geprüft“.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Gascho