Beiträge von hanne63

    Hallo Barbara66,

    ich denke in einer DemenzWG können nur leichtere bzw. Anfangs-Demenz-Fälle gut betreut werden....meist wird dann bei Fortschreiten der Demenz nocheinmal ein Umzug dann in eine Pflegeheim nötig....jedenfalls so meine Erfahrung im Bekanntenkreis etc.....auch Fachleute sagen das so...


    Bzgl. Liegen...Dekubitusprophylaxe....vom Hörensagen weiß ich, dass es dazu Beratungsmöglichkeiten gibt..bei Pflegestützpunkten etc......ich würde auch bei der Pflegekasse nachfragen.....


    Bei meiner Mutter ist mit Fortschreiten der Demenz auch eine Gehunfähigkeit eingetreten..Stehen kann sie auch fast nicht mehr....die Medikamente haben das vielleicht beschleunigt...aber es ist wohl bei Demenz so üblich vom Verlauf her.....Sitzen wird auch schwierig...weil sie dauernd hin und her rutscht und sich unwohl fühlt...das ist alles so ein tatsächlicher Verlauf...ich denke, auch bei Deiner Mutter wird das so sein.....Meine Mutter wird im Pflegeheim dann oft auch in einen sog. Pflegesessel gelegt....evtl kannst Du so etwas daheim bei Deiner Mutter aufstellen?...


    Liebe Grüße

    Hanne63

    Hallo Gobis,

    genau das kenne ich auch: es ist nicht "Fürsorge"....sondern das Bewußtsein, dass, wenn ich selbst krank bin und/oder wegbreche meine Mutter niemanden mehr hat.....das ist ihr noch bewußt......und war auch deutlich für mich zu erkennen.......es ist ausschließlich die Angst um sich selbst und ein klein wenig kann ich das manchmal sogar innerlich nachvollziehen....

    ...und ist es auch jetzt noch in fortgeschrittenem Station und so sie im Heim lebt.


    Ich wünsche Dir erst einmal ein wenig Erholung und dass es Dir in absehbarer Zeit wieder besser geht.....


    und ich kenne auch das Gefühl, dass manchmal Ratschläge nicht sehr nützlich sind und man umsonst über sie nachgedacht hat.....


    Liebe Grüße

    Hallo DaLe,

    Wenn Ihre Großmutter bereits in einer geschlossenen Station im Pflegeheim untergebracht ist, dürfte dort doch der Umgang genau mit allen Problemen der Demenz bekannt und beherrschbar sein. Wegen des nächtlichen Wanderns wird vermutlich dann mehr an Medikamenten gegeben.....so habe ich das jedenfalls bei einem Elternteil erlebt.....nach einer Weile können die dann vermutlich wieder reduziert werden.

    also erst einmal "die Ruhe bewahren" und abwarten.....


    Psychosozialer Dienst war im Fall meiner Familie nur vor der Heimunterbringung hilfreich...danach ist er ja nicht mehr zuständig gewesen.


    viele Grüße

    Guten Morgen Mathilda,

    in der Geropsychiatrie können vielleicht die Medikamente besser "zusammengestellt" werden, muß also nicht immer schlecht sein.

    Die Problematik der 2-Bett-Zimmer gibt es häufig....auch in Pflegeheimen....Einzelzimmer sind z.B. bei uns praktisch nicht vorhanden......und wenn, dann nicht zu bekommen.....das ist halt leider Realität.


    Vielleicht hilft es, vorab mit dem Rechtspfleger beim Betreunngsgericht zu telefonieren......er könnte dann auch sagen, ob es sinnvoll wäre....einen Antrag auf rechtliche Betreuung zu stellen und diese dann selbst zu übernehmen.....dann gäbe es die Probleme mit der Anerkennung der Vollmacht in den Krankenhäusern nicht mehr.....


    Ich hoffe, dass Ihnen bald hier auch die Fachleute im Forum weiteren Rat geben.Das dauert manchmal etwas länger....


    viele Grüße

    Hallo Mathilda,

    jedes Krankenhaus hat eine sog.Sozialdienst oder Entlassungsmanagement...diesen unbedingt in die Pflicht nehmen und die müssen helfen bei der weiteren Unterbringung...selbst muß man dann natürlich sagen, dass man selbst die Pflege nicht gewährleisten kann und eben eine geeigenter Heimplatz gesucht werden muß....

    evtl kann vorübergehend eine geschlossene Unterbringung sinnvoll sein..aber da ist wiederum eine richterliche Genehmigung nötig....

    Ich rate das selbst aus eigener Erfahrung bei meinen Eltern....

    Bei Unterbringung gegen den Willen in eine geschlossene oder sog. beschützte Abteilung in einem Pflegeheim ist in der Regel eine richterliche Genehmigung nötig...sind Sie rechtliche Betreuerin oder haben Sie Betreuungsvollmacht?..

    Evtl ist auch sinnvoll vorab mit dem Betreuungsgericht, also dem Rechtspfleger dort einmal zu telefonieren und um Rat zu bitten..das ist oft hilfreich...


    Leider ist es so...das der "schwarze Peter" oftmals weitergeschoben wird....lassen Sie sich nicht abwimmeln...


    Lesen Sie noch einmal den Heimvertrag genau durch....was steht da..bzgl. Demenzerkrankung?....wieso sollten Sie jetzt gleich wieder von dort weg???


    Viele Grüße und viel Kraft...

    Hallo Herr Hamborg und natürlich alle anderen,


    der letzte Gesichtspunkt in Ihrem obigen Beitrag ist für mich sehr wichtig und daran hatte ich bisher noch gar nicht gedacht.


    Also durch das lange Miterleben-Müssen und Unterstützen meiner Eltern bin ich tatsächlich auch selbst gereift und "weiser" geworden, auch in gewisser Hinsicht auf dem Weg zur Meisterin im Aushalten von schlimmen Situationen und im Bei-sich-Bleiben....ich meine sogar, dass ich die Widersprüchlichkeiten und Unberechenbarkeiten der sich ständig ändernden Regeln und Ansagen und Versprechungen während der Corona-Pandemie so etwas leichter aushalten konnte.


    In diesem Sinne ist sogar die Demenz zu etwas gut..obwohl ich sie und die Erfahrungen damit nicht wirklich brauchte.


    Liebe Grüße an alle

    Liebe Barbara66,

    ich verstehe Dich soo gut...

    Ich selbst habe mich ab einem gewissen Grad der Demenz meiner Eltern gar nicht mehr getraut...kontra zu geben oder etwas direkt ins Gesicht zu sagen...aus Mitleid vermutlich....und ich weiß auch nicht, ob das meine Eltern überhaupt noch erreicht hätte...also: ich hätte zwar loschreien mögen oftmals..aber habe es dann nicht mehr getan (in frühern Zeiten durchaus oft..aber auch ohne Erfolg..also warum sollte es jetzt Erfolg haben?)


    Die Krankheit ist so schrecklich..dass ich selbst nur noch Mitleid mit den Eltern empfinde....und mich selbst soweit möglich schütze und zurückziehe...ich konfrontiere auch nicht mehr...und bin nach jedem Besuch total erschöpft...(obwohl ja jetzt beide Eltern im Heim versorgt sind)...


    mittlerweile denke ich: diese Krankheit macht vor allen Dingen uns als Angehörige krank...aber niemand hört uns und niemand macht sich das bewußt..vor allen Dingen auch die Politik nicht.


    Liebe Grüße


    P.S. Wenn Du es wirklich nicht mehr ertragen kannst..was ich gut verstehe..dann wirf das Handtuch..geb die Verantwortung ab....sag..Du kannst nicht mehr...und gebe Deine Eltern ins Heim...bzw. vorher mit Hilfe von Berufsbetreuern..weil Du selbst die Verantwortung abgibst....oft geht es einfach nicht mehr anders...!!!

    Guten Abend Sohn83,

    realistisch gesehen, schreitet die Demenz immer weiter fort.....das muß man sich selbst als Angehöriger immer wieder klar machen.....

    Der demenzerkrankte Angehörige kann, wenn er einigermaßen zu Hause umsorgt wird, es dort sehr lange "aushalten" und gut finden....

    ...die Frage ist aber: wie lange hält man selbst, also in diesem Fall Sie/Du das aus? .....vermutlich kürzer als der an Demenz erkrankte....


    die Konsequenz ist und wäre.....eine Heimunterbringungen anzuleiern...die geht aber natürlich nicht gegen den Willen des Erkrankten.....

    ....wenn Dein Vater freiwillig gehen würde....wäre das natürlich super.


    bzgl. evtl. notwendiger Operation....es gibt manchmal die Möglichkeit anschließend zur Rehabehandlung in eine Geriatrie zu kommen.....dort ist man dann auch auf Demenz eingestellt...und es gibt evtl gute Hilfestellungen für die Zukunft...


    Viele Grüße

    Liebe Sonnenblümchen,

    danke für Deine Antwort.

    Ich muß noch klarstellen, dass ich von meiner Seite aus nichts gegenüber meinen Eltern anspreche....und auch nicht die Vergangenheit aufarbeiten will.....die Reaktionen kommen von den Eltern von selbst...also zu meiner Überraschung....natürlich freut mich das und rührt mich auch sehr.


    Dank Deiner Anwort sehe ich das jetzt als eine Art "Danke"......


    liebe Grüße

    Guten Abend an Alle hier,

    ich kann wieder mal nicht schlafen...deshalb bin ich hier.


    Es ist auch für mich so, wie ecia25 schreibt: das Forum ist für mich meistens bzw. fast immer sehr hilfreich.....oft lese ich auch Beiträge mehrmals und bekomme dann neue Erkenntnisse...dafür wirklich vielen Dank an alle..ich selbst lösche machmal Beiträge von mir, wenn ich denke....man könnte mich identifizieren, also um mich zu schützen....

    ....von uns allen lebt das Forum hier und hilft uns..also wir helfen uns...vor allem auch durch rasches Antworten ;-) .....in ähnlichen Foren ist nicht so viel Lebendigkeit wie hier..teils habe ich keine Antwort erhalten oder erst nach Wochen...hier ist es anders....dafür bin ich dankbar.


    Barbara66 ...ich leide mit Dir....ich erlebe es ebenso....verliere beide Eltern über viele Jahre lang schon...und Austausch ist nicht mehr möglich..aber sie sind noch da...das auszuhalten...vor allem über so viele Jahre...und selbst wenn die Beziehung nicht so toll war...verzehrt auch mich.....ich weiß nicht, wie man das gut schaffen kann...hat hier jemand eine Idee???


    @Sohn83...Du sprichst einen Punkt an, den ich schon fast vergessen hatte: die große Erschöpfung....durch ständige Unberechenbarkeit...über viele Jahre...ja..ich bin auch erschöpft...und auch immer noch..wo meine Eltern jetzt im Heim leben....weil....das Erleben und Miterleben der Demenz geht ja bei jedem Besuch dort weiter.....und es ist jedesmal eine neue Situation...


    Als Angehörige kann ich einfach nicht die sog. professionelle Distanz herstellen...ich bin mittendrin im Dilemma....


    Es entwickelt sich trotz der fortschreitenden Demenz und obwohl die Beziehung nicht gut war...trotzdem die Beziehung zu den Eltern und von diesen zu mir in eine bessere, gute Richtung....das muß ich auch erst einmal wieder verkraften...aber es ist so...ich habe oft einfach aus Mitmenschlichkeit heraus gehandelt...weniger aus der Situation als liebende Tochter...und mit der Zeit habe ich auch einiges mehr verstanden:

    z.B.: meine Eltern haben mir lange Jahre ihre Demenzerkrankung verheimlicht, obwohl sie die Diagnose schon hatten....nun sehe ich...es könnte zwar zu ihrem eigenen Schutz gewesen sein..aber wohl auch zu meinem....wer weiß....


    und Jetztstand ist: meine Mutter wird mir gegenüber "milder" gestimmt....hat sich sogar kürzlich entschuldigt für lange zurückliegende Dinge...ich war total perplex....kann sie das in ihrem Zustand denn noch???...offenbar ja...


    Mein Vater bringt mir mehr Achtung und Respekt entgegen....er hat wohl nicht damit gerechnet...dass ich mich wirklich kümmere, wenn er im Heim ist...gleichzeitig will er mir keine Umstände machen, das ist ihm sehr wichtig.....nun da war ich auch überrascht von seiner Reaktion....


    also Beziehungen entwickeln sich trotz Demenz weiter....aber es ist trotzdem alles sehr traurig für mich...vor allem wegen der verlorenen Chancen in früheren Jahren...und das kommt jetzt natürlich alles wieder hoch...von wegen "Versöhnung" am Lebensende und so weiter...das ist für mich nicht so einfach zu verarbeiten...vermutlich auch für meine dementen Eltern nicht....und vermutlich denken auch sie über ihr Leben nach....sonst kämen ja nicht auf einmal jetzt diese Reaktionen....


    Ich hoffe sehr...dass es auch einmal eine Impfung gegen Demenz geben wird...auch wenn ich das selbst vermutlich nicht mehr erleben werde.


    Liebe Grüße...

    Hallo,

    das mit den Sträuchern ist prima....ich habe schon früher immer mal einen kleinen Strauch aus dem Garten meiner Eltern bei mir dann eingepflanzt und teilweise auch sogar schon 1 x mit umgezogen.....das ist immer eine gute Erinnerung :-)

    Hallo Sonnenblümchen,

    jetzt wo ich den Beitrag von Teuteburger lese, möchte ich noch was nachtragen:


    ich habe Fotos gemacht von dem Elternhaus, vor der Räumung und nach der Räumung und von außen....von jedem Zimmer......als Erinnerung :-) .....so ist das Haus nicht ganz weg ;-)


    liebe Grüße

    Liebe Rose,

    meine Mutter hat mich erst immer wieder mit ihrer Schwester verwechselt, schon viele Jahre lang...erst seltener, dann immer häufiger....jetzt wo sie im Heim lebt....erkennt sie mich nur noch als jemanden Vertrautes....verwechselt mich nicht mal mehr mit ihrer Schwester.....ich habe mich so allmählich an die Situation "gewöhnen" können.....obwohl das natürlich immer noch schwer für mich ist...ich stelle es auch nicht mehr richtig.....zur Begrüßung sage ich immer, dass ich ihre Tocher bin und sage meinen Namen...und lasse das öfters ins "Gespräch" während meines Besuchs einfließen.....


    In anderen Dingen und bei Ängsten etc habe ich gemerkt, dass es immer hilfreich ist, wenn ich selbst sicher und klar auftrete und auch sicher klingende und klare Antworten gebe.......das beruhigt sie.


    viele Grüße

    Guten Abend,

    ich kann wirklich nur dazu raten, es mit dieser Art von Stoff-Tier auszuprobieren, auch wenn es relativ teuer ist...(andererseits kosten Bekleidung, Parfüm oder andere Mitbringsel auf die Dauer ja auch eine Menge und bewirken evtl weniger)


    für meine Mutter im Heim ist diese Demenz-Katze inzwischen wohl ein sehr starker Halt geworden...eine Pflegekraft erzählte mir, dass meine Mutter einmal eine ganze Nacht lang der Katze immerzu etwas erzählt habe und meine Mutter deshalb die ganze Nacht dann nicht geschlafen hat..(und die Zimmerkollegin wohl auch nicht)...deshalb haben sie ihr dann nachts weggenommen...(bzw. müssen)...

    ..von einem anderen Pfeger hörte ich dann, dass meine Mutter die Katze zwar oft bei sich hat...aber manchmal werde sie ihr zuviel...dann muß sie weggenommen werden..(naja..ist ja dann ok.)


    Ich selbst hatte folgenden Eindruck bei meinem Besuch kürzlich:..die Katze lag auf dem Bett...Meine Mutter saß am Tisch..ich nahm die Katze und setzte sie auf den Tisch...ich band ein neues Halsband um...(mit Namen der Mutter versehen....falls die Katze mal weglaufen sollte)..und redete dabei mit meiner Mutter über Katzenhalsbänder...also Zeckenhalsbänder...Namenhalsbänder, falls sie verlorengehen und und und..und siehe da: obwohl meine Mutter sonst keinem Gespräch mehr sinnig folgen kann...da konnte sie es...also Zeckenhalsbänder wären wichtig ..sagte sie...und auch...solche Halsbänder, damit man die Katze wieder finden kann...na...da höre und staune doch wer!!!


    Dann setzte ich die Katze wieder auf ihr Bett...und alles war gut..aber Mutter hat sich darüber gefreut..dass ich mich auch der Katze gewidmet habe...



    Mein Vater...in der gleichen Lage....kann mit der Katze allerdings überhaupt nichts anfangen...(obwohl er früher immer mit einer auf dem Sofa lag)...vielleicht kommt ihm das zu kindlich vor...vielleicht werde ich es später noch einmal probieren...vielleicht ist es aber auch einfach nichts für ihn.



    Viele Grüße in die Runde

    Hallo Herr Hamborg,

    danke für den Gedanken, dass es vielleicht doch noch Freunde sein können, auch wenn die Personen gerade nicht in der Lage sind, entsprechend zu reagieren oder zu handeln..das hatte ich ganz außer Acht gelassen....also bin ich wieder ein wenig milder gestimmt...

    Viele Grüße

    Guten Abend,

    jetzt habe ich mit Heimleitung und nochmals mit den Pflegekräften gesprochen...und gesagt, dass ich es gut fände, wenn ein Antrag auf Höherstufung gestellt werden würde.....und siehe da...jetzt wurde dann initiativ vom Heim aus ein solcher Antrag gestellt...ich mußte dann nur noch unterschreiben......die Hintergründe und weshalb und wieso ich das "anstoßen" mußte...sind mir inzwischen egal...Hauptsache..es läuft jetzt mal...


    @Herr Hamborg..bei der Begutachtung bin ich doch selbst gar nicht dabei....das macht dann der Pflegedienst und der MDK "unter sich aus"...ich selber könnte ja auch wenig dazu beisteuern....also habe ich mich auch nicht in diese ganzen Links und 10 Punkte eingearbeitet....


    Ich werde berichten, wie es ausgegangen ist...


    viele Grüße

    Liebe Sonnenblümchen,


    ja 1,5 Jahre sind eine lange Zeit.....ich habe meine Eltern noch erkannt....ich habe das mit dem 1,5 Jahren hier einfach mal schreiben müssen....um das Ausmaß mir selbst und der "Allgemeinheit" zu verdeutlichen....im Grunde ist das nämlich ziemlich unmenschlich. Hätte es wirklich keine andere Lösung gegeben?


    Danke, dass Du nach meinem Fuß fragst.....das ist wieder eine unendliche Geschichte....ich hatte viele Telefonate mit verschiedenen Kliniken und/oder Fußoperateuren.....Einen Ersttermin zu Vorstellung überall erst Mitte Juli! wohlgemerkt hatte ich akute schlimme Entzündung im Fußballen und Schmerzen.....das half nichts....ich bekam zur Auskunft: es wäre schließlich keine lebensbedrohliche Erkrankung , einen Operationstermin könne man mir auch nicht, auch nicht nur in etwa benennen...also es könnte schon Spätsommer werden....es wüßte schließlich niemand wie es mit Corona weiterginge und es müßten dafür Betten freigehalten werden.....


    meine Erkenntnis: Zahnärzte müssen Schmerzpatienten behandeln....für andere Fachrichtungen gilt das offenbar nicht.....ich war natürlich stocksauer.....dann fand ich eine "normale" Orthopädiepraxis, die auch Füße operiert mit Belegbetten in einem Krankenhaus....dort erhielt ich zeitnah einen Ersttermin zur Untersuchung und wollte schon frohlocken.....als dann der Op-Termin vereinbart werden sollte, kam auch hier das bittere Erwachen:


    frühestens dann mitte Juli....da habe ich allerdings meine 2. Astrazeneca-Impfung....und 2 Wochen vor und nach dieser Impfung soll man keine OP haben (so der Impfarzt)....und ich solle doch dann "einfach" die Impfung verschieben (so der orthopäd. Arzt, dem diese ärztl. Regelung gar nicht bekannt war!) ....ähm.....ja freilich......wie soll das denn bitte gehen??....also dann hat der operierende Arzt Urlaub eingeplant für sich...dann waren wieder keine Belegbetten frei...und und und...letztlich habe ich jetzt einen OP-Termin Mitte Oktober!!!!! Mangels Alternativen....habe ich den jetzt völlig freiwillig und in freier Arztwahl vereinbart und hoffe, dass er stattfindet und natürlich, dann auch gelingt....


    der Fuß tut manchmal sehr weh und manchmal beruhigt er sich etwas.....ich verwünsche natürlich die handelnden und nicht handelnden Personen.....von Vertrauen in meinen Arzt kann keine Rede sein...ich möchte einfach nur, dass der dann seine Arbeit gut macht und mich gut operiert und fertig und tschüss.


    Ich bin von meinen Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem wirklich begeistert....insbesondere nachdem ich ja auch schon letztes Jahr um meine Hautkrebs-Op kämpfen mußte.....Corona ist halt für vieles gut.


    Um die Zeit zu überbrücken...schwimme ich jetzt viel......wegen Corona....in einem kalten See :-) ....und die Kälte lindert die Schmerzen.....


    Zu dem Punkt...sich nur noch mit Menschen zu umgeben, die einem gut tun....wollte ich noch beisteuern....dass mich das mit der Zeit immer einsamer macht und machen wird.....aber ist halt so.....das Nicht-Gut-Tun...ist auch nicht gut :-)


    viele Grüße

    Hallo,

    @ Sonnenblümchen....danke, Du bist ein Schatz....."es ist nicht mehr stimmig"...das sind genaue die Worte, die mir gefehlt haben für meine Problem mit einer anderen zu Ende gehenden Freundschaft....ich war da irgendwie auf der Leitung gesessen, wie ich es benennen könnte...danke dafür....

    @bzl. Teuteburger,...möchte ich noch eine alte Lebensweisheit nachtragen, insb. auch nachdem ich jetzt den Betrag von Sonnenblümchen gelesen habe: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.....sprich...man soll Freundschaft nicht mit geschäftlichen Dingen vermengen ;-) .......


    und ansonsten....ich war inzwischen wieder zu Besuch im Heim bei den Eltern....und da bin ich hinterher immer sehr geplättet bis richtig platt.....


    Immerhin müssen die Heimbewohner innen in den Zimmern beim Besuch jetzt keine Maske mehr tragen...ich habe die Gesichter meiner Eltern also seit 1,5 Jahren wieder einmal sehen können....ich selber mußte natürlich noch eine Maske aufhaben.....


    Viele Grüße

    Liebe Teuteburger,

    ich kann es auch schwer ertragen, wenn sich jemand einfach nicht mehr meldet..ich habe aktuell auch eine solche Situation...und ich habe auch jetzt für mich beschlossen, solche "Beziehungen nicht mehr einzugehen"...weil es mir nicht gut tut..hinterher kommen dann alle möglichen Erklärungen und Ausflüchte...

    gut, manchmal scheint es auch so zu sein, dass diese Menschen im Moment einfach nicht antworten oder reagieren können...weil sie krank oder schwach oder sonst was sind....gut..aber ich bin auf der anderen Seite..und wenn ich das mehrfach erlebt habe..und es mich kränkt oder sogar selbst schwächt...dann mag ich auch nicht mehr...außer..es wäre ein herzallerliebster Mensch...und selbst dann...


    Du hast nix falsch gemacht...da bin ich mir jedenfalls schon mal sicher...aber ich kenne das, dass ich denn selbst herumdenke und grübele....


    Andererseits könnte es wieder sein, dass diese Seniorenbetreuerin selbst in einer sehr schweren Lage ist....aber ich glaube inzwischen auch...dass wir sehr gut auf uns selbst auch acht geben müssen und nicht jeden retten können und auch nicht jede Situation hinnehmen müssen....


    Ich kämpfe da selbst gerade an mehreren Stellen herum...aber ich bin entschlossen...mich zu lösen ...


    Liebe Grüße


    P.S.: Komisch..wie sich solche Zufälle ergeben...also..dass ich mich gerade in ähnlicher Situation befinde...

    Liebe Sonnenblümchen,

    danke dass Du uns teilhaben läßt an den inneren und äußeren Geschehnissen bei Dir.....so kann ich mich eher auf die Zeit vorbereiten, die auch auf mich zu kommen wird.

    liebe Grüße