Beiträge von Teuteburger

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    Ich lese hier auch still mit.
    Mir tut das sehr leid, dass Sie jetzt doch noch länger warten müssen.
    Ich wünschte mir auch, wir hätten ein Gesundheitssystem wie in Schweden ect.


    Liebe Grüße

    Hallo,


    ich kann Ihre Befürchtungen gut verstehen. Ich würde hier aber nicht zu viel hineininterpretieren. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einer Demenz entgegen gehen, für gering, wenn Sie einige Punkte abklären lassen, die zu einer verminderten Gehirnleistung führen können, was nichts mit einer Demenz zu tun hat.


    An erster Stelle wären zu nennen, das Vitamin B12 und das Vitamin D. Beide Stoffe können bei Mängeln demenzähnliche Symptome hervorrufen und bei Dauermangel auch verstärken oder sogar auslösen.


    An zweiter Stelle wäre der Hirndruck zu nennen. Es kann durch einen verminderten Abfluss von Gehirnwasser zu Gedächtnisstörungen kommen, die eine Demenz auslösen können. Ich will nicht wissen, wie viele das haben und es ist nie untersucht worden. Das kann man operieren.


    Die andere Sache ist die Nonnenstudie, die von dem Hirnforscher Dr. Hüthers genau unter die Lupe genommen wurde. Sein Buch zur Demenz ist meiner Meinung nach ein Durchbruch, was die eigene Beteiligung an der Demenz angeht, obwohl da sicher noch einige zusätzliche Forschungen und Ergänzungen nötig sind, um ein umfangreicheres Bild zu erhalten.


    Neben B12 und Vitamin D würde ich auch andere Vitamine und Mineralstoffe nicht vernachlässigen, denn alles ist hier ein Ganzes im Stoffwechsel. Zu nennen wären da noch Zink, Selen, Mangan, Kupfer, Ferretin, Folsäure. Leider zahlt die Kasse hier nur wenige Anteile auf Verdacht. In einer normalen Blutuntersuchung kosten diese Parameter circa 120 bis 130 Euro. Das kann man Googeln. Eine Vollblutuntersuchung würde um die 200 Euro kosten. All die Werte sollten einem guten mittleren Bereich liegen, also eher 10 Prozent darüber, um eine optimale Versorgung und Verstoffwechselung im Körper zu garantieren.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein bisschen die Angst nehmen, so dass Sie selbst tätig werden können und Demenz kein Schreckgespenst bleibt, wo man nur Opfer ist.
    Dr. Hüthers vergisst übrigens auch einiges.


    Man findet Beiträge von ihm auch in Youtube.

    Das ist in der Tat belastend, wenn man das nicht kennt.
    Ist Ihre Schwester denn einmal auf Demenz hin getestet worden?


    Neben einer möglichen Demenz spielen aber auch noch andere Faktoren eine wichtige Rolle. Wie sieht denn der B12-Spiegel Ihrer Schwester aus. Und zusätzlich der Vitamin D- und der Calciumstoffwechsel. Liegen hier langanhaltende Defizite vor, dann kann das eine Demenz verstärken oder sogar auslösen. Das würde ich in jedem Falle von einem Arzt abklären lassen. Des weiteren wäre ein zu hoher Altershirndruck ebenfalls eine Möglichkeit, die leider nur zu gerne übersehen wird. Auch das ist behandelbar. Ich will nicht wissen wie viele Demenzkranke wir haben, bei denen das die eigentliche Ursache ist.


    Ansonsten klingt das nach einer typischen Demenzhandlung. Das man glaubt, etwas selbst tun zu können, obwohl man dies seit langer Zeit nicht mehr getan hat und ein anderer das für einen erledigt.
    Ich selbst weiß auch manchmal nicht, wo ich hier etwas einordnen soll, denn es gibt bei uns zum Beispiel Tage, da weiß meine Schwiegermutter ganz genau, was sie noch tun kann und was nicht. Und es gibt Tage, da lügt sie sich selbst das Blaue vom Himmel herunter, was sie noch alles kann. Meist dann, wenn sie irgendeine Hilfe von Außen ablehnen will, dann ist das eine gern gewählte Strategie.


    Aber, wie gesagt, ich würde auch an die Vitamine und an den Hirndruck denken.

    Hallo Sonnenblümchen,


    die Sache mit der Gelassenheit kenne ich auch. Was Sie beschreiben habe ich so zwar noch nicht erlebt, aber ähnliche vergleichbare Situationen. Gebrauchte Inkontinenzbinden in der Schublade mit den Geschirrtüchern, gebrauchte Unterwäsche bei den frischen ect. Seit über einem Jahr nicht mehr geduscht usw.
    Ich kann gelassen bleiben, wenn ich nicht da wohnen muss. Müsste ich auch nachts da bleiben, dann käme ich nicht mehr zur Ruhe. Ich brauche einen gewissen Schnitt und eine eigene Umgebung, in der ich auch ein Leben haben darf.


    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute

    Hallo Hanne,


    danke für Ihre Anregung mit den Kreistänzen. Meditation ist ja eher nicht so mein Ding, aber es gibt ja auch die von Ihnen genannten internationalen Kreistänze. Paartanz finde ich aber auch nicht schlecht. Habe leider nichts davon in der letzten Zeit geschafft. Ich gehe aber gerne laufen. Habe darüber aber noch nicht recherchiert in Sachen Demenz. Mit tut es gut, das reicht mir.


    Und leider stimmt es, was Sie sagen: Was genaues weiß man nicht.


    LG


    Hallo Angsthase,


    das macht nichts, dass Sie sich erst jetzt melden. Mein Alleingang war eher eine Feststellung, aber sollte keinen dazu bringen, hier antworten zu müssen. Also eher scherzhaft gemeint.
    Freut mich aber, dass Sie es doch tun. Ich kenne das auch, dass man mit so viel Lebenssituationen zurecht kommen muss, bis man dann irgendwann denkt, es geht nicht mehr. Das erlebe ich im Moment auch. Und wenn dann noch Ängste dazu kommen, dank solcher Angaben, dann bekommt man das fast nicht mehr sortiert. Deshalb habe ich auch einige Gegenargumente herausgesucht. Wie oft sich die Mediziner haben korrigieren müssen im Laufe der Geschichte . . . Das wird auch im Demenzbereich noch öfters vorkommen, denke ich.


    Die Vererbbarkeitswahrscheinlichkeit scheint aber nicht in Stein gemeißelt zu sein, wie man in dem Link von mir nachlesen kann.


    Das Buch Herbstmilch ist zwar interessant, aber auch recht hart zu lesen. Not, und daraus resultierende zwischenmenschliche psychologische Ungerechtigkeiten und Gemeinheiten gehören mit zu dem geschichtlichen Bild der damaligen Zeit. Ich weiß nicht, ob das für Sie jetzt Richtige ist. Ich habe es als Beispiel genannt, dass jemand trotz mangelhaftem Schlaf und psychischem Stress und das über Jahre, nicht dement werden muss.


    LG

    Ich laufe dann mal im Alleingang hierdurch.


    Anscheinend kann man doch einiges tun in Sachen Alzheimer und auch bei den Plaques.


    Zitat Anfang:


    In-vitro-Untersuchungen zeigten, dass das Antioxidans Epigallocatechingallat (EGCG) des grünen Tees die Bildung von Plaques verhindern kann. Andere Studien weisen darauf hin, dass EGCG die Plaques auch auflösen kann. In Tierversuchen mit Mäusen konnte gezeigt werden, dass nach sechsmonatiger EGCG-Behandlung die Plaque-Belastung im Kortex, Hippocampus und im entorhinalen Kortex um jeweils 54 %, 43 % und 58 % reduziert wurde. Eine weitere Studie, die die Auswirkung von EGCG auf die Alzheimer-Krankheit untersucht, wird an der Charité in Berlin durchgeführt. Untersuchungen aus dem Jahr 2011 konnten zeigen, dass Theaflavinbestandteile des Schwarzen Tees ebenfalls die Entstehung von Plaques verhindern und bestehende Plaques auflösen können.


    Zitat-Ende


    Auch die Vitamine B12, B6, Selen, Folsäure und Cholin können oxidative Prozesse im Gehirn gut verbessern und auch Hirnschrumpfungen positiv beeinflussen, sogar mehr als man gedacht hat.


    https://www.neurologie-heute.de/alzheimer


    Ich hoffe das hilft dir wirklich weiter, Angsthase.

    Zudem möchte ich noch zu bedenken geben, das Ärzte 36 Stundenschichten haben, mit nur unzureichenden Schlafpausen dazwischen. Sollen die jetzt alle dement werden?
    Oder sollen jetzt alle dement werden, die Nachtschichten arbeiten? Mein Vater hat das getan. Oder alle pflegenden Personen, bei denen die Nächte oftmals gestört werden, oder Mütter die Schreikinder bekommen haben. Auch das haben meine Eltern gehabt.


    Wer solche einseitigen Studien veröffentlicht, den nehme ich zwar ernst, aber ich muss demjenigen auch eine mangelhafte emotionale Intelligenz unterstellen. Es ist aber heutzutage Gang und Gebe, dass man einseitig etwas weismachen will, ohne an die psychischen Folgen für die betroffene Bevölkerung zu denken, die eben nicht ihre sechs bis acht Stunden Schlaf bekommen und das manchmal auch über Jahre hinweg. Für mich ist eine Studie erst dann vollständig, wenn sie sich die Gegenseite genauso betrachtet und sie schaut, wieso Menschen trotz unzureichender Umstände, gesund geblieben sind.


    Zudem soll Schlafentzug bei Depressionen auch helfen. Das hat man auch irgendwann einmal herausgefunden.


    Was auch immer diejenigen mit dieser Studie verfolgen, wenn da nicht umfangreicher weitergeforscht wird, dann ist das für mich null und nichtig.


    Menschen sind dafür viel zu individuell.


    Bei mir habe ich zum Beispiel festgestellt, dass es zwei Arten von Schlafmangel gibt.


    Es hat in meinem Leben einige Lebensumstände gegeben, durch die ich zeitweise schlecht oder auch gar nicht geschlafen habe. Wenn ich eine Lösung für mich gefunden habe, dann bin ich trotz Schlafmangel am nächsten Morgen ausgeruht gewesen. Anders ist es, wenn ich zu keinem Ergebnis gekommen bin und mich Situationen ausgeliefert gefühlt habe. Deshalb habe ich mich in alles eingelesen, was für mich wichtig gewesen ist. Mir hilft das.
    Wer nicht die Zeit hat oder wem das zu viel ist, der kann es mit gewissen Techniken probieren, wie EMDR, EFT.


    EFT ist eine Klopftechnik, die manch einem gut helfen kann. Es gibt aber auch Meditationstechniken, die vielleicht helfen können. Wem das liegt, der kann es versuchen.


    Ich für mich finde nicht die länge des Schlafs ausschlaggebend, sondern die Qualität des Schlafes. Bei mir ist das in jedem Falle so.


    Was auch helfen kann, sich die Welt so vorzustellen, wie man sie gerne hätte, auch wenn sie in Wahrheit nicht so ist. Sozusagen eine Auszeit von allem, was nicht so gut läuft. Menschen, die irgend etwas haben, woran sie sich festhalten können, auch wenn es im Moment nicht da ist, leben besser und bleiben gesünder. Für den einen ist es Religion, für den anderen ein anderes Weltbild oder sonst irgend etwas, was einen berührt.

    Ich nehme an, Sie meinen diese Studie.


    https://www.spektrum.de/news/z…ngel-das-hirn-auf/1460767


    Das kann die Medizin, neben ihren positiven Seiten, leider auch gut, Ängste schüren, ohne echte Lösungen anzubieten, weil sie selbst über die Entstehung der Demenzen noch im Dunkeln tappen.


    Ich fürchte mich zum Beispiel nicht vor einer Demenz, weil ich den bisherigen Antworten nur eine Teilberechtigung mit vielen Unbekannten zuspreche. Plausibel ist für mich eher ein zu hoher Hirndruck, B12 und Vitamin D Mangel und Vergiftungen oder halt durch Schlaganfälle.
    Das emotionale Verletzungen in der Genetik weitervererbt werden können, das ist inzwischen bekannt. Wenn in der Genetik etwas auftaucht, dann hat es vorher auch einen Auslöser gegeben. Es gibt zum Beispiel eine Studie zu Mäuseeltern und angstauslösenden Situationen, die auf die Mauskinder übertragen worden sind, obwohl sie entsprechende Situationen nie erlebt haben.


    Gegen solche Einseitigkeiten wie Schlafmangel, spricht für mich deshalb auch die Nonnenstudie, wenn man denn die ganze zu lesen bekommt und nicht nur einzelne Auszüge, um die eigene Meinung zu vertreten. Hier geht es um den Lebenssinn, den man seinem Leben zuschreibt oder auch nicht zuschreibt, lange bevor die Krankheit ausbricht. Das ist für mich eine von mehreren Erklärungsmodellen, ganz unabhängig von anderen.


    Ich kenne Fälle von Geschwistern, von denen ist einer dement geworden, der andere nicht. Ich kenne einige Kinder von Demenzkranken, die jetzt im gleichen Alter wie die Erkrankten sind und die noch nicht dement sind.

    Und warum wird auf Sardinien nur circa jeder 10 Dement, der über über 90 ist und warum bei uns fast jeder zweite? Ein Hirtenleben bringt auch nicht immer viel Schlaf mit sich, zumindest zeitweise eher nicht.


    Es gibt Personen, die nur sehr wenig schlafen und sie sind nicht an Alzheimer erkrankt. Ich glaube Leonardo da iVinchi gehört dazu. Will mich aber nicht festlegen.


    Tanzen soll das Demenzrisiko um 67 Prozent verringern, laut Hirschhausen. Das ist doch schon mal was.


    Ich würde mir eher Beispiele suchen, wo Menschen gesund geblieben sind mit wenig Schlaf und auch sonstige Beispiele, wodurch Menschen gesund geblieben sind, trotz Stress und seelischen Belastungen. Das gibt es alles.


    Es gibt z.B. eine Sendung, die heißt Lebenslinien. Und eine davon heißt: Wie ich 107 Jahre alt geworden bin. Man kann die Sendung auf Youtube finden.


    Ich glaube auch eher daran, dass Menschen, die einen Sinn in ihrem Leben sehen oder die auf der Suche danach sind, dass diese damit viel für ihre geistige Gesundheit tun können, als dass man nur für und über andere funktioniert und mitlebt. Solange man noch Fragen hat, ist man auch interessiert. Die Demenzkranken, die ich in meinem Umfeld kennengelernt habe, haben keine Fragen mehr gestellt, sie haben eher ihre Bedürftigkeiten, Ängste und Sorgen zu vertuschen versucht oder sie als Vorwurf an andere herausgeschrieen.


    Haben Sie vielleicht einmal das Buch Herbstmilch gelesen. Diese Frau hatte ihr Leben lang große Belastungen zu tragen und ihr Leben lang Schlafmangel gehabt. Erst in etwas fortgeschrittenerem Alter hat sie dann ausschlafen können. Ein Genuss für die Frau. Sie ist soweit ich weiß nicht dement geworden.


    Eine Bekannte von mir, die gerade mal 25 Jahre alt ist, hat eine schwere Kindheit gehabt, sie kann keine Entscheidungen treffen. Sie fragt für alles, was sie tun soll, andere Menschen, bekommt das Gehörte aber nicht sortiert und kann es auch nicht behalten, vielleicht höchstens für einen Tag. Wenn sie zur Psychotherapie geht, dann muss sie sich Notizen machen, als hätte das Gehörte nichts mit ihr zu tun. Sie vergisst viel und doch ist sie nicht dement. Sie hat nur keinen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen, zu ihrer eigenen Persönlichkeit, kein eigenes Ich, zumindest gefühlt usw.


    Ich glaube an so etwas selektives wie Schlafmangel jedenfalls nicht. Das ist mir zu einseitig, als das man daraus Verallgemeinerungen ableiten kann. Was Alzheimer und Demenz angeht, sind hier zu viele Fragen noch offen.


    Um auf die Schlafmangel-Studie zurückzukommen, scheint sich das Gehirn auch bei Schlafmangel gut zu erholen.


    Zitat:


    Schlafmangel sorgt also dafür, dass mehr Neuronenverbindungen aufgelöst werden. Dabei handelte es sich meist um große und damit relativ alte Synapsen, die schon lange vom Hirn genutzt wurden. Auf den ersten Blick sieht dies beruhigend aus, da sie meist von neuen Synapsen ersetzt werden. Allerdings haben frühere Studien gezeigt, dass eine dauerhaft erhöhte Aktivität von Mikroglia mit Morbus Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen zusammenhängen könnte. Eine Untersuchung in "Nature Neuroscience" hatte auch gezeigt, dass chronischer Schlafmangel Demenz begünstigen kann: Im Gehirn betroffener Menschen sammelten sich mehr Plaques aus Beta-Amyloiden an, die mit der Alzheimerkrankheit eng in Verbindung stehen. Die genaue Rolle der Mikrogliazellen bei neurodegenerativen Erkrankungen ist allerdings noch unklar.


    Zitat-Ende.


    Es ist wohl ein Unterschied, ob man immer wieder aus dem Nichts, einfach so geweckt wird, wie bei den entsprechenden Mäusen oder ob man selbst nachdenkt und vielleicht auch zu Ergebnissen kommt, auch bei wenig Schlaf. Hier wird ja auch zugegeben, dass die Menschen unterschiedlich auf Schlafmangel reagieren. Wie gesagt, viel zu einseitig das Ganze. Und laut Nonnen-Studie ist die Sache mit den Plaques zweitrangig, also nicht aussagekräftig.


    Ich habe jetzt einfach mal einiges zusammengestellt, was mir zu dem Thema eingefallen ist und ich hoffe, Sie können sich selbst das Passende heraussuchen.


    Alles Gute Ihnen

    Meine Schwiegermutter ist ganz genauso, auch ohne Benzos. Ich betreue sie seit neun Jahren intensiv.
    Sie hat sich vor der Demenzzeit aber ähnlich verhalten, aber sie hat sich da in Anwesenheit anderer besser beherrschen können und sich auch selbst ablenken können, von den Themen, die ihr unangenehm gewesen sind. Psychische Bedürfnisse und Themen, sind in dieser Familie, wie in anderen auch, gerne unter den Tisch gekehrt worden. Man hat dann eher Witze drüber gemacht und das war es dann gewesen. Dahinter brodelt es aber gewaltig. Denn wenn die Defizite, irgendwann nicht mehr mit Humor zu beseitigen gewesen sind und alte Verletzungen auftauchen (die anderen sind schuld, das es mir jetzt so geht), dann ist das in der Demenz jetzt so, als würde ein dunkler Schatten, dass ganze Wesen befallen.


    Meine Schwiegermutter baut dann auch körperlich von einer Sekunde zur anderen ab. Sie bekommt die Füße dann kaum vom Boden, stöhnt bei jedem Schritt hörbar, sie wird leichenblass und kann sich kaum bewegen. Gelingt eine Ablenkung oder die Aussicht das Haus zu verlassen (Flucht), dann kann sie plötzlich wieder Treppen steigen, vielleicht etwas mühsam, aber ohne Stöhnen und in der Stadt ist sie mit Rollator dann auch relativ flott unterwegs.

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, möchte aber zusätzlich noch in den Raum stellen, dass ein Vitamin- und Mineralstoffmangel, gerade bei B12 und Vitamin D, eine Demenz verstärken oder sogar auslösen kann.


    Und gerade bei Alkoholkranken spielt die Entgiftungskapazität der Leber eine wichtige Rolle. Da sollten auch andere Stoffe wie Selen, Zink, Mangan, Folsäure, Ferretin nicht im unteren Bereich liegen.


    Vielleicht kann man zumindest die wichtigsten Stoffe testen lassen. Leider zahlt die Krankenkasse hier nicht alles.

    Hallo Zimt,


    ich finde es ganz großartig, was Sonnenblümchen geschrieben hat. Ich halte das für die einzig wahre Vorgehensweise, weil es tatsächlich irgendwann heißt: Das Leben der Mutter oder das eigene Leben.
    Leider ist das bei vielen Demenzkranken so. Sie schießen sich oftmals auf eine einzige Person ein und übertragen all ihre Defizite auf diese. Nur leider hat diese Person auch ein Leben und auch nur begrenzte Ressourcen. Das ist leider der Punkt, der sehr schwierig werden kann, weil hier fast kein Verständnis vorhanden ist. Aber dieses Verständnis muss man dann versuchen aufzubauen. Meine Schwiegermutter versucht das auch immer wieder und immer massiver, mich als ihr Eigentum und als ihre Klagemauer zu betrachten, ohne aber meine Lösungsvorschläge zu akzeptieren. Auch meine Mutter hat das mit ihrer Mutter erlebt, als man von der Krankheit noch nicht viel in Privathaushalten gewusst hat.


    Ich habe auch viel darüber nachgedacht, wie weit ich gehen kann. Sie tut mir einerseits sehr leid, wie gefangen sie in ihrer Welt ist, aber sie hat auch eine brutale Art und Weise, wie sie sich über die Bedürfnisse anderer hinwegsetzen kann. Im Grunde kann ich, wegen all der zusätzlichen Anforderungen an mich, keinen Millimeter weiter gehen als jetzt und das werde ich auch freundlich aber bestimmt rüberbringen müssen. Am schwersten auszuhalten sind dann meist die Antworten von ihr. Das, was ich als Arbeit mache, dass ist für sie nicht viel wert, obwohl ich für andere Menschen da bin.
    Erstaunlicherweise funktioniert es bei ihr besser, wenn ich einen Gefühlsausbruch habe. Ich beschuldige sie dann nie selbst, sondern mache einfach meiner Überlastung Luft, denn auch andere verlangen nicht gerade wenig von mir. Das lasse ich sie dann wissen und das meine Gesundheit auch oftmals auf der Kippe steht und das ist nicht gelogen. Und dann verlasse ich das Zimmer erst einmal. Und wie durch ein Wunder kommen dann auch von der anderen Seite wieder freundlichere Worte und man ist für Kompromisse bereit. Ich denke, dahinter steckt unter anderem die Angst, dass man die einzige Ressorcenquelle verlieren könnte, die man akzeptiert. Bis zum nächsten Vorstoß ist dann erst einmal gut.


    Ich wünsche Ihnen jedenfalls, dass Sie das beherzigen was Sonnenblümchen so treffend vorgeschlagen hat.

    Es ist hier alles Wichtige gesagt worden. Ich bin aber ehrlich gesagt erstaunt, dass hier erst etwas Schlimmeres passieren muss, bis der Fahrerlaubnis entzogen wird. Wenn eine Demenz klar feststeht, dann ist das einfach nur fahrlässig.


    Mich interessiert auch, wie man sich in dem Fall entscheiden wird.

    Oftmals entstehen frühe Demenzen auch durch zu hohen Gehirnwasserdruck oder durch langanhaltende Vitamin- und Mineralstoffmängel oder vielleicht ein Mischmasch aus beidem. Zu nennen wären hier B12 und Vit. D, aber auch andere können sich negativ auf den Gehirnstoffwechsel auswirken.
    Ist Ihre Oma auf den Hirndruck untersucht worden. Hinweise dazu findet man im Internet.

    Hallo Demento,


    Nicht Wenige stehen vor einer Zerreißprobe, wenn man einerseits helfen will und man zunehmend nur noch alleine zuständig ist. Das ist bei mir leider zunehmend auch ein Thema und auch ich brauche irgendwann eine Auszeit.


    Was helfen kann, ist schwer zu sagen. Manche benutzen wenn gar nichts anderes mehr geht, Psychopharmaka. Ich kann dazu aber nichts sagen.


    Ich habe auch einmal von einer Frau gelesen, die ihren Mann in ein Heim in der Schweiz gebracht hat. Ein gutes Heim, in dem auch aggressive Demenzkranke sich erstaunlicherweise eingewöhnen konnten. Das kostet aber entsprechend. Bei uns in Deutschland gibt es das in dieser Form eher nicht, vielleicht noch in einem Demenzdorf. Aber wenn das nicht gerade in der Nähe liegt, dann muss man mit dem leben, was angeboten wird.


    Ich würde es mit dem Heim trotzdem versuchen. Es kann sein, dass es wieder erwarten doch funktioniert.


    Eine andere Frage von mir wäre, ist der Vitamin- und Mineralstoffhaushalt Ihres Mannes im Laufe der Jahre getestet worden? Einige Mängel können eine Demenz verstärken oder sogar auslösen und auch depressiv machen. Dazu zählen Vit. B12, Vit. D. Aber auch andere Stoffe können massiv den Gehirnstoffwechsel beeinflussen, wenn sie fehlen.
    Meine nächste Frage wäre, hat ihr Mann mit irgendwelchen Schwermetallen oder anderen Metallen zu tun gehabt. Aluminium steht ja im Verdacht eine Demenz auslösen zu können, aber auch andere Metalle können bei einer Überlastung und schlechten Entgiftungskapazität Einfluss auf das Gehirn nehmen.


    Das hilft Ihnen jetzt vielleicht nicht weiter, aber ich denke mir, dass man durch entsprechende Blutuntersuchungen vielleicht noch etwas an Lebensqualität zurückgewinnen kann.


    Ansonsten schließe ich mich den anderen Mitschreibern an, es muss eine Lösung gefunden werden, die Sie merklich entlasten kann.

    Guten Abend in die Runde.


    Ich habe etwas nachgedacht und überlegt, ob ich hier schreiben soll. Ich denke, ich versuche es einmal bei diesem doch recht heiklen Thema.


    Ich denke mir, es ist hier nicht alles schwarz oder weiß, sondern es gibt, den jetzigen Umständen entsprechend, Grauzonen in denen wir uns zwangsläufig bewegen.


    Meiner Meinung nach entscheidet sich jeder Mensch, wenn er denn die Wahl hat, immer für das bessere Leben. Das setzt aber voraus, dass man eine reale und nachvollziehbare Alternative zum jetzigen leidvollen Leben hat. Wir Menschen können für ein winziges bisschen Glück enorm leidensfähig sein. Und das trifft auf ältere Menschen genauso zu, wie für junge.


    Ich habe mich aus persönlichen Gründen und teilweise auch zwangsläufig mit dem Thema Nahtoderfahrungen auseinandergesetzt. Da existieren hunderte von Berichten, die auch Gemeinsamkeiten aufweisen. Und es ist inzwischen auch wissenschaftlich erwiesen, dass diese nicht nur eine Gehirnkonstruktion am Ende des Lebens sind. Dazu hat es eine Sendung im Fernsehen gegeben, die bewiesen hat, dass bei absolut nicht vorhandenen Hirnströmen, trotzdem das sogenannte Jenseits von der betreffenden Person betreten worden ist. Bei nicht vorhandenen Hirnströmen, kann das Gehirn nicht arbeiten. Damit ist die Theorie hinfällig geworden, dass das Gehirn selbst Vorstellungen entwickelt am Ende des Lebens. Die Erfahrung, die die Patientin während der Operation gemacht hat, ist eine gute gewesen, die sie von Schmerzen befreit hat, die ein Wohlgefühl und eine Einheit mit allem, was ist in ihr hervorgerufen hat, genauso wie ein klares selbstbestimmendes Denken usw. Sie hat sich auch
    überall hinbewegen können usw. Auch einige Verwandte sind ihr begegnet. Sie waren frei von Krankheiten, obwohl sie vorher krank gewesen sind. Es gibt einen Film, der Hinter dem Horizont heißt. Der soll, was die Darstellung des Jenseits angeht, dem recht nahe kommen, was die jeweiligen Personen hier gesehen haben. Der Regisseur wird wohl entsprechend recherchiert haben.


    Als demenzkranker, alter und körperlich sehr kranker Mensch kann man aber nur auf eigene bisherige Erfahrungen zurückgreifen und auf das, was man für das eigene Leben hält. Und dann wählt man in der Not und in der Angst vor dem Tod, weil er halt ungewiss ist und hier gefühlt auch kein Leben mehr ist, dann halt das Leid mit kleinen, winzigen Highlights. Das ist für mich genauso wenig eine selbstbestimmte und bewusste Entscheidung. Ich spreche hier auch nicht von Würde, für keine Seite. Ich kenne Personen, die auf Demenzstationen gearbeitet haben. Aber natürlich gibt es auch solche Demenzkranke, die bis zu ihrem Tode, ein gefühlt gutes Leben haben. Das darf man in keiner Diskussion vergessen. Wie gesagt, bei meiner Schwiegermutter ist das Leben dann vorbei, wenn sie nicht mehr laufen kann. Das ist für sie unendliches Leid. Ich habe das mehrmals für ein paar Wochen bei ihr erlebt. Sie will dann nur noch eines: Sterben. Und sie bittet mich inständig für sie zu beten, auch wenn sie selbst den Glauben an einen liebenden Gott verloren hat. Für mich ist das eine enorme Belastung und jede Lösung, die man ihr anbietet, wird niedergeschmettert und ehrlich gesagt, ich kann sie verstehen.


    Ich bin hier auch kein Pessimist, aber ich werfe mich aufgrund von eigenen Erfahrungen hier auf keine Seite.


    Ich verschließe auch nicht die Augen davor, dass man nicht das Gefühl haben kann, dass man Menschen zur Last fällt. Das will niemand bewusst und doch findet man leider im Alltag und vor allem in Pflegeheimen anderes vor. Man fällt niemandem zur Last, wenn überall genug Ressourcen für alle vorhanden sind und nicht Einzelne alle Last alleine tragen müssen. Ich habe einmal einen Film über das erste Demenzdorf in Deutschland gesehen. Das hat für mich tatsächlich noch etwas mit Würde zu tun, wenn man dem Film glauben schenken kann. Aber es braucht auch Ressourcen.

    Das klingt natürlich alles nicht sehr sensibel. Auf der anderen Seite haben die meisten Menschen eine Gabe körperliche Mängel, Pflege und Tod so gut es geht zu verdrängen, bis es sie dann selbst trifft. Und so kommen diese Menschen dann auch in Begegnungen rüber.


    Das es heutzutage ein Luxus ist, für die eigenen Eltern noch da sein zu können, diese Aussage würde mich nicht so arg treffen, Sonnenblümchen. Verstehen kann ich dich aber gut. Für die Kinder hat man heutzutage leider auch nicht mehr die Zeit, die man bräuchte. Vieles läuft unter Zeitdruck und Stress. Und es hat Zeiten gegeben, da war das alles noch schlechter organisiert als heute, trotz Familie. Viele denken notgedrungen an die eigene Zukunft und Rente und das ist auch ein Punkt, den man nicht ausklammern kann, aber man kann sich trotzdem für oder gegen etwas entscheiden.


    Ich habe auch etwas länger überlegt und mich gefragt, ob ich noch etwas zu der Todesfrage schreiben soll, also ob die Mutter nicht schon tot ist.


    Bei meiner Schwiegermutter hört z.B. das Leben schlagartig auf, wenn sie nicht mehr laufen kann. Dann kann auch nichts und niemand sie mehr erreichen, dann will sie sterben und dann wird sie aggressiv und das bleibt auch so Tag für Tag, Stunde um Stunde, mit ganz wenigen anderen Augenblicken. Ein paar Mal stand sie kurz davor, auch über einen längeren Zeitraum, dass sie nicht mehr hätte laufen können und jedesmal ist es eine große Qual für sie und für mich, denn sie hat Angst vor Bettlägerigkeit, vor dem Tod und überhaupt. Das sind gegenseitige Qualen und die sind schwer auszuhalten, für alle Beteiligten.


    Wenn jemand so etwas sagt, wie diese Person, dann denke ich mir, er denkt dabei sicher nicht, dass die Mutter hoffentlich nicht mehr lebt, sondern dass sie ihre Qualen nicht mehr hat. So würde ich das verstehen. Aber ich kann mich natürlich auch irren.


    Ich habe hier noch ein interessantes Video zu einer Nahtoderfahrung, die wie ich finde, authentisch in der Sendung Planet Wissen aufgegriffen worden ist. Für mich ist der Tod nicht unbedingt erstrebenswert, aber ein Leben ohne jegliche Freude oder einem Funken von Lebensinteresse ist auch nicht erstrebenswert. Und ich finde es gut, wenn man sich selbst ein wenig damit auseinandersetzt, damit man den Tod nicht nur als ein schwarzes Nichts ansehen muss, was nur schlecht ist.


    https://www.youtube.com/watch?v=LJaNCLMgMWE


    Was Hanne geschrieben hat, das zeugt für mich von sehr viel Uninformiertheit und wenn nicht gerade ein Todesereignis der Grund für diesen Dialog wäre, dann würde ich demjenigen ein paar Fakten über die Lage erklären. Aber in einer solchen Situation ist man wahrscheinlich nur perplex.


    Ich hoffe, ich habe das einigermaßen ausdrücken können. Denn das Thema ist kein Leichtes.