Beiträge von Teuteburger

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    Hallo in die Runde,


    ich habe das, was schwarzerkater geschrieben hat auch so erfahren. Es kommt wirklich sehr auf den Grundcharakter der dementen Person an.


    Bei uns ging Tagespflege immer nur für wenige Stunden und auch nur dann, wenn es richtig interessant gewesen ist. Ansonsten war das nicht umsetzbar. Bei anderen ist es genau anders.


    Wichtig ist, das die Pflegekraft eine Beziehung zu der dementen Person aufbauen kann. Das dauert in der Regel nach dem ersten guten Kennenlernen oftmals eine längere Zeit. Wenn in kleinen Dingen irgendwann etwas Vertrauen gewonnen worden ist, dann ist da auch Platz für mehr. Wichtig ist, so meine Erfahrung, dass die Demenzkranke das Gefühl hat, weiterhin kompetent zu sein im eigenen Leben und dass sie wegen ihres langen, arbeitsreichen Lebens jetzt das Recht hat, regelmäßig kleinere Hilfen in Anspruch zu nehmen. Bei demenzkranken geschieht vieles auf der Gefühlsebene und auf der Bedürfnisebene.

    Den Zugang zu finden, der jetzt passend ist, das braucht oftmals mehrere Anläufe, wie beim Mitfahren mit anderen.

    Auch ich durfte lange Zeit die demenzkranke Person nicht fahren, bis es dann doch funktioniert hat und dann regelmäßig.


    Damit eine Hilfskraft besser akzeptiert wird, kann sie eventuell als eine Frau von der Pfarrei ausgegeben werden oder als eine Bekannte, die gerne ältere Menschen besucht und sie etwas unterstützt. Das wird manchmal besser aufgenommen als eine offizielle Pflegekraft.


    Liebe Grüße

    Hallo Maria,


    das, was Silly geschrieben hat, dass sehe ich aus Erfahrung genauso. Es ist wichtig, ein Betreuungsnetz aufzubauen, indem einige Menschen engagiert sind und auch mal gegenseitig einspringen können, wenn es nötig ist.


    All, Deine Sorgen kann ich gut nachvollziehen. Was mir sehr geholfen hat, ist die Beratung in einem Demenzzentrum. Ich hätte nie geglaubt, dass man auch mal Dinge einfach laufen lassen muss, weil der Demenzkranke ist immer noch eine eigenständige Persönlichkeit und er darf auch seine Entscheidungen treffen, auch wenn sie ihm mal nicht so gut tun. Das annehmen und verstehen zu können, hat schon etwas Erleichterung gebracht.

    Man kann denjenigen nicht vor allem bewahren. Da wird man einfach verrückt. Man kann sein Bestes tun und man darf sich selbst dabei nicht vergessen. Als die Frau vom Demenzzentrum sagte, kümmern sie sich auch um sich selbst, denn sie scheinen das zu vergessen, da wurde mir klar, ja das stimmt. Es zerreißt einen immer wieder, dass man helfen will, dass man bewahren will, aber die Krankheit hat ihre Tücken und funktioniert nicht immer nach Plan. Das kann man sich bewusst machen und dann wird es auch etwas leichter werden.

    Hilfreich könnte vielleicht auch eine Kamera sein, die man außen am Grundstück anbringt. Nicht, um ständig da drauf zu starren, sondern um zu sehen, ob vielleicht die Terassentür seit Stunden offen steht und diejenige kommt nicht mehr zurück. Ein/zwei Mal am Tag kurz draufschauen, um sich zu vergewissern, alles ist soweit normal. Dann muss man auch nicht extra hinfahren. Oder man bringt einen Bewegungsmelder in der Diele an oder einem Raum, indem derjenige sich öfters aufhält. Das sollte man aber nur machen, wenn einem das Erleichterung bringt und nicht, wenn man dann noch mehr nachschaut.


    Oftmals ist es so, dass Demenzkranke, die nur schwer Hilfe zulassen können, dass diesen ihre Eigenständigkeit sehr wichtig ist. Und das sollte man auch so akzeptieren können. Und wenn etwas passiert, was früher oder später natürlich eintreffen kann, dann kann man denjenigen auf diesem Weg fürsorglich weiter begleiten. Es kann sein, dass mal jemand stürzt. Das lässt sich leider nicht immer verhindern. Oftmals erholt sich der Demenzkranke dann wieder, wenn er körperlich noch recht fit ist. Es kann auch sein, dass ein Sturz zu einer Veränderung und zu einem Heimaufenthalt führt.

    Das lässt sich alles nicht voraussehen. Umso wichtiger ist es, dass jeder der Schwestern seine Auszeiten finden kann und dass ihr noch eine weitere Unterstützung mit ins Boot nehmt.


    Hilfreich kann manchmal eine kleine Zeitungsannonce sein, in der man kurz erklärt, wen man für was sucht. Humor ist oftmals ein wichtiges Kriterium im Zusammenhang mit Demenzkranken. Das nimmt den eigenen Defiziten die Spitze. Es gibt einige Frauen oder auch Männer, die selbst einen Demenzkranken begleitet haben und die hier eine entsprechende Erfahrung haben, die sich auf diese Weise gerne etwas dazuverdienen wollen. Ich habe damals einige gute Zuschriften erhalten.


    Ich habe auch schon sehr erfahrene Betreuungshelfer erlebt, die trotzdem nicht gut mit der Situation haben umgehen können, wenn der Demenzkranke sie verdächtigt hat und wenn dieser ihnen das Gefühl gegeben hat, sie seien einfach nur unerwünscht.

    Es braucht manchmal mehrere Anläufe und im Ernstfall auch eine klare Ansprache. Wir hatten eine Pflegerin vom Pflegedienst, die das sehr gut konnte. Was die gesagt hat, dass war schon ordentlich. An erster Stelle stand aber der Wunsch dem Demenzkranken zu helfen. Diejenige hat absolut deutlich gemacht, dass man den Demenzkranken und seine Bedürfnisse ernst nimmt. Man hat aber auch klar gesagt, das er Hilfe annehmen muss, sonst passiert das und das. Und das wolle man nicht, denn die Person ist einem wichtig. Solch eine klare Ansage werden auch von Demenzkranken oftmals behalten und dann lässt man auch viel mehr zu. Menschen, die das können, sind Gold wert.


    Man selbst kann auch solches tun, wenn nichts mehr vor und zurück geht und genau in dieser Art und Weise. Man nimmt die Bedürfnisse des anderen ernst und zeigt Verständnis, sagt dass man ihn wertschätzt und was man alles für denjenigen tut. Und dann kann man auch sagen, was man sonst noch alles um die Ohren hat und dass man es einfach nicht mehr packt, wenn immer noch mehr von einem gefordert wird. Man ist auch nur ein Mensch . . . Das habe ich auch in der Situation mit einer Emotion getan, die genau das zum Ausdruck gebracht hat, was ich fühle. Ich habe demjenigen keine Vorwürfe gemacht, sondern gesagt, wie es mir geht.


    Da muss man auch nicht lügen, denn mir war es immer wichtig, dass es der Person gut ging und dass ich ihr helfen durfte, wenn Hilfe angesagt war, aber ich musste auch selbst schauen, wo ich bleibe mit den restlichen Anforderungen, die ich zu bewältigen hatte. Ich habe dann meist den Raum verlassen, bin etwas besorgen gegangen oder um die vier Ecken gegangen. Das hat tatsächlich oftmals etwas gebracht. Es half dem Demenzkranken dann aus dem eigenen negativen Gefühl heraus, was er auf mich projiziert hatte. Und dann konnte man auch zusammen wieder etwas machen.


    Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter, Maria. Ich habe deshalb so viel geschrieben, weil das alles auch in mir noch sehr lebendig hängen geblieben ist und ich weiß, wie schwer diese Zeit ist. Aber es gibt kleinere Lichtblicke und manchmal auch ein paar größere . . .

    Willkommen hier im Forum, Maria.


    Nachdem schon so gute Worte gefunden worden sind, um Dir bei Deiner Situation zu helfen, möchte ich nur noch auf die Pflegekraft eingehen, die drei Mal in der Woche zu Deiner Mutter kommt.


    Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Chemie zwischen der Demenzkranken und der betreuenden Pflegekraft stimmen muss. Da haben auch Demenzkranke ihre Vorstellungen und sie haben einen sehr engen Spielraum, weil sie gefühlte Defizite im Charakter des anderen nicht gut ertragen können.


    Leider wachsen gute Pflegekräfte nicht auf Bäumen und es ist einfach nur schade, wenn eine gute Kraft nicht akzeptiert wird.


    Wir hatten das auch mehrmals erlebt, bis wir das große Glück hatten, eine passende Person zu finden, die auch menschlich zu der demenzkranken Person gepasst hatte. Aber auch da gab es hin- und wieder Verdächtigungen, Ablehnung usw., aber so nach und nach auch gute Momente, die immer besser geworden sind, bis die Betreuerin genauso gut akzeptiert wurde wie ein Familienmitglied.


    Ich würde die Situation weiter beobachten. Ich habe auch schon von einer dementen Frau gehört, die sehr lange gebraucht hat, bis sie den Nutzen erkannt hat. den sie aus der betreuenden Person gezogen hat und dann hat es trotz anfänglicher stärkerer Differenzen immer besser funktioniert.


    Vielleicht kann auch die Pflegekraft sich etwas zurücknehmen und vielleicht wird es dann besser. ich würde nicht so schnell aufgeben. Die Verdächtigungen und das Schimpfen gehören leider dazu. Das Schimpfen hat auch viel damit zu tun, dass man selbst die Dinge nicht mehr tun kann und das ein anderer das jetzt für einen machen soll.


    Bei uns war es so, dass drei Betreuungshilfen leider nicht gepasst haben. Trotzdem ging es mit dem ein oder anderen auch mal eine zeitlang einigermaßen gut, bis es dann wirklich gepasst hat.



    Liebe Grüße

    Hallo Sindira,


    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Es wurde bereits so vieles gesagt, was ich genauso ausgedrückt hätte.

    Deshalb nur kurz:


    Bei dem Gewicht und bei dem Lebensstil dürfte sie viele Vitamin- und Mineralstoffmängel haben. Solches ist nicht zu unterschätzen. Sowohl Depressionen als auch eine Demenz werden davon verstärkt.


    Wenn irgendwann ein Termin bei einem Arzt ansteht oder ein Klinikaufenthalt ansteht, würde ich das ansprechen. Ein B12 Mangel ist bekannt dafür, aber auch andere Mängel genauso.


    Ich hoffe, dass Du eine Entlastung finden kannst. Wenn ein findiger Techniker in der Familie sein sollte, dann kann man einiges auch per Fernbedienung machen.

    Hallo Rose,


    da hast Du wieder eine Baustelle, die Dir natürlich etwas Sorgen macht. Es sind ja oftmals mehrere Sachen, die sich aneinanderreihen.


    Die Idee mit der Dokumentation ist richtig gut. Diese habe ich auch immer gemacht. Und wie Du es hier so gut erklärt hast, dass Deine Mutter in der Zeit springt, mal Kindheit, mal ihr letztes Zuhause und dass die Verstorbenen noch am Leben sein sollen, all das gehört da mit rein. Wie lange lebte sie jetzt gedanklich in ihrem kindlichen Zuhause. Wie lange in ihrem vergangenen und überhaupt, wofür braucht sie alles Hilfe . . .


    Alles, was Dich drückt, liebe Rose, das solltest Du dann auch zu Papier bringen, damit der Richter sich ein genaues Bild machen kann.


    Ich habe die Jeweiligen Beobachtungen immer mit einer Überschrift versehen und dann in knappen Worten dokumentiert. Das hat jedes Mal gut funktioniert.


    Ich drücke Dir fest die Daumen.

    Liebe Zimt,


    jetzt ging es doch so schnell. Meine Aufrichtige Anteilnahme. Ich bin froh, dass es eine palliative Unterstützung für Deine Mutter gab und das auch sonst ein friedlicher Abschied möglich gewesen ist.


    Was Du über das Buch geschrieben hast, das berührt mich . . .


    Liebe Grüße an Dich

    Hallo Zimt,


    ich würde in jedem Fall das Gespräch mit der Ärztin suchen. Ich habe damals auch Mails geschrieben, wenn etwas sehr wichtig gewesen ist und die Erreichbarkeit schlecht gewesen ist. Meist hat die Ärztin dann nach der Sprechstunde zurückgerufen. Die Ärztin wird sicher ihren Standpunkt erklären können.


    Was Du hier beschreibst mit der Essensverweigerung und auch alles andere, das bedarf in meinen Augen eine palliative Begleitung, denn ein solcher Zustand kann sich schnell verschlechtern. Ich würde mit einem Hospiz sprechen. Die kennen meist auch die Ärzte und sie können einem meist auch etwas weiterhelfen.


    Lebenserhaltende Maßnahmen können eine zweischneidige Sache sein. Es kommt auf den Zustand des Patienten an und da sollten doch mehrere Positionen gesehen werden. Die Sache mit der fehlenden Patientenverfügung ist in dem Falle leider ein Problem. Da kommt es dann tatsächlich auf den jeweiligen Arzt und dessen eigene Einstellung an.

    Ich kenne Personen in meinem nahen Umfeld, die da weniger Hilfreiches erlebt haben. Ein anderer Arzt hingegen hat sofort dafür gesorgt, das der Patient eine bestmögliche letzte Betreuung bekommen hat.


    Ich hoffe, Du findest die richtige Unterstützung für Dich

    Hallo lieber Sohn,


    ich möchte mich an dieser Stelle anschließen und Dir und Deinem Vater alles erdenklich Gute auf dem jeweiligen weiteren Wege wünschen. Ich glaube fest an ein Leben nach dem Tode.

    Deshalb freut es mich zu lesen, dass Du auch nach dem Tode Deines Vaters, neben der Trauer, gute Momente im Gedenken an ihn gehabt hast.


    Das ging jetzt sehr schnell. Es freut mich genauso zu lesen, dass er in seinen letzten Minuten nicht alleine gewesen ist. Es ist nicht immer wichtig, wer da ist, sondern das liebe Menschen um einen herum sind. Du warst vorher viel für Deinen Vater da und ich bin mir sicher er weiß das.


    Liebe Grüße an Dich und an alle anderen in der Runde, die vieles von dem ausgedrückt haben, was ich genauso empfunden habe :)

    Ein sehr wichtiges Thema.


    Ich sehe das Problem auch darinnen, dass im allgemeinen Gesundheitswesen Mängel seit Jahren ein Thema sind - Personalmangel - jetzt auch Medikamentenmangel - Überforderungen sind inzwischen überall sichtbar, sowohl beim Personal als auch bei den Angehörigen . . .

    Und wenn seit Jahren keine Lösungen gefunden werden, die gesellschaftlich durchschlagend sind und wo man sich auch aufgehoben fühlt, dann ist es allzu menschlich, den eigenen gesundheitlichen Verfall zu verdrängen, so lange es irgendwie geht.

    Es kostet alles Geld. Der Kuchen, der staatlich verteilt wird, reicht aber nicht aus, um allen gerecht zu werden. Es werden, so mein Eindruck, überall immer nur Löcher gestopft, anstatt zu reparieren oder neu zu bauen . . . Wobei auch der Staat wohl nichts dafür kann. Allerdings fehlen mir da die nötigen Kenntnisse, um Genaueres wirklich zu wissen.


    Umso wichtiger wäre es, sich selbst mit dem Alter und der Pflege auseinanderzusetzen und die Nischen zu finden, die einigermaßen funktionieren und die zu einem passen. Das machen die wenigsten, aus den oben genannten Gründen.


    Zudem wird die Gesellschaft immer älter und die Demenzerkrankungen nehmen zu. Es ist ein großer Unterschied, ob man jemanden versorgt, der noch mitdenken kann oder jemanden, der nicht mehr weiß, dass er einen bereits sieben Mal in der Nacht rausgeklingelt hat, weil er glaubt, auf die Toilette zu müssen, so wie meine Mutter das erlebt hat.


    Mit dem Thema Demenz setzt man sich ungern auseinander. Die Lösungen für Demenzerkrankungen sind bisher eher symptombezogen. Alle Themen, bei denen man die Selbstständigkeit verliert, machen den Menschen Angst. Ich bemerke bei meinen Nachbarn auch ein innerliches zurückschrecken, wenn das Thema Demenz mal angesprochen wird, weil sie jetzt selbst langsam alt werden.


    Und so geht es wohl vielen. Das aber alles noch viel Schlimmer wird, wenn man sich gar nicht kümmert und wenn kein Plan B vorhanden ist, dass wird auch viel zu wenig publiziert.

    Hallo in die Runde,


    ich lese hier mit, würde gerne oftmals zu einigen etwas schreiben, aber dann kommen so gute Antworten, das meine Antwort überflüssig wird. :)


    Zu mir ist zu sagen, dass es zur Zeit besser mit dem Putzen funktioniert. Wir sprechen öfters darüber und meine liebe Mama putzt etwas mehr. Manchmal denkt sie aber auch, sie etwas gemacht, hat sie dann aber nicht.

    Ansonsten machen wir manches zusammen. Es funktioniert also ganz gut.


    Ich wünsche allen viel Kraft auf den unterschiedlichen Wegen und hoffentlich ein paar kleine Inseln, die etwas Entspannung bringen können.


    Ich denke auch, dass man viel Aushalten muss. Es ist ja nicht nur Demenz, auch sonst gibt es im Umfeld einiges, was einen stark beanspruchen kann. Das ist bei mir zur Zeit der Fall.

    Carolina,


    ich kann Dich gut verstehen. Mir ging es teilweise wie Dir. Ich bin auch jedes Mal zuerst ins Zimmer der Demenzkranken gegangen und habe saubergemacht. Das schaffen die Pflegekräfte oftmals nicht. Vor allem schaffen sie es dann nicht, wenn es kein extra Küchenpersonal gibt.

    Wenn die Pflegekräfte noch Küchendienst machen müssen, dann ist das Zeit, die für die Bewohner nicht mehr zur Verfügung steht.

    Manches ist in einigen Heimen nicht machbar. Schau mal auf die Jobangebote, die das Heim ausgeschrieben hat. Fehlen da mehr als zwei Pflegekräfte, dann wird es bei dem bestehenden Personalschlüssel schon recht eng. Wenn dann noch einer krank ist . . .

    ich war fast täglich im Heim. An zwei Tagen hat eine Seniorenbetreuerin mich vertreten und das richtig gut.

    Unterhaltung gibt es meist nur wochentags. Am Wochenende ist da nichts. Verwandte, sofern noch vorhanden, können am Wochenende Besuche machen.

    Das Anschweigen im Gemeinschaftsraum kann eine Momentaufnahme sein. Ich kenne beides. Mal war es lebhafter, mal mehr schweigen, je nachdem zu welcher Uhrzeit man da war und wer im Raum gesessen hat.


    Ich bin jedes Mal erfreut, zu lesen, wenn es bei anderen besser funktioniert.


    Ich würde auch das Gespräch suchen. Es wäre wichtig zu wissen, was mit dem Fuß ist. Es ist auch wichtig zu hören, was das Pflegepersonal zu sagen hat. Oftmals sind es nachvollziehbare Gründe, wenn man drüber spricht.


    LG

    Hallo Carolina,


    ich würde da auch an Altershirndruck denken, wenn ich die Symptome Deiner Mutter höre. Das wird leider auch gerne mal übersehen.

    Ich würde sie, wenn möglich in der Richtung einmal untersuchen lassen, wenn das möglich ist und das für sie nicht zu belastend ist.


    https://www.ndr.de/ratgeber/ge…ckhydrozephalus%20genannt.


    Schreiben ging bei uns noch einigermaßen gut mit einer mittelschweren Demenz, auch Kartenspielen. Das Kartenspielen war aber Tagesform abhängig, mal richtig gut, mal weniger gut. Erst in der weitfortgeschrittenen Demenz ging das nicht mehr.


    Liebe Grüße

    Liebe Rose,


    es haben alle genau das geschrieben, was ich genauso ausgedrückt hätte. Ich finde Deine Entscheidung richtig. Ich habe dem Demenzkranken wenn möglich sein Leben so gelassen, wie es ihm gut getan hat. - Da hat die eigene Mutter manchmal noch gelebt und man hat sie auch gesehen . . . - Schlechte Nachrichten habe ich auch keine übermittelt.

    Auch von mir mein aufrichtiges Mitgefühl für Deinen Bruder.


    schwarzerkater


    Ich kann mich hier auch nur anschließen. Ich habe Deine einfühlsamen Beiträge immer sehr geschätzt. Ich verstehe gut, dass neue Abschnitte im Leben, neue Entscheidungen hervorbringen. Fühle Dich einfach gedrückt und verstanden.


    ecia25,


    das tut mir leid, dass Du deinen Mann verlierst oder verloren hast. Ich wünsche Dir, dass Du Deinen eigenen Weg finden kannst.


    Liebe Grüße an alle

    Ich denke, das Problem ist, dass das Geld vor der Betreuung weitergegeben worden ist.

    Während der Betreuung sollte der Betreuer nachweisen können, wofür das Geld ausgegeben worden ist.

    Demenzkranke sind manchmal recht geizig oder recht großzügig, weil sie auch mal vergessen können, was sie jemandem gegeben haben und warum.


    Wenn der Bekannte, den Demenzkranken gut betreut hat, dann würde ich das eventuell auf sich beruhen lassen. Weiß man denn, wie das Verhältnis der beiden gewesen ist. Ist ansonsten alles so weit gut gelaufen.


    Ich empfinde die Situation auch als schwierig.


    Liebe Grüße

    Hallo in die Runde,


    ich lese hier mit und erkenne vieles wieder.


    Das Wechselhafte an der Demenz ist wirklich manchmal schwer zu fassen. Mich hat am meisten die tiefe Traurigkeit getroffen, wenn derjenige geweint hat und hoffnungslos auf das jetzige Leben geschaut hat oder auf tiefliegende vergangene Wunden.

    Und am meisten hat es mich getroffen, wenn ich selbst die Situation überhaupt nicht verbessern konnte, nicht nur seelisch, sondern auch körperlich (schlechte Pflege/spürbarer Fachkräftemangel), wo ich heute noch denke, dass willst du nicht noch einmal erleben.

    Es ist ein ständiges Abschiednehmen und ein Hinnehmen und ein Hoffen, dass es auch mal wieder besser sein wird. Und in der Regel gibt es immer mal wieder bessere Momente, wobei die leider auch weniger werden.

    Oftmals bleiben dann die kleinen positiven Momente zurück, in denen auch trotz aller Demenz, eine Klarheit vorkam, die mich manchmal so überrascht hat, so dass ich dachte, sie können fast all das aufwiegen, was an Negativem dagewesen ist.

    Trotzdem hoffe ich, dass meine Mutter, nicht alle Stadien der Demenz durchmachen muss.


    Liebe Grüße an alle

    Hallo Nelly,


    es ist immer gut zu hören, dass man nicht alleine mit solchen Problemen ist, auch wenn dieses jetzt nicht das Schlimmste ist, was die Demenz ausmacht. Trotzdem braucht man auch hier Lösungen, so wie du sagst, etwas heimlich machen oder eine andere Strategie. Mit Lockerheit und einem guten Spruch geht manches besser. Klappt aber nicht immer.

    Wie es scheint, bin ich vorerst mal auf einem guten Weg.


    Es freut mich, dass Du auch etwas Abstand gewinnen konntest. Ich glaube, bei einer Demenz kommen alle Versäumnisse und alle Schwächen zu Tage, ob man will oder nicht. Beschäftigung ist ganz wichtig, aber das kann man nicht rund um die Uhr leisten, in keinem Heim und zu Hause hat man auch noch andere Verpflichtungen. Das ist ein trauriges Demenzkapitel: Die Frage, die dann oftmals im Raume steht, lautet: Was mache ich jetzt.


    Meine Mutter ist glaube ich etwas anders, als ich das bei Demenzen bisher erlebt habe. Sie fühlt sich alleine wohl in ihrer Wohnung. Das ist schon mal gut für sie. Sie langweilt sich bisher auch nicht.


    Liebe Grüße in die Runde