Beiträge von Teuteburger

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    Hallo Sohn,


    ich bin zwar spät dran, möchte Dir aber trotzdem schreiben, wie sehr es mich für Dich freut, dass es auch die besseren Tage gibt. Die Aussage des Papas, macht Hoffnung. :)


    Bei mir hat es heute auch besser geklappt. War ein entspannter Tag, zumindest bei meiner Mama, dem gerne noch weitere folgen dürfen.


    Liebe Grüße an alle

    Danke, Buchenberg,


    so wie Du das schreibst, lese ich heraus, wie unterschiedlich die demenzialen Charaktere wieder mal sein können. Es gibt verschiedene Gründe für den Widerstand, wie es scheint.


    Das mit der Haushaltshilfe ist interessant. Das geht bei manchen ja auch gar nicht oder halt mit Widerstand ect.


    Ich hoffe, dass das eines Tages auch gut angenommen wird.


    Grüße :)

    Ich danke Euch, für Eure psychische Unterstützung und Hilfestellung.


    sohn,


    das, was Du schreibst, dass war auch mein Gedanke. Danke dafür. Ich wollte etwas fest machen, wo sie noch mithelfen kann, alle zwei Wochen. Das hat auch schon mal funktioniert. Aber das dürfte nicht immer so gehen. Versuchen werde ich es aber weiter. Ja, meine Mama ist froh mit ihrer Wohnung, in der sie alleine schalten und walten kann und keinem Rechenschaft schuldig ist, wie etwas gemacht werden soll. Sie lebt sogar gerne alleine. Das hat Vorteile. Der Nachteil ist, dass sie nur schwer etwas annehmen kann. Aber ich versuche es weiter.


    Buchenberg,


    Dein Bericht hilft mir. ich muss wieder verstehen lernen, dass es wieder einmal zu normalen demenzialen Auseinandersetzungen kommen wird, die leider wieder zu einem Teil in meinem Leben werden. Ich bin da wirklich wieder mal hin- und hergerissen, was und wie ich das dann angehe. Das Pickiert sein trifft mich noch, bis ich wahrscheinlich wieder eine gewisse Routine habe. Danke nochmal für den anschaulichen Bericht.


    schwarzerkater,


    Genau das ist der Punkt, jeder hat so seine eigenen Bereiche, wo man Hilfe akzeptieren kann oder auch nicht. Ich lese hier immer mit und jedes Mal stelle ich fest, wie viele Belastungen man zusätzlich noch hat. Das geht mir leider auch so, zur Zeit mal wieder.

    Ich komme manchmal kaum mehr zur Ruhe und hoffe einfach, dass es sich im Laufe der Zeit einspielen wird.


    Liebe Grüße an alle :)

    Hallo in die Runde


    Ich habe etwas, was im Angesicht anderer Probleme vielleicht eher nicht so groß ist, aber es belastet mich doch.


    Es geht ums Putzen bei meiner lieben Mama. Meine Mama hat eine gewisse Grundordnung, Sauberkeit, aber es geht ihr manches auch durch. Ich nehme an aus Mangel an Interesse, weil sie manches halt weniger gern macht, was sie auch selbst sagt oder weil sie es vergisst.

    Sie sagt auch manchmal, was sie machen will, macht es dann aber nicht, auch über Wochen nicht.

    Ich habe mir jetzt angewöhnt, dass ein oder andere so spielerisch nebenbei zu machen, wie mal im Kühlschrank, die Schubladen sauber zu machen oder mal die Toilette, so nebenbei. Alle zwei Wochen mache ich fest etwas, wie Dusche und Bad, auch mal eine Bodenfläche wischen.

    Ich merke aber, dass sie es doch pikiert, wenn ich im Kühlschrank ect. mal was mache.

    Ich habe ihr auch in Gesprächen, die wir mal führen, gesagt, dass ich ihre Wohnung als sehr gepflegt ansehe, ich mich hier wohl fühle, was auch stimmt. Ich wollte ihr auch nur das abnehmen, was sie weniger gern macht und was sie nicht so gut mehr kann oder regelmäßiger vergisst. Ich habe ihr auch offen gesagt, dass das natürlich ein saublödes Gefühl für sie sein muss, was sie mir bestätigt hat. Ich habe ihr dann nochmal versichert, wie ordentlich sie in einigen Bereichen ist.

    Ich werde versuchen, hier weiter meinen Stil zu verfolgen, so dass sie sich wirklich dran gewöhnt, dass ich auch den Anfängen währen will. Wenn die Schalen im Kühlschrank leer sind, dann ergreife ich schon mal alle paar Wochen die Initiative und mache sie mal sauber. Bei anderen Sachen ist es ähnlich.

    Mich belastet dann einfach, dass sie denkt, sie wäre nicht sauber genug. Jeder hat auch im Haushalt seine blinden Flecken, das ist doch klar.

    Ich versuche ihr immer ein gutes Gefühl zu geben, lobe ihren Dekostil usw. Und das meine ich auch ehrlich.

    Es ist eine blöde Situation. Und ich hoffe, das spielt sich noch ein.


    Aufgefallen ist mir auch etwas, was mich mehr besorgt. Sie vermisst dann Sachen, meint die seien kaputt, weil der und der sie kapautt gemacht hätte. Will ich ihr Ersatz bringen, dann hat sie noch reichlich davon. Das ist neu.


    Danke fürs zuhören. Mir tut es schon gut, das mal so niederzuschreiben. :)

    Hallo Tonton,


    das klingt sehr belastend und ich kann Einiges davon aus Erfahrung nachvollziehen. Auch ich war täglich im Heim. Dies wurde mittelgut geführt, aber es gab auch einige Szenen wie du sie beschrieben hast und Pflegefehler fast täglich.


    Ich würde tatsächlich ein anderes Pflegeheim in Betracht ziehen, auch auf die Gefahr hin eine Erstverschlechterung zu erleben. Da würde ich meine Energie reinstecken. Die Grundversorgung und eine gewisse Grundunterhaltung oder wie Schwarzer Kater dies beschreibt, das sollte einfach gegeben sein, damit man selbst auch mal einige Tage guten Gewissens nicht hingehen muss.


    Viele Geschwister, wo man sich einiges teilen kann, das kann hilfreich sein, muss aber nicht zwingend so sein. Es kommt ganz auf das eigene Lebensverständnis an.


    Ich habe einige Geschwister und doch habe ich dadurch zur Zeit mehr Probleme, als würde ich es alleine machen, bis auf eine Schwester, die wirklich etwas helfen kann.


    Liebe Grüße

    Hallo Rose,


    ich kann sehr gut nachempfinden wie es Dir damit gegangen ist. Jemanden verzweifelt und weinen zu sehen, ist das eine, das andere ist, dass es für uns nicht real ist. Es wird aber von den Demenzkranken als real empfunden. Das ist traurig.

    Ich habe in dem Falle Gott sei Dank immer nur zu hören bekommen, dass die Mutter eben noch im Speisesaal gesessen hat usw.

    Dafür gab es andere Themen, die viele Tränen gekostet haben. Das ist nicht leicht für einen selbst.

    Ich sehe das auch nicht als selbstverständlich an, dass das so ist. Denn es tut immer auch weh. Ein Trost ist, dass sich diese Phasen in der Regel immer wieder verändern.

    Ich habe dann getröstet und versucht, etwas Positives für sie zu finden.

    Das ging dann meist über Versuch und evt. auch Irrtum.


    Ich hoffe für Dich, dass sich diese Phase bald verändert. :)


    Liebe Grüße

    Ich schließe mich hier an, Frau Sachweh.


    Mir tut es Leid, dass Sie gehen. Ich habe Ihre Beiträge immer geschätzt. Befristete Verträge machen wenig Freude auf Dauer.


    Alles Gute für weitere Aufgaben wünsche ich von Herzen

    Danke, Herr Hamborg für Ihre Einschätzung.


    Ich habe echte Bedenken gehabt, dass Heime im Falle eines solchen Pilzes, den Aufenthalt dort ablehnen könnten. Bei einer normalen Person wäre das kein Problem, weil diese ein Krankheitsverständnis haben. Aber anscheinend ist dieser Pilz sehr ansteckend für Kinder und ältere Personen. Und ohne Krankheitsverständnis ist das dann ein echtes Risiko.

    Ich denke, wir sind jetzt auf einem guten Weg in der Familie. Ich habe einige wertvolle Infos finden können. Man muss halt den Mittelweg finden und konsequent sein in der Behandlung.


    sohn,


    danke für Deinen Zuspruch. Ich reagiere da leider auch leicht panisch, wenn ich das alles lese und verarbeiten muss. Ich hoffe, dass aber jetzt ein gemeinsamer Weg gefunden wird.


    Zudem freut mich sehr, was ich von Dir und Deinem Vater lese. Das macht auch mir wieder etwas Mut für die Zukunft.


    Auch ich wünsche allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr und hoffe sehr, dass einiges besser wird in der Welt, im Gesundheitswesen und im Privaten. :)

    Danke, Schwarzer Kater.


    Meine Schwester bleibt für die Inkubationszeit jetzt erst einmal fern und versucht vorzubeugen, das keiner krank wird. Das beruhigt mich etwas.


    Nichts desto trotz muss ich heute bei meiner Mama etwas putzen, denn meine andere Schwester, die auch die Katze gestreichelt hat, hat bei meiner Mama anschließend übernachtet. Ich habe ihr zwar am nächsten Tag von meiner Beobachtung berichtet, aber jetzt muss man mal schauen. In der Regel wäscht sich diese Schwester aber immer die Hände.

    Mir geht es leider bescheiden.


    Die Demenz meiner Mutter nimmt leider Fahrt auf. Meine Schwester war eine Woche bei ihr. Sie erzählte mir, dass sie noch nicht einmal stundenweise etwas behalten kann oder vom Tag vorher. Leider habe ich diese Erfahrung beim Einkaufen auch gemacht. Sie kauft mehrmals das Gleiche, weiß zum großen Teil nicht mehr, was sie im Kühlschrank hat. Natürlich glaubt sie, dass sie alles richtig macht. Auch ihre Hygiene, vor allem das Haarewaschen, hat stark nachgelassen.


    All das ist mir nicht unbekannt. Aber das, was letztens auf einem Familientreffen passiert ist, dass hat mich einfach nur runtergezogen. Mein Bruder hat eine Katze, die seit zwei Jahren einen Katzenpilz hat. Dieser Pilz ist leider auch für Menschen ansteckend. Die Katze lebt im Grunde überwiegend draußen. Sie kommt nur mal zum Aufwärmen und Trinken rein. Ihre Ohren sind verkrustet, das Fell lang und stumpf und etwas schmutzig. Einige Kinder haben das Tier gestreichelt. Mein Bruder sagte, er würde sie ab und zu behandeln, wüsste aber nicht genau was sie hat.

    Ich habe dann gegoogelt, was die Katze haben könnte. Es passt einfach alles auf den Katzenpilz.


    Hautpilz bei Katzen: Symptome erkennen und erfolgreich behandeln
    Auf welche Symptome Sie bei Ihrer Katze achten müssen und wie Ihnen die Behandlung der Dermaphytose gelingt, erklären wir Ihnen im Folgenden.
    www.der-zooexperte.de


    Die Kinder haben sich überwiegend nicht die Hände gewaschen. Ich selbst bin bei so etwas immer skeptisch. Ich habe die Katze, die mir sehr Leid getan hat, nicht angefasst.

    Wie man hier nachlesen kann, kann ein einmaliges Streicheln der Katze, Kinder bereits infizieren und die können eine ganze Familie anstecken, was häufig vorkommt.

    Leider wollen einige, die das Tier angefasst haben meine Mutter zeitnah besuchen gehen.

    Jetzt sitze ich hier leider etwas panisch. Sollte meine Mutter sich anstecken irgendwie, dann habe ich ein Problem. Die Aufgaben für meine Mutter nehmen immer mehr zu. Damit kann ich noch umgehen, weil ich hier inzwischen mehr weiß als früher.


    Ich will aber nicht noch eine Erkrankung, die bei guter Behandlung ein Jahr andauern kann. Sie würde so auch in kein Heim oder sonst wo aufgenommen werden, wenn sie so etwas hat.


    Ich habe beruflich schon wieder soviel Stress zur Zeit und dann diese zusätzliche Belastung.


    Liebe Grüße

    Fühle Dich gedrückt, Nelly.


    Es tut gut, einen schönen Moment mit demjenigen zu haben, der verstirbt.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Mutter hin- und hergerissen ist und mehrere Gefühle und Gedanken sie überwältigen.


    Einen Abschluss zu haben, das wäre sicher gut.


    Die Sache mit der Krätze, ich glaube, damit könnte ich nicht umgehen. Man muss ja Insektizide benutzen, um die wegzubekommen. Die verträgt auch nicht jeder.

    Bei Demenzkranken stelle ich mir die Behandlung besonders schwer vor.

    Herzlich willkommen hier im Forum. :)


    Das klingt belastend. Sie machen viel, neben ihrem normalen Leben. Das ist auf Dauer nicht zu schaffen. Umso besser ist es, dass sie jetzt nach und nach Hilfe in Anspruch nehmen.


    Es gibt mehrere Möglichkeiten, so dass ein Demenzkranker Hilfe annehmen kann. Da ist aber jeder anders. Wenn der Vater vielleicht etwas religiös gewesen ist, dann kann man sagen, dass von der Pfarrei jemand ein paar Mal die Woche kommt, um ihn einfach so zu unterstützen. Das würden viele Menschen in Anspruch nehmen.

    Man kann auch sagen, dass er im Leben soviel geleistet hat und dass er jetzt etwas Hilfe bekommt. Das wäre ganz normal. Oder man sagt, dass eine Freundin / Kollegin kommt, um ihn zu unterstützen. Das haben wir gemacht und es hat nach einigen Versuchen auch funktioniert. Die Chemie muss einigermaßen stimmen. Ehrliche, offene Personen mit Humor und Durchhaltevermögen, die auch mal eine Beleidigung leicht nehmen können, haben oftmals Erfolg.

    Wir hatten auch eine Pflegerin, die ernsthaft und ehrlich besorgt mit dem Demenzkranken gesprochen hat. Bei dieser ging vielmehr als bei anderen. Sie konnte auch mal Tacheles reden. Hart und herzlich sozusagen, immer im Sinne des Patienten.

    Ich würde mich da auch nicht entmutigen lassen, wenn es am Anfang holprig ist. Das war es bei uns auch.


    Was die Dialyse angeht. Auch ein Demenzkranker hat einen eigenen Willen. Er neigt oftmals dazu, sich selbst zu gefährden und gerade das zu verweigern oder als schlecht anzusehen, was er dringend braucht. Das kann die Verweigerung von Trinken, Essen, Medikamenten, Behandlungen sein. Das führt bei einem selbst oftmals dazu, dass man ständig unter Strom steht. Und man glaubt hier ständig in der Verantwortung für das Leben des anderen zu sein. Ich fand das auch unglaublich schwer und ich musste hier sehr viel lernen. Das hat im Grunde fast nie aufgehört. Aber es wurde besser.

    Geholfen hat mir hier eine Beratung in einem Demenzzentrum. Diese Beratung hat mir gezeigt, dass ich gar nicht alles richten kann und das der Demenzkranke sehr wohl entscheiden kann, auch wenn es ihn selbst gefährdet. Man kann immer nur versuchen ihn zu unterstützen, ihm zu helfen, dass er doch einwilligt und das er mit einer entsprechenden Strategie, dann mitmacht. Das funktioniert oftmals gut und manchmal auch nicht. Und wenn es nicht funktioniert, dann wird man im Ernstfall auch den Arzt, den Krankenwagen rufen usw. Und dann muss man loslassen und abgeben lernen, weil der eigene Wille auch bei Demenzkranken zu achten ist. Als ich das verstanden habe, wurde es leichter, nicht immer, aber es half mir.

    Ich habe im Ernstfall, wenn ich gar nicht mehr konnte, im Demenzzentrum angerufen und es war mir jedes Mal eine große Stütze. Und natürlich das Schreiben hier. Hier bekam ich viel Hilfe, sowohl von den betroffenen Angehörigen als auch von den Experten.


    Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. Es schreiben sicher auch noch andere.


    Liebe Grüße

    Hallo Rose,


    vielen Dank für Deine Erfahrungen. Es ist wirklich alles sehr individuell. Da das Richtige zu finden, das ist manchmal wie russisches Roulette. :)


    @Schwarzer Kater,


    das macht mich auch Betroffen. Gerade in einem so gut geführten Heim. Ich hoffe und wünsche, dass es ein guter Nachfolger gefunden wird. In unserem damaligen Heim, hat nach einer Kündigung eine Frau die Heimleitung übernommen, die bereits im Heim gearbeitet hatte. :)

    Die Demenzkranken haben immer wieder neue Verhaltensweisen, was man vorher kaum hätte glauben können. Manches ist dann vielleicht nur eine Phase.


    sohn,


    lese ich das richtig. Ist Dein Vater fünf Mal gestürzt? Das kommt mir doch ein bisschen viel vor. Kann natürlich auch anfangs die ungewohnte Umgebung sein. Die Medikamente muss man hier im Auge behalten. Ich weiß jetzt gar nicht mehr - hat er einen Rollator?


    Die Tagespflege ist immer recht individuell. Das Unterhaltungsprogramm bei meiner lieben Schwiegermama war recht gut vormittags. Gemeinsames Frühstücken im kleinen intimen Kreise, dann Tischgymnastik, evt. etwas backen usw. Ich hätte mir gewünscht, dass die Damen den ganzen Tag über dagewesen wären. Die waren wirklich gut. Ich würde mich an Deiner Stelle mal erkundigen, wie da der Ablauf ist, damit Du dir ein genaues Bild machen kannst.


    Im Heim bei meiner Schwiegermama ging es im Gemeinschaftsraum auch lebhafter zu, als Du das beschreibst. Da waren aber auch Schweigende dabei. Es war gemischt. Es wäre mal interessant zu wissen, ob das immer so ist. Manchmal ist der Gemeinschaftsraum mit unterschiedlichen Personen besetzt, so dass es mal lauter oder mal leiser zugehen kann. Es ist die Frage, wie ist der Durchschnitt allgemein. :)


    Was die Pfleger angeht. Da hat die letzte Heimleiterin zu mir gesagt, dass es schwer ist jemanden Passendes zu finden und manchmal muss man auch jemanden einstellen, den man normalerweise menschlich gesehen, nicht einstellen würde. Diese Ehrlichkeit hat mir gefallen, aber es hinterlässt auch einen Beigeschmack. Das Pfleger auch mal genervt sein können, das kann ich durchaus verstehen. Aber sie sollten das nicht an den Patienten auslassen.


    Gerade wenn mir ein Pfleger unsympatisch gewesen ist, bin ich auf diesen zugegangen und habe freundlich das ein oder andere gefragt und habe auch Verständnis für die Lage gezeigt.

    Ich würde so jemanden aber auch im Auge behalten und schauen, wie er im tatsächlichen Umgang mit den Patienten ist.


    Ich kann Deine Zweifel verstehen, was die Heimwahl angeht. Trotzdem würde ich dem Ganzen noch etwas Zeit geben. Umsehen würde ich mich aber weiterhin. Das habe ich auch gemacht. Hätte meine Schwiegermama noch länger gelebt, dann hätte ich sie auch lieber woanders gesehen. Aber der Stationsleiter war eine wahre Perle, genauso wie zwei Pfleger und in der Sterbephase hatte meine Schwiegermama wirklich Glück gehabt. Die zwei Damen, die die Nachtschicht hatten, waren ein Schatz. Es gab aber auch zwei, die hätte ich auf keinen Fall dann dahaben wollen - nicht wegen Sympathie oder Antipathie, sondern weil sie auch sonst grenzwertige Verhaltensweisen am Patienten verübt haben.


    Liebe Grüße an alle

    Schwarzer Kater,


    Das Heim, indem Deine Mutter liegt, ist tatsächlich wie ein sechser im Lotto. Im Grunde gehört Dieses Heim ins Fernsehen und als Anregung zu Herrn Lauterbach, wie man vielleicht gewisse Standards einführen kann. :)


    ich lese da gerne und erstaunt mit.


    Aber auch Rose hat es anscheinend gut getroffen.


    Wenn auch vieles schwer fällt und wenn man immer wieder etwas runtergezogen wird und so manche Veränderung einem weh tut, so ist es doch ein großer Trost, wenn der Mensch, der eine Demenz hat, gut versorgt wird.


    Ich will mir für meine Mutter noch einige ansehen und hoffe, dass da auch eine Perle zu finden ist. :)

    Ich hätte mir da auch so vieles gerne anders gewünscht. Letztendlich ist es gut, wenn irgendwann eine Konstanz eintritt und wenn man mitbekommt, der Demenzkranke kann trotz allem noch seine kleinen Freuden hin und wieder finden.

    Die Anfänge sind oftmals schwer. Gut ist, dass der Vater beweglich ist und alles andere müsste dann nach und nach machbar sein.


    Da möchte ich auch ein wenig Hoffnung geben. :)

    Ich kann mich hier nur anschließen.


    Die Medikation muss gut überlegt und typgerecht sein. Ich habe das leider auch erlebt, dass Demenzkranke gerade im Heim ect. anfänglich gestürzt sind.


    Wütend hat mich vor allem immer die Hilflosigkeit gemacht. Man hat selbst nicht mehr alles in der Hand und es läuft bei anderen auch nicht immer alles glatt und vor allem, dass man nicht jedes Leid auffangen, beschönigen und besser machen kann. Ich war dann traurig, hilflos, wütend zugleich.

    Hallo Sohn,


    ich habe hier immer mitgelesen. Ich freue mich über jeden, bei dem die Heimunterbringung im Großen und Ganzen gut funktioniert hat.

    Sehr gefreut habe ich mich auch über die Beschreibung des Zimmers mit Terrasse, die Du hier beschrieben hast. Aber für einen Demenzkranken ist das nichts, wenn man die Terassentür nicht absperren kann.


    Ich kann verstehen, dass du sauer bist. So gut sich das Heim anfangs präsentiert hat, so sehr hätte man doch daran denken müssen, dass der Vater dement ist und natürlicherweise anfangs daran denkt, zu flüchten. Auch die coronabedingten Besuchseinschränkungen finde ich nicht gut, wenn es bei demenzkranken mal brennt. Ich habe einiges erledigen müssen, wozu das Personal keinen Zeit gehabt hat.


    Ich stelle mir das nie einfach vor, wenn jemand, wie Dein Vater, der manchmal noch recht munter mitagieren kann und der einen eigenen Willen hat, in einem Heim ist. Es dürfte aber trotzdem machbar sein, denke ich mir. Der Vater hat immer wieder Einbrüche, die es zunehmend schwerer machen, weiter auf Dauer das zu leisten, was Du geleistet hast.


    Ein Mittel, was anfangs hilft, vor allem abends, fände ich jetzt nicht so verkehrt, wenn es gut eingestellt wird. Ich kenne hier zum Beispiel Melperon.


    Wenn nachts die halbe Station wachgehalten wird und wenn Fluchtgefahr besteht, dann ist das Personal überfordert, verständlich.


    Ich finde es immer noch ein Versäumnis, dass wir nicht mehr Demenzdörfer haben. Vor kurzem war dazu eine Sendung auf Arte. Wir brauchen auch mehr Personal, so wie in Luxemburg. Die haben doppelt so viel, wie wir hier.


    Ich würde an Deiner Stelle noch einmal mit der Heimleitung sprechen. Ein anderes Zimmer wäre vielleicht nicht verkehrt.


    Ich würde hier genau beobachten und ich würde mich auch, so wie Schwarzer Kater es beschreibt, weiter anderweitig umschauen.


    Wenn der Vater nicht gepflegt aussah, dann kann es einerseits daran liegen, dass er die Pflege verweigert hat. Andererseits kommt es auf die Pflegekräfte und die Zeit an, die darauf verwendet werden kann. Unsere Demenzkranke hat dann vieles mitgemacht, wenn der Ton und die Zuwendung gestimmt haben.


    Ich hoffe, für Dich, dass jetzt Zwischenlösungen gefunden werden, die dem Vater helfen und dass das Heim sich auf die Situation einstellen kann.


    Ich drücke fest die Daumen.


    Liebe Grüße