Beiträge von Barbara66

    Aufgrund der Beschimpfungen hier im eigentlichen "Demenzforum"über Ungeimpfte, möchte ich mich nun aus diesem Forum hier verabschieden und mich nicht mehr mit Euch austauschen.

    Im meinem vorletzten Bericht habe ich berichtet, daß auch ich ungeimpft bin(und das wird auch bis ans Ende meines Lebens so bleiben)und fühle mich durch Eure Hasskommentare persönlich angegriffen und nicht verstanden.

    Mit solchen Menschen möchte ich mich nicht mehr austauschen.

    Barbara66

    Hallo Teuteburger,

    ich hatte alle Vorbereitungen für das Palliativteam getroffen und war voller Hoffnung, Hilfe zu bekommen.

    Gestern war eine Mitarbeiterin zur Aufnahme meiner Mutter da.

    Als ich ihr die Beschwerden meiner Mutter schilderte, war sie schon skeptisch, ob das für einen wöchentlichen palliativen Einsatz reichen würde.

    Sie ging kurz raus um mit einer Kollegin zu telefonieren.

    Dann kam sie rein und meinte,ihre Befürchtungen hätte die Kollegin bestätigt.

    Beim momentanen Zustand meiner Mutter gäbe es nicht genug Symptome,die sie behandeln könnten.

    Wenn in einem späteren Stadium Schluckbeschwerden auftreten,könnte ich sie gerne noch einmal kontaktieren.

    Meine Mutter muss also praktisch im Sterben liegen,bevor ich Unterstützung und Hilfe bekomme.

    Ganz ehrlich:Braucht man die wirklich?

    Schmerztabletten bei Bedarf kann ich selber geben-brauche ich keinen für.....

    Eine wohltuende Massage(Schmerzöl/Massageöl)kann ich ihr auch selber geben-brauche ich keinen für.......

    Es ist wie immer-ich stehe alleine da und bekomme nirgendwo Hilfe.

    Also ziehe ich das ganze mit meinem Mann alleine durch-zur Not bis wir tot umfallen.

    LG Barbara66

    Hallo Sohn83,

    was für eine süße Idee😉.

    Ich befürchte nur,daß das überhaupt nichts nützt.

    Im Grunde wissen wir (oder sie)gar nicht,was sie mit Stromvergiftung meint.

    Wenn Sie es nicht schafft,auf dem Sofa ein bisschen nach vorne an die Kante zu rutschen,glaubt sie,daß sie "festklebt".

    Ursache ist dann für sie die Stromvergiftung.

    Also alles völlig zusammenhangslos.

    Des weiteren gibt es nichts und niemanden, der gegen Ihren Wahn ankommt /Überzeugung vom Gegenteil zwecklos.

    Sie hat für alles eine Erklärung und davon bringt sie niemand ab.

    Bei Alzheimererkrankten könnte das vielleicht mit dem Blitzableiter funktionieren-bei LBD Demenz mit 90%Wahn leider nicht.

    Habe Deine Berichte immer fleißig gelesen und freue mich für Dich,daß es bei Deinem Vater "Fortschritte "gibt,was ja für eine Demenz sehr untypisch ist.

    Viel Kraft

    Barbara66

    sonnenblümchen:

    Ich weiß, daß ich an Hilfsmittel auch ohne Höherstufungsantrag komme.

    Da sich der Zustand meiner Mutter aber in den letzten 4 Wochen drastisch verschlechtert hat,meinte die Krankenkasse beides miteinander zu verbinden.

    Ich werde mir so ein Schiebebrett gleich mal im Internet anschauen.

    Danke dafür.

    LG Barbara66

    Hallo Hanne,Hallo Teuteburger,

    vielen Dank für Eure hilfreichen Tips.

    Auszuhalten ist das ganze auch nur,wenn nach einem schrecklichen Tag wie gestern heute ein "ganz passabler"Tag folgt.

    Das soll nicht heißen, daß sie klar ist.

    Wilde Geschichten haben wir immer.

    Aber heute war sie sehr liebebedürftig und dankbar und es ist eine nie dagewesene Nähe zwischen uns,die ich nicht mehr missen möchte!!

    Ich koche ja jetzt jeden Mittag und merke,daß das ganz viel Druck bei ihr rausnimmt.

    Planung eines Mittagessens überfordert sie doch sehr.

    Beide genießen es,an einen fertig gedeckten Tisch zu kommen.

    Nachmittags verwöhne ich sie mit Kaffee und selbstgebackenem Apfelkuchen von eigenen Äpfeln.

    Das gefällt ihr sehr.

    Danach bleibe ich noch ein wenig mit ihr auf dem Sofa sitzen, massiere und streichel ihre Hände.

    Das beruhigt sie und sie fühlt sich sicher und geborgen.

    Aufgrund des ständigen Wahns wissen wir eben nicht genau,ob sie tatsächlich Schmerzen hat oder alles nur "Einbildung "ist.(vergiftet).

    Heute Mittag weinte sie vor Schmerzen(ein Gefühl wie Muskelkater)und ich habe ihr eine Ibu 400mg gegeben.

    Heute Nachmittag beschwerte sie sich nicht mehr über Schmerzen.

    Teuteburger

    Erfolgt so eine palliative Betreuung zu Hause oder muß der Patient ins Krankenhaus?

    Alles Gute für Euch

    LG Barbara66

    Guten Abend an Alle,

    auch ich lese immer fleißig mit.

    Mein Schreiben ist seltener geworden,da Eure Angehörigen ja überwiegend alle im Heim sind,und die Probleme dann andere sind.

    Der Zustand meiner Mutter hat sich deutlich verschlechtert.

    Aufgrund des akuten Dopaminmangels der LBD werden die Parkinsonsymptome immer stärker.

    Seit gut 3 Wochen kann sie kaum noch selbständig aufstehen und das Heben der Beine aufs Sofa oder Bett schafft sie alleine nicht mehr.

    Ich schaffe es selbst mit Badewannenlifter fast nicht mehr,sie in die Wanne zu bekommen.

    Steife Gliedmaßen und sie schreit vor Schmerzen.

    Auch dies füllt sie wieder mit Wahn auf-sie hat eine Stromvergiftung!?

    Seit 3 Wochen ist alles voller Strom.

    Die Bettdecke,die Hose,die Kissen....alles voller Strom/sie hat eine Stromvergiftung.

    Das ist für Sie der Grund ihrer Unbeweglichkeit.

    Ich habe noch nie einen so verzweifelten Menschen gesehen,der in seiner Welt so gequält und gefoltert wird und ich muß zusehen,und kann ihr nicht helfen.

    Wir haben am Mittwoch eine Toilettensitzerhöhung mit Haltegriffen für Sie bekommen.

    Hat sie super angenommen und ist begeistert-anders bei meinem Vater.

    Er schaut das Teil an,als sei es von einem anderen Stern.

    Ich gehe davon aus,daß meine Mutter immobil und später bettlägerig wird.

    Mit den unfähigen Ärzten habe ich abgeschlossen......

    Ich vertraue niemandem mehr und helfen können sie sowieso nicht.

    Ich wollte eine Pflegeberatung um Info über nützliche Hilfsmittel zu erhalten.

    Es bringt ja nichts,wenn ich auf Teufel komm raus Unmengen Hilfsmittel rezeptieren lasse und es ist gar nicht das Richtige dabei.

    Die Krankenkasse hat mir dann am Telefon empfohlen, erneut einen Höherstufungsantrag Pflegegrad zu stellen.

    Wenn der MDK dann rauskommt, könnte er vor Ort eine Pflegeberatung durchführen.

    Seit heute kommt der Pflegedienst morgens früh zum Waschen und Ankleiden.

    Abends übernehme ich den Part.

    Mir hat hier mal jemand geschrieben, daß mit fortschreitender Erkrankung der Wahn in den Hintergrund tritt.

    Das kann ich überhaupt nicht unterschreiben-es wird immer schlimmer.

    Heute morgen schließe ich die Haustür meiner Eltern auf und meine Mutter steht ohne Gebiss in der Küche.

    Sie sagt mir:Ich kann nicht richtig sprechen-man hat mir heute Nacht mein Gebiss geklaut und mir dafür ein viel zu großes Gebiss in den Mund gesteckt!!

    Ich sage:Wo ist Dein Gebiss(in Sorge und Aufregung, sie könne es in die Toilette oder sonstwohin geworfen haben)?

    Mein Gebiss ist weg-die 2 haben mir das heute Nacht weggenommen.

    Ich mit einem Sprung hoch ins Schlafzimmer-dort lag es.

    Abgewaschen und ihr gegeben,eingesetzt-das ist nicht meins!!

    Doch,das ist Deins.

    Aber das passt ja gar nicht richtig!!-weil Du es jetzt stundenlang nicht anhattest.

    Das dauert jetzt ein wenig,bis es wieder richtig sitzt.

    Was für eine Krankheit-was kommt noch?

    Aber das ist ja nicht alles-Sorgen um meinen Bruder.(51)

    Er hat am 17.7.nach der 2.Impfung im Wohnmobil (seine Frau und Schwägerin(Ärztin)mit an Bord)auf einer Schnellstraße einen Schlaganfall erlitten.

    Er hatte ein eingeschränktes Sichtfeld und Taubheit im linken Arm und Bein.

    Sie haben den Wagen zum Stoppen gebracht-zum Glück.

    Es hätte ganz anders ausgehen können.

    Notarztwagen gerufen und ins Krankenhaus.

    MRT zeigte einen kleinen Schlaganfall.

    Jetzt kämpft er mit einem Trauma und bekommt beim Autofahren, wenn er jemanden mitnimmt und Verantwortung trägt,Angst und Panikattacken,daß so etwas wieder passieren könnte.

    Ich könnte mal wieder Urlaub vertragen,aber Ungeimpfte will ja keiner mehr.

    Also bleiben wir zu Hause und machen den ganzen Wahnsinn weiter mit....

    LG an

    Sohn83, Rosina, Rose60, hanne63, Teuteburger, Sonnenblümchen und alle,die ich jetzt vergessen habe🙂

    Barbara66

    Hallo Herr Hamborg,

    danke für Ihre Stellungnahme.

    Darf ich Sie kurz verbessern:Meine Mutter leidet an LBD,nicht FTD.🙂

    Auch wenn ich nicht immer antworte,so nehme ich mir Ihre Tips sehr zu Herzen und versuche Sie umzusetzen.

    Ganz hilfreich fand ich die Aussage:Ich lasse mich nicht provozieren, sondern bleibe die starke Tochter,die meine Eltern jetzt brauchen.

    Das habe ich diese Woche ein paar mal im Umgang mit meinem Vater versucht.

    Er ruft mich am Abend an und bittet mich noch 10 Eier auf die Einkaufsliste zu setzen.

    Am nächsten Morgen jogge ich vorbei und erwähne noch einmal,daß ich die Eier aufgeschrieben habe.

    Da sagt meine "demenzkranke "Mutter:Wir haben doch hinten 10 Eier.

    Ich sage zu meinem Vater:Aber Du hast mich doch gestern Abend deshalb angerufen!

    Er:angerufen habe er,aber das mit den Eiern hätte ich wohl falsch verstanden.

    Daran merke ich dann,wie auch seine Demenz voranschreitet.

    Sie haben recht-was bringt es,auf sein Recht zu pochen,wenn es in einen kranken Kopf nicht mehr reingeht.

    Also habe ich ihn reden lassen.....

    Diese Woche hat das gut funktioniert und ich bin sehr entspannt-ob es so bleibt,weiß ich nicht.

    Im Umgang mit meiner Mutter wird mir immer klarer, daß ich mich in Ihre Wahnwelt begeben muss und mit "Trost geht immer" ganz gut fahre.

    Wenn Sie das nächste Mal Ihren Termin zum erschießen hat und Ihre Tasche mit Schlafanzügen,Zahnbürsten,Handtüchern usw.packt,dann versuche ich sie nicht umzustimmen,sondern frage sie,ob noch was fehlt und was sie noch gerne mitnehmen möchte.

    Wenn Sie dann merkt,daß niemand zum erschießen kommt oder Sie nicht zum "Erschiessungstermin "gefahren wird,löst sich dieser Wahnsinn dann ganz von selbst auf.

    Sie hat dann auch eine Erklärung dafür,warum dieser Termin nun wieder nicht zustande gekommen ist und packt ihre Tasche wieder aus.

    Ich tröste sie dann und sage ihr,daß das mit dem Sterben nicht so einfach ist und wir warten müssen,bis der liebe Gott sie holt.

    Nach so einem Vorfall können dann wieder 2 gute Tage kommen,an denen sie plötzlich die Betten mit ihrer Lieblingsbettwäsche bezieht und richtig Freude daran hat.

    Ich freue mich dann so sehr über das Lächeln in Ihrem Gesicht ,daß der vergangene "Wahnsinn" keinen Platz mehr bekommt.

    Man muß einfach mit den gravierenden Schwankungen der LBD im Tagesverlauf versuchen zurechtzukommen.

    Danke für Ihre Rückmeldung und Unterstützung.

    LG

    Barbara66

    Hanne:

    Auch in mir kommen durch die Demenz meiner Mutter ganz viele ungesagte(jahrelang geschluckte)schlechte Gefühle hoch.

    Aber ich behalte nichts mehr für mich,sondern sage meinem Vater,was ich von ihm halte.

    Er ist ganz rabiat mit meiner Mutter umgegangen und das will er bei mir auch.

    Er hat Frauen gegenüber keinen Respekt.

    Meinen Bruder hat er früher auf Händen getragen.

    Wenn mein Bruder das Auto haben wollte-selbstverständlich kein Problem.

    Mir gibt er den Wagen heute noch nur sehr zögerlich.

    Wenn mein Mann 3 Tage a 12h Tagschicht hat,stehe ich ohne Auto da.

    Er würde niemals auf die Idee kommen,mir den Wagen für 1-2 Tage zu geben(er steht sowieso nur in de Garage).

    Das zeigt mir wieder,was er für ein schlechter und liebloser Vater ist.

    Und genau das sage ich ihm jetzt ohne zu zögern mitten ins Gesicht.

    Ich habe keine Kinder-aber wenn ich mir vorstelle,ich hätte Kinder und diese würden mir sagen,was ich für eine grässliche, lieblose Mutter war,würde mich das schon sehr treffen.

    Es trifft ihn nicht-vielleicht weil er auch schon den Verstand verloren hat.

    Ich habe alles so satt und kann diesen täglichen Wahnsinn bald nicht mehr ertragen.

    Diese Woche wieder Vergiftungswahn und Sterbewoche bei meiner Mutter.

    Es sei alles geplant und wir müssten nur noch den Bürgermeister informieren,da sie ja nicht auf normalem Wege sterben würde.!!????

    Wahrscheinlich wieder Todesspritze oder Erschießen!!

    Ich will das nicht mehr!!!!!

    Ich bin müde und völlig erschöpft.

    LG an Alle

    Barbara66

    Hallo ecia25,

    Du hast es so treffend ausgedrückt und ich finde mich in Deinen Worten wieder.

    Auch an einem "guten Tag" kann einem schon der nächste Satz den Boden unter den Füßen wegziehen.

    Heute morgen begrüßte ich sie mit einem Kuss und ging mit ihr in die Küche.

    Sie bereitete das Mittagessen vor und schien recht klar und sortiert.

    Plötzlich haut sie die Frage-ist das Geld wieder da?-raus.

    Ich fragte was für Geld?

    Sie:Das Geld ,was wir gewonnen haben????!!!!!!

    Was dann in mir passiert ist einfach schrecklich.

    Mir wird schlecht,mein Herz rast,ich könnte weinen und schreien zugleich und möchte am liebsten weglaufen.

    So etwas verfolgt mich den ganzen Tag bis in die Nacht.

    Es ist der Krankheit geschuldet-natürlich weiß ich das!!

    Aber ich verliere meine Mutter immer mehr und kann mich nicht mehr mit ihr austauschen-daran zerbreche ich.

    LG Barbara66

    Eigentlich ist alles wie immer.

    Eine demente Mutter mit skurillen Wahnvorstellungen, die immer da sind.

    Ein Vater,der auch zunehmend dementer wird und kräftemässig nicht mehr in der Lage ist,draußen Ordnung zu halten.(ist mit 81 Jahren ja auch verständlich).

    Somit müssen mein Mann und ich 2 Grundstücke in Ordnung halten(mähen.....).

    Lewy Body Demenz ist wohl mit das Schlimmste,was einem passieren kann(auch für den Betroffenen).

    Sie kommt vermehrt zum Liegen.

    Draussen fühlt sie sich immer unsicherer und fährt dort höchstens ein paar Runden mit Rollator auf dem Hof.

    Sie igelt sich immer mehr ein,ihre Welt wird immer kleiner.

    Vielleicht vernimmt sie draußen ja auch Bedrohungen -Stimmen hören usw. und traut sich deshalb immer weniger raus.

    Der Umgang mit dieser wahnhaften Demenz ist sehr,sehr schwer.

    Ganz selten erlebe ich Tage mit ihr,an denen sie fast wie früher ist.

    Man weiß, daß es morgen schon wieder ganz anders sein kann,und trotzdem hofft und betet man,noch einen weiteren guten Tag zu erleben.

    Vergebens!!

    LG Barbara66

    Hallo Sonnenblümchen,

    ich kann Dich gut verstehen.

    Für mich ist es auch kaum vorstellbar,irgendwann nicht mehr in "mein Zuhause" zu können.

    Mein Mann und ich haben im Moment 2 Häuser und Grundstücke zu pflegen-unser eigenes und das meiner Eltern.

    Die Vorstellung, dort irgendwann andere Menschen wohnen zu sehen,fällt mir sehr schwer.

    Als wir 2013 das Haus meiner Schwiegereltern verkauft haben,wollte mein Mann immer mal schauen,was beim Umbau daraus geworden ist.

    Aber er ist NIE mehr dort gewesen.

    Aber wir haben auch einen Pfingstrosenstrauch ausgebuddelt ,mitgenommen und bei uns eingepflanzt.

    Und jedesmal,wenn er so wunderschön blüht,sprechen wir darüber,daß das eine Erinnerung an sein Elternhaus ist.

    Alles Gute

    Barbara66

    Hanne

    Danke für Deine einfühlsamen Worte.

    Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einer Bekannten,deren Mutter an Alzheimer gestorben ist.

    Sie hat auch gelitten,doch der Neurologe beruhigte sie,daß es Ihrer Mutter gar nicht schlecht ginge(sie war halt im "Woanders").

    Viel mehr Sorgen mache er sich um Ihre Gesundheit,da sie so sehr mitlitt.

    Bei der LBD aber ist alles viel schlimmer.

    Meine Mutter leidet-sie sieht schlecht aus.....

    Jeder,der sie schon lange kennt und jetzt sieht erschreckt sich.

    Dazu trägt die radikale Gewichtsabnahme, die erstarrte Mimik(Dopaminmangel/Parkinson)und der depressive Gesichtsausdruck ,bei.

    Mein Nachbar(81)hat auch Demenz-aber das sind Welten.

    Der macht seine Späße wie früher und ist eigentlich immer gut drauf.

    Alzheimer und LBD sind so unterschiedlich.!!!

    Es hilft mir leider nicht,lockerer damit umzugehen,in dem Gedanken, daß es ihr gar nicht so viel ausmacht,wie ich glaube.

    Aber es ist einzig und allein der Wahn,der diese Demenzform so schrecklich macht.

    Wenn wir den nicht hätten,wäre alles einfacher.

    Teuteburger:

    Wie geht es mir damit?

    Nicht gut-vor allem nicht,wenn es in ihrem Wahn um Anschuldigungen und Beleidigungen gegen mich geht.

    Dann bin ich verzweifelt, wütend,traurig,hilflos.....

    Aber ich weiß jetzt auch, daß sie ja so NIE war (das macht die Krankheit mit ihr)und das sie am nächsten Tag nichts mehr davon weiß.

    An "guten"Tagen schöpfe ich innerlich wohl zu viel Hoffnung,es könne mal eine Woche so weitergehen (so gut).

    Leider ist dem nicht so.

    Körperlich fit ist sie nicht mehr -sie hat halt den typischen schlurfenden "Watschelgang",den alle Parkinsonkranke haben.

    Sie kann nicht lange auf einer Stelle stehen,versucht aber noch täglich zu kochen.

    Es gibt Tage, die zwar auch von Wahn geprägt sind(Vergiftungswahn),und trotzdem entwickelt sich dann eine unglaubliche Nähe,die wir nie zuvor hatten(weil ich mit dem Vergiftungswahn gelernt habe umzugehen).

    Ich halte dann ihre Hände,rede ruhig mit ihr und nehme sie ernst.

    Das gelingt aber nicht mit jedem Wahn!!!!

    Geistig ist sie immer mehr im "Woanders",manchmal aber auch nicht.

    Sie wählt selbstständig meine Telefonnummer-wenn ich anrufe,hebt sie den Hörer ab und meldet sich mit richtigem Namen-sie weiß, wann wir Geburtstag haben-noch!?

    Es ist sehr schwer und irgendwie bin ich erschöpft und müde.

    Aber Eure Belastung mit Corona Tests und Besuchsverboten ist sicher genauso anstrengend.

    Deshalb könnte ich mir im Moment nicht vorstellen,sie in eine Klinik oder Pflegeeinrichtung zu geben.

    Alles Gute

    Barbara66

    Danke für Eure Antworten! !

    Meine Mutter hat seit August 2020 Pflegegrad 3!!

    Jetzt geht es um meinen Vater.

    Ich gehe nicht davon aus,daß mein Vater jemals fremde Hilfe annehmen würde.

    Es wird niemals passieren,daß mein Vater sich vom Pflegedienst baden lassen würde.

    Deshalb weiß ich nicht,wie ich das hinbekomme, daß die Sauberkeit (Körperpflege )richtig funktioniert.

    Es ist auch nicht möglich,sich mit ihm über seine Defizite zu unterhalten und gemeinsam zu überlegen,wo Hilfe nötig ist.

    Wie ich schon geschrieben habe,versteht er uns nicht mehr und wir verstehen ihn nicht mehr.

    Und wenn es ihm zu bunt wird, steht er auf und geht weg.

    Man konnte noch nie sachlich mit ihm reden.

    Er macht stur sein Ding und will auch gar keine Veränderungen.

    Es sieht alles ein wenig aussichtslos für mich aus.

    Aber ich werde den Antrag auf Einstufung gleich bei der BEK anfordern.

    Es ist ein Anfang!

    LG an alle

    Barbara66

    Hallo Teuteburger,

    das Verhalten Deiner Schwiegermutter klingt eher nach dem typischen herausfordernden Demenzverhalten im fortgeschrittenen Stadium.

    Und genau hier kommt Risperdal zum Einsatz-mit massiven Nebenwirkungen.

    Aber ich denke,daß das bei Deiner Schwiegermutter doch notwendig ist-wie auch Rose60 schreibt,auch zum Schutz für die Pflegekräfte. (Wenn sie um sich schlägt)

    Hier treten dann später auch Halluzinationen und Wahnsymptome auf -allerdings viel später als bei der LBD.

    Eigentlich besteht die LBD (bei meiner Mutter )immer noch zu 95% aus Wahn.

    Gedaechtnisstörungen sind da,stehen aber nicht im Vordergrund.

    Wenn ein an LBD Erkrankter was vergisst,dann liegt das mehr an Aufmerksamkeitsstörungen als an Gedächtnisstörungen (so steht es im Internet).

    Was mich im Moment verzweifeln lässt,ist mein Vater.

    Ich mache ja die Wäsche und habe jedes Wochenende "Kackstreifen "in seinen Unterhosen.

    Heute war ich meine Mutter baden und wollte ihre Unterwäsche in den Wäschekorb schmeißen -was mir entgegenkam war ein "Kackgeruch"-und siehe schon wieder war die Unterhose meines Vaters beschmiert.(auch die Handtücher sind beschmiert)

    Er ist motorisch so eingeschränkt, daß er wahrscheinlich nicht mehr in der Lage ist,sich selbstständig den Hintern abzuwischen.

    Er schafft es nicht mehr,sein Hemd zuzuknöpfen,sein Hörgerät reinzumachen,einen Schal um den Hals zu wickeln-er kann gar nichts mehr!!

    Macht es Sinn, auch für ihn einen Pflegegrad zu beantragen?

    Und wie mache ich weiter?

    Lasse ich die Wäsche vom Pflegedienst waschen?

    Ich schäme mich so sehr und schaffe es nicht, ihn selber auf diese Missstände (Kackstreifen )anzusprechen.

    Ich habe es meiner Mutter gesagt und bin mal wieder explodiert-daraufhin wurde sie bockig und aggressiv.

    Manchmal denke ich,daß beide eigentlich nicht mehr in der Lage sind,alleine zu leben.

    Was würdet ihr machen?

    LG an alle

    Barbara66

    Hallo Herr Hamborg,

    einen kompetenten Arzt zur Behandlung einer an LBD Erkrankten zu finden,ist ein Wunschdenken und entspricht nicht der Realität.

    Demenzkranke bekommen alle das gleiche-der nächste bitte.

    Vielleicht ist es in Städten und größeren Kliniken anders,vielleicht gibt es dort bessere Ärzte.

    Wir leben hier im nördlichen Rheinland-Pfalz auf dem Land und haben gar nicht immer die Möglichkeit bessere Angebote in Anspruch zu nehmen.

    Sei es berufsbedingt oder auch die Rücksichtnahme auf meine Mutter,der wir solche Strapazen nicht mehr zumuten können.

    Vielleicht können Sie mir eine Frage beantworten:

    Was triggert den Wahn?

    Natürlich weiß ich,daß Stress,Lärm und Überforderung Gift für einen Demenzkranken sind.

    Konflikte und Streitigkeiten versuche ich so gut es geht zu vermeiden und trotzdem tritt der Wahn immer wieder auf.

    Oder ist er tatsächlich auf einen Acetylcholinmangel zurückzuführen und wir wären wir doch mit Rivastigmin erfolgreich(Acetylcholinesterasehemmer)?

    Manchmal ist Abwechslung gut,aber ganz schnell sehe ich auch wieder die Überforderung bei ihr.

    Selbst ein Besuch in meinem Haus ist schwer für sie geworden und ich spüre dann die Unruhe und den Wunsch wieder nach Hause zu wollen(obwohl sie dort ja vergiftet und gequält wird).

    Freue mich auf Antwort

    Alles Gute

    Barbara66

    Danke an alle,die mir geschrieben haben.

    Hanne -wir denken auch,daß es erst zu einem Autounfall kommen muß, bevor mein Vater das Autofahren lässt.

    Es ist nicht so,daß er das nicht mehr könnte (der Radius beschränkt sich sowieso nur auf die 5km zum Einkaufen oder die 1km zu mir.

    Aber er ist schon eine Behinderung für den Verkehr.

    Er ist und war immer ein eigensinniger Mensch,der sich nur wenig helfen lässt.

    Ich würde mich gar nicht trauen ihm gegenüber das Wort Demenz in den Mund zu nehmen -und zu einem Arzt(Neurologen ) werde ich ihn niemals bekommen.

    Wir waren im August mit ihm beim HNO wegen eines zweiten Hörgerätes -er hat es ,trägt es aber nicht.

    Ich wollte ihm auch ein Wochendosett mit seinen Medikamenten fertigstellen -will er nicht!!

    So ist das immer!!!

    Die Hilfe,die meine Mutter bekommt,ist immer noch die gleiche.

    3xtgl.Medikamentengabe und jeden Do Putzdienst.

    Baden habe ich wieder übernommen,weil sie den Pflegedienst in ihrem Wahn auch schon mal weggeschickt hat oder der Pflegedienst den Termin vergessen hat.

    @Herr Hamborg:

    Danke für Ihre Rückmeldung

    Ich sehe keinen Sinn darin,meine Mutter in die Klinik zu geben und dort psychiatrisch betreuen zu lassen.

    Im Februar 2019 war sie zuletzt dort,und nach 5 Tagen waren die Worte der Ärztin zu mir:Demenzkranke bekommen alle das gleiche Medikament -mehr können wir für Ihre Mutter nicht tun-wenn sie will,kann sie nach Hause.

    Das hat mir gereicht -ich habe seit der Krankheit meiner Mutter noch keinen kompetenten Arzt gefunden,der mich ernst nimmt und bei dem ich meine Mutter in guten Händen weiß.

    Des weiteren hat meine Mutter ja aufgrund des Wahns noch nie eine Krankheitseinsicht gehabt.

    Es geht ja immer um das,"was die mit ihr machen",und da kann das Krankenhaus laut ihren Aussagen ja auch nicht helfen.

    Also würde sie niemals dorthin gehen.

    Ich fühle mich nicht unbedingt überfordert, aber der Umgang mit Wahn ist mehr als schwierig.

    Ich fühle mich hilflos und ohnmächtig,wenn ich die Verzweiflung meiner Mutter sehe.

    Das kann ich nur schwer aushalten-zu wissen,es wird nie mehr, wie es mal war!!!!!

    Ich habe Angst,Angst vor dem,was kommt-Angst,daß meine Mutter irgendwann von dieser Welt geht,und nicht mehr weiß, wer ich bin.

    LG an alle

    Barbara66

    Hallo ihr Lieben,

    ich brauche Euren Rat.

    Der Umgang mit meinem Vater wird immer schwieriger.

    Auch er entwickelt eine Demenz,welche sich bei ihm im verschlucken der Wörter und massiven Wortfindungsstörungen zeigt, so daß ein Austausch fast nicht mehr möglich ist.

    Wir verstehen nicht mehr was er sagt!!!!!

    Er versteht den Lockdown nicht,ruft z.B. im Baumarkt an und beschwert sich dann bei uns,daß dort niemand zu erreichen sei???

    Das Autofahren wird zur Gefahr und jeder im Dorf spricht mich darauf an,daß man verzweifeln könne,wenn man ihn mit dem Auto vor sich hat (er kriecht).

    Dieser Altersstarrsinn und Irrsinn macht mich wahnsinnig und treibt meinen Blutdruck Richtung 200.

    Wie kann ich gelassener im Umgang mit meinen Eltern werden,die beide den Verstand verlieren.?

    Rose60 :

    Leider können wir bei einer Lewykörper Demenz mit Medikamenten gegen die Wahnvorstellungen nichts machen,da diese die Parkinsonsymptome verstärken und sie durch das verstärkte Zittern gar nichts mehr machen könnte,geschweige denn laufen könnte.

    Das haben wir alles schon hinter uns-Parkinson Krise und 3wöchiger Aufenthalt in der Neurologie.

    Aber danke für Deine Rückmeldung.

    LG Barbara66

    Hallo an Alle,

    ich habe nicht mehr geschrieben, weil ich den Eindruck hatte,daß mich vieles hier noch unruhiger und ängstlicher gemacht hat.(was das Fortschreiten der Krankheit betrifft).

    Es geht mir gar nicht gut.

    In mir wechseln sich Gefühle wie Wut,Verzweiflung, Angst,Mitleid und Trauer ab.

    Leide nun auch an Hypertonie (Bluthochdruck )und muss ein Medikament einnehmen.

    Der Schmerz in mir ist manchmal nicht auszuhalten.

    Der Wahn meiner Mutter ängstigt sie immer mehr und sie möchte aus ihrem Haus ausziehen,weil sie dort von "denen"gequält und verfolgt wird.

    Ich weiß nicht mehr,wie ich damit umgehen soll -bekomme sie auch nicht beruhigt.

    Eben ruft sie mich an ,weint und fühlt sich wieder bedrängt.

    Leider versuche ich dann immer noch zu sagen,daß da nichts und niemand ist,der ihr was Böses will.

    Dann sagt sie zu mir:Hör auf mich zu "verarschen "(sorry)und knallt den Hörer auf.

    @Hanne-Deine Worte,daß Du manchmal glaubst,die Krankheit würde wieder besser,kenne ich nur zu gut.

    Nach einem richtig guten Tag mit ihr könnte ich die ganze Welt umarmen und Luftsprünge machen.

    Und dann wächst irgendwie die Hoffnung-aber nur so lange,bis man am nächsten Tag wieder einen vor den Latz bekommt.

    Das ist das Anstrengende der Lewykörper Demenz, daß sich der Zustand innerhalb 2 Std. 5mal ändern kann.

    Eine enorme Belastung für die Angehörigen.

    Wenn ich Eure Beiträge lese,hören die Probleme auch nicht auf,wenn der Betroffene im Heim ist.

    Also weiter Aufregung, Sorge,Ärger-bedingt durch Corona noch viel mehr.

    Bei uns ist Corona bis jetzt kein Problem.

    Meine Mutter ist sowieso nur zu Hause und mein Vater fährt ab und zu zum einkaufen,was ihm aber auch immer schwerer fällt-das übernehme ich nun auch.

    LG an alle

    Barbara66

    So,da bin ich auch nochmal!
    Lieber Herr Hamborg (und alle anderen),
    nach einer unglaublich guten "Woche"meiner Mutter, ist seit gestern der immer stärker und skuriller werdende Wahn wieder da.
    Sie hat so massive Wahrnehmungsstörungen (ihr haben heute morgen die Arme so sehr gezittert und jetzt schmerzen sie überall ),die ihren ganzen Körper betreffen.
    "Jemand hat ihr Falten ins Gesicht gemacht "
    "Ihre Haare kommen ihr so dünn vor,als wenn ihr diese nachts jemand ausreisst "
    "Ihre Gelenke werden mit Säure bearbeitet " usw.....
    Sie möchte zu Hause ausziehen, weil sie das nicht mehr erträgt -sie will zu Ihrer jüngsten Schwester ziehen. .....
    Und heute morgen hat der Bürgermeister eine Rede gehalten ,in der er die "Leute"gebeten hat,meine Mutter in Ruhe zu lassen!!???
    Was ist das für eine seltsame Demenz,bei der fast nur Wahn existiert.
    Sie kocht immer noch täglich und hat gestern Kreuzworträtsel gelöst (nicht viel,aber alles richtig).
    Das ganze Krankheitsbild gleicht einer Schizophrenie! !!
    Letzte Woche ging es mir so gut mit ihrem Zustand und ihr natürlich auch.
    Eine liebenswerte, empathische und dankbare Frau.
    Und eine Woche später bekommt man wieder einen Schlag ins Gesicht.
    Bin gerade wieder ratlos und weiß nicht,was ich bzgl.Auszug von zu Hause zu ihr sagen soll.
    Sie ist in so einer Not und niemand kann helfen!!!!
    Vielleicht bekomme ich ja noch ein paar Tips,bevor dieses Forum erstmal nicht zu erreichen ist.
    Danke an alle
    Barbara66

    Hallo Teuteburger,
    ist die Schwiegermutter bereits operiert worden?
    Wenn ja,klingt das alles nach einem postoperativen Delir. (Durchgangssyndrom nach OP)
    Ein Delir geht einher mit Halluzinationen und Wahnvorstellungen und kann Tage/Wochen/Monate dauern.
    Gerade bei Menschen,die schon Vorerkrankungen haben (Demenz),bedeutet jeder Eingriff ein Risiko-für Verwirrtheit (Delir).
    Du schreibst ja,daß die Symptome fluktuieren-die Verwirrtheit tritt 1 Stunde auf und dann kann es in der nächsten Stunde viel besser sein (hier ähnelt alles der Lewykörper Demenz meiner Mutter-morgens guter Zustand-am Mittag völlige Verwirrtheit ).
    Haloperidol und Risperidon sind beide starke Neuroleptika mit massivsten Nebenwirkungen bezogen auf die Beweglichkeit.
    Meine Mutter hat nach Risperdal so sehr gezittert (Grund die bereits bestehenden Parkinsonsymptome der LBD),daß wir das Mittel sofort absetzen mussten.
    Ich würde beide Mittel wenn möglich vermeiden und würde nach Rücksprache mit dem Arzt zu Seroquel (Quetiapin)tendieren,da hier extrapyramidalmotorische(Zittern,Muskelsteifheit usw.) Störungen noch am seltensten auftreten.
    Besonders abends hilft dieses Mittel ausgezeichnet zum schlafen.
    Viel Kraft und schreib mal,wie Ihr jetzt vorgeht.
    Danke
    LG aus Rheinland Pfalz
    Barbara66