Beiträge von Barbara66

    Hallo Hans_63,
    ich bin jetzt nicht der gesuchte Facharzt -auch den habe ich nach fast 3 Jahren nicht gefunden.
    Meine Muter leidet (das haben meine langen Recherchen ergeben )ganz sicher auch an einer LBD.
    Sie hat massivste Wahnvorstellungen (Vergiftungswahn ) und das fast täglich.
    Hinzu kommen die typischen Parkinsonsymptome-Zittern, nach vorn gebeugter unsicherer Gang mit einigen Stuerzen (2018).
    Wie ist es bei Deiner Mutter?
    Sollten Parkinsonsymptome bestehen, ist eine medikamentöse Therapie gegen die Wahnvorstellungen mehr als schwierig..
    Gegen die Parkinsonsymptome gibt man Levodopa / Benserazid in kleiner Dosierung.
    Dieses Präparat wirkt leider nicht wirklich, da es sich nicht um die reine Parkinsonkrankheit handelt,sondern um Parkinsonsymptome aufgrund der LBD.
    Es ist fast unmöglich, die Wahnvorstellungen der LBD bei Parkinsonsymptomen zu therapieren, da die Neuroleptika das Zittern verstärken und die Gefahr besteht, daß diese Patienten in eine Parkinson Krise geraten und nicht mehr gehen können, sich nicht mehr bewegen können usw.
    Es gibt nur 2 Medikamente, die bei dieser Krankheit gegeben werden dürfen -Quetiapin und Clozapin -NICHTS ANDERES.
    Möchte man die kognitiven Fähigkeiten so gut es geht erhalten,sollte man einen Versuch mit dem Antidementivum RIVASTIGMIN (Pflaster oder Tabletten)starten.
    Dieses Medikament ist einzig und allein bei LBD zugelassen.
    Man sollte aber auch hier die Nebenwirkungen beachten.
    Wir haben entschieden,meiner Mutter so wenig wie möglich an Medikamenten zu geben-allerdings bringen uns die Wahnvorstellungen an unsere Grenzen.
    Für mich handelt es sich bei der LBD um die schrecklichste aller Demenzen -einzig positiv ist,daß das Gedaechtnis noch recht gut erhalten ist. (Das ist der Unterschied zur Alzheimer, bei der die Gedaechtnisstoerungen sofort da sind.
    Ich gebe Dir den guten Rat,Dich selber im Internet oder gerade auch hier zu informieren.
    Mein Vertrauen in Ärzte ist kaputt.
    Bei Fragen kannst Du mich gerne kontaktieren.
    Viel Kraft und alles Gute
    Barbara66

    Hallo Frau Gascho, Hallo Frau Spengemann,
    bei uns sieht es folgendermaßen aus:
    Meine Mutter wahnhaft dement-mein Vater entwickelt wohl auch eine Demenz.
    Meine Eltern haben 1 Eigenheim. (Wohnhaus).
    Beide bekommen Rente,meine Mutter eine kleine.
    Wir haben bei uns ein neues Demenzwohnheim mit 72 Zimmern.
    Jede Menge Plätze sind noch verfügbar -was wohl am Eigenanteil von 2700 Euro liegt.
    Gibt es eine zumutbare Grenze für Ehepartner bei der Zuzahlung eines Pflegeheimes?
    Mein Vater würde weiter im Haus leben und muss sich ja auch irgendwie am Leben halten (essen,laufende Kosten Haus usw.).
    Muss ich mich damit abfinden,ihn schnellstens aus dem Haus zu "schmeissen "und in einer Wohnung unterzubringen, damit mit dem Hausverkauf die Kosten der Pflege bezahlt werden können?
    Danke für Ihre Zeit
    MfG
    Barbara66

    Nun verweigert Sie auch das Baden durch den Pflegedienst, da sie angeblich gleich für den "Exit "mit dem Krankenwagen abgeholt wird.
    Das Baden sollte um 16 Uhr stattfinden und um 16.10 Uhr rief mich der Pflegedienst an um mir mitzuteilen, daß meine Mutter sich weigert zu baden.
    Aber jetzt kommt die Krönung :
    Der Pflegedienst wollte die 5 Tabletten Abenddosis einfach schon mal da lassen und meine demenzkranke Mutter soll dann um 18.30 alleine die Tabletten nehmen???
    Warum habe ich denn einen Pflegedienst beauftragt? ?
    Weil Sie das alleine nicht mehr hinbekommt.
    Ist es nicht die Aufgabe des Pflegedienstes, sich von der ordnungsgemäßen Einnahme zu überzeugen? ?
    Danke
    Barbara66

    Hallo Herr Gust,
    danke für die Aufklärung.
    Leider habe ich überhaupt kein Vertrauen mehr in Ärzte und in ihren Hausarzt am allerwenigsten.
    Ein völlig inkompetenter Mensch,der bis heute die Diagnose Demenz nicht akzeptiert, sonder auf den Zug des inkompetenten Neurologen und dessen Psychose-Diagnose aufgesprungen ist.
    Er war 25 Jahre nicht in der Lage,die Hypertonie meiner Mutter in den Griff zu bekommen.
    Erst als Sie im November 2018 aufgrund der Parkinsonkrise 3 Wochen im Krankenhaus lag,ist es den Ärzten dort gelungen,den Blutdruck zu senken und dauerhaft stabil zu halten.
    Hierbei wurde der ACE-Hammer ,den sie sehr lange nahm,abgesetzt und durch Amlodipin 5mg ersetzt.
    Seitdem haben wir Traumwerte.
    Lulu :
    ACE -Hemmer hat sie jahrelang genommen und hat den Blutdruck trotz Medikamente immer bei 180 gehabt.
    Hat den dämlichen,unfähigen Hausarzt nicht interessiert.
    Sicherlich ist die nie richtig behandelte Hypertonie mit Auslöser für die Demenz meiner Mutter.
    Es ist bei ihr sicherlich überwiegend LBD-könnte aber auch ein Teil vaskulaere Demenz dabeisein.
    Sie verweigert die Einnahme ja nicht gänzlich -es kommt darauf an,wie wahnhaft sie gerade ist.
    Sollte ein Rebound -Effekt eintreten,müsste sie ja ggf.ins Krankenhaus (was gar nicht so schlecht wäre,denn freiwillig geht sie ja nicht.)
    Ich habe am Samstag die älteste Schwester meiner Mutter besucht (am 2.9. 94 Jahre geworden).
    Sie hat im März einen Schlaganfall erlitten und ist nun ein Pflegefall -aber so lieb und zufrieden.
    Teils auch verwirrt ,aber nicht jeden Tag jammernd wie meine Mutter.
    Sie will mit ihren 94 noch leben -lieber so im Bett liegen,als sterben.
    Dagegen ist das mit meiner Mutter die Hölle!
    Und meine Mutter hat mir vor 2 Monaten in einem recht klaren Moment gesagt,daß sie gerne auch die Betablocker absetzen würde um schneller sterben zu können.
    Ich habe keine Angst vor einem Rebound und den dazugehörigen Folgen.
    Angst habe ich davor,diese schreckliche LBD bis zum bitteren Ende durchstehen zu müssen.
    Je eher meine Mutter stirbt,umso besser.
    So was hätte ich vor 1 Jahr noch nicht gesagt-aber dieser Mensch hat nichts mehr von meiner Mutter.
    Es ist eine Huelle ohne Verstand,mit der kein Austausch mehr möglich ist.
    All das wäre noch aushaltbarer, wenn der schreckliche Wahn nicht wäre.
    Jeden Tag Vergiftung-jeden Tag zur Todesspritze -jeden verdammten Tag immer das gleiche und es geht nichts mehr in ihr Hirn rein.
    So möchte doch niemand leben-der Demenzkranke selber und die Angehörigen auch nicht.
    Alles Gute
    Barbara66

    Guten Abend,
    ich habe ja schon oft von den massiven Wahnvorstellungen meiner Mutter berichtet, die an der LBD erkrankt ist.
    Gestern war sie wieder völlig wahnhaft und hat die Medikamentengabe für den Abend beim Pflegedienst abgelehnt.
    Der Pflegedienst informierte mich telefonisch darüber.
    Mein Bruder und ich haben entschieden, sie nicht zur Einnahme zu zwingen.
    Wenn Sie die Medikamente nicht nehmen will,akzeptieren wir das.
    Meine Frage ist,ob der Pflegedienst das so akzeptieren kann oder Angst hat,sich strafbar zu machen,wenn er die angeordnete Medizin wie vom Arzt verordnet, nicht gibt.
    Mein Bruder und ich haben die Vorsorgevollmacht -reicht das als Akzeptanz für den Pflegedienst aus?
    Wir haben allerdings bei der abendlichen Gabe auch Betablocker.
    Bei Nichteinnahme dieser kann es doch ggf.zu einem Schlaganfall kommen?
    Können wir den Wunsch (sicherlich wahnhaft-Vergiftungswahn )meiner Mutter so akzeptieren?
    Es kann natürlich sein,daß sie am nächsten Tag die Mittagsdosis ablehnt und wieder bereit ist,die Abenddosis zu nehmen.
    Eine vernünftige Medikation kommt so natürlich nicht zustande.
    Was raten Sie mir?
    Danke
    Barbara66

    Hallo Frau Sachweh,
    danke,daß Sie noch jemanden Kompetenten hinzugezogen haben.
    Sie ins Auto zu packen und so zu tun,als wolle ich mit ihr zu Ihrem Termin fahren,ist in der Realität ja nicht immer durchführbar.
    Mein Mann hat Schichtdienst -das heißt, das Essen gibt's mal mittags und mal erst am Abend.
    Bei Frühschicht (12 Std.6 Uhr -18 Uhr)habe ich überhaupt kein Auto und die Zeit,das mit meiner Mutter durchzuführen, auch nicht immer.
    Bin ich ehrlich gesagt auch nicht bereit zu.
    Da wir diesen Wahn ja tagtäglich haben,wäre ich ja nur noch unterwegs.
    Meiner Mutter irgendwas an Medikamenten unterzujubeln funktioniert sicher nicht-auch wenn der Pflegedienst die Medikation übernimmt.
    Sie kennt ihre Tabletten ganz genau und ist durch die LBD auch sehr misstrauisch.
    Auch wenn ich sagen würde, es handle sich um Vitaminpraeparate, würde sie das nicht glauben oder behaupten,ihr ginge es so schlecht von den neuen Mitteln.
    Sie hat mir vor ca.2 Monaten gesagt,daß sie sich wünscht, daß es schnell geht mit dem sterben.
    Aus diesem Grund würde Sie gerne alle Medikamente einschließlich der Betablocker absetzen.
    Aber ich versuche beim naechsten mal, mir von ihr erklären zu lassen,wie das stattfinden soll usw.
    Danke
    Barbara66

    Hallo Frau Sachweh,
    danke für Ihre Zeit und die hoffentlich hilfreichen Tips.
    Sie fragen,ob Sie aufgrund der Demenz leidet.
    Meine Mutter hat gearbeitet wie ein Tier und konnte alles.
    Die perfekte Köchin-tapezieren -Haare schneiden....einfach alles.
    Sicherlich merkt sie,daß sie immer weniger kann (vor allem körperlich ).
    Wenn mein Mann und ich unten zum Arbeiten sind und sie zusieht,plagt sie schon ein schlechtes Gewissen und sie sagt dann oft:Könnte ich doch wieder so wie früher! !
    Allerdings bezieht sie das schlechte Befinden überwiegend auf die Vergiftung und ist in keinster Weise davon überzeugt, eine Demenz zu haben.
    Ihre Termine für die "Todesspritze "macht sie mit dem Bürgermeister aus.
    Diese Methode würde vom Staat bezahlt.
    Sterben will Sie aber wohl nur deshalb,weil "DIE"sie ja immer wieder quälen (vergiften,Beine lahmlegen usw.)und sie das nicht mehr erträgt.
    Ihr Krankheitsbild ähnelt schon sehr einer paranoiden Schizophrenie.
    Wenn der Pflegedienst zum Putzen kommt, sagen "DIE":du brauchst doch gar keine Putzfrau, das kannst Du doch alleine!!
    Nebenwirkungen von Medikamenten schließe ich eher aus.
    Antidepressiva haben wir viele ausprobiert, aber sie hat die Einnahme nach 4 Tagen abgebrochen, da sie das Gefühl hatte,davon Depressionen zu bekommen.
    Allerdings werden Sie von einem wahnhaften Demenzkranken keine ehrliche Antwort über die Wirkung von Medikamenten und die Befindlichkeit bekommen.
    Das kann so jemand überhaupt nicht mehr einschätzen.
    Deshalb wollen wir ihr so wenig wie möglich geben,und am liebsten außer den Betablockern alles absetzen.
    Ich kann Sie für gar nichts mehr begeistern,schon gar nicht in den wahnhaften Phasen (und diese haben wir nun täglich ).
    Eigentlich ist Sie nicht mehr gesellschaftsfähig (wenn mehr als 2 Leute mit am Tisch sitzen ,ist sie total überfordert -sie starrt eh nur vor sich hin (leerer Blick)und nicht mehr lebensfähig.
    Es dreht sich alles nur um den Vergiftungswahn und das baldige Ableben!!!!
    Es geht hier NICHT um Suizid, wie sie schreiben.
    Für Sie ist das erlaubte aktive Sterbehilfe -daß das mit Todesspritzen und mit Erschiessen nicht durchführbar ist,begreift sie nicht mehr.
    Das mit Gesetzen argumentieren überzeugt mich am meisten und das werde ich ausprobieren-glaube allerdings,daß Sie auch hier wieder das passende Gegenargument hat,warum ich nicht Recht habe.
    Danke
    Barbara66

    Hallo Frau Sachweh, Hallo Herr Gust,
    bin gerade wieder etwas ratlos bzgl.des Wahns meiner Mutter.
    Wir haben jeden Tag das gleiche Thema:sie hat einen Termin zur Beendigung ihres Lebens! !!!
    Wir wissen angeblich alle Bescheid und sollen sie dann immer zu Ihrem Termin fahren.
    Heute Na habe ich ihr die Haare gemacht.
    Mi Nachmittag 16 Uhr ist Badetag mit dem Pflegedienst.
    Dann sagte sie mir,Sie habe den Badetermin heute morgen bei der Pflegekraft abgesagt,da sie ja morgen um 16 Uhr einen Termin zum "Ableben "habe und ich sie ja fahren soll.
    Ich sagte ihr,daß mein Mann morgen um 17 Uhr zur Nachtschicht muß und ich kein Auto habe.
    Ich sage ihr dann,daß ich davon nichts weiß und keine Zeit habe.
    Wenn Sie dorthin wolle,müsse sie auch sehen,wie sie dahin kommt.
    Dann versteht sie die Welt nicht mehr und fühlt sich wie immer unverstanden.
    Es tobt dann in ihr,weil sie ja Recht behalten will (Wahn).
    Sie ist dann ganz abweisend und reagiert auf Koerperkontakt überhaupt nicht mehr.
    Im Gegenteil, sie stößt mich dann sogar weg.
    Haben Sie eine bessere Idee,was ich noch zu ihr sagen könnte?
    Soll ich einfach ganz still sein und nicht auf ihre Geschichten antworten?
    Ich bin ratlos!!
    Danke
    LG
    Barbara66

    Hallo Leander,
    ich will den Neurologen hier nicht ins Handwerk pfuschen, aber durch meine 25jährige Arbeit in der Apotheke und meiner 2 jährigen Recherche und Fortbildung (viel gelesen),kenne ich mich mit Medikamenten recht gut aus.
    Meine Mutter leidet auch an einem Parkinson Syndrom aufgrund ihrer Lewykörper Demenz.
    Auf Ärzte verlasse ich mich nie mehr.
    Diese waren nicht in der Lage eine evtl.Lewykörper Demenz zu diagnostizieren und haben sie als Versuchskaninchen benutzt und alle möglichen Neuroleptika an ihr ausprobiert-fast alle sind bei Parkinsonsymptomen KONTRAINDIZIERT!!!!!
    Dies hat dazu geführt, daß meine Mutter im Oktober 2018 in eine Parkinson Krise geraten ist und nicht mehr gehen,sich fast nicht mehr bewegen und kaum noch schlucken konnte -3 Wochen Aufenthalt im Krankenhaus und wieder gehen lernen.
    Ich möchte damit folgendes sagen :
    Neuroleptika gibt man z.B. bei Menschen mit paranoider Schizophrenie, bei denen ein Dopaminueberschuss im Gehirn besteht.
    Neuroleptika drücken den Dopaminspiegel nach unten.
    Leute mit Parkinsonsymptomen haben einen Dopaminmangel.
    Gibt man hier auch noch Neuroleptika (die den Dopaminspiegel drücken ),ist die logische Konsequenz, daß dieser Mensch noch mehr Tremor bekommt und bei längerer Gabe dieser Mittel in eine Parkinson Krise fällt.
    Das sollte unbedingt beachtet werden.
    Deine Mutter dürfte bei ihren Parkinsonsymptomen überhaupt kein Risperdal (Risperidon )bekommen.
    Dieses Mittel ist kontraindiziert und führt zu starkem Tremor.
    Da die Krankheitsbilder unserer Mütter ähnlich sind,kann ich zur Beruhigung nur Quetiapin empfehlen,welches weniger EPMS (extrapyramidale Störungen -Rigor, Tremor, Akinesie )macht und zusätzlich noch schlaffoerdernd ist.
    Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einer Ärztin der Gerontopsychiatrie, die in unserer Psychiatrie (10 km entfernt)arbeitet,um mir von ihr einen Rat bzgl.der Unruhe und Ängste meiner Mutter zu holen.
    Sie empfahl mir ein Antiepileptikum (Pregabalin morgens und mittags je 25 mg), welches beruhigend und angstloesend wirken soll.
    Vielleicht wäre das einen Versuch wert.
    Ich wünsche Ihnen Alles Gute
    LG
    Barbara66

    Hallo Andydreas,
    auch von mir mein aufrichtiges Beileid.
    Was Du alles mitgemacht und ausgehalten hast- ich weiß nicht,ob ich das schaffen würde.
    Hochachtung!
    Ich werde ja aufgrund des Wahns meiner Mutter tagtäglich mit dem Thema Tod konfrontiert.
    Heute hatte sie selbständig! !???ein Bett im Fremdenzimmer von der Wand in die Mitte des Zimmers gestellt,damit DIE??heute Abend Platz zum erschiessen oder für die Todesspritze haben.
    Sie hat sich von mir verabschiedet und mir für alles gedankt.
    Und das erleben wir mehrmals die Woche.
    Ich wünsche Dir viel Kraft
    LG in den Norden
    Barbara66

    Hallo Mirabai,
    habe Deinen Bericht mit dem Sperren der Telefonnummer gelesen-erst etwas erschrocken und dann habe ich immer mehr Verständnis dafür gehabt.
    Auch ich trage mich seit heute mit dem Gedanken ,dies auch mit der Rufnummer meiner Eltern zu tun.
    Wenn meine Mutter anruft,dann nur,weil sie wieder zur Todesspritze oder zum Erschiessen gefahren werden will und dann die Welt nicht mehr versteht,wenn ich davon nichts weiß und ihr klar mache,daß es so etwas nicht gibt und ich sie zu so etwas niemals fahren würde.
    Wenn mein Vater anruft,dann nur,weil meine Mutter ihm Sachen unterstellt ,ihn aussperrt und den Schlüssel von innen stecken lässt und er mich dann mit Worten wie:ich halte das nicht mehr aus und ziehe aus oder ich bringe mich um.
    Schöne Gespräche finden nicht mehr statt.
    Brauche ich dann so etwas noch?
    Ist es nicht mein gutes Recht,genau wie Du,hier eine Entscheidung zu treffen und mich zu schützen?
    Oder gehe ich hier zu weit?
    LG
    Barbara66

    Hallo Miracula,
    ich fühle und leide mit Dir.
    So etwas auszuhalten ist unsagbar schwer.
    All das von Dir Geschriebene klingt schon sehr nach einer Demenz im fortgeschrittenen Stadium.
    Meine Mutter leidet seit 2017 an Halluzinationen und Wahnvorstellungen, die zu Beginn als Psychose behandelt wurden.
    Ein fataler Fehler!!!
    Nach 2 Aufenthalten 2018 in der Psychiatrie und einem totalen körperlichen Absturz (Parkinson Krise ),habe ich nach langem recherchieren die für mich eindeutige Lewykörper Demenz als Diagnose gefunden.
    Bei dieser Demenzform bleibt das Gedaechtnis noch sehr lange erhalten (meine Mutter kocht noch täglich -natürlich unter erschwerten Bedingungen )-dafür ist sie total wahnhaft und auch wir müssen mit Anschuldigungen und Behauptungen klar kommen.
    Wir haben es überwiegend mit Vergiftungswahn zu tun.
    Da Sie kaum noch vor die Tür geht,kann sie uns bei anderen nicht schlecht machen.
    Sie verkriecht sich zu Hause,weil sie sich dort wohl am sichersten fühlt.
    Ich vermute,daß sie draussen vermehrt Stimmen im Kopf hat (die nicht existieren )oder sich auch bedroht fühlt.
    Ich denke an Dich und wünsche Dir ganz viel Kraft.
    LG Barbara

    Hallo sarahf,
    wir beide haben uns ja auch schon des öfteren ausgetauscht, da unsere Mütter ja beide wahnhaft dement sind.
    Nun hat sich der Zustand weiter verschlechtert und die bösen Unterstellungen ihrerseits (ich habe das und das gesagt usw......)nehmen immer mehr zu.
    Mein Bruder wohnt ja 320 km weit weg und war von Mi bis heute mit seiner Frau und Wohnmobil hier und ist heute weiter in den Urlaub nach Frankreich.
    Ich bin froh,daß sie 2 katastrophale Tage hatte und mein Bruder nun endlich mal sehen konnte,was mein Mann und ich tagtäglich aushalten müssen.
    Ich habe heute mit dem behandelnden Arzt telefoniert und mein Bruder und ich wollten alle Neuroleptika ,Antiepileptika und das Levodopa absetzen,da wir keinen Sinn mehr in diesen Medikamenten, die überhaupt nichts bringen,sehen.
    Wir könnten das ambulant ausschleichen-besser wäre jedoch ein stationärer Aufenthalt in der Gerontopsychiatrie.
    Alles das lehnt sie vehement ab.
    Sei froh,daß Deine Mutter im Heim ist.
    Bei einer fortgeschrittenen Demenz kann man das nicht mehr alleine bewältigen.
    Hinzu kommt,daß auch mein Vater nicht mehr in der Lage ist,sein Leben selbst zu gestalten.
    Das muss nun auch ich übernehmen.
    Bei jedem Piep, den er spürt oder Anschuldigungen, die meine Mutter gegen ihn vorbringt ,ruft er mich sofort an und ich soll dann Abhilfe schaffen.
    Eigentlich gehörten beide in die Psychiatrie! !!
    Ich sehe kein Licht mehr am Ende des Tunnels und weiß nicht,was das noch mit beiden werden soll.
    Ich wünschte, ich hätte schon heute eine Zusage für 2 Heimplaetze.
    Bisher ist nur meine Mutter auf der Warteliste zweier Heime in der näheren Umgebung.
    Ich kann aber Dein Hin-und Hergerissensein trotzdem verstehen.
    Heute ist bei mir so ein Tag,an dem ich sie lieber heute als morgen im Heim abgeben würde.
    Morgen kann wieder ein recht guter Tag sein,an dem ich dann denke,es geht ja doch noch ganz gut mit ihr zu Hause.
    Gerade bei der Lewykörper Demenz wechselt ja die Befindlichkeit Dutzende Male am Tag.
    Mach Dir ganz einfach immer wieder klar,daß die Krankheit ja nicht aufzuhalten ist und Du sie irgendwann doch ins Heim hättest geben müssen.
    Alles Gute
    Barbara66

    Hallo Herr Pawletko,
    danke für die gutgemeinten Ratschläge -leider alle nicht durchführbar.
    Sie kennen meinen Vater nicht.
    Es ist ihm egal,wie er rumläuft (unrasiert )
    Wenn ich ihm einen Vergrößerungsspiegel hinhaengen würde, wüsste er gar nicht damit umzugehen.
    Meine demenzkranke Mutter hat ihm jetzt gesagt,daß Sie ihn aufgrund der schlechten Aussprache nicht mehr verstehen kann.
    Wissen Sie,was er geantwortet hat?
    DANN SPERR DEINE OHREN WEITER AUF !!!!!!!
    Kein Einsehen,irgendwas an sich zu ändern.
    Lieber sollen sich die anderen quälen und abmühen, ihn irgendwie zu verstehen.
    Wenn ich ihn auf einen vermeintlichen Schlaganfall ansprechen würde, wären seine Worte:Lass mich in Ruhe mit so einem Quatsch!!
    Vielleicht verstehen Sie jetzt meine Verzweiflung mit 2 solchen Menschen etwas besser.
    Momentan ist die Situation wieder unerträglich und ich weiß nicht mehr weiter.
    LG
    Barbara66

    Viele kennen mich ja schon gut,nachdem ich oft und verzweifelt über die LBD mit überwiegend Wahnvorstellungen meiner Mutter berichtet habe.
    Ich verzweifle aber langsam auch an meinem Vater (80),der die Krankheit und die damit verbundenen Veränderungen nicht begreift.
    Es geht einfach nicht in seinen Kopf rein.
    Für mich ist auch der Abbau meines Vaters deutlich spürbar.
    Wir verstehen ihn überhaupt nicht mehr.
    Er hat ein Hörgerät und seine Sprache ist total "verwaschen ",so daß ein Austausch fast nicht mehr möglich ist.
    Ich bin schon mehrfach von Leuten im Ort auf sein "Brett vorm Kopf"Verhalten angesprochen worden.
    Ich schäme mich zur Zeit für beide.
    Mein Vater ist nicht mehr in der Lage,sich vernünftig zu rasieren und läuft dann mit einzelnen langen Haaren im Gesicht rum und fährt so zum einkaufen.
    Wenn ich ihn darauf anspreche, wird er aggressiv und winkt ab.
    LOSLASSEN-ich schaffe es nicht und fühle mich verantwortlich für beide,die immer mehr zum Kind werden.
    Mittlerweile versteht meine Mutter meine Hilfe (z.B. Fensterputzen )völlig falsch.
    Sie meint,ich würde ihr unterstellen,sie sei nicht sauber (habe ich nie gesagt).
    Immer wieder Konflikte und Schwierigkeiten in der Kommunikation.
    Muss ich mir wirklich Sorgen machen,daß die Leute meinen unrasierten Vater sehen und alles auf mich zurückkommt? ??
    Oder mache ich mir hier zu viel Gedanken?
    Danke schonmal
    Barbara66

    Hallo Frau Sachweh,
    leider klappt das mit dem nicht ausflippen nicht immer so.
    Leider bin ich mitten in den Wechseljahren, geplagt von Hitzewallungen, Psychosomatischem Juckreiz (dauert ca.5 Monate, dann manchmal Besserung von ein paar Monaten,dann wieder Ausbruch ),Schlaflosigkeit usw.
    Nach 28 Monaten Wahn meiner Mutter liegen bei mir die Nerven blank.
    Das sollte jeder verstehen.
    Das war mir neu,daß man bei Wahn keine Validation anwenden soll.
    Aber dagegen reden nützt ja auch nichts.
    Im Grunde muss ich dann tagtäglich das "Weite"suchen,um Konfrontationen aus dem Weg zu gehen?!
    Das spürt sie aber dann auch und dann sagt sie mit weinerlicher Stimme:Warum kann das zwischen uns nicht wieder so sein,wie es früher war?
    Ich habe keinen mehr,der für mich da ist.
    Gruß Barbara

    Hallo Frau Sachweh,
    besucht wird sie von Ihrer ältesten Schwester nicht mehr,die nach einem Schlaganfall auch sehr beeinträchtigt ist.
    Anrufen übernimmt dann ihre Tochter, meine Cousine.
    Aber sie macht auch Leute aus dem Dorf tot,die noch leben.
    Wenn ich ihr dann nach so einer Behauptung sage,daß ich denjenigen gestern noch gesehen und mit ihm gesprochen habe,reagiert sie darauf überhaupt nicht.
    Das ist eben auch wieder "WAHN",der durch nichts und niemanden zu erschüttern ist.
    Das ist ja das Zermürbende dieser Demenzform -alles was sie sagt,stimmt!!!!
    Krankheitseinsicht? - hat es NIE gegeben.
    Und ich soll mal ganz schnell die Lewykörper Demenz aus dem Kopf bekommen-sie habe keine Demenz.
    Das ist alles wirklich wahr,was "die"mit ihr machen .........
    Danke für Ihre Nachfrage
    Barbara

    Wir haben bei uns ein gegenteiliges Phänomen.
    Bei meiner Mutter sind alle tot,die aber noch leben.
    Letzten Montag wurde angeblich ihre älteste Schwester (93)beerdigt.
    Wie geht man denn damit um?
    Wie soll ich hier bitte Validation nutzen?
    Soll ich sie etwa in dem Glauben lassen,ihre Schwester sei verstorben? ??
    Ganz sicher werde ich dies nicht tun.
    Barbara

    Hallo Anke,
    Muskelsteifheit und motorische Störungen entstehen im Alter durch Dopaminmangel, welche durch Neuroleptika noch drastischer in den Vordergrund treten-bis hin zur Parkinsonkrise (Muskelsteifheit, Tremor (Zittern ),Akinesie.
    Das war bei meiner Mutter so.
    Bekommt Deine Mutter außer Lamotrigin, einem Antiepileptikum, noch andere Neuroleptika (gegen Wahn,Unruhe,Halluzinationen ? Dazu gehören z.B. Seroquel (Quetiapin ),Risperdal, Haldol, Clozapin uvm.
    Wenn ja,könnte das zur Bewegungsunfaehigkeit beitragen.
    Warum hat man ihr das Alprazolam gegeben?
    Es ist ein abhängig machendens Benzodiazepin, wie Valium usw.
    Es geht nicht um die Abhängigkeit, aber schon nach kurzzeitiger Einnahme lässt die sedierende und angstloesende Wirkung nach.
    Jemanden davon wegzubekommen ist fast unmöglich.
    Auch ich habe das bei meiner Mutter in Kauf genommen und mit dem Psychiater beschlossen,ihr morgens 0,5 mg Lorazepam (Tavor)zu geben,da sie unglaubliche Ängste entwickelte.
    Dieses Mittel geben wir ihr auch weiterhin.
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Hanne63,
    ich habe vor 3 Wochen wegen der Wahnvorstellungen meiner Mutter mit einer Ärztin der Gerontopsychiatrie gesprochen.
    Sie war der Meinung, daß diese bleiben werden und aufgrund der Lewykörper Demenz mit Parkinsonsymptomen so gut wie nicht behandelbar sind,da die Neuroleptika den Dopaminspiegel senken und das noch weiter zu Parkinsonsymptomen führt.
    Ich glaube mit optischen Halluzinationen könnte ich noch ein wenig besser umgehen.
    Aber das tägliche Vergiften meiner Mutter und ihr Wunsch deshalb aus dem Leben zu scheiden, sind kaum mehr zu ertragen.
    Ich wollte Sie heute Na baden -als ich zu ihr fuhr (13.40 Uhr),lag sie mit Schlafanzug im Bett und wartete auf den Arzt,der um 14 Uhr zu ihr kommen wollte ,um ihr die Todesspritze zu setzen.
    Gestern Na war sie super klar und gesprächig und heute wieder der totale Absturz.
    Ich wünschte,wir hätten "nur"optische Halluzinationen-aber der Umgang und die Hilflosigkeit sind bei beiden auftretenden Erscheinungen immens.
    Ich habe aufgegeben, etwas gegen die Wahnvorstellungen zu finden.
    Es gibt nichts.
    Bei jungen Leuten mit paranoider Schizophrenie gibt's sicherlich Mittel,die helfen.
    Aber bei Demenz wird nichts mehr greifen.
    LG
    Barbara