Beiträge von Barbara66

    Hallo Andydreas,
    kann man diesen Arzt denn nichtmal bei der Ärztekammer melden??
    Wo sind wir denn??
    Der Hausarzt meiner Mutter sollte letztes Jahr am 20.9.zum Hausbesuch kommen.(ist aber nicht erschienen )
    Als ich ihn auf das Thema der Demenz meiner Mutter ansprach, fiel er mir sofort ins Wort:der Neurologe zweifelt an einer Demenz??????
    Ja klar,da sind wir 1 Jahr umsonst hingefahren -der war von seiner Diagnose Psychose nicht abzubringen und hat diese Diagnose auch dem Hausarzt meiner Mutter eingeimpft.
    Aber als meine Mutter am Do mit meinem Vater zu ihrem Hausarzt fuhr,fest davon überzeugt einen Termin zu haben,hat er ihr gesagt,daß sie heute gar keinen Termin hätte.
    Daraufhin hat er den Pflegedienst meiner Mutter angerufen und den ausgequetscht, was denn mit der Frau Pauly los sei??
    Der Pflegedienst hat ihn dann über die Demenz meiner Mutter informiert und ihm auch erzählt, daß sie manchmal von ihm "FERNSPRITZEN "bekommt.
    Da war er ganz erstaunt.
    Vielleicht muss es solche Vorfälle geben,damit der Groschen auch bei ach so studierten Medizinern fällt.
    Meine Mutter geht seit 30 Jahren zu ihm.
    Glaubst Du denn,daß er auch nur einmal auf die Idee käme, nach ihr zu schauen-er weiß, daß sie bereits 3 mal in der Psychiatrie war.
    Ich bin ja seit Januar wieder bei dem Psychiater, der sie nach dem 1.Aufenthalt in der Psychiatrie weiterbehandelt hat.
    Tolles Gespräch mit ihm alleine am 16.1.,seitdem auch so gut wie kein Lebenszeichen von ihm.
    Auch wenn eine neue Medikation vorgenommen wird-keine Nachfrage,wie die Wirkung ist usw......
    Wie schonmal von mir erwähnt -Ärzte kannst Du nur für das Verschreiben gebrauchen -sonst sind sie nicht in der Lage Dir zu helfen.
    Alles Gute
    Barbara

    Liebe Rosina,
    auch bei mir geht der "Wahnsinn "weiter.
    Nur noch Geschichten, die nicht stimmen.ICH KANN SIE NICHT MEHR HOEREN! !!!
    Am 5.5. waren mein Mann und ich mit meiner Mutter beim Friseur. (Alle zum schneiden-war ja dringend nötig wegen der Corona Sperre).
    Das hat sie super gemeistert mit Mundschutz.
    Danach habe ich noch mit meiner Friseuse telefoniert und sie meinte, daß meine Muter aber gut drauf gewesen sei.
    Sie hatte tatsächlich einen guten Tag.
    Am nächsten Tag alles wieder beim alten.
    Natürlich haben wir auch an Guten Tagen Wahnideen, aber sie ist dann besser drauf .
    Am Do habe ich ihr einen Pfingstrosen Blumenstrauß gebracht und in die Vase gestellt-sie waren nicht da.
    15 min später kam sie mit meinem Vater an und wollte sich für den Strauß bedanken-sie war gut drauf-aber auch hier gab es wieder eine Wahnidee.
    Ich sagte :habt ihr einen Spaziergang gemacht?
    Darauf sie :Nein, wir waren bei meinem Hausarzt, der mich sehen wollte?????
    Stimmte natürlich nicht.
    Aber da mein Vater ihr ja alles glaubt,ist er mit ihr in die Praxis gefahren und dort sagte man ihr,daß sie keinen Termin hätte! !!!!
    Spätestens hier hätte mein Vater doch mal wieder begreifen müssen, was mit ihr los ist.
    Leider begreift er es nicht und für mich geht das in die gleiche Richtung, wie bei meiner Mutter.
    Er begreift nichts mehr,er hinterfragt nichts mehr.........
    Mir geht es auch wie Sonnenbluemchen.
    Ich nehme mir immer wieder vor, ruhig zu bleiben und nicht laut zu werden.
    Das schaffe ich 2 Tage,dann kommt wieder was Unglaubliches und ich explodiere.
    Irgendwie ertrage ich das alles nicht mehr und wünsche mir manchmal es wäre vorbei.
    Oft schäme ich mich auch bei dem,was sie so loslässt.
    Letzten Montag war ich am Rasenmaehen und da kam sie mit meinem Vater hoch und wollte Lithium Tabletten (bei Psychosen und Depressionen )abholen,die der Arzt hier abgegeben hätte.
    Ein Arzt wuerde Lithium Tabletten an den Türen der Leute verteilen? ???
    Und jetzt kommts :unter anderem wollte sie auch Schneeweisschen und Rosenrot abholen??????????
    Ihr Pullover war mit Essen bekleckert! !!
    (Wie bei einem kleinen Kind)
    Ich sah sie an und sagte,ich habe keine Tabletten -hoer endlich auf mit diesen Geschichten! !! und fahr nach Hause.
    Ich bin total ausgerastet.
    Ich kann mir nicht immer nur sagen,daß es die Krankheit ist,die aus ihr spricht und nicht meine Mutter.
    Ich würde meine Mutter auch niemals hier zu mir nehmen.
    Für uns ist klar,daß der Weg ins Heim führen wird.
    Was allerdings dann mit meinem Vater passiert -ich weiß es nicht.
    Vielleicht machen beide noch vorher die Augen zu........
    Liebe Rosina,sei froh,daß Dein Vater erlöst ist.
    Ein Verlust schmerzt,gar keine Frage,aber bei dieser Krankheit wünscht man sich doch ein schnelles Ende,weil das für die Angehörigen doch auch kein Leben mehr ist.
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo JJ,
    Telefonieren Sie umgehend mit der Krankenkasse Ihres Vaters und fordern einen Antrag auf einen Pflegegrad an.
    Diesen ausfüllen und abschicken.
    Dann meldet sich der MDK und vereinbart einen Termin zur Begutachtung Ihres Vaters und der Einstufung.
    Wenn der Pflegegrad ermittelt wird (meistens wird noch rückwirkend gezahlt),wenden Sie sich sofort an einen Pflegedienst und besprechen mit diesem,wo Hilfe benötigt wird.
    Ich würde schon jetzt den ausgewählten Pflegedienst mit der Medikamentengabe beauftragen,auch wenn sie damit erstmal in Vorkasse gehen müssen.
    Wenn der Pflegegrad feststeht,kann das vorausgezahlte Geld damit verrechnet werden.
    Ggf.wird der Hausarzt noch an einen Neurologen überweisen, bei dem die üblichen Tests zur vermuteten Demenz durchgeführt werden.
    Ich habe ganz schlechte Erfahrungen mit dem Neurologen gemacht,zu dem ich 1 Jahr umsonst mit meiner Mutter gefahren bin,da dieser Arzt überhaupt keine Ahnung von den vielen verschiedenen Demenzformen hatte.
    Er handelte nach dem Motto:
    Vergesslichkeit =Demenz
    Wahnvorstellungen =Psychose
    Er hatte überhaupt keine Ahnung,daß die Symptome wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen auch zum Krankheitsbild einer Demenz,der Lewykoerperchendemenz, gehören.
    Bis heute bin ich die einzige,die diese Diagnose gestellt hat.
    Ärzte können sie nur zum verschreiben brauchen, helfen kann keiner.
    Ich frage mich manchmal,ob ich es ernsthaft mit einem studierten Mediziner zu tun habe,oder ob es sich hier um einen Metzger handelt,der vorgibt,Ahnung von Medizin und Krankheiten zu haben.
    Alles Gute
    Barbara
    P.S.
    Hanne hat natürlich Recht
    Die Medikamentengabe ist kostenlos ,wenn die Dienstleistung rezeptiert wird.

    Das sehe ich ganz anders.
    Im engsten Familienkreis zu beerdigen finde ich absolut richtig.
    Was brauche ich tratschende Nachbarn ,bei denen viele sowieso nur daran interessiert sind,über die Kleidung der anderen herzuziehen.
    Die Familie alleine weiß, was diese schreckliche Krankheit bedeutet hat -da brauche ich kein heuchlerisches Mitleid von anderen,die sich während der Erkrankung auch nicht für einen interessiert haben oder auch nur einmal gefragt haben,wie man das alles aushält und meistert.
    Da kann ich getrost drauf verzichten!
    Barbara

    Hallo Marie51,
    Danke für Deine Antwort.
    Das Problem bei LBD ist,daß ja nur Quetiapin und Clozapin gegeben werden dürfen.
    Haloperidol und Risperdal sind kontraindiziert, weil sie zu EPMS extrapyramidalen Störungen (Rigor,Tremor usw.)führen.
    Gestern morgen ist ja genau das passiert, was ich befürchtet habe.
    Mein Mann und ich sind absichtlich erst kurz nach 10 Uhr (um 10 sollte sie ja erschossen werden)vorbeigejoggt und sie verstand die Welt nicht mehr.
    Warum war der "Erschiesser "nicht um 10 erschienen?
    Eine Erklärung hatte sie wie immer parat :wir hatten ihn abbestellt! !!!!
    Daraufhin habe ich zu ihr gesagt:noch ein böses Wort an mich oder irgendeine Unterstellung und ich werde dieses Haus nicht mehr betreten und ihr könnt sehen,wie ihr zurecht kommt.
    Man kann nicht immer nur schlucken und verständnisvoll sein-irgendwann platzt mir der Kragen.
    Daß sie das nicht begreift ,ist mir klar.
    Manchmal denke ich ,daß wir sie mit Quetiapin hochdosiert zudroehnen müssen, damit der Wahn etwas gemildert wird-auch wenn sich die Parkinsonsymptome dadurch verstärken.
    Ich bin an einem Punkt,an dem ich nicht mehr weiter weiß.
    Zumal sie mir,meinem Mann und meinem Vater gegenüber immer bösartiger wird.
    In welchem Stadium befindet sich Deiner Meinung nach Deine Mutter ?(seit 2017?)
    Wie sehen bei Euch die Wahnvorstellungen aus?
    Freue mich auf Deine Antwort
    LG
    Barbara

    Hallo Herr Gust,
    Sie erhält eigentlich nur eine Mini Dosis Quetiapin von 25 mg.
    Letztes Jahr,als sie im Februar wieder in der Psychiatrie war,waren wir sogar bei 100 mg Quetiapin (für die Ärzte auch noch eine "homöopathische Dosis ")und hatten weiterhin Wahnvorstellungen /Wahnideen.
    Als Sie im Oktober 2018 in eine Parkinson Krise (Olanzapin & Reagila)gestürzt ist,war sie 3 Wochen im Krankenhaus und wird seitdem mit 3xtgl.Levodopa/Benserazid 62,5 mg behandelt.
    Mit Sicherheit haben wir es auch mit einer schweren Depression zu tun.
    Auch hier haben wir schon im Oktober 2018 mit Valdoxan (Major Depression )und im Februar 2019 (Neurologe )mit Cipramil einen Versuch gestartet,der aber von meiner Mutter nur nach kurzer Zeit abgebrochen wurde, da sie nach Einnahme eher das Gefühl hatte,eine Depression zu bekommen.
    Aber ich denke,wir sind an einem Punkt (bedingt durch den ständigen Wahn),an dem sie über die Wirkung von Medikamenten keine zuverlässige Aussage mehr machen kann.
    Ich glaube auch nicht,daß sie behandlungsbeduerftige Schmerzen hat-der Wahn ist allgegenwärtig und das Vergiften und Quälen "der Leute"macht sie so krank,daß sie am ganzen Körper zittert (wir merken das eher nicht)und nicht mehr richtig laufen kann. (Wahrscheinlich wieder wahnhaft und absolut unrealistisch)
    Und heute morgen ist genau das eingetreten, was ich vorausgesagt habe.
    Sie hat die Welt nicht mehr verstanden,als um 10 Uhr der Mann,der sie ja erschießen sollte,nicht gekommen ist und hat mir und meinem Mann unterstellt, wir hätten den Herrn abbestellt.
    Sie kommt in dieser unserer Welt ,die ihr jeden Tag ein bißchen fremder wird,nicht mehr zurecht
    Wäre ein Heim besser????
    MfG
    Barbara

    Heute Nachmittag war ich bei meiner Mutter zum Haare machen.
    Es gibt seit Wochen kein anderes Thema als ihr Sterben mittels Todesspritze oder Erschießen.
    Sie bedankte sich bei mir für meinen unermüdlichen Einsatz ,aber sie könne so nicht weiterleben, da "die"sie ja tagtäglich quälen würden.
    Sie werde vergiftet und man gebe Strom in Ihren Körper und das sei der Grund,warum sie fast nicht mehr gehen könne und am ganzen Körper zittern würde.
    Wenn morgen früh um 10 Uhr natürlich! !nichts passiert,werden wir sicherlich dafür verantwortlich gemacht,daß ihr Plan in die Hose gegangen ist.
    Wir haben dann hinter ihrem Rücken den für sie so wichtigen Termin abgesagt.
    Meine Frage an die Experten:
    Wie soll das noch weitergehen?
    Müssen wir nicht trotz Lewy Body Demenz die Dosierung des Quetiapins bis ins unendliche erhöhen und eine starke Verschlimmerung der Parkinsonsymptome in Kauf nehmen??
    Wir wissen nicht mehr weiter!
    Danke
    Barbara

    Hallo Abgnes,
    kenne das nur zu gut.
    Es handelt sich hierbei,wie auch bei meiner Mutter, um Wahnvorstellungen.
    Da kann man reden soviel man will-das Gesagte des Demenzkranken ist seine Realität! !und nichts und niemand bringt ihn davon ab.
    Alle anderen im Dorf (sie hat keinen Kontakt mehr zur Außenwelt )reden so viel Unsinn und lügen, wir belügen sie, mein Vater hat abends,wenn sie schon um 19 Uhr ins Bett geht,andere Frauen im Wohnzimmer ......
    Der einzige ,der recht hat und klar bei Verstand ist,ist sie-also null Krankheitseinsicht zu keinem Zeitpunkt Ihrer Erkrankung.
    Gegen Wahnerkrankungen gibt man Neuroleptika -aber Vorsicht bei bestimmten Demenzformen (Lewykoerperchendemenz )sind diese kontraindiziert.
    Ich hatte heute ein Gespräch mit einer Ärztin von der Gerontopsychiatrie, die in der Klinik arbeitet,in der meine Mutter bereits 3 mal war.
    Sie hat mir dazu geraten,ein Antiepileptikum zu geben.
    Es soll angstloesend und beruhigend wirken-wir werden das ab Donnerstag ausprobieren.
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Herr Hamborg,
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Verboten sind Neuroleptika bei LBD ja nicht,sie werden nur sehr schlecht vertragen und können in eine Parkinson Krise führen (was ja im Oktober 2018 bei meiner Mutter passiert ist).
    Clozapin und Quetiapin duerfen gegeben werden,da hier die Gefahr von EPMS doch viel geringer ist als bei anderen Neuroleptika.
    Clozapin wäre das wirksamste und macht so gut wie gar keine extrapyramidalen Störungen.
    Leider ist die wöchentliche Blutuntersuchung zu stressig für meine Mutter und sie bekommt ja schon sehr lange Quetiapin, allerdings nur 25-50 mg am Abend,was für Ärzte ja eher eine "homöopathische Dosis"ist.
    Deshalb denke ich auch,daß es wichtig wäre, sie in der Psychiatrie neu einzustellen und dort die Dosis auf bestimmt 200 mg zu erhöhen.
    Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
    Aber dort will sie ja nicht hin!!
    Barbara

    Man kann einfach nicht immer ruhig bleiben-ich schaffe das auch nicht.
    Als mein Vater gestern Abend anrief und mir sagte,daß meine Mutter ihn beschimpft hätte und er solle verschwinden, hatte ich eine unglaubliche Wut gegen meine Mutter in mir und hätte sie am liebsten sofort in die Psychiatrie gesteckt.
    Sicherlich ist es die Reaktion bei ihr auf irgendwas Wahnhaftes in ihrem Kopf und mein Vater muss dran glauben.
    Oder es gibt einfach keine Erklärung für Ihr Verhalten -Demenz eben.
    Dann möchte ich am liebsten zu ihr sagen,was sie für eine demente, grantige alte Frau geworden ist.
    Es tobt dann in meinem Kopf und als sie dann eben wie ein Häufchen Elend bei mir am Tisch saß, bricht es mir das Herz,solche Gedanken gehabt zu haben.
    Ich versuche immer noch ihre falschen Behauptungen zu korrigieren, obwohl das ja alles gar nichts bringt.
    Aber was soll ich sagen wenn sie behauptet, mein Vater würde sie belügen?
    Ich habe zu ihr gesagt,daß er das ganz sicher nicht tut!!!!
    Dann sagt sie:tut er doch und wie
    Wie soll ich damit umgehen???
    Im Moment ist wieder ein Punkt erreicht, an dem ich mich mut-und kraftlos fühle und sehr viel weine.
    Liebe Grüße
    Barbara

    Hallo Andydreas,
    eben waren meine Eltern hier und meine Mutter fragte,ob ich angerufen hätte und sie zu uns bestellt hätte.
    Ich sage nein-da meinte sie wie so oft:dann hat uns wieder jemand reingelegt? ??
    Immer wieder Halluzinationen und Wahnvorstellungen.
    Und man sieht ihr den Verfall richtig an.
    Und jeden Tag ist IHR Tag zum Sterben.
    Wir sollten heute Abend kommen zu Ihrer Abschiedsfeier? ????
    Ich habe gerade das Buch"Wie sich Alzheimer anfühlt "gelesen.
    Dort spricht eine Ärztin mit Betroffenen über ihre Krankheit.
    Da kann man ganz deutlich den gravierenden Unterschied zwischen der Lewykörper Demenz (meiner Mutter)und der Alzheimer erkennen.
    Menschen mit Alzheimer spüren in einem frühen Stadium ,daß etwas nicht mit Ihnen stimmt.
    Sie haben eine Krankheitseinsicht, die es bei meiner Mutter NIE gegeben hat,was sicherlich auch durch die Wahnvorstellungen (an denen der Betroffene festhält und nicht abzubringen ist)kommt.
    Selbst zu Beginn ,als Sie auf eine Psychose behandelt wurde und wir ihr erklärt haben,daß die Stimmen,die sie gehört hat,gar nicht existiert haben,hat sie gemeint,sie sei doch nicht verrückt! !
    Ich weiß und spüre ganz deutlich, daß der Abschied schon begonnen hat.
    Ich kann Sie nicht mehr um Rat fragen-sie wird nie mehr herzhaft über die Späße meines Mannes lachen-ich kann mich nicht mehr täglich mit ihr über das Tagesgeschehen unterhalten.
    Jetzt ist es so,daß ich erschrecke ,wenn das Telefon klingelt und ich Ihre Nummer sehe.
    Sie ruft nicht an,weil sie fragen will ,ob alles ok ist oder mir eine gute Nacht wünschen will-nein, es wartet wieder irgendeine Wahngeschichte auf mich,mit denen ich ganz schlecht umgehen kann.
    Einerseits sehe ich Ihre Hilflosigkeit und Ihren Verfall,andererseits habe ich totale Berührungs Ängste mit dieser Krankheit, besonders dem Wahn.
    Ein Leben danach?
    Mein Blick auf das Leben und meine Lebensfreude sind sehr verblasst und die Lust am Leben hält sich in Grenzen.
    Es hat sich eine Depression entwickelt.
    Du kannst Dich immer gerne melden.
    Ich habe auch alle Ärzte in den Wind geschossen und bin nun wieder bei dem Psychiater, der sie vor 2 Jahren,als alles begann,behandelt hat.
    Dem kann ich in Sachen Lewykoerperchendemenz allerdings auch was vormachen.
    Er ist empathisch und kann zuhören -ein sehr freundlicher Mensch.
    Zu ihm kommen halt die Patienten, die in der angrenzenden Psychiatrie gelegen haben,und von ihm weiterbehandelt werden (Schizophrene usw.)
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Andydreas,
    Habe vor ein paar Tagen noch an Dich gedacht und finde es bewundernswert, wie Du das alles alleine bewältigst .
    Da es sich bei Pipamperon um ein Neuroleptikum handelt und nicht um ein Antidepressivum, ist es nicht ganz so tragisch,am Wochenende damit auszusetzen.
    Neuroleptika senken den Dopaminspiegel (Dopamin ist ganz wichtig für die Bewegung ),der bei älteren Menschen ohnehin niedrig ist.Somit besteht die Gefahr von Bewegungsstoerungen (Muskelsteifheit, unsicheres Gehen,Zittern,genau wie bei der Parkinson Krankheit). Allerdings plädiere ich für die ständige Gabe der Tropfen,damit ein gewisser "Spiegel"erreicht wird,besonders in dem Stadium Deiner Mutter.
    Bei uns ist heute die Situation eskaliert.
    Meine Mutter hat behauptet, ich würde sie nicht mehr baden (stimmt natürlich nicht)und ist mit Hilfe meines Vaters in die Badewanne.
    Als mein Vater ihr wieder raushelfen wollte,hat sie ihn beschimpft und nach ihm geschlagen, er solle verschwinden! !!!
    Am Montag wird der behandelnde Psychiater einen Hausbesuch (trotz Corona,da sehr dringend )machen und dann führt der Weg erstmal in die Psychiatrie.
    Mein Vater hat Angst vor ihr und ich muss ihn auch schützen.
    Ich zerbreche daran,meine Mutter nicht wiederzuerkennen und halte das ganze bald nicht mehr aus.
    Sie hat,wie auch bei Dir,nichts mehr von der Mutter,die wir gesund erlebt haben.
    Alles Gute für Dich
    LG Barbara

    Hallo Rosina,
    In mir ist zur Zeit nur noch Hass und Wut auf diese Scheiß Krankheit.
    Hätte ich noch Hilfe und Unterstützung von meinem Vater -aber der versteht nichts! !!!!!
    Also habe ich, wie Du,2 Pflegefaelle.
    Ich weiß nicht, wie das noch werden soll und wünschte, der Weg ins Heim wäre schon gemacht.
    Dann wäre bestimmt alles etwas entspannter..
    Durch Corona ist es ja zur Zeit nicht möglich, sich Hilfe zu suchen!!
    Bleib gesund
    LG Barbara

    Hallo Karibia 27,
    tatsächlich haben wir bei uns fast genau die gleiche Situation.
    Meine Eltern leben beide noch zu Hause.
    Meine Mutter leidet an der Lewykoerperchendemenz mit massiven Wahnvorstellungen, Paranoia, Ängsten und Parkinsonsymptomen, die dazu führen, daß sie sehr wackelig auf den Beinen ist.
    Mein Vater ,der im Januar 80 geworden ist ,begreift die Demenz meiner Mutter nicht und baut geistig auch sehr ab.
    Auch ich hätte meine Mutter gerne in die Tagespflege gegeben, aber sie lehnt das alles ab,weil sie sich zu schwach fühlt und überfordert, wenn zu viele Menschen in einer Gruppe sind.
    Wir haben es letztes Jahr auch mit einer Kochhilfe vom Pflegedienst versucht -Katastrophe.
    Sie konnte überhaupt nicht damit umgehen, daß dort eine fremde Person bei ihr am Herd stand.
    Wiederum äußert sie aber dann den Wunsch,daß immer jemand bei ihr sein soll.
    Vor 5 Wochen kam ein Eifersuchtswahn gegen meinen Vater hinzu,wobei sie sogar nach ihm schlagen wollte.
    Man kann ja über die Verhinderungspflege Betreuung wie Spazierengehen, Spiele spielen, mal in ein Café fahren uvm.über den Pflegedienst machen lassen.
    Nutzt ihr denn auch die 125 Euro um Euch z.B. beim putzen helfen zu lassen?
    Es gibt sicherlich auch ehrenamtliche Helfer der Caritas oder Diakonie, die gerne bereit sind,sich evtl.2-3 mal in der Woche mit Deinem Vater zu beschäftigen.
    Wir leben hier auch auf dem Land und im Grunde bekomme ich auch wenig Hilfe für mich!!!
    Keine Selbsthilfegruppen, in denen man sich mit Betroffenen austauschen koennte.
    Was macht ihr denn gegen den Wahn Deines Vaters?
    Welche Medikamente bekommt er?
    Wie versucht ihr,ihm die Angst zu nehmen?? (Alles sehr schwer, wenn derjenige nichts mehr begreift ).
    Alles Gute
    Barbara

    Ehrlich gesagt,mache ich mir darüber keinen Kopf.
    Ich habe Angst mich bei meinen Eltern zu infizieren, da es mein Vater auch hier (genau wie bei der Krankheit meiner Mutter)nicht versteht,nicht täglich einkaufen zu fahren und sich mehr zu schützen.
    Und wenn es meine Eltern trifft,dann ist das eben so.
    Es wäre ein Segen,wenn beide gleichzeitig gehen könnten, weil mein Vater nicht ohne meine Mutter kann.
    Ganz ehrlich :die Worte von Frau Sachweh kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    Mit unserer Hilfe können die schwer Demenzkranken auch Corona überstehen? ??
    Ist das tatsächlich gewollt?
    Für mich ist es ein Segen,daß durch Corona so viele Demenzkranke in den Heimen verstorben sind (Bitte nicht falsch verstehen )und endlich von diesem unsäglichen Leid erlöst sind.
    Barbara

    Guten Abend, karlludwig
    Hat Ihre Frau denn eine Erkältung?
    Wie man sie zum schnaeuzen bekommt,kann ich leider nicht sagen.
    Ich kann Ihnen nur aus meiner Berufszeit in der Apotheke etwas zum einnehmen empfehlen.
    Bei verstopfter Nase würde ich Ihnen Sinupret Tabletten oder Gelomyrtol forte Kapseln empfehlen-bei laufender Nase Rhinopront Kapseln.
    Vielleicht bekommt man den Schnupfen damit in den Griff.
    Man könnte ihr auch isotonische Kochsalzloesung Nasentropfen versuchen zu geben-diese sind nicht so scharf und stark wie alle anderen.
    Darf ich Sie etwas Persönliches fragen?
    Meine Mutter leidet auch an der schrecklichen Lewy Body Demenz und wir wissen bald nicht mehr,wie wir ihr bei den ständigen Wahnvorstellungen helfen können.
    Waren diese bei Ihrer Frau auch so schlimm und wie lange lebt Ihre Frau mit dieser Krankheit?
    Sie müssen mir nicht darauf antworten,aber ich bin für jeden Austausch und Hilfestellung sehr dankbar.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute
    Barbara

    Liebe Rosina,
    Wir waren von Jan.2019-Jan.2020 in Behandlung beim Neurologen.
    Unfähig, absolut unfähig.
    Ich habe ihm im Januar gesagt,daß wir nicht mehr kommen.
    Seit einem Jahr faselt der was von Psychose????!!!
    Ich kann den Ärzten mittlerweile mehr über die meiner Meinung nach klar feststehende Diagnose Lewykörper-Erkrankung erzählen.
    Wir sind jetzt wieder bei dem Psychiater und Psychotherapeuten, dessen Praxis an die Psychiatrie angrenzt, in der meine Mutter bereits 3 mal war.
    Das Vertrauen in Ärzte habe ich verloren.
    Bei Eskalation muss ich den Weg mit ihr in die Psychiatrie gehen,obwohl ich auch dort kein Vertrauen in die Ärzte habe.
    Aber was bleibt mir anderes übrig? !
    Leider ist die medikamentöse Therapie bei LewykörperDemenz mehr als schwierig,da die Medikamente die Parkinsonsymptome verstärken.
    Nur irgendwann werden wir die Dosis erhöhen müssen-auch wenn sie dann möglicherweise durch die verstärkten Parkinsonsymptome gar nicht mehr laufen kann und im Rollstuhl landet.
    Ich halte mich jetzt zurück, da sie ja nicht in die Psychiatrie will und lasse alles so weiter laufen.
    Sollte Sie irgendwann gegen mich oder meinen Vater handgreiflich werden,rufe ich die Polizei und dann wird sie von denen in die Klinik gebracht.
    LG Barbara

    Liebe Rosina,
    Auch ich denke oft an Dich.
    Meine Gefuehlswelt ähnelt gerade einer Achterbahnfahrt-das liegt an den starken Schwankungen der Lewykörper Demenz.
    In einem Moment relativ klar und 15 Minuten später völlig verwirrt und wahnhaft.
    Seit über 1 Woche packt Sie täglich ihre Tasche um nun endlich aus dem Leben scheiden zu koennen und sich die Todesspritze "die heiße Nadel"geben zu lassen.
    Als sie vorgestern mit meinem Vater hier oben war und nur wirres Zeug geredet hat,bin ich fast im Wohnzimmer umgekippt.
    Ich musste raus an die frische Luft.
    Ich schaue sie an und denke:Wer bist du psychotisches Wesen, was aber auch gar nichts mehr mit meiner Mutter zu tun hat.?
    Das Schlimmste ist,daß sie davon überzeugt ist,keine Demenz zu haben und giftig und frech wird,wenn man dann doch wieder versucht ihr zu erklären, was die Krankheit mit ihr macht.
    Die Demenz ist so weit fortgeschritten, daß man nicht mehr an sie herankommt.
    Sie begreift gar nichts mehr.
    Ich merke dann für mich,daß ich wieder Abstand brauche und bleibe erst mal von meinen Eltern fern.
    Heute morgen sind mein Mann und ich dann wieder vorbeigejoggt und ich sehe dann wieder,wie hilflos sie ist.
    Das bricht auch mir wieder das Herz .
    Ich hätte sie gerne in die Psychiatrie getan um sie dort nochmal neu medikamentös einstellen zu lassen.
    Aber sie weigert sich,da sie auch dort vergiftet wurde.
    Also lassen wir alles so wie es ist und werden bei Eskalation der Lage die Polizei rufen.
    Anders geht es nicht.
    Alles GUTE für Dich
    Barbara

    Hallo Sonnenbluemchen, Hallo Jutta60,
    Danke für Eure Antworten.
    Im Moment ist die Situation unerträglich.
    Meine Mutter packt jeden Tag die Tasche und will zum Sterben gefahren werden.
    Angeblich hat sie das alles schon mit ihrem Hausarzt geregelt und kann sich jetzt die Todesspritze ,die sie "heiße Nadel"nennt,abholen.
    Es dauert aber ein paar Tage bis man tot ist.??
    Sterben will sie aber nur,weil die "Leute"sie ja tagtäglich vergiften und sie das nicht mehr aushalten kann.
    Wie kann ein Mensch nur so viel wirres Zeug reden??
    Ich denke an Deine Worte Jutta,bzgl.Deiner Mutter (LBD)-irgendwann konnte ich ihr nicht mehr folgen-das ist die Krankheit.
    An dem Punkt bin ich nun.
    Ich kann ihr nicht mehr folgen!!!!!
    Ich kann mit den wirren Wahngeschichten nicht umgehen.
    Ich glaube,es gibt keine andere Möglichkeit, als die Dosis der Neuroleptika zu erhöhen und sie zuzudroehnen mit Tabletten.
    Auch wenn sie dann völlig apathisch ist-vielleicht wird die Angst/der Wahn dann ein bißchen weniger.
    Da mein Vater ja immer noch nichts versteht und begreift, greift er bei jedem Piep zum Telefon und stört uns.
    Wir kommen nicht mehr zur Ruhe.
    Momentan ist ein Krankenhaus Aufenthalt zwar möglich, aber durch die Besuchsverbote natürlich ein riesengroßes Desaster.
    Meine Mutter wird nicht begreifen,daß sie niemand besuchen darf.
    Hätte gerne von Euch eine Einschätzung, in welchem Stadium sich Eurer Meinung nach meine Mutter befindet.
    Für mich ist das schon das mittlere Stadium,oder?
    LG
    Barbara

    Hallo Sonnenbluemchen, Hanne und Gebby,
    bin am 9.3. aus Ägypten zurück (im Urlaub schon Husten und Schnupfen)und bin immer noch krank (mein Mann auch )
    Habe letzte Woche den Hausarzt und anschließend das Gesundheitsamt angerufen,um uns testen zu lassen.
    Antwort:sie hatten wissentlich keinen Kontakt mit einem Infizierten und kommen aus keinem Risikogebiet (1 Deutscher ist in Hurghada am 8.3. Gestorben? ???!!).
    Also Krankmeldung holen und in Quarantäne.
    Leider kommen wir nicht wieder auf die Beine.
    Wir sind körperlich ganz gut dran,haben aber immer wieder Husten und Schnupfen,aber kein Fieber.
    Ich habe natürlich Angst,meine Eltern anzustecken,aber sie brauchen ja meine Hilfe.
    Der Zustand meiner Mutter hat sich in den letzten Wochen drastisch verschlechtert.
    Vorgestern hat sie eine Tasche gepackt ,da sie ja ins Krankenhaus muss zur Voruntersuchung für die Todesspritze! !????.
    Da ich nun nach 2 Jahren endlich gelernt habe ,nicht dagegen zu reden,weil das ja nur zu Streit und Anspannung bei mir und Verwirrung bei ihr führt, habe ich gesagt, daß der Termin abgesagt wurde, weil sich momentan alles um die Corona Krise dreht.
    Hat sie so akzeptiert.
    Eben kommt sie mit meinem Vater zu uns und meint,sie hätte die Tasche gepackt,sie wolle ja sterben und müsse ja jetzt ins Krankenhaus zur Besprechung! !!????.
    Ich sagte ihr,daß die Ärzte überhaupt keine Zeit für solche Dinge hätten, sondern die oberste Priorität darin liegen würde, infizierte Menschen zu retten (Risikopatienten ).
    Langsam wird sie misstrauisch und fragte, warum der Termin wieder abgesagt wurde und warum man ihr nicht auch telefonisch Bescheid gegeben hätte.
    Sie ist völlig verwirrt und möchte sterben,da sie ja tagtäglich vergiftet wird und dies nicht mehr erträgt.
    Ich weiß irgendwie nicht, was ich machen soll.
    Habe gestern telefoniert um sie evtl.mal in die Kurzzeitpflege zu geben.
    Das ist natürlich jetzt mit Corona alles so gut wie nicht machbar.
    Es werden nur Patienten aufgenommen,die nachweislich nicht Corona infiziert sind.
    Aber da ja kein Verdacht besteht,wird auch keine Untersuchung gemacht.
    Bleibt also bei Eskalation nur der Weg in die Psychiatrie.
    Vielleicht könnt ihr mir ja nochmal ein bisschen Hilfestellung geben.
    Schon jetzt vielen Dank und bleibt gesund
    Barbara